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08AUG2026
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Sollen Menschen Tiere essen oder nicht? Dieses Gespräch habe ich mit einem jungen Mann geführt. Und ich fand es anstrengend und spannend gleichzeitig.

Anstrengend fand ich unser Gespräch, weil ich gemerkt habe, dass der junge Mann sehr klare Ansichten hat und ich innerlich immer ungeduldiger geworden bin. Vielleicht auch deshalb, weil ich zwischen seinen Worten immer wieder Vorwürfe gehört habe. Statt ihm wirklich zuzuhören, bin ich dann auf Abstand gegangen,

Erst im Laufe des Gesprächs habe ich verstanden, worum es ihm eigentlich ging. Er hat sich gewünscht, dass die Kirche eine stärkere Verbündete für die Anliegen des Veganismus ist. Und er war enttäuscht, dass sie seiner Meinung nach nicht eindeutig genug Stellung bezieht.

Als mir das klar geworden ist, wurde auch das Gespräch interessanter. Denn für mich ist Kirche kein Ort mit fertigen Antworten für jede Frage. Sie lebt vom gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren. Und das entdecke ich auch in der Bibel:

Dort finden sich Texte, die Tiere als Mitgeschöpfe Gottes ernst nehmen. Jesus sagt sogar, dass Gott den kleinen Spatz im Blick hat. Zugleich wird in der Bibel Fleisch gegessen, ohne dass dies grundsätzlich infrage gestellt wird.  Gerade am Anfang der Bibel sind Texte, die diese Spannung aufzeigen, aber nicht auflösen. Man könnte auch sagen: Die Bibel selbst ringt um eine Antwort.  Dabei war die Welt damals eine ganz andere als unsere. Tiere gehörten zum Alltag. Fleisch war etwas Besonderes und kam deutlich seltener auf den Tisch als heute in Zeiten industrieller Tierhaltung.

Mich beeindruckt, dass Menschen schon vor Jahrtausenden bereit waren, über ihr Handeln nachzudenken und darüber zu streiten, wie ein verantwortliches Leben aussieht.

Und vielleicht ist das die eigentliche Botschaft dieses Gesprächs: Wichtige Fragen werden nicht dadurch gelöst, dass alle sofort derselben Meinung sind. Sie brauchen Menschen, die sich gemeinsam auf die Suche nach Antworten machen.

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07AUG2026
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Tobi hat sich für diesen Montag extra Urlaub genommen. Nicht, weil er wegfahren will. Oder ausspannen. Er nutzt seinen Urlaubstag, um gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen große Zelte für jeweils zehn Menschen und ein großes Festzelt abzubauen, zu reinigen, einzulagern und für den nächsten Einsatz vorzubereiten.

Dabei ist der Montag ja nur der Abschluss. Das ganze Wochenende hat Tobi bereits auf einem Konfi-Camp mitgearbeitet. Ein Konfi-Camp ist ein großes Zeltlager für fast 300 Konfirmandinnen und Konfirmanden. Tobias war dabei Ansprechpartner für Jugendliche, hat kleine Verletzungen versorgt, Essen ausgegeben, Teller gespült und dort geholfen, wo Hilfe gebraucht wurde.

Für all das bekommt er kein Geld. Im Gegenteil: Er investiert sogar einen Urlaubstag. Und das machen Menschen zum Glück immer wieder in ihrem Ehrenamt. Ohne diese Investition würde bei uns so viel nicht funktionieren:

Die Jugendgruppen in den Vereinen. Die Feuerwehr. Das Rote Kreuz. Die Kirchengemeinden. Die Sportvereine. Viele Freizeiten und Ferienangebote.

Die Ehrenamtlichen fragen nicht zuerst: Was habe ich davon? sondern: Was kann ich beitragen? Ich finde, was sie da mitbringen, das ist nicht nur effektive Arbeit, sondern auch ein besonderer Geist. Sie erinnern uns daran, dass nicht alles einen Preis haben muss. Dass Gemeinschaft davon lebt, dass Menschen mehr geben, als sie müssten.

