Manuskripte

Karen HinrichsWolf-Dieter Steinmann trifft Karen Hinrichs, OKRin der Bad Landeskirche, Karlsruhe

Neu friedensfähig werden
Wie wird das Jahr? Ich glaube, das hängt auch davon ab, wie man es angeht. Da gibt es ja verschiedene Haltungen: Gebückt vor Sorgen. Neugierig. Man kann ein Jahr vorsichtig auf sich zukommen lassen. Oder aktiv drauf losgehen. Karen Hinrichs Haltung klingt aufrecht.

Ich geh zuversichtlich und fröhlich ins neue Jahr trotz aller Probleme, die es so auf der Welt gibt.

Sie ist Oberkirchenrätin in Karlsruhe. Bestimmt verantwortlich mit in der evangelischen Kirche in Baden. Wie die sich aufstellt in den großen Herausforderungen. Karen Hinrichs glaubt, dass es Aufbrüche braucht und dass es sie geben kann.

Gerechtigkeit, Frieden, sozialer Frieden, aber auch international ist die Lage ja angespannt. Die Frage: Wie kriegen wir eine resiliente Demokratie. Wie stärken wir das Wir-Gefühl im Land? Wie können wir etwas tun gegen Vereinzelung?

Sie möchte, dass Christen und Kirchen Aufbrüche mitgestalten. Haltung zeigen. Und sich auch verändern. Evangelische Kirche ist da, um vom Glauben zu reden. Aber sie sollte ihn auch mehr leben.

Zu einem Art Weiterführen von Reformation. Dass wir uns klar machen, in was für einer Welt wir heute leben. Die Botschaft weiter sagen von Gottes Liebe. Das muss aber auch irgendwie sichtbar werden. Es muss einen Unterschied machen, ob es Kirche gibt oder nicht gibt.

Ein Thema steht für Karen Hinrichs ganz oben: „Frieden.“ Vielleicht sogar ein Lebensthema. Es prägt sie als Christin. Und wurzelt in ihrer Familie. Sich gegen Gewalt und Krieg zu engagieren ist Teil ihrer Identität.

Ich bin die erste Theologin in der Familie und komm aus einem ganz naturwissenschaftlich geprägten Elternhaus. Mein Urgroßvater wurde von den Nazis umgebracht als Gewerkschafter. Da war auch schon ganz stark eine antimilitaristische Haltung.

Ich vermute, in Deutschland haben alle eine Friedens- oder Kriegsvergangenheit. Meine Vorfahren waren Soldaten. Und irgendwann fragt man sich dann: Passt das zum christlichen Glauben? Wo Jesus doch Friedensstifter lobt.

Die Bergpredigt ist ganz entscheidend. ’Salz der Erde und Licht der Welt sein’ das beschreibt für mich den Auftrag, den wir als Kirchen haben. Nie zuvor hatten wir so viel Verantwortung für das Ganze, für den ganzen Erdball.

Auf unserer kleinen Erde sollen wir lernen, auch die Sicherheit und die Lebensinteressen der anderen mit zu denken. Aber ist das nicht zu „positiv“ von uns Menschen gedacht? Was lässt sie hoffen, dass wir Menschen so friedensfähig werden?

Begegnungen und Geschichten. Dazu gehören sowohl die Geschichten in der Bibel. Da gibt es ganz viele Umkehr- und Versöhnungsgeschichten. Wenn Jesus uns auffordert, unser Leben zu ändern und umzukehren, dann weiß er sehr wohl wie schwierig das ist.

Frieden stiften ist möglich. Sogar wenn Menschen Furchtbares erlebt haben. In Afrika hat sie das gesehen. Davon erzähle ich nach dem nächsten Titel.

Frieden stiften in Nigeria

Frieden ist Lebensthema für Karen Hinrichs. Persönlich und als Oberkirchenrätin in der evangelischen Kirche in Baden. Im letzten Jahr hat sie dafür noch mal einen „Schub“ bekommen. Im Norden von Nigeria. Ausgerechnet dort wo die islamistische Terrorgruppe Boko Haram die Menschen lange Zeit drangsaliert hatte. Christen und Muslime vertrieben. Karen Hinrichs hat Friedensarbeit erlebt, der EYN: „der Kirche der Geschwister in Nigeria“.

Da haben wir verschiedene Gemeinden besucht, die ihre Kirchen wieder aufbauen. Wo die Vertriebenen wieder zurückgekehrt sind aus den großen Binnenflüchtlingslagern. Haben viele Gottesdienste mitgefeiert und sind überall auf Menschen gestoßen, die sich gefreut haben, dass wir sie nicht vergessen.

