Alle Beiträge

Die Texte unserer Sendungen in den SWR-Programmen können Sie nachlesen und für private Zwecke nutzen.
Klicken Sie unten die gewünschte Sendung an.

Filter
zurücksetzen

Filter

Datum

SWR1

     

SWR2 / SWR Kultur

    

SWR3

  

SWR4

       

Autor*in

 

Archiv

17JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Warum Kinder keine perfekten Eltern brauchen und an Fehlern sogar wachsen können, das erklärt der Schauspieler und vierfache Vater André Dietz:

„Das ist ja heute ganz schrecklich, dass man meint, immer alles richtig machen zu müssen. Ich wünsche meinen Kindern kein Leid, natürlich nicht. Ich versuche auch, alles Leid von denen zu halten. Aber ganz viel meiner Lebensgeschichte – Kreativität, Ideen, Lebenswege, Entscheidungen, Durchalten – das ist nun mal entstanden durch [Mist, der] mir passiert ist. Und wenn ich [den Mist] verursache, dann ist das zwar doof, aber dann kann das auch lehrreich für Kinder sein. Und das muss man sich […] immer klar machen, dass man eben nicht alles richtig machen kann und vielleicht auch gar nicht soll.“

Quelle:

André Dietz im Podcast „Alle meine Eltern“ von Evelyn Weigert, Episode 134 am 30.10.24, abgerufen am 13.06.26 auf: https://open.spotify.com/episode/4Pc6dQdRfFxKAg9bim0JTx?si=ba823b3a53de4aa2.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44775
weiterlesen...
16JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Jemanden lieben heißt nicht nur, den anderen supertoll zu finden. Für den Schriftsteller C.S. Lewis bedeutet es, sich wirklich das Beste für den anderen zu wünschen. Er schreibt: 

„Liebe kann alle Schwächen vergeben und ihnen zum Trotz lieben, aber Liebe kann nicht aufhören zu wünschen, dass diese Schwächen verschwinden. […] Von allen Mächten verzeiht die Liebe am meisten, aber sie entschuldigt am wenigsten; sie erfreut sich an wenig, aber sie verlangt alles.“

Quelle:

C.S. Lewis, Über den Schmerz, Brunnen Verlag, Gießen 2015, S. 44.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44773
weiterlesen...
15JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Papst Benedikt war einmal im deutschen Bundestag eingeladen und was er da zu den Abgeordneten gesagt hat, ist auch für Politiker von heute ein wirklich guter Tipp. Es ging um diese Geschichte:

„Im ersten Buch der Könige wird erzählt, dass Gott dem jungen König Salomon bei seiner Thronbesteigung eine Bitte freistellte. Was wird sich der junge Herrscher in diesem wichtigen Augenblick erbitten? Erfolg – Reichtum – langes Leben – Vernichtung der Feinde? Nicht um diese Dinge bittet er. Er bittet: „Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht“ (1 Kön 3,9).

Die Bibel will uns mit dieser Erzählung sagen, worauf es für einen Politiker […] ankommen muss. Sein letzter Maßstab und der Grund für seine Arbeit als Politiker darf nicht der Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn sein. Die Politik muss […] der Gerechtigkeit [….] dienen und dem Frieden.“

Quelle:

Rede Papst Benedikts XVI. im Deutschen Bundestag am 22. September 2011, abgerufen am 13.06.26 auf: https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/benedict/rede-250244.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44770
weiterlesen...
14JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Für alle, die sich gerade mal wieder über jemand anderen schwarzärgern müssen, hat der Schriftsteller C.S. Lewis diesen bemerkenswerten Tipp:

„Verzichte auf alles Nachdenken über die Fehler anderer Leute […]. Wenn immer solche Gedanken unnötigerweise in dir hochsteigen – warum stellst du sie nicht einfach ab und denkst stattdessen über deine eigenen Fehler nach? Denn an diesem Punkt kannst du, mit Gottes Hilfe, etwas ändern. Unter all den schwierigen Menschen bei dir zu Hause oder am Arbeitsplatz gibt es nur einen einzigen, den du wirklich ändern kannst. Bei dem musst du ansetzen. Und fang lieber heute schon damit an!“

Quelle:

C.S. Lewis, Gott auf der Anklagebank, 8. Auflage, Fontis Verlag, Basel 2018, S. 91.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44765
weiterlesen...
13JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der Schauspieler und zweifache Vater Bob Odenkirk ist durch die Rolle des zwielichtigen Anwalts Saul Goodman in der Serie Breaking Bad zum Weltstar geworden. Als der Schauspieler in einem Interview gefragt wird, welche Menschen er beneidet, antwortet er:

„Jeden, der noch kleine Kinder zu Hause hat. Ich wusste genau, was ich tat, als meine Kinder heranwuchsen. Ich war Vater. Ich meine, das war mein Job. Mich zu fragen: ‚Was mache ich eigentlich hier? Wie kann ich Teil dieser Welt sein? Was ist heute von Bedeutung?‘ Das musste ich mich gar nicht fragen – denn die […] Antwort liegt genau zwischen hier und der Tür. Geh einfach hin, sorg dafür, dass sie in die Schule kommen, und lach mit ihnen. Ich habe [das Leben] verstanden. Ich habe meine Bestimmung verstanden.“

Quelle:

Bob Odenkirk im Podcast „Working It Out“ von Mike Birbiglia, Episode 179: „The Art of Anger in Comedy” am 28.07.2025, aufgerufen am 13.06.2026 auf: https://www.youtube.com/watch?v=oPfjNDs2agA.