Darum bin ich dankbar für Menschen wie Tobi. Sie zeigen mir, dass Zusammenhalt dort entsteht, wo Menschen bereit sind, Zeit, Kraft und Herzblut zu investieren.

Deshalb: Herzlichen Dank an alle, die sich, ihre Zeit und ihren Urlaub investieren. Ich finde ja, dass dadurch sogar etwas von Gottes Geist spürbar wird, weil  Menschen zusammengebracht und Gemeinschaft möglich gemacht wird.

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06AUG2026
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Mein Freund Christian hat mir erzählt, dass er als Kind eine ganze Sammlung von Schlümpfen hatte. Die mussten immer ganz genau in der richtigen Reihenfolge stehen. Wenn jemand einen Schlumpf verschoben hat, konnte Christian nicht schlafen gehen, bevor nicht wieder alles ordentlich sortiert war.

Bis heute ist ihm diese Liebe zur Ordnung geblieben. Er kennt Regeln und Vorschriften oft erstaunlich genau. Und wenn etwas nicht so läuft, wie es vorgesehen ist, kann er leidenschaftlich darüber diskutieren. Manchmal sagen andere dann: „Nun sei doch nicht päpstlicher als der Papst.“

Als Christian mir von seinen Schlümpfen erzählt hat, habe ich ihm geantwortet: „Vielleicht geht es dir gar nicht in erster Linie um Regeln. Vielleicht magst du einfach Ordnung.“

Da musste er lachen und hat zugestimmt. Seitdem denke ich öfter darüber nach. Denn vieles von dem, was uns wichtig ist, halten wir zunächst für objektiv richtig. Wir glauben, dass es vernünftig ist. Oder logisch. Oder selbstverständlich. Dabei hat es oft damit zu tun, dass es uns selbst wichtig ist.

Der eine liebt Ordnung. Die andere schätzt Spontaneität. Der eine achtet auf Traditionen. Die andere freut sich über Veränderungen. Und oft wundern wir uns, warum die anderen das nicht genauso sehen wie wir.

Mit meinen Kindern habe ich oft dieses Spiel gespielt: „Ich sehe was, was du nicht siehst.“  Und ich finde, das ist ein erstaunlich kluger Satz. Denn er erinnert daran, dass jeder Mensch die Welt ein wenig anders wahrnimmt. Jeder entdeckt etwas, das dem anderen verborgen bleibt.

Deshalb, finde ich, sind Gespräche so wichtig. Nicht damit am Ende alle dieselbe Meinung haben. Sondern damit wir verstehen, warum dem anderen etwas wichtig ist: und sei es nur die richtige Reihenfolge von Schlümpfen.

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05AUG2026
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Es war nur ein kleiner Platz am Wegesrand: einige Bänke an einem Bach im Schatten und eine große Jakobusstatue. Als ich ein Stück des Jakobswegs gepilgert bin, war dieser Ort für mich ein großes Geschenk. An einem heißen Tag kam diese kleine Oase genau zur richtigen Zeit.

Später habe ich erfahren, dass ein Mann, der direkt am Weg wohnt, diesen Platz aus eigener Initiative angelegt hat. Einfach, um Pilgern wie mir etwas Gutes zu tun. Ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Das hat mich beeindruckt.

Denn dieser Mann kennt die Menschen ja gar nicht, die auf dem Jakobsweg unterwegs sind. Trotzdem hat er gesehen, was sie brauchen können: einen Ort zum Ausruhen, Durchatmen und Kraftschöpfen.

Dabei ist mir etwas deutlich geworden: Wir sind auf unseren Wegen oft weniger allein, als wir denken.

Zwar habe ich häufig das Gefühl, alles selbst schaffen zu müssen. Doch immer wieder begegnen mir Menschen, die mich stärken, ermutigen oder entlasten. Oft sind es kleine Gesten, die einen großen Unterschied machen. Nicht nur zu sagen: „Melde dich, wenn Du etwas brauchst“, sondern aufmerksam zu sein und zu merken, was der andere gerade braucht.   