Frieden und Versöhnung steht im Zentrum der Arbeit in der EYN. Jetzt wo Vertriebene zurückkehren. Darum hat die Kirche Menschen ausgebildet, die sich um die Traumatisierten kümmern. Die Kirche arbeitet immer interreligiös. In den Lagern und den Dörfern.

Es gibt immer eine Moschee. Dann wird ganz stark gesetzt auf Versöhnung zwischen den ehemaligen Nachbarn. Und es gibt so genannte Peaceclubs. Dort wird versucht, die Verteilung von Wasser oder von Zugängen zu den besonders begehrten Ackerflächen: Wie können wir das selber lösen?

Frauen werden als Näherinnen ausgebildet. Eine Mikrofinanzbank gibt Kredite, damit die Menschen wieder ihr Land bewirtschaften können. Mit dem Bankleiter hat Karen Hinrichs was Besonderes erlebt.

Als erstes wurde ich aufgefordert: ’Ach bitte beten Sie mit uns.’ Das sollte uns mal hier passieren in einer Bank hier in Deutschland.

Beten schafft Verbindung über Kontinente. Die braucht es. Unsere Welt ist so zusammengerückt. Mein Lebensstil produziert Konflikte für die Menschen dort: Sodass Bauern und Hirten ums knappe Land kämpfen.

Das ist wiederum eine Folge des Klimawandels. Der Tschadsee im Norden ist immer mehr ausgetrocknet. Das Weideland ist eben weniger geworden. Die Fischer haben ihre Einkommen verloren und die Farmer eben auch. Da ist im Moment die viel größere Gefahr als bei den Boko Haram.

Karen Hinrichs erzählt von Kaduna, einer Millionenstadt. Mitten drin das interreligiöse Friedenszentrum: Musliminnen und Christen, Männer und Frauen senden zB. von dort aus an gegen hatespeech zwischen den Religionen.

Warum man nicht so einfach sagen kann: ‘Die einen sind die Bösen, die einen sind die Guten.’ Warum es so wichtig ist, in den Schulen sich zu verständigen. Sie haben jetzt ein Frühwarnsystem entwickelt, so genannte Peaceobserver. Die beobachten, ob Konflikte so heiß werden, dass da Unterstützung gebraucht wird.

Es steckt an, wie Karen Hinrichs von Nigeria erzählt. Und ich verstehe: Frieden dort hat auch damit zu tun, wie ich hier Frieden lebe. Wie Kirchen Frieden und Versöhnung leben: Politisch, in Medien, in Schulen, im Alltag. Das wäre eine Haltung fürs neue Jahr.

Ganz viele Menschen haben so nen Button: ‘Do something for Peace.“ Jeder kann etwas für den Frieden tun. Das hat mich wirklich sehr inspiriert.

 

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Über manche Dinge redet es sich nicht so leicht. Drum geht man lieber nicht dran. Macht einen Bogen drumherum. Das ergibt sich aber nicht einfach. Da müsste man das Gespräch aktiv drauf bringen. Aber das lässt man dann. So neuralgische Dinge gibt es auch zwischen Eltern und den groß gewordenen Kindern. Dinge, über die es sich nicht leicht redet.

Vielleicht hat Astrid Lindgren ja auch an Eltern und groß gewordene Kinder gedacht, als sie gesagt hat: "Es ist gefährlich, zu lange zu schweigen.“ Und es kann sein, dass da bei Astrid Lindgren auch eigene Erfahrung mit ihren Kindern mitschwingt. Aber es müssen ja gar nicht so dramatische Dinge sein.

Ich finde es schon schwierig, den eigenen Kindern „danke“ zu sagen. Nicht im Alltag. Aber zB. dafür, wer man durch sie geworden ist. Als Kinder und Jugendliche haben sie mich ja auch mit zu dem geformt, der ich heute bin. Man wird selber noch mal anders Mensch, wenn man Mama oder Papa wird. Und sich dafür bei seinen Kindern mal ausdrücklich zu bedanken. Das wäre gut, wenn auch nicht einfach.

Dabei ist es ja wirklich fundamental, Papa oder Mama geworden zu sein. Wie fundamental, das lerne ich von Jesus. „der“ Ehrenname für Gott, den Jesus gebraucht hat im VaterUnser. Der heißt in Jesu Muttersprache „Abba“. Und das entspricht unserem „Papa“. Wenn „Vater“ oder auch „Mutter“ eine Ehrenbezeichnung für Gott sein kann. Dann auch für uns Menschen. Und unsere Kinder haben uns dazu gemacht.

