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16JUN2024
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Was macht Ihren Sonntag zum Sonntag? Die Autorin Susanne Niemeyer erzählt:

 

Sonntags braucht die Zeit doppelt so lang

Wolken spielen Tischtennis

Die Erde hält Mittagsschlaf

 

Gott macht seine Wäsche

(obwohl er mal gehört hat, dass man das sonntags nicht darf)

Von Zeit zu Zeit kommt Wind auf

Und trägt ein Taschentuch fort

 

Ich sitze im Gras

Ein Falter fliegt vorbei

Die Flügel aus allerfeinster Spitze

 

Quelle

Susanne Niemeyer: Sonntags, in: Luft nach oben. Der Sonntagskalender 2024, 18.8., edition chrismon in der Evangelischen Verlagsanstalt GmbH, Leipzig 2023.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40084
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15JUN2024
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Die Liebe zum Fußball verbindet Menschen weltweit. Eine Werbepartnerschaft mit einem Rüstungskonzern, wie sie ein Verein kürzlich bekannt gegeben hat, steht dazu im krassen Widerspruch. Thorsten Latzel, Sportbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, kritisiert das daher deutlich:

„Der Fußball wird hier einseitig verzweckt. […] Gerade bei internationalen Sportturnieren geht es um eine Form friedlicher Völkerverständigung. […] Dem widerspricht es, für die Herstellung von Waffen zu werben. […] Militärische Gewalt und Waffen können immer nur ein letztes Mittel sein, um schlimmere Gewalt einzudämmen. Sie sind nicht ‚normal‘ und dürfen es niemals werden. […] Waffenproduktion mag jetzt notwendig sein, doch sie soll es gerade nicht immer sein. Waffen dienen zum Töten und Aufrüstung produziert dauerhaft neue Konflikte. Diese Werbung fördert keinen Diskurs, sondern verschiebt Werte.“

https://www.facebook.com/latzel.thorsten/posts/pfbid0gCFQ7ZtFhy1ANoJr2FW3BoGLxL85csrKU6bFTz3yvBNue5GNJyghyXdSsrMJ6pm4l

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40074
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14JUN2024
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Heute Abend geht sie los: die Fußball-EM der Männer in Deutschland. Mit vielen Spielen, hoffentlich rauschenden Festen und einem Wunsch von Nationalspieler Thomas Müller:

„Ich wünsche mir, dass wir uns als Gastgeber von unserer allerbesten Seite zeigen und die vielen Gäste mit offenen Armen und Herzen in Deutschland begrüßen. Es passiert genügend Mist in der Welt, lasst uns die EM nutzen, um ein positives Zeichen zu setzen. Vereint als Fußballfans und als Menschen.“

Zitiert nach Marcel Schwenk, Melanie Gottschalk, „Müller mit wichtiger Botschaft an DFB-Fans“, https://www.fr.de/sport/fussball/em-2024-thomas-mueller-eindringlicher-appell-dfb-fans-zr-93106460.html

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40073
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13JUN2024
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Es gibt Erkrankungen, da hilft keine Medizin mehr. Manche beten dann noch. Wie schon die Person, deren Gebet als Psalm 147 bis heute in der Bibel steht. Der Theologe Detlef Schneider sagt dazu:

„Eine blutende Wunde oder ein Knochenbruch sind schnell verheilt. Doch dann gibt es auch die schweren Krankheiten und inneren Verletzungen, die einfach nicht vergehen wollen. Körperliche Leiden und seelischer Schmerz, die bleiben.

Der Beter im 147. Psalm hat das vor Augen. ‚Der Herr heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunde.‘ Darin steckt eine tiefe Erkenntnis. Der Beter weiß, dass auch bei der besten medizinischen Versorgung Ärztinnen und Ärzte an ihre Grenzen stoßen können, machtlos sind. Oft hilft dann nur noch ein Gebet zu Gott. Auf ihn vertraut der Beter in dieser Situation. All das, wozu Menschen selbst nicht fähig sind, wird Gott am Ende der Zeit richten.“

Detlef Schneider, „Gott heilt alle Wunden“, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) (Hg.), „Gemeindebrief. Magazin für Öffentlichkeitsarbeit“ 5/2024

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40072
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12JUN2024
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Woher kommt Gottvertrauen? Das ist ganz unterschiedlich und ein Patentrezept gibt es nicht. Die Pastorin Tina Willms beschreibt, wie das bei ihr ist:

„Manche Menschen erzählen von spektakulären Gotteserfahrungen. So etwas hat es in meinem Leben nicht gegeben. Aber mir wurde früh erzählt von Gott, er wurde sozusagen vorausgesetzt. […] So selbstverständlich wie die Eltern war auch Gott da. So habe ich Erinnerungen und ein Urvertrauen mitbekommen, dass das immer so ist, unabhängig davon, ob ich Gott als nah oder fern empfinde. […] Ich schaffe mir Rituale, um ihm Raum zu geben. Ich lese biblische Worte […] und breite vor Gott aus, was mich bewegt. […] Vielleicht spüre ich ihn und mir wird warm bis in die Fingerspitzen. Vielleicht spüre ich nichts. Dann will ich einüben zu vertrauen: Selbst, wenn Gott fern ist, kann er doch da sein, mir nah.“

Tina Willms, „Fern und doch nah“, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) (Hg.), „Gemeindebrief. Magazin für Öffentlichkeitsarbeit“ 5/2024