Genau diese Aufmerksamkeit steckt hinter der kleinen Oase am Jakobsweg. Da hat jemand nicht gewartet, bis ihn jemand um Hilfe bittet. Er hat einfach vorausgedacht. Und ich glaube, unsere Gesellschaft könnte mehr von solchen Oasenbauern gebrauchen. Menschen, die aufmerksam hinsehen und handeln, bevor die Not laut wird.

Und im Übrigen, stelle ich mir so auch Gott vor: Er kennt unsere Wege. Er sieht, wo wir müde werden. Und er schenkt uns immer wieder Orte, an denen wir aufatmen und neue Kraft finden.

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04AUG2026
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Wenn ich mit Eltern über die Taufe ihres Kindes spreche, höre ich oft einen Satz, der mich sehr freut. Nämlich, wenn die Eltern sowas sagen wie: „Nächstenliebe ist uns wichtig. Das wollen wir auch unseren Kindern weitergeben.“
Dann denke ich: Ja, klar! Was könnte auch wichtiger sein?

Schließlich hat schon Jesus gesagt, worauf es ankommt: Gott lieben und den Nächsten wie sich selbst. (Markus 12,29-31) Für viele Menschen gehört das einfach dazu. Man hilft einander. Man nimmt Rücksicht. Man lässt niemanden fallen.

Manchmal ertappe ich mich allerdings auch dabei, dass ich denke: Ist das nicht eigentlich selbstverständlich? So etwas wie das Mindestmaß menschlichen Zusammenlebens?

Aber dann höre ich doch tatsächlich andere Stimmen in meiner Umgebung oder in den Medien, die sagen:
„Die Starken müssen sich gegen die Schwachen durchsetzen.“ Oder: „Rücksicht ist nur ein Hindernis auf dem Weg des Fortschritts.“ Oder: „Wer erfolgreich sein will, darf sich nicht aufhalten lassen. Und überhaupt: Warum sollen die Starken für die Schwachen Verantwortung tragen?“ Und für viele ist dabei klar: Schwach sind immer die anderen.

Was Eltern sagen und vorleben, das werden die Kinder auch in aller Regel übernehmen. Ich weiß nicht, wie die Eltern, die ihre Kinder taufen lassen, sie dann erziehen. Aber wenn sie schon mal sagen: „Nächstenliebe ist uns wichtig“, dann will ich das doch gerne als hoffnungsvolles Signal verstehen. Nämlich, dass sie wirklich Nächstenliebe als das Wichtigste sehen, weil sie verstehen: Nächstenliebe ist nicht selbstverständlich und muss von jeder Generation weitergegeben und neu gelernt werden.

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03AUG2026
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Nach dieser gigantischen Fußballweltmeisterschaft ist es vielleicht nochmal gut sich dran zu erinnern: Das Leben ist kein Fußballspiel. Es ist etwas komplizierter als sich nur zu fragen: Zu welcher Mannschaft gehörst Du?

Nach einem Gottesdienst nämlich ist eine Frau auf mich zugekommen und hat gesagt: Sie finden doch auch, dass die Menschen inzwischen ganz ungläubig geworden sind und es wichtig ist, dass wir zusammenhalten als „wirklich Gläubige“ und dass wir auch immer klar machen: Wer gehört zu uns und wer nicht.

Ich kann ihr da nicht zustimmen. Mir ist das zu einfach. Ich finde, Menschen passen nicht in Schubladen. Die meisten von uns sind vielfältig und vielschichtig. Ich kann in einer Sache recht haben und gleichzeitig in einer anderen irren. Ich kann jemanden mögen und trotzdem nicht immer seiner Meinung sein.