Noch ein Thema ist meiner Erfahrung nach schwierig anzusprechen von Eltern zu groß gewordenen Kindern: Wie und wann sich bei ihnen entschuldigen für eigene Fehler. Für die Gröberen, meine ich. Da kommt vieles in Frage: Man hat ihnen nicht genug zugetraut. Oder sie an der falschen Stelle allein gelassen.

Man ist wie ein Helikopter über ihnen herumgeflattert.
Man hat sie vor berechtigter Kritik abgeschottet.
Man hat eigene Erwartungen in sie hinein projiziert, wer sie werden sollten. Und darüber vergessen, wer sie sind: Nicht mein Ebenbild, sondern Ebenbilder Gottes.

Noch ein Elternfehler über den man nicht schweigen sollte: Wenn man zu seinen Kindern zu oft, „Ja, aber“ gesagt hat. „Ja, das hast Du gut gemacht“. Und dann fügt man im selben Atemzug das Aber hinzu. „Aber, das kannst Du doch noch besser.“ Selbst wenn das stimmen sollte. Es muss diese Momente geben. Wo wir als Eltern einfach sagen:
„Ja. Es ist alles gut. So wie Du bist. Danke, dass es Dich gibt.“

 

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Finden wir nur noch das wahr, was uns gefällt? Ist es wirklich so weit gekommen mit uns? Wahr ist was mir passt? Was mir nicht passt, ist Lüge?

Die Frage beschäftigt mich sehr. Neu befeuert hat sie, was eine französische Journalistin erzählt hat: Von den Protesten der „Gelbwesten“ in Paris. Viele Protestierende sind wütend auf ‘die Medien’, vor allem aber auf ihren Sender BFM. Kollegen von ihr sind tätlich angegriffen worden. Dabei war ihr Sender lange „der Liebling“ der einfachen Leute. Nicht so elitär. ‘Das ist „unser“ Sender haben viele gesagt.’ Aber jetzt ist die Stimmung gekippt. Gegen uns, hat die Journalistin erzählt. Weil wir nicht nur Proteste gezeigt haben, sondern auch ihre hässliche Seite. Wie der Triumphbogen in Paris attackiert worden ist. Die Gelbwesten wollten so positiv gezeigt werden, wie sie sich selber sehen.

Wahr ist, was uns gefällt, was wir „liken“. Alles andere also „Lüge“? Und wer anderes sagt, natürlich auch ein Lügner. Das gibt es nicht nur in Frankreich und bei „Gelbwesten“. Ich fürchte, dieses Denken greift um sich. Auch bei mir.

Aber stellen Sie sich mal, wir machen das zum Wahrheitskriterium: ‘Wahr ist, was mir gefällt.’ Bei facebook und twitter ist es schon so. Ich kann mir zusammenfreunden, was ich sehen und lesen will. Was mir nicht gefällt, kann ich mit einem „wütend“ Button abkanzeln. Und der Algorithmus zeigt mir nur noch, was meine Weltsicht bestätigt.

Ich glaube, davon wird man kurzsichtig oder sogar blind. Wenn „gefällt mir“ der Filter ist, dann blenden wir alles andere weg. Dann muss ich nicht prüfen was ich immer schon meine. Man bleibt stehen, wird dumm. Das ist so, als würde ich nicht zum Arzt gehen. Weil ich fürchte, seine Wahrheit gefällt mir nicht.

Ich glaube, ich muss mir zumuten, die Welt mit Augen und Ohren von Menschen zu sehen, die anders denken, anders ticken, anders leben als ich selbst. Auch ihre Wahrheit sehen.

Die Wut der Gelbwesten, von der die Journalistin erzählt hat, hat mich aber noch an etwas erinnert: Wer öffentlich schreibt wie Journalisten oder im Radio redet, ist nicht nur seiner Zielgruppe verpflichtet. Dass denen immer gefällt, was sie sagen und schreiben.

Robert Geisendörfer war der Gründervater der modernen evangelischen Publizistik. Er hat gesagt: „Journalisten und Publizisten sind da, um denen eine Stimme zu geben, die sonst keine haben.“ Vielleicht ist die Wut der einfachen Leute auf Medien auch so groß, weil sie darin nichts sagen können. Wo sie das Leben drückt.

