Manuskripte

SWR3 Worte

Über Jugendliche schütteln Erwachsene oft den Kopf. Heinz Sielmann, der verstorbene Zoologe, dessen „Expeditionen ins Tierreich“ über viele Jahre ein Fernsehhit waren, hat da mehr Verständnis:

Die heutige Jugend ist fantastisch und sehr aufgeschlossen. Sie muss nur richtig angesprochen werden. Wir Erwachsenen haben hier eine große Verpflichtung und Aufgabe.
Wir müssen zeigen, dass die Welt voller Wunder ist und man ehrfurchtsvoll mit ihr umgehen muss.

Aus: Christoph Schommer (Hg.): Ich danke Gott für jeden Tag. Prominente und ihr Glauben. St. Benno-Verlag GmbH Leipzig, o. J., S. 119.

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Was heißt es, sich selbst treu zu bleiben? Bernhard Langer ist einer der besten Golfspieler aller Zeiten. Und er ist überzeugter Christ. Er meint:

Mir selbst treu zu bleiben, das bedeutet für mich, den Dingen, die mir wichtig sind, verbunden zu bleiben. Ich werde auch weiterhin die Wahrheit sagen. Nur um besser dazustehen oder zu beschönigen, lüge ich die Leute auch zukünftig nicht an.
Ich sage das, was ich für richtig halte. Ich stehe zu meinem Glauben, zu Jesus Christus, und ich werde der bleiben, der ich bin.
Ich muss so sein, wie ich bin, alles andere wäre künstlich und verlogen – das bin ich nicht.

Aus: Christoph Schommer (Hg.): Ich danke Gott für jeden Tag. Prominente und ihr Glauben. St. Benno-Verlag GmbH Leipzig, o. J., S. 110.

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Was will ich meinen Kindern mitgeben? Der norwegische Schriftsteller Jostein Gaarder hat dazu einen Weltbestseller geschrieben: „Sofies Welt“. Was ist ihm bei seinen eigenen Kindern wichtig?

Meinen beiden Söhnen wollte ich immer vermitteln, dass sie ohne Vorbedingung geliebt werden, egal was geschieht. Dass sie wirklich dazugehören und auch Fehler machen dürfen.
Jesus ist auch da meine Inspiration: Wir sind fehlbare Menschen und haben immer neue Chancen verdient. Das ist ganz wichtig, so etwas jungen Leuten zu erzählen: Glaub an deine Fähigkeiten. Du kannst etwas. Du bist jemand. Du kannst auch ein bisschen stolz auf dich sein.
Jesus hat das getan. Er hat die Menschen groß gemacht.

Aus: Christoph Schommer (Hg.): Ich danke Gott für jeden Tag. Prominente und ihr Glauben. St. Benno-Verlag GmbH Leipzig, o. J., S. 52.

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Was heißt es, dem Glauben ein Gesicht zu geben? Darüber macht sich die Schauspielerin Uschi Glas ihre Gedanken:

Dem Glauben ein Gesicht zu geben, das heißt für mich beispielsweise, mit den Menschen so umzugehen, wie ich selbst behandelt werden möchte.
Das heißt für mich, für Menschen in der Minderheit oder für Menschen, die schwächer sind als ich, eine große Toleranz zu entwickeln.
Und diese Kraft empfinde ich als ein Gottesgeschenk.

 Aus: Christoph Schommer (Hg.): Ich danke Gott für jeden Tag. Prominente und ihr Glauben. St. Benno-Verlag GmbH Leipzig, o. J., S. 89

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Kinder sind Philosophen, behauptet der norwegische Schriftsteller Jostein Gaarder, Autor des Bestsellers „Sofies Welt“. Und er erklärt auch, warum:

Philosophieren bedeutet, über das Leben nachzudenken – und jeder, der sich wundert und erstaunt ist, philosophiert. Kinder sind neugierig und stellen Fragen nach Dingen, die uns Erwachsenen selbstverständlich geworden sind.
Man muss das Kind in sich bewahren, damit die Leidenschaft für die „großen Fragen“ nach Gott und dem Sinn unserer Existenz nicht erlischt.

Aus: Christoph Schommer (Hg.): Ich danke Gott für jeden Tag. Prominente und ihr Glauben. St. Benno-Verlag GmbH Leipzig, o. J., S. 51.

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Eine Gesellschaft muss für die Schwächeren da sein, meint der ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm:

Es gibt keinen Menschen, der nur stark ist. Wir sind alle erst einmal Kinder und brauchen Hilfe. Wir werden krank und brauchen Hilfe. Wir werden alt und brauchen erneut Hilfe. Wir sind stets auf andere Menschen angewiesen.
Insofern ist Solidarität dem Menschen angeboren. Wir wären nicht aus dem Zeitalter der Neandertaler herausgekommen ohne die wechselseitige Unterstützung.

Aus: Christoph Schommer (Hg.): Ich danke Gott für jeden Tag. Prominente und ihr Glauben. St. Benno-Verlag GmbH Leipzig, o. J., S. 32.

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Woran soll man erkennen, dass ein Mensch Christ ist? Der Fernsehmoderator und Autor Peter Hahne hat darauf eine Antwort:

Mir laufen heute zu viele Christen mit einem Gesicht herum, als wären sie dauernd auf dem Weg zum Zahnarzt. Freude und Gewissheit müssen uns aus allen Poren strahlen. Gelassenheit ist die Außenhaut des Glaubens.
Wer sich den Himmel nicht mehr verdienen muss, der kann anderen dienen. Wem der Himmel gewiss ist, dem darf die Erde nicht gleichgültig sein. Und wer vor Gott kniet, der kann vor Menschen gerade stehen.

Aus: Christoph Schommer (Hg.): Ich danke Gott für jeden Tag. Prominente und ihr Glauben. St. Benno-Verlag GmbH Leipzig, o. J., S. 18.

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