Und noch etwas: Wer Menschen nur in „wir“ und „die anderen“ einteilt, hört oft auf, den anderen zuzuhören. Dann zählt nicht mehr, was jemand sagt oder tut, sondern nur noch, zu welcher Gruppe er gehört. Jesus hat genau das immer wieder durchbrochen. Er hat mit Menschen gesprochen, die andere längst abgeschrieben hatten. Für ihn ist es wichtiger gewesen, wer ein Mensch ist, als zu welcher Gruppe er gehört.

Für mich heißt das: Im Leben geht es nicht darum, dass wir als verschiedene Teams gegeneinander spielen und gewinnen oder verlieren. Wir schaffen das Leben und auch unseren Glauben nicht gegeneinander, sondern nur miteinander. Und da ist auch das wichtig, was ich nicht verstehe oder wo ich nochmal nachfragen muss.

Vielleicht ist die richtige Frage nicht: Gehörst du zu uns oder zu den anderen? Vielleicht ist die richtige Frage: Wer bist Du und welche Geschichte hast Du zu erzählen?

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02AUG2026
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Gleichschritt ist gefährlich. Deshalb, dürfen laut Paragraf 27 Abs. 6 der Straßenverkehrsordnung Gruppen tatsächlich nicht im Gleichschritt über Brücken marschieren. Der Grund: Wenn viele im selben Takt gehen, können sich die Schwingungen ihrer Schritte gegenseitig verstärken. Was mit einem kleinen Wippen beginnt, kann im schlimmsten Fall so gefährlich werden, dass eine Brücke einstürzt.  

Und ich denke: Im Zweifel ist es sowieso besser nicht im Gleichschritt zu gehen und schon gar nicht durchs Leben. Aber wie oft habe ich mich an andere angepasst. Sei es im Verhalten, bei den Klamotten oder im Geschmack.

Natürlich brauchen wir Zusammenhalt. Aber es wird schwierig, wenn alle nur noch im Gleichschritt unterwegs sind. Wenn alle gleich sind, geht die Vielfalt verloren.

Ich glaube: Gott hat jeden Menschen als ein  Original geschaffen – mit einer eigenen Geschichte, eigenen Begabungen und einer eigenen Art zu denken und zu leben. Wir selbst sind es, die uns manchmal zu Kopien machen wollen, weil wir dazugehören möchten oder Angst haben, aufzufallen. Dabei sind es gerade die Unterschiede, die eine Gemeinschaft stark machen. Vielleicht ist es deshalb auch besser, wenn wir nicht alle im gleichen Takt über die Brücken unseres Lebens gehen, sondern jeder seinen eigenen Rhythmus findet. Und ich glaube, das können wir auch gut aushalten, dass Menschen ganz anders sind als wir selbst.

Denn in der Geschichte wurde schon so viel kaputt gemacht, weil Menschen blind im Gleichschritt gelaufen sind. Neues und Spannendes entsteht eher dort, wo Menschen eigene Wege gehen und ihren eigenen Rhythmus fürs Leben wagen.

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01AUG2026
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Meine Güte, wie freundlich ist doch immer meine KI!

Egal, ob ich nur schnell frage, wo der nächste Baumarkt ist, oder ob ich eine komplizierte Aufgabe mit ganz vielen Unterpunkten eingebe: die KI ist immer so wahnsinnig zugewandt und höflich. Sie hat nicht nur Infos, sie bietet mir immer auch gleich an, es auch noch anders für mich zu machen.

Wenn ich meine in die Jahre gekommene Präsentation hochlade und sie frage, was sie dazu meint, dann schreibt sie: „Ich habe mir die Präsentation angesehen. Sie hat bereits einen guten Kern und deine Grundidee ist stark.“

KI lobt immer erst mal und benennt dann erst die kritischen Punkte.

Genau diesen Stil könnte unsere Gesellschaft an jeder Ecke brauchen. Wäre doch nicht schlecht, wenn ich im Freibad die Leute auf der Picknickdecke neben mir frage, ob ich zwei Meter rüberrutschen soll, damit sie auch noch ein bisschen Schatten haben. Oder wenn der ärgerliche Autofahrer, der mir auf der engen Landstraße entgegenkommt, mich für mein vorsichtiges Rückwärtsfahren mit Daumen hoch lobt, statt dass er mich offensiv auslacht.

