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Kristian Körver

Evangelische Kirche

Meine Lebensgeschichte beginnt in den Siebzigern in einer kleinen Kurstadt an der Lahn. Dort stieg morgens früh oft Nebel aus den kleinen Tälern links und rechts des Flusses auf. Meine Oma erzählte immer, das sei der Rauch von Füchsen, die sich morgens im Wald treffen würden und rauchten. Das habe ich fast solange geglaubt, bis ich fort ging, um Theologie und Philosophie zu studieren.

Während meines Studiums habe ich eine Zeit lang als Inspizient im Theater gearbeitet oder als Gästeführer auf Burgen und Schlössern. In der Museumpädagogik war und bin ich immer noch tätig. Aber eigentlich bin ich evangelischer Pfarrer geworden, und das sehr gerne. Ich habe in Kirchengemeinden im hessischen Ried und dann zusammen mit meiner Frau auf den Höhen des Vordertaunus gearbeitet, bevor wir nach Mainz gezogen sind und ich dort die Pfarrstelle für Stadtkirchenarbeit übernommen habe.

Jetzt erzähle ich den Stadtmenschen vom lieben Gott und versuche Christliches im städtischen Leben ins Spiel zu bringen. Dabei habe ich gemerkt: einen Stadt ist weniger die Summe ihrer Häuser und Straßen, sondern sie ist die die Fülle der Menschen, die in den Häusern und auf den Straßen leben. Jede von ihnen bringt ihre eigene Lebensgeschichte in die Stadt.

Überhaupt bin ich überzeugt, dass jedes Leben Spuren Gottes in sich trägt, und dass du an den lautesten Verkehrskreuzungen der Stadt Gott ebenso treffen kannst wie in den nebligen Seitentälern der Lahn.