Manuskripte

SWR3 Worte

Die Begegnung mit dem Tod macht unsterblich,
meint der Schauspiellehrer Bernard Hiller:

„Ich hatte das Glück,
mit sehr viel Liebe aufzuwachsen.
Meine Eltern hatten nie genug Geld,
aber zu Hause wurde viel gesungen und getanzt.
Meine Eltern sind Überlebende des Holocaust. Das hat sie geprägt.
Denn du weißt ja, wenn du einmal dem sogenannten Tod
ins Auge geschaut hast, dann kann dich nichts mehr umhauen,
wirklich nichts mehr.
Du hast den Tod dann ja schon einmal erlebt
und du weißt, dass es trotzdem weitergeht.
Du brauchst also keine Angst mehr zu haben.
Das macht dich unsterblich.“

„Wer zu mir kommt, muss parieren“ –
Bernard Hiller im Gespräch mit Dagmar von Taube; in:
„Welt am Sonntag“ Nr.6 vom 09.02.14, Axel-Springer-Verlag Berlin, S. 13.

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Der Tod gehört zum Leben,
sagt der krebskranke Filmemacher Helmut Dietl:

„Ich bereite mich seit meiner Geburt auf den Tod vor.
Ja, das klingt zugespitzt, ist aber insofern richtig,
als mich der Gedanke an den Tod seit der Kindheit begleitet hat.
Meine Großmutter hat mich da stark beeinflusst.
Ich finde das auch nicht belastend.
Ich halte es, ehrlich gesagt, für etwas ganz Normales.
Und jetzt, wo ich so krank bin,
beschäftige ich mich natürlich noch konkreter damit als je zuvor:
Was könnte wohl sein hinterher nach diesem Leben?
Ich bin da nicht ohne Hoffnung.“

„Krebs – das hat mir gerade noch gefehlt“,
Helmut Dietl im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo;
in: „Die Zeit“ Nr.49 vom 28.11.13; S. 17.

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Der Schauspieler Benno Fürmann wandert gern in den Bergen.
Und er liest die Bibel. Einmal hat er die Bibel
erst in den Bergen richtig verstanden:

„Die Berge haben etwas Archaisches,
etwas Gewaltiges und Großartiges.
Bei einer Bergwanderung in Afrika
habe ich einen anderen Wanderer getroffen.
Wir haben über das Leben diskutiert und über die Bibel.
Als wir uns über die Bedeutung eines Bibeltextes
nicht einig waren, holte er auf dem Berggipfel
plötzlich seinen E-Reader aus dem Rucksack
und zitierte dann wörtlich aus der Bibel,
während wir auf diese unglaublich dramatische
Landschaft um uns herum blickten.
Das war der Höhepunkt der ganzen Reise.“

„Auch Reisende können etwas hinterlassen“ –
Benno Fürmann im Gespräch mit Philipp Hedemann; in:
„Welt am Sonntag“ Nr.3 vom 19.02.14, Axel-Springer-Verlag Berlin, S. R9.

 

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Am Ende kommt die Erinnerung,
glaubt der Präsident des Europa-Parlaments, Martin Schulz:

„Ich fürchte den Tod – und ich bin ihm oft begegnet.
Wenn es soweit ist, werde ich vermutlich nicht ohne Reue sterben.
Es gibt Dinge, die ich bis zu meinem letzten Atemzug bereuen werde.
Unrecht, das ich anderen Menschen angetan habe.
Vielleicht auch Dinge, wo ich mir selbst Unrecht getan habe,
indem ich in jungen Jahren einen völlig falschen Weg eingeschlagen habe.
Manches habe ich später ausgleichen können.
Aber anderes kann ich auch nicht zurückdrehen.“

„Ich muss noch mal mit meiner Frau telefonieren“,
Martin Schulz im Gespräch mit Dirk von Nayhauß;
„Chrismon“ Nr.1/2014, Hansisches Druck- und Verlagshaus Frankfurt/M., S. 22.

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Er gilt als der mutigste Koch der Welt,
denn das Restaurant von Ahmed Jama
liegt mitten im Kriegsgebiet von Mogadischu. Er sagt:

„Mein Traum war immer,
dass die Menschen in meinem Restaurant zusammenkommen,
sich die Hand geben, etwas essen und sich unterhalten.
Ja, ich habe schwere Momente erlebt;
dreimal ist mein Restaurant zerbombt worden.
Aber solange ich atmen kann, werde ich weitermachen.
Wenn ich aufgeben würde, hätten die Terroristen gewonnen.
Aber wenn auch nur ein Mensch zeigt,
dass er sich nicht brechen lässt,
dann folgt ein zweiter Mensch und dann ein dritter.
Ein Sprichwort sagt: Das Geräusch eines umstürzenden Baumes
ist immer lauter als das von tausend wachsenden Bäumen.“

„Ein Restaurant mitten im Krieg“ von Christian Putsch; in:
„Welt am Sonntag“ Nr.6 vom 09.02.14, Axel-Springer-Verlag Berlin, S. 8.

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Welcher Gott ist der beste?
Der deutsche Rockmusiker Peter Maffay meint:

„Ich glaube an Gott – und zwar so ziemlich selbstgestrickt, ja.
Denn in unserem Leben ist das Begreifen ja begrenzt.
Irgendwann ist Schluss mit allem Nachdenken
und über diese Grenze kommt man auch nicht hinaus.
Aber hinter dieser Grenze gibt es eine andere Dimension.
Das ist der Glaube.
Ich glaube, es gibt nur einen Gott.
Und wer behauptet, dass seiner der Bessere ist,
der ist schon mal falsch gewickelt. So sehe ich das.“

ARD-TV-Dokumentation über Peter Maffay: „Auf dem Weg zu mir“,
gesendet am 03.02.14 um 01.35 Uhr.

 

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Der amerikanische Schauspieler Mark Wahlberg, der mit Hollywoodgrößen wie Leonardo di Caprio, Jack Nickolson und Alec Baldwin spielt,
erzählt, wie er sonntags zweimal in die Kirche geht:

„Ich stehe auch sonntags ganz früh auf
und stelle für die Kinder schon mal Donuts auf den Tisch.
Um 6.30 Uhr bin ich dann in der Frühmesse.
Wenn ich danach wieder zuhause bin,
gibt es ein gemeinsames Familien-Frühstück.
Anschließend gehen meine Frau und ich
mit den Kindern dann in die zweite Messe.
Glaube ist für mich das Wichtigste im Leben.
Ich zwinge ihn niemandem auf,
aber ich verstecke ihn auch nicht.“

„Der Frühaufsteher und der liebe Gott“; in:
„Welt am Sonntag“ Nr.51 vom 22.12.13, Axel-Springer-Verlag Berlin, S. 16.

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