 

 

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In der Bahn, da kann man Sachen erleben. Die sind einfach schön und tun in der Seele gut. Das Erlebnis in der Bahn, von dem ich Ihnen erzählen möchte, davon kann man sich auch noch was abgucken: Was der Seele gut tut, auch sonst. Dazu muss man nicht Zug fahren. Aber zuerst erzähle ich Ihnen, was ich erlebt habe.

Früher Nachmittag, im Zug zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Großraumwagen. Es ist relativ ruhig. Ich habe ein bisschen vor mich hingedöst. Und wache auf von einem fröhlichen Glucksen. Auf der anderen Seite vom Gang sitzt eine junge Familie. Papa, Mama, Kind. Ich schätze den kleinen Mann so zweieinhalb. Er ist gut drauf. Erst liegt er völlig entspannt und losgelöst rücklings quer über den Schoß seiner Mama, streckt sich, dehnt sich, lässt es sich gut gehen.

Dann stellt er sich hin, auf ihre Oberschenkel, schlingt seine Ärmchen um ihren Hals und hüpft auf ihr herum wie ein Flummi. Dann wechselt er das elterliche Turngerät. Jetzt ist Papa dran: Der muss ihn an den Füßen hochheben. Kopfüber hängt der Kleine nach unten. Angst- nicht die Spur. Und so geht es weiter und weiter.

Ist das nicht groß? Wenn ein Kind das erfahren kann: Ich muss kein bisschen Angst haben. Furcht ist einfach kein Thema. Da sind Menschen, denen kann ich bedingungslos vertrauen. Sie halten mich, sie passen auf, sie verbieten nicht, was Freude macht. Sie sind Kletterbaum und warmes Herz in einem. So wachsen Seelen. Manche werden so stark, die bekommen einen Kern, der ist irgendwie unverletzlich. Egal was ihnen im Leben passiert.

Es ist ein Glück, wenn man so ein Mensch werden kann, dem so ein Urvertrauen immer bleibt. Darum bittet auch schon ein alter Psalm in der Bibel: „Lobe den Herrn, meine Seele und vergiss nicht was er Dir Gutes getan hat.“ Ich hoffe, der Kleine im Zug vergisst es nicht. Das Gute.

Ich habe am Anfang gesagt. Ich glaube, dass man sich von diesem Erlebnis auch was abgucken kann. Auch als Erwachsener.

 

„Vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat.“ Vielleicht ist das mit das Wichtigste, damit man kein Griesgram wird oder gar wütig. Damit man nicht verbittert und auch nicht zu ängstlich wird. Mir immer auch vor Augen führen, was gut ist.

Und noch etwas: Warum sollten wir als Erwachsene uns nicht ab und zu auch so was gönnen wie der kleine Mann im Zug. Ich muss ja nicht auf dem anderen herumklettern. Aber zart zueinander sein, einander die Seele stärken und das Herz wärmen. Zeigen, dass wir einander vertrauen können. Und Gott auch.

 

 

 

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Alle Jahre wieder kommen: die Vesperkirchen. Im Januar, wenn es draußen kalt ist. Auch jetzt kommen wieder arme Menschen als Gäste in die Kirchen. Menschen, die draußen leben unter freiem Himmel. Menschen, die zwar eine Wohnung haben, aber nicht heizen, weil sie zu arm sind. Chronisch Kranke und immer öfter kommen Menschen in die Vesperkirchen, die „einfach nur“ einsam sind. „Nur einsam.“ Sagt sich einfach. Aber, da leben Menschen in der Stadt neben vielen anderen und sind einsam.

In Mannheim zB. sind es jeden Tag an die 500 Menschen, die in der Vesperkirche bewirtet werden. Sie werden aber auch ärztlich versorgt, man kann sich die Haare schneiden lassen. Sie können reden. Und an den Sonntagen gibt es ein Konzert.

Es gibt Dinge, die kommen alle Jahre wieder. Wie die Vesperkirchen. Aber an manches, das alle Jahre wieder kommt, darf man sich nicht gewöhnen. Oder wollen Sie sich wirklich gewöhnen, an über 4000 Verkehrstote, jedes Jahr? Es gibt Dinge an die darf man sich eigentlich nicht gewöhnen. Auch nicht an Vesperkirchen. Selbst wenn es auch gut ist, dass es die gibt.