Der Schauspieler und zweifache Vater Bob Odenkirk ist durch die Rolle des zwielichtigen Anwalts Saul Goodman in der Serie Breaking Bad zum Weltstar geworden. Als der Schauspieler in einem Interview gefragt wird, welche Menschen er beneidet, antwortet er:

„Jeden, der noch kleine Kinder zu Hause hat. Ich wusste genau, was ich tat, als meine Kinder heranwuchsen. Ich war Vater. Ich meine, das war mein Job. Mich zu fragen: ‚Was mache ich eigentlich hier? Wie kann ich Teil dieser Welt sein? Was ist heute von Bedeutung?‘ Das musste ich mich gar nicht fragen – denn die […] Antwort liegt genau zwischen hier und der Tür. Geh einfach hin, sorg dafür, dass sie in die Schule kommen, und lach mit ihnen. Ich habe [das Leben] verstanden. Ich habe meine Bestimmung verstanden.“

Quelle:

Bob Odenkirk im Podcast „Working It Out“ von Mike Birbiglia, Episode 179: „The Art of Anger in Comedy” am 28.07.2025, aufgerufen am 13.06.2026 auf: https://www.youtube.com/watch?v=oPfjNDs2agA.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44758
weiterlesen...
12JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Wer Hoffnung hat, dem geht nie die Puste aus. Das findet der Prophet Jesaja. In der Bibel beschreibt er das so:

„Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen.
Die aber auf [Gott] hoffen, empfangen neue Kraft, wie Adlern wachsen ihnen Flügel. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.“

Quelle:

Jesaja 40, 30 – 31, Die Bibel, Einheitsübersetzung 2016.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44757
weiterlesen...
11JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der neue Job, eine Klassenarbeit, die neusten Nachrichten – es gibt viel, vor dem man Angst haben kann. Pfarrerin Tina Willms glaubt, dass uns Engel begleiten und erzählt, wie sie ihr helfen:

„In dieser Nacht schlich sich ein Engel in meine Träume. Er flüsterte mir sein „Fürchte dich nicht!“ in Ohr und Herz. Morgens verflüchtigte er sich, wurde wohl anderswo gebraucht. Sein Wort aber blieb in Ohr und Herz. Und machte mich stark für den Tag.“

Tina Willms, Glück ist, im Regen zu schwimmen. Gute Gedanken für ganz gewöhnliche Tage

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44752
weiterlesen...
10JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Im 1. Buch Mose heißt es, der Mensch sei „im Bilde Gottes“ geschaffen. Das klingt groß – fast zu groß für den Alltag. Und doch wird es ganz konkret, wenn die rabbinische Auslegung sagt: So wie kein Gesicht dem anderen gleicht, ist auch jeder Mensch einzigartig.

Das bedeutet: Niemand ist austauschbar. Jeder trägt eine eigene Würde in sich.

Und daraus folgt eine leise Aufgabe: Diese Würde sichtbar zu machen – im Umgang miteinander. In der Art, wie wir sprechen. Wie wir zuhören. Wie wir auch dem begegnen, der anders ist als wir.

Vielleicht genügt schon dieser Gedanke für heute: Jeder Mensch ist einmalig. Und verdient es, auch so behandelt zu werden.

Mischna Sanhedrin 4:5

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44376
weiterlesen...
09JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Manchmal ist es schwer das Schöne zu sehen. Die Hoffnung fehlt. Pfarrerin Tina Willms hat eine Idee, wie es wieder wird mit der Hoffnung:

„Neulich, als die Zeiten düsterer wurden und ich immer verzagter, da habe ich bei der Hoffnung einen Kredit aufgenommen. Sie saß mir gegenüber und lächelte freundlich. Weder fragte sie nach meinen Liquiditäten, noch sprach sie von Zins und Tilgung. Die Summe, die sie nannte, überstieg meine Erwartungen. Ob ich denn noch Fragen hätte. Wie lange währt die Frist, sagte ich. Da lächelte sie und meinte: Für immer. Rückzahlung ist nicht erforderlich. Nur weiterzugeben, was du bekamst.“

Tina Willms, Glück ist, im Regen zu schwimmen. Gute Gedanken für ganz gewöhnliche Tage

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44750
weiterlesen...
08JUL2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Zu spüren und zu erkennen, wenn etwas gut ist.
Pfarrerin Tina Willms erlebt das immer wieder und beschreibt das so:

„Jetzt ist es gut. Es gibt Momente, in denen ich das fühle. Ich gehe durch einen Park, mir streift ein Windhauch durchs Gesicht, ich denke an Menschen, die ich liebe. Und spüre: Jetzt, gerade in diesem Moment, ist es gut. […] Die Welt ist keineswegs heil. Und auch in meinem eigenen Leben ist alles im Fluss. Wo es hingehen wird, weiß ich nicht. Trotzdem, manchmal, mitten am Tag, solch ein Augenblick. Jetzt ist es gut.

Dann verschwindet er wieder. Verändert hat sich äußerlich nichts. Keine große Rettung, nur ein Moment, herausgenommen aus der Zeit. Spürbar der Boden unter den Füßen. Und eine Erinnerung an diesen Augenblick, die bleibt.”

Tina Willms, Glück ist, im Regen zu schwimmen. Gute Gedanken für ganz gewöhnliche

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44749
weiterlesen...