Ich mag KI definitiv nicht überall haben, und mir ist völlig klar, dass sie Fehler macht.

Aber so ein bisschen was von ihrer aufmerksamen Art, kombiniert mit echter, ehrlich gemeinter Menschlichkeit: das täte schon gut! 

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31JUL2026
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Das aktuelle Unicef-Foto das Jahres ist einfach stark: Da sieht man ein Mädchen aus Afghanistan. Es heißt Hajira, wohnt in einem Dorf in den Bergen und darf mit ihren zehn Jahren gerade noch auf die Grundschule gehen. Sie ist wunderschön bunt angezogen, und ihre Haare sind mit einem weißen Kopftuch nur locker bedeckt. Hajira sitzt auf dem Boden, hinter ihr liegen ein paar Kissen, und sie lernt. Mit zwei Schulbüchern, Kugelschreiber und einem Collegeblock auf den Knien.

Hajira lernt, obwohl sie in Afghanistan als Mädchen nicht mehr lange lernen darf, nur bis zur 7. Klasse. Und das, obwohl schon heute in Afghanistan überall Ärztinnen fehlen, Frauen haben dort gar keine Rechte mehr!

Mir ist klar, dass ich an den Verhältnissen in Afghanistan und der unsäglichen Unterdrückung von Mädchen und Frauen nichts ändern kann. Aber ich kann dieses Mädchen auf dem Foto bestaunen. Wie entschlossen es lernt. Voller Neugier, so als wüsste sie, dass sie kaum noch Zeit hat.

Die französische Fotografin Elise Blanchard hat das Foto geschossen. Sie war lange in Afghanistan, eine ganze Zeit lang hat sie sogar mit einer Taliban-Familie zusammengelebt. Und sie hat erkannt, was so viele Mädchen und Frauen in Afghanistan ausmacht. Sie sind wie Hajira irgendwo versteckt, aber sie sind klug und wollen lernen, und vor allem wie Menschen behandelt werden.

Das ist still, und das ist stark.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44869
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30JUL2026
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Kein Wunder, dass es jemanden wie mich freut, wenn eine Kirche zum „Best place oft the world“ gekürt wird.

Die Community der Plattform „Reddit“ hat gerade nach dem besten Platz der Welt gesucht. Zugegeben, das Verfahren war nicht gerade wissenschaftlich, und allzu viele Leute haben auch nicht abgestimmt. Das Ganze war als Spiel aufgezogen und immer mit einem Augenzwinkern verbunden. Trotzdem: was bei dieser Umfrage rausgekommen ist, ist großartig!

Der beste Ort der Welt ist eine kleine, 800 Jahre alte Kirche. Sie heißt St. Mary und liegt in einem Nationalpark im Norden von Wales. In dem Ort wohnen nicht mal 500 Leute. Die Gegend ist schön grün, die alte Steinkirche ist von Bergen umgeben, und dort ist alles ganz schlicht.

Der Pfarrer der Kirche hat auf Reddit gepostet: „Wow! Das ist ein riesiger Schub für die paar Leute, die sich engagieren, damit dieses Gebäude das bleiben kann, wofür es gebaut wurde: Gott anbeten, und einen Ort der Zuflucht und des Friedens bieten, für eine müde Welt.“

Da hat der Pfarrer doch eine gute Definition zum „schönsten Ort der Welt“ geliefert. Und dann ist es auch egal, ob es eine Kirche ist, die eigene Küche, der Lieblingsclub, eine Ecke im Wald, die Werkstatt oder diese kleine Ferienwohnung, in der man schon jahrelang Urlaub macht.

Ein Best Place kann überall sein: Hauptsache, ich kann dort durchatmen, meine kleine Welt ein bisschen größer machen, irgendwas von Weite spüren und Frieden erfahren. 

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