Eine Pfarrerin hat mir erzählt von einer Frau, die zu ihr in die Vesperkirche kommt:
Die Frau hatte drei Wirbel gebrochen, einfach so im Bett. Danach konnte sie sich nicht mehr bewegen. ‘Nie mehr laufen können’, hatte die Frau befürchtet. Nie mehr allein leben. Sie war monatelang im Krankenhaus. Danach ins Heim, ihre Wohnung hat sie aufgegeben. Und so ist sie in die Vesperkirche gekommen, ziemlich verzweifelt. ‘Ich kann jetzt doch wieder laufen, ich könnte allein leben, aber wie an eine Wohnung kommen?’ Und dann konnte ihr die Kollegin sagen, dass die Wohnungsnotfallberatung auch in die Vesperkirche kommt. Und dass die ihr helfen können.“ Da hat sie mich erstaunt angeguckt, hat die Kollegin erzählt. „Sie meinen, das muss nicht so bleiben? Sie meinen, das kann sich ändern? Das wäre einfach unglaublich!“

Das hat mich getroffen, was diese Frau gesagt hat. Unglaublich, dass sich etwas zum Guten ändern könnte. Vielleicht ist das Schlimmste, was passieren kann. Dass man nicht mehr glaubt, dass sich etwas ändern kann und besser werden. Oder sogar gut.

Alle Jahre wieder im Januar kommen die Vesperkirchen. Damit Menschen es besser haben. Für eine Weile zumindest. In den Vesperkirchen geschieht viel Gutes. Aber ich finde, es muss uns auch weh tun, dass es sie geben muss. Sie erinnern daran, dass wir noch viel tun müssen, damit sie eines Januars nicht mehr kommen müssen.

 

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„Jagt dem Frieden nach.“ Haben die Evangelischen Kirchen als Losung ausgegeben für 2019. „Jagt dem Frieden nach.“ Mmmh. Wie macht man das, als Mann, dem Frieden nachjagen? Auf uns Männer konzentriere ich mich, weil Frauen machen sich bestimmt ihren eigenen Kopf.

Für die Antwort halte ich mich an 2 Männer. Die haben mich Ende letzten Jahres sehr beeindruckt. Der eine ist Denis Mukwege, Friedensnobelpreisträger, der andere Alexander Gerst. Kommandant auf der ISS.

Denis Mukwege, Friedensnobelpreisträger, Arzt aus dem Kongo. Er operiert und behandelt Frauen, die von Männern vergewaltigt und verstümmelt worden sind. Dem Frieden nachjagen bedeutet für ihn als Christ: „Wir haben die Wahl. Ob wir Gewalt gegen Frauen stoppen. Wir haben die Wahl, ob wir eine positive Männlichkeit schaffen, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzt, im Frieden wie in Kriegszeiten“ sagt Denis Mukwege.

„Positive Männlichkeit“ schaffen, das ist dem Frieden nachjagen. Weil die Frauen, die zu ihm ins Krankenhaus kommen, sind auch „Produkte“ von „Männlichkeit“. Aber einer negativen. Es ist üblich, was da als männlich gilt. Da fühlt sich Mann als Mann, wenn er stark ist, andere erniedrigt, Gewalt übt. Aber Denis Mukwege meint: Erniedrigen und zerstören ist unmännlich. Und unchristlich. Männlich ist Leben aufbauen, heilen. Männlich sein heißt, dem Leben dienen.

Alexander Gerst ist für mich auch einer, der dem Frieden nachjagt: In seiner Botschaft an die ungeborenen Enkel. Gesendet letzten November von der ISS, 400km hoch über der Erde.

„Im Moment sieht es so aus, dass ich mich bei Euch entschuldigen muss“ hat Gerst gesagt. „Weil wir, meine Generation, Euch den Planeten nicht im besten Zustand hinterlassen werden. ...Es ist uns bewusst, dass wir den Planeten mit Co2 verpesten. Dass wir zum Großteil sinnlose Kriege führen.

Ich hoffe sehr für Euch, dass wir die Kurve kriegen. Hoffentlich lernen wir noch dazu: Dass das zerbrechliche Raumschiff Erde viel kleiner ist, als die meisten Menschen sich das vorstellen können. Dass es sich lohnt mit seinen Nachbarn gut auszukommen...Das einzige, was mir bleibt, Eure Zukunft möglich zu machen und zwar die beste, die ich mir vorstellen kann. (Abschrift aus ESA Video).