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40071
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11JUN2024
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Fußball ist ein Wettkampf, aber manchmal ist das Mitgefühl größer als die Konkurrenz. Wie bei Marc Lorenz. Der ist am letzten Spieltag mit seiner Mannschaft Preußen Münster aufgestiegen. Doch im Interview nach dem Spiel denkt er an den Konkurrenten aus Regensburg, der auf dem Aufstiegsrelegationsplatz gelandet ist. Denn deren Spieler Agy Diawusie ist in dieser Saison überraschend verstorben:

„Liebe Regensburger Mannschaft, liebe Mitarbeiter, liebe Fans, ich muss wirklich sagen, ich zieh den Hut vor euch. Was ihr dieses Jahr geleistet habt, ihr hattet einen brutalen Schicksalsschlag mit dem Tod vom Agy. Was ihr da sportlich gemacht habt, ihr seid zusammengerückt. Und ich wünsche mir nur eins und das wünsch ich euch: Haut in den zwei Spielen alles raus und kommt mit uns in die 2. Liga. Ich wünsche euch nur das Beste und wir möchten euch nächstes Jahr wieder hier in Münster sehen!“

https://www.tiktok.com/@magentasport/video/7370334638234996000

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40070
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10JUN2024
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Oft wollen Kinder etwas, weil alle anderen es auch haben. Bei Pfarrer Reinhard Ellsel war das in der Kindheit nicht anders. Doch sein Vater hat ihm das nicht durchgehen lassen. Heute weiß er, warum:

„‚Und wenn alle anderen in den Graben springen, dann springst du hinterher?‘ Mit dieser rhetorischen Frage nahm mir mein Vater den Wind aus den Segeln, wenn ich unbedingt etwas haben wollte, was ‚alle anderen‘ doch auch hatten. Echt nervig, mein Vater! Später erfuhr ich von ihm, dass er selbst viele Jahre zuvor gegen seinen Willen in ‚den Graben springen‘ musste und Soldat im Zweiten Weltkrieg wurde. Und mir wurde immer mehr klar, dass mir mein Vater mit diesem nervigen Graben-Spring-Spruch den Eigensinn stärkte. Dafür bin ich ihm dankbar!“

Reinhard Ellsel, „Rückenstärkung“, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) (Hg.), „Gemeindebrief. Magazin für Öffentlichkeitsarbeit“ 4/2024

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40069
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09JUN2024
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Worum geht es eigentlich beim Segen, der zum Beispiel am Ende jedes Gottesdienstes zugesprochen wird? Der Theologe Johann Hinrich Claussen erklärt es so:

„Im Segen geht es um Schutz und Bewahrung vor Unglücksfällen, dann aber in einem viel umfassenderen Sinne um ein Leben in Frieden. In evangelischen Gottesdiensten spenden hauptsächlich Pastorinnen und Pastoren den Segen. Das Segnen ist aber keine heilige Handlung, die nur von sogenannten Geistlichen vollzogen werden dürfte. Es ist schlicht eine besondere Form des Gebets. Deshalb ist es falsch zu sagen, eine Amtsperson würde den Segen ‚spenden‘. Vielmehr bittet sie Gott darum, dass er seinen Segen spende. Dies können im Prinzip alle tun. So wie jeder Christ selbst beten kann, kann auch jeder Christ andere segnen.“

Johann Hinrich Claussen, „‚… und schenke dir Frieden‘“, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40068
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08JUN2024
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Die Entertainer Joko & Klaas haben mal wieder gegen Pro 7 gewonnen und dafür 15 Minuten Sendezeit zur freien Verfügung bekommen. Sie haben es genutzt, um zu zeigen was wäre, wenn es die EU nicht mehr gäbe. Nach dem düsteren Szenario haben sie sich mit einem Appell direkt an ihr Publikum gewandt und gesagt:

 

Wir brauchen Menschen in diesem Parlament, die an Europa glauben, die Demokratie lieben, und die mit Leidenschaft (…) dafür sorgen, dass Schritt für Schritt für Schritt dieses riesengroße Mosaikbild zusammengesetzt wird.

 

Und wir brauchen (…) keine Menschen, die nur in das europäische Parlament gewählt werden wollen, um es von innen heraus zu zerstören und unsere gemeinsame Vision kaputt zu machen.

 

(…) Es liegt an uns dafür zu sorgen, dass es so nicht eintritt.

 

Quelle

TV-Sendung von Pro 7 am 16.05.2024, 20:15 Uhr: Ws wäre wenn es die EU nicht mehr gäbe? Joko & Klaas gegen Pro 7 (https://www.youtube.com/watch?v=dxWfZ6b2ufQ Min 16:01 bis 16:29)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=40023
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07JUN2024
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Ein Heide fragte einmal Rabbi Jehoschua ben Karcha: „Warum wählte G-tt einen Dornbusch, um mit Moses aus ihm zu reden?“ Der Rabbi antwortete: „ Hätte er einen Johannisbrotbaum oder einen Maulbeerbaum gewählt, so würdest du ja die gleiche Frage gestellt haben. Doch es ist unmöglich, dich ohne eine Antwort fortgehen zu lassen. Daher sage ich dir, dass G-tt den ärmlichen und kleinen Dornbusch gewählt hat, um dich zu belehren, dass es auf Erden keinen Platz gibt, an dem G-tt nicht anwesend ist. Noch nicht einmal einen Dornbusch.“

Aus: Midrasch Exodus Rabba 2:5

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39938
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