Manuskripte

SWR3 Worte

Wie geht das, die Seele baumeln lassen und einfach da sein? Der belgische Schriftsteller Phil Bosmans beschreibt es so:

„In die Luft gucken, die Sonne sehen,
Blumen erblicken und in der Nacht die Sterne.

Kindern zuschauen, lachen, spielen,
tun, was Freude macht,
träumen, die Fantasie spielen lassen, zufrieden sein.

Einfach leben,
einfach Mensch sein.“

Phil Bosmans, Das ist herrlich in: Ders: Vergiß die Freude nich

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"Brot am Haken“ – in München machen immer mehr Bäckereien bei diesem Sozialprojekt mit. Die Journalistin Viola Nowak erklärt, wie es funktioniert:

„Das Prinzip von ‚Brot am Haken‘ ist ganz einfach: Bedürftige können sich zum Beispiel in teilnehmenden Bäckereien Brot, Kaffee oder etwas anderes zum Essen holen, was ein anderer Kunde vorher schon bezahlt hat. Ersichtlich ist das an einem Bon, der an einem Haken […] hängt. So kann jeder mit kleinem Aufwand und quasi im Vorbeigehen Gutes tun.“

Viola Nowak, Brot am Haken
In: http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/mehrwert/sozialprojekt-brot-haken-100.html vom 22.4.2017

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Jetzt in den Ferien sind viele Kinder und Jugendliche auf Pfadfinderlagern unterwegs. Das allererste Pfadfinderlager fand vor 110 Jahren in England statt. Der Gründer, Robert Baden-Powell, sagte einst zu den Jugendlichen:

"Ich glaube, Gott hat uns in diese Welt gestellt, um darin glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen. Das Glück ist nicht die Folge von Reichtum oder Erfolg im Beruf. [...] Glück besteht darin, dass Ihr Euch nützlich erweist und des Lebens froh werdet [...]

Das Studium der Natur wird Euch all die Schönheiten und Wunder zeigen, mit denen Gott die Welt ausgestattet hat. Euch zur Freude. [...]

Das eigentliche Glück aber findet Ihr darin, dass Ihr andere glücklich macht."

Robert Baden-Powell, Abschiedsbrief
In: http://www.scout-o-wiki.de/index.php/Abschiedsbrief_an_die_Pfadfinder_der_Welt

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Wer oder was ist eigentlich der heilige Geist? Jugendliche aus der Tübinger Eberhardsgemeinde erklären das so:

„Der heilige Geist ist ein Teil Gottes, der in uns steckt.
Er lässt uns Gottes Liebe spüren und schenkt uns Kraft, den richtigen Weg zu gehen.
Er ist die Verbindung unter den Menschen […] und begleitet mich auf allen Wegen.“

Anonym
Was trägt Jugendliche? Gottes Geist weht kräftig in: Miteinander. Leben in der Eberhardsgemeinde, Nr. 250 Juni/Juli 2017

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Der österreichische Gitarrist und Komponist Peter Horton war viel auf Reisen. Am Flughafen, beim Warten auf den nächsten Flieger ist ihm klar geworden:

Wir lauschen sehnsuchtsvoll den monotonen Worten aus den Lautsprechern der Flughäfen […] und hören träumend all die Namen von den „je ferner, desto lieber“ – Ortenund glauben, dass es uns dort mehr als hier gefällt. […]

Doch, solange Leben bei Dir nur in der Pause ist,
kommst Du aus dem Kreislauf nicht heraus.

Solang Du in Dir selber nicht zu Hause bist,
bist Du nirgendwo zu Haus.

Peter Horton, Wer andern nie ein Feuer macht. Texte und Chansons

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Ulrich Grober ist Journalist und Autor – und zum Ausgleich geht er gerne wandern. Er erzählt, warum er das braucht:

Wanderglück ist nicht käuflich. Nicht das Logo auf der Jacke ist entscheidend. Wesentlicher ist die Durchlässigkeit für die Eindrücke von außen und […] die Offenheit für den Klang der inneren Stimme. […]

Die fließenden Übergänge,
in denen das Wandererlebnis in neue Erfahrungen von Natur […] und von Spirituellem mündet;
in denen beim Gehen das Tagträumen einsetzt – und die Sinnsuche.

Wandern macht Lust auf ein Leben, das weit ausgreift.

Ulrich Grober, Die blaue Blume suchen in: Wanderwelten 01/2008

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Sonntag, ein besonderer Tag – die Sozialpädagogin Susanne Niemeyer beschreibt es so:

„Der Sonntag klingt schon beim Aufwachen anders. Jemand hat den Verkehr abgestellt. Ich höre den Wind und sogar den Hahn, dessen Kikeriki unter der Woche kaum eine Chance hat. Zwischen zwei Atemzügen: Stille.  […]  Das Ticken der Uhr, das Gurren der Taube, klackernde Schritte der Spaziergänger unterm Fenster, die Glocke, wenn die Kirchgänger beim Vaterunser sind.
Die Woche ist ein gemischter Chor, der Sonntag das Solo. Jemand singt es für mich.“

Susanne Niemeyer, Solo
In: Der andere Advent. Meditationen und Anregungen vom 29. November 2008 bis 6. Januar 2009, Hamburg 2008, Text vom 20.12.08.

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