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SWR3 Worte

20NOV2020
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In diesen Zeiten trotz allem hoffnungsvoll in den Tag zu gehen, das ist nicht selbstverständlich und nicht immer leicht. Für Pfarrer Reinhard Ellsel braucht es dazu zwei Dinge. Einen realistischen Blick und das Gefühl geliebt zu sein. Er formuliert das so:  

„Zu wissen, dass man es nicht schaffen wird; zu wissen, dass man nicht überall sein kann; zu wissen, dass man nicht immer die richtigen Worte findet; zu wissen, dass man versagen wird; zu wissen, dass man trotzdem geliebt und angenommen ist, und so freudig den neuen Tag beginnen und bereit sein ihn zu erleben. Das ist Leben!“

Reinhard Ellsel in: Für helle und dunkle Tage, Hoffnungstexte

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19NOV2020
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Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Auch, wenn die Absicht dahinter gut war. Besser ist immer erst einmal miteinander zu reden. Dazu eine Geschichte zum Schmunzeln:

„Ein Ehepaar feiert Goldene Hochzeit. Beim gemeinsamen Frühstück denkt die Frau: „Seit fünfzig Jahren nehme ich auf meinen Mann Rücksicht und gebe ihm das knusprige Oberteil des Brötchens. Heute will ich es mir endlich selbst gönnen.“ Sie schmiert sich das Oberteil des Brötchens und gibt die andere Hälfte ihrem Mann. „Mein Liebling“, ruft dieser hocherfreut, „was für ein wunderbarer Tagesbeginn! Fünfzig Jahre lang habe ich das Brötchen-Unterteil nicht mehr gegessen, obwohl ich es am allerliebsten mag. Ich dachte immer: es schmeckt auch dir so gut, und darum sollst du es haben.“

Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten, Hamburg 2005, S.10

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18NOV2020
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Was gibt Halt, wenn man alles verliert im Leben, was einem bislang immer Halt gegeben hat? Menschen, die einem beistehen, ein sicheres Einkommen, Gesundheit? Der Apostel Paulus hat für sich eine Antwort gefunden:


„Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“

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17NOV2020
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Einer Person zu helfen, kann für diese die Welt bedeuten. Auch, wenn damit noch nicht die ganze Welt gerettet ist. So erzählt es eine Parabel aus Taiwan:

„Die Flut hat tausend Seesterne an den Strand geworfen. Sie werden alle umkommen. Ein Mädchen hebt die Seesterne auf und wirft sie zurück ins Wasser. „Warum tust du das?“, fragt ein Mann, „es sind so viele, die meisten werden umkommen. Es hat keinen Zweck nur einige zu retten.“ Das Mädchen sagt, einen Seestern in der Hand haltend: „Das stimmt wohl, für die meisten hat es keinen Zweck, aber für diesen einen Seestern sehr wohl“ und wirft ihn zurück ins Meer.

Evangelischer Lebensbegleiter

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16NOV2020
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Was hilft weiter, wenn man gefangen ist in einer Situation, in der man nichts ändern kann und aus der man im Moment auch nicht herauskommt? Die Theologin Antje Sabine Naegeli meint:

„Die Befreiung liegt nicht immer darin, dass verschlossene Türen sich öffnen, sondern darin, dass wir in der Enge nicht allein gelassen werden.“

Antje S. Naegeli. Du hast mein Dunkel geteilt. Gebete an unerträglichen Tagen

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15NOV2020
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Heute ist Volkstrauertag. Da beten viele Menschen angesichts der vielen Kriegstoten für den Frieden in der Welt. Ein bekanntes Spiritual aus der Sklavenbefreiung hat vielen geholfen die Hoffnung auf Frieden und Versöhnung nicht zu verlieren. We shall overcome. Auf Deutsch hört sich das ungefähr so an:

„Wir werden überwinden – eines Tages. O tief in meinem Herzen glaube ich, wir werden überwinden eines Tages. Der Herr wird uns hindurchhelfen – eines Tages. Wir haben keine Angst – heute. Wahrheit wird uns freimachen – eines Tages. Wir werden Hand in Hand gehen – eines Tages. Wir werden in Frieden leben – eines Tages.“

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