Wie jagt man als Mann dem Frieden nach? „Positive Männlichkeit schaffen und enkeltauglich leben.“ Vielleicht kann man so kurz und knapp zusammenfassen, was die zwei meinen. Ein toughes Programm für uns Männer. Aber die Frauen und die Enkel hätten es verdient, finden Sie nicht?

 

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Öfter erzählen, was gut geht und wie das Leben gut werden kann. Habe ich mir vorgenommen. Ich neige dazu, eher das zu erzählen, was nicht gut gegangen ist. Aber dann wird die Welt dunkler als sie eh schon ist. Ich will Schlimmes nicht schön färben. Aber schon gar nicht unter den Tisch kehren, was gut ist.

Also zwei Geschichten. Sie hätten häßlich ausgehen können. Sind sie aber nicht. Gott sei Dank. Die erste: Martin und Caro haben sich getrennt. Vor einem Jahr. Sie haben verstehen müssen, es ging nicht mehr. Zu verschieden, zu kleine Schnittmengen, um gut durch graue Alltagsebenen zu kommen. Nicht dass ihnen die Liebe verloren gegangen wäre. Trotzdem. Es gibt Paare, die kommen in so einer Situation nicht voneinander los. Martin und Caro ja. Ein Jahr danach können sie sich wieder sehen und riechen. Trauer ist da. Aber keine Wut. Kein Hass. Was sie miteinander erlebt haben ist nicht verlorene Zeit, eher erlebte. Vor kurzem hat sie ihn angerufen, ob er ihr die gemeinsame gekaufte Couch überlässt. Erst hat er geschluckt. Und dann haben sie sie miteinander aus seiner Wohnung in ihren VW-Bus geschleppt.

Die zweite Geschichte steht in der Bibel. Handelt von zwei Brüdern, ihrer Feindschaft und wie sie wieder zueinander gekommen sind. Ich hoffe, das gibt es heute auch noch unter Geschwistern, die sich entfernt haben.

Die zwei waren Zwillinge. Nicht eineiig. Und extrem verschieden. Wenn ihre Mutter von der Geburt erzählt hat, hat sie gesagt: „Da hat es angefangen. In den Wehen hatte ich das Gefühl, die beiden händeln, wer als Erster raus darf.“

Und so ist es geblieben zwischen ihnen. Wer kommt zuerst? Beim Vater, bei der Mutter. Der Tiefpunkt dann: Der Jüngere hat mit der Hilfe der Mutter den Älteren ums Erbe betrogen. Hat seinem alten Vater - der war inzwischen blind - vorgegaukelt, er wäre der Erstgeborene. Und hat so beide gelinkt: Seinen Vater und seinen Bruder um den Segen. Nach dem Erbbetrug ist er dann abgehauen. Aus Angst vor der Rache seines Bruders. Er ist erst später im Ausland reich geworden.

Nach Jahrzenten ruft ihn das Gewissen. Oder Gott? ‘Ich muss heim. Aber das geht nur, wenn ich versuche, mich mit meinem Bruder zu versöhnen.’ Und der Jüngere kommt zurück. Nach einer letzten harten Nacht, in der er mit sich, seinem Gewissen und mit Gott ringt. Kommt es zum Treffen der zwei. Und der Ältere, Betrogene, verzeiht. Die Brüder versöhnen sich.

Vielleicht können Sie und ich ja auch solche Geschichten schreiben wie diese oder die von Martin und Caro.

 

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Ich finde das klasse, dass wieder so viele Kinder als Sternsinger unterwegs sind. Es gehört ja auch Mut dazu, finde ich: loszugehen, bei fremden Leuten klingeln. Was vorsingen. Das liegt ja nicht jedem Kind. Also seien wir freundlich, wenn die Sternsinger zu uns kommen und belohnen den Mut, dass die Kinder zu uns aufgebrochen sind.

Apropos aufbrechen. Lassen Sie sich eigentlich von den Sternsingern ihren Segen an die Tür schreiben? Das bieten sie ja immer an.

Ich finde das nicht so ohne mit dem Segen. Zuerst mal ist es natürlich schön. Gute Wünsche, dass Gott im neuen Jahr begleitet. Das kann man gut annehmen: Alle mögen gesund bleiben dieses Jahr, es schaffen in Frieden miteinander zu leben. Und auch mit den Nachbarn.

