Manuskripte

SWR3 Worte

„Wir sagen nicht wir müssen das nächste Spiel gewinnen. Man kriegt keinen Qualitätszuwachs wenn man sagt man muss. Aber was wir müssen ist: unsere Arbeit gut machen. Wir müssen nicht gewinnen. Wir Menschen müssen überhaupt nichts. Wir müssen nur sterben.“

 Quelle: Die Zeit. Nr. 44 vom 24.10.2013. S. 20

 

 

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=16424

Arbeit ist notwendig. Willst Du in einer guten geistigen Verfassung sein, dann arbeite bis Du ermüdest, aber nicht bis zur Erschöpfung.

Ein guter geistiger Zustand kann sowohl durch Nichtstun zunichte gemacht werden wie auch durch zu viel Arbeit.

Über die Arbeit von Leo Tolstoi 

Quelle: Tolstois Kalender der Weisheit, zusammengestellt und kommentiert von Leo Tolstoi. Hrsg. v. Peter Sekirin. Bertelsmann Verlag, Gütersloh. 1999. S. 51.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=16423

Wenn wir miteinander sprechen, so meist darüber was sich getan hat, wir gerade tun oder zu tun gedenken. Oft sagen wir „Na, was gibt’s Neues?“ und erwarten, dass wir einander Näheres aus unserem Alltag berichten. Doch möchten wir manchmal auch gern etwas anderes hören: dass uns jemand sagt: „Ich habe heute schon an Dich gedacht“ oder „Ich habe Dich vermisst“, „Es wäre schön, Du wärst immer hier“ oder gar „Ich hab Dich wirklich gern.“ Wenn es auch nicht immer leicht fallen mag dies auszusprechen, so können solche Worte doch unsere Beziehungen zueinander vertiefen. Jemandem „Ich hab Dich gern“ zu sagen, mit welchen Worten auch immer, wird stets eine gute Nachricht sein. Niemand wird es in den Sinn kommen darauf zu antworten: „Schön, ich wusste das schon, Du brauchtest es mir nicht noch einmal zu sagen!“ Worte der Bestätigung, der Zuneigung und Liebe sind wie Brot. Wir brauchen sie Tag für Tag. Sie halten uns innerlich am Leben.

Worte, die uns ernähren – von Henri Nouwen
Quelle: Henri J.M. Nouwen, „Leben hier und jetzt –Jahreslesebuch, Herder, Freiburg, 2008, S. 55.                                                                                                                         

https://www.kirche-im-swr.de/?m=16422

Für jeden Tag:

Gegen niemand einen Vorwurf festhalten.
Niemand anklagen für vergangene Dinge.
Von niemand Dankbarkeit fordern.
Wenig von aller Leistung halten, der eigenen vor allem,
und lächeln über den Stolz, der nicht loslassen will.
Allabendlich allen Streit beenden.
Es ist wenig Zeit.
Nichts Ungeordnetes durch die Tage schleppen.
Anderen mit leichter Hand ihre Schuld vergeben und das eigene Versagen erkennen.
Und danken für den gemeinsamen Frieden.

 Quelle: Leben unter einem guten Stern – Inspirationen für kostbare Momente. Hrsg. V. Wolfgang Schuster. Kreuz Verlag, Freiburg.2009. S. 110

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=16421

 Manchmal hilft es ja mit dem genauen Gegenteil dessen was man sagen will das klarer auszudrücken worum es einem geht. In diesem Sinn hier nun 6 Anleitungen zum Unglücklichsein:

 

  1. Behalte alle deine Empfindungen für dich. 
  2. Verändere dich nie! 
  3. Sei nie zufrieden mit irgendetwas anderem als der absoluten Perfektion. 
  4. Verbringe deine Zeit ausschließlich in der Vergangenheit oder in der Zukunft.  
  5. Betrachte deine eigenen Bedürfnisse als unwichtig 
  6.  Wenn dich jemand kritisiert, dann lehne die Kritik grundsätzlich ab

Quelle: Katholisches Sonntagsblatt. 1/2009, Seite 25.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=16420

Manchmal hilft es ja mit dem genauen Gegenteil dessen was man sagen will das klarer auszudrücken worum es einem geht. In diesem Sinn hier nun 6 Anleitungen zum Unglücklichsein:  

  1. Erwarte, dass andere dich glücklich machen.
  2. Gib anderen die Schuld für dein Unglück.
  3. Sei immer ernst.
  4. Versuche es immer allen recht zu machen.
  5. Sag niemals nein!
  6. Hilf anderen, aber lass dir von niemandem helfen.  

Quelle: Katholisches Sonntagsblatt. 1/2009, Seite 25.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=16419

 Heute ist Volkstrauertag. Kein allzu beliebter Gedenktag. Denn Trauern ist schwer und wird einem auch immer wieder schwer gemacht. Eine Bestatterin hat mir diesen Text geschenkt:

 „Du hast ein Recht auf deine Trauer.
Du darfst dich deinen Verlusten widmen,
musst nicht verdrängen, was dich beschwert. 
Du hast ein Recht auf deine Tränen, auf dein Schweigen,
auf deine Ratlosigkeit, auf deine innere und äußere Abwesenheit.
Du musst nicht den Glücklichen spielen, nicht über den Dingen stehen.
Du hast ein Recht, die wegzuschicken,
die dich mit Gewalt aus deiner Trauer herausholen wollen,
weil deine Trauer sie selbst bedroht.
Du hast ein Recht auf deine Trauerstille.
Du hast ein Recht, mit denen nicht reden zu wollen, die dir ein schlechtes Gewissen machen für deine Dunkelheit und Trauer. Die mit Sprüchen kommen und versuchen dich mit diesen Sprüchen unter Druck zu setzen.
Du hast ein Recht auf deine Trauer.“

https://www.kirche-im-swr.de/?m=16418