Manuskripte

SWR3 Worte

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs.
Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.
Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

Jesus von Nazaret - ein Freund von klaren und wahren Worten 

(Matthäus-Evangelium Mt 5,33-37)

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»Stellt euch vor, einer von euch hat hundert Schafe und eins davon verläuft sich. Lässt er dann nicht die neunundneunzig allein in der Steppe weitergrasen und sucht das verlorene so lange, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, dann freut er sich, nimmt es auf die Schultern und trägt es nach Hause. Dort ruft er Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir, ich habe mein verlorenes Schaf wiedergefunden!
Ich sage euch: Genauso freut sich Gott im Himmel mehr über einen Sünder, der ein neues Leben anfängt, als über neunundneunzig andere, die das nicht nötig haben.«

Jesus von Nazaret im Lukasevangelium -
über verloren sein und gefunden werden

(in Lukas 15,3-7 - Gute Nachricht Bibel)

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"Was, wenn Dein ganzes bisheriges Leben unterzugehen scheint, weil eine schwere Krebserkrankung diagnostiziert wird. Weil der Ehepartner dich verlässt. Auch das sind Untergangserfahrungen, in denen wir uns fragen, wie Gott erretten kann. Ob es einen neuen Anfang geben kann."
Die Antwort: "Ja, es gibt eine zweite Chance. Wir kennen als Christinnen und Christen keinen Gott, der nur das Perfekte gelten lässt und alles andere verachtet."

Margot Käßmann, Pfarrerin und Star des Ökumenisches Kirchentags,
über eine zweite Chance bei Gott

(in: NDR-Nachrichten am 13. Mai 2010)

 

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Öffne meine Augen, Herr,
für die Wunder deiner Liebe.
Mit dem Blinden rufe ich:
Heiland, mache, dass ich sehe.

Öffne meine Ohren, Herr,
für den Anruf meiner Schwestern und Brüder.
Lass nicht zu, dass sich mein Herz
ihrer großen Not verschließe.

Öffne meine Hände, Herr,
Bettler steht vor meiner Türe
und erwarten ihren Teil.
Christus! Mache, dass ich teile.

Ein Morgengebet - wer es betet, macht sich offen für Gott und die Welt.

(in Kleines Stundenbuch, Herder Freiburg 1981, S. 237))

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Gott, du hast die Welt gestaltet,
dass sie sich in dir entfalte:
Dir sei Lob und Dank!

Was entsteht,
was vergeht,
was sich jauchzend um dich dreht
ist dein!

Herr, du bist zur Welt gekommen,
hast sie in dich aufgenommen:
Dir sei Lob und Dank!

Du bliebest hier,
wohnst in ihr,
um ein armer Mensch wie wir
zu sein.

Herr, so lass dein Werk gelingen,
lass den Geist die Welt durchdringen;
dir sei Lob und Dank!

Dann erblüht
sie und glüht,
denn der ganze Himmel zieht
herein.

Ein Morgengebet lobt den menschgewordenen Schöpfergott...

(in Kleines Stundenbuch, Herder Freiburg 1981, S. 247 f)

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Wir könnten viel Ruh und Frieden haben, wenn wir Kopf und Herz nicht so sehr marterten mit dem, was andere reden und tun, und was doch unser Gewissen gar nicht berührt. Wie kann der lange in Frieden leben, der sich so gern in fremde Geschäfte mischt, der von außen so viele Anlässe sucht, der so selten oder nur flüchtig sich in sich sammelt? Selig die, welche die rechte Einfalt des Herzens besitzen, denn sie werden viel Frieden haben.
Thomas von Kempen vor gut 500 Jahren - über fremde Geschäfte und eigenen Seelenfrieden

(in Nachfolge Christi, 1. Buch, 11. Kap. [Übers. nach Johann Michael Sailer, besorgt v. A. Gläser, erschienen in der Deutschen Buch-Gemeinschaft, Berlin, 1926])

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