Aber der Sternsingersegen hat auch noch eine andere Seite. Die Sternsinger - verkleidet wie sie sind - lassen die biblischen Weisen aus dem Morgenland aufleben. Leute, die losgegangen sind. Aufgebrochen. Mehr oder weniger auf Verdacht. Drum frage ich mich: Will ich so einen Aufbruchssegen an meiner Tür? Bin ich bereit aufzubrechen 2019? Und wenn ja, wofür bin ich bereit. Wohin sollte ich aufbrechen?

Die drei Weisen sind einem Stern hinterher. Auf Verdacht. Aufgeweckt von der Hoffnung: Wenn wir aufbrechen, dann kommen wir wohin, wo das Leben sich anders sortiert, besser, neu. Wenn wir aufbrechen finden wir etwas: Wenn wir glücklich werden wollen, dürfen wir das nicht versäumen. Wenn wir glückselig werden wollen. Die drei Weisen sind aufgebrochen, auf Verdacht und auf Vertrauen. Erzählt die Bibel.

Bringe ich das 2019? Aufbrechen dem Stern Jesu hinterher? Ich glaube schon, dass es in unserem Land die Bereitschaft braucht, aufzubrechen: In die Digitalisierung. Für einen echten Kampf gegen den Klimawandel. Dass mehr Menschen gut wohnen können. Für mehr Gerechtigkeit zwischen „oben und unten“. Für gute Pflege usw. Aber will ich da mitmachen? Auch wenn es anstrengend wird? Und ich mich vielleicht umstellen muss.

Aufbrechen kann an vielen Stellen dran sein: Für mich in meiner Kirche. Sie vielleicht in Ihrer Firma. Beim Verreisen: mehr mit dem Zug, weniger mit dem Flugzeug? Im Verein. Oder im persönlichen Umfeld: Für die Menschen, die uns am Herzen liegen. Für Kinder und Enkel, dass sie eine gute Zukunft haben. Und die Alten ein seliges Ende. Wenn die Sternsinger klingeln und fragen: Dürfen wir unseren Segen an Ihre Tür schreiben? Ich denke, ich sag, ‘ja, bitte.’

 

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Ich glaube, ich erzähle häufiger negative Erlebnisse als gute: wo ich mich geärgert habe. Wo was schief gegangen ist. Gute Erfahrungen klingen weniger dramatisch. Und Sie -erzählen Sie auch eher negativ? Eigentlich finde ich das aber nicht gut. So kriegt das Leben immer ne Schlagseite ins Dunkle.

Man kann auch anders. Das zeigt die Geschichte, die heute in den evangelischen Kirchen erzählt wird. Die geht gut aus. Trotzdem erzählt sie Lukas in der Bibel. Findet erzählenswert, was zwei schwangere Frauen erleben. Damals vor 2000 Jahren fast ein Wunder, dass ein Mann ihre Geschichte erzählt.

Lukas erzählt von Maria. Einer sehr jungen Frau. Schwanger. Und damit ist sie in Gefahr: Eine Frau, die nicht verheiratet war und schwanger. Die musste damals vors Männergericht. Und wenn ihr Verlobter sie angeklagt hätte, dann wäre sie verurteilt worden.

Aber diese Geschichte geht erstaunlich gut aus. Weil Maria Mut hat. Sie verkriecht sich nicht, sie jammert nicht. Sie wartet nicht, bis die Männer im Dorf sie holen. Geistesgegenwärtig nimmt sie ihr Leben in die eigenen Hände und bricht auf. „So schnell sie kann“, steht in der Bibel, marschiert sie mit ihrem Kind im Bauch von Nazareth aus rauf ins Gebirge zu ihrer Cousine Elisabeth. So an die 100 Kilometer weit.

Maria kommt gut bei Elisabeth an. Erst mal in Sicherheit. Weil die Cousine auch keine Angst hat, Maria aufzunehmen. Elisabeth ist auch schwanger. Die zwei finden gut, dass sie einander haben. Schwanger sein kann sehr verbinden. Mütter und auch Väter.

Und dann erzählt Lukas vom Glück, das größer wird, wenn man es teilt: „Du Maria“, sagt Elisabeth, „genau in dem Moment, in dem Du ins Haus gekommen bist. Ist mein Kind in mir richtig gehüpft.“ Geteilte Freude vermehrt sich. Lukas hat das verstanden. Als Mann.

Und dann kommt noch etwas, was diese Geschichte so erzählenswert macht. Elisabeth sagt etwas, was sie in diesem Moment eigentlich nicht wissen, nur ahnen kann: „Was mit Dir und mir und unseren Kindern geschieht, ist für uns beide schön und gut. Aber es ist noch viel größer. Es ist gut für jeden Mann und jede Frau und jedes Kind, die unsere Geschichte hören. Wir sind mittendrin in Gottes Geschichte und er verspricht, Dein Kleiner wird die Welt retten. Es geht gut aus mit der Welt.“ So hat Lukas die Geschichte von Maria und Elisabeth erzählt. Bis heute macht sie vielen Menschen Mut.

Ich glaube, ich sollte auch öfter erzählen, wenn was gut gegangen ist und wie es gut gehen könnte. Wir brauchen das.

Bibeltext: Lukas 1,39-45
39 Bald danach machte sich Maria auf den Weg und wanderte so schnell sie konnte zu einer Stadt im Bergland von Judäa.
40 Dort ging sie in das Haus von Zacharias und begrüßte Elisabet.
41 Dann, als Elisabet den Gruß von Maria hörte, sprang das Kind vor Freude in ihrem Bauch. Elisabet wurde mit Heiligem Geist erfüllt 42 und rief mit lauter Stimme:
»Gesegnet bist du unter allen Frauen und gesegnet ist das Kind in deinem Bauch. 43 Wie komme ich zu der Ehre, dass die Mutter meines Herrn mich besucht?
44 Sieh doch: Als ich deinen Gruß hörte, sprang das Kind vor Freude in meinem Bauch. 45 Glückselig bist du! Denn du hast geglaubt, dass in Erfüllung geht, was dir der Herr versprochen hat.«

 

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Astrid Lindgren und Erich Kästner: Sie haben Millionen Kinderseelen mit ihren Geschichten glücklich gemacht und ich glaube auch stärker. Aber beide haben sich auch um erwachsene und älter gewordene Seelen gesorgt: Und zwar ganz ähnlich.

Erich Kästner hat gemeint:
„Lasst Euch die Kindheit nicht austreiben.“
Und Astrid Lindgren hat gesagt: "
Alle Menschen sollten ihre Kindheit von Anfang bis Ende mit sich tragen."

Beide haben meines Wissens diese Sätze nicht groß begründet. Ich glaube, sie haben einfach aus Erfahrung gesprochen, aus dem Herzen. Sie waren überzeugt: Ich bin nur echt Mensch, wenn ich die Verbindung zu mir als Kind nicht verliere, sie nicht abschneide. Fast so als wäre die innere Verbindung so etwas wie eine Nabelschnur. Eine Quelle meiner Menschlichkeit. Ich habe versucht mir einen Reim darauf zu machen.

Vielleicht meinten sie es so: ‚bitte vergiss nie, dass Du selbst mal Kind warst. Und wie das war. Wie sich das angefühlt hat, wenn man kleiner ist als die anderen. Wenn man zu jemand aufschauen kann oder aufschauen muss. Wie das war damals, unterlegen zu sein. Angewiesen auf andere.

Und vergiss nie wie schön das auch war. Wie schön das war, selbstvergessen zu spielen. Im besten Sinn, spielfreudig zu sein. Oder sich zu erinnern: wie gut hat es mir als Kind getan, wenn mich jemand getröstet hat und in den Arm genommen. Mir gut zugeredet.

Sich daran zu erinnern hilft auch als Erwachsener nicht zu vergessen, dass mir das immer noch gut tut. Und dass wir das können, trösten. Es hilft das Kind in mir nicht zu vergessen, das trostbedürftig ist und sich nach Zärtlichkeit sehnt. Das Kind aufleben zu lassen, das immer noch gerne spielfreudig ist. Und gern selbstvergessen sein mag.

Ich finde übrigens Erich Kästner und Astrid Lindgren waren Geschwister im Geiste von Jesus. Der bringt aber auch noch die Zukunft ins Spiel: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, sagt er, kommt ihr nicht ins Himmelreich.“ Die Verbindung zum Kindsein macht zukunftsfähig, so verstehe ich ihn. Wenn ich mich erinnere, wie das war ein Kind zu sein, dann kann ich Kinder besser lieben. Und ich werde mich für ihre Zukunft einsetzen. Damit wir ihnen eine Welt hinterlassen, in der sie auch leben können.

Lebt „enkeltauglich“, habe ich vor einiger Zeit gehört. Für mein eigenes Leben muss ich mich nicht kümmern, was nach 2050 ist. Aber das hieße, die Verbindung zur Kindheit in mir kappen und abschneiden. „Werdet wie die Kinder“. Heißt: Lebe auch für die Generationen nach Dir. Lege sie dir ans Herz.

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