Manuskripte

SWR3 Worte

11MAI2019
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Man kann nicht immer gewinnen. Die Bloggerin Susanne Niemeyer hat für sich Sätze gefunden, die helfen, wenn man mal gescheitert ist:

„Ich glaube an den Schlaf, der behutsam zudeckt, was nicht gelungen war.
Ich glaube an den Morgen, der jeden Tag zu einer neuen Chance macht, obwohl alle Erfahrung dagegen spricht.
Ich glaube an die Kraft aller Anfänge, auch wenn mein kleines Herz mutlos ist.
Ich glaube an jenen freundlichen Blick, der mich jeden Tag von Neuem ansieht
Und nicht aufhört an mich zu glauben.“

Susanne Niemeyer in: Andere Zeiten e.V. (Hg.)= Verlag, wandeln. Mein Fastenwegweiser 2016

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28608
10MAI2019
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Sich von Gott geliebt fühlen ist das eine. Aber wie diese Liebe leben? Die Kommunikationsexpertin Courtney Walsh rät:

„Bedingungslose Liebe? Erzähl mir nichts davon. Wahre Liebe kommt ohne Adjektive aus. (….)
Sie braucht keine perfekten Umstände.
Sie bittet dich nur, (…) Dass du im Hier und Jetzt ganz da bist. Dass du leuchtest und fliegst und lachst und weinst Und verwundest und heilst und fällst und wieder aufstehst Und spielst und machst und tust und stirbst als unverwechselbares Du. Das genügt. Und das ist viel.

https://sabine-schroeder-seminare.de/blog/lieber-mensch-courtney-a-walsh/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28607
09MAI2019
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Die Schauspielerin Anna Schudt erzählt, warum sie gerne Kirchen besucht:

„In der letzten Zeit bin ich wieder häufig in der Kirche. Sie ist für mich ein Raum, in dem ich außerhalb bin von Gewusel und Gewirre, außerhalb von Ansprüchen an mich – ob die nun von mir selbst kommen oder von anderen.

Ich begebe mich dort in etwas Größeres, ich begebe mich in einen Raum, wo ich innehalte und still bin und zulasse, dass es etwas anderes gibt als mich.“

https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2017/33224/schauspielerin-anna-schudt-ueber-ihren-umgang-mit-krisen

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28606
08MAI2019
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Wer Danke sagt tut was für den Frieden, meint der Theologe Fulbert Steffensky. Er sagt:

„Danken ist eine Form des Glaubens. Im Dank liest man die Welt besser, als sie ist. Man liest die Schönheit in sie hinein. (…)
Das Danken zu lernen ist wichtiger als jede Moral. Eine Moral muss eine Herkunft haben, sonst hält sie nicht lange. Ihre beste Mutter ist der Dank.
Wer dankt, schlägt nicht. Wer dankt, benutzt nicht. Wer dankt, zerstört nicht.“

Fulbert Steffensky in: Friedrich Schorlemmer (Hg.), Das soll Dir bleiben. Texte für morgens und abends

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28605
07MAI2019
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Geld allein macht nicht glücklich. Der Philosoph Erich Fromm weiß warum:  

„Unsere Konsum- und Marktwirtschaft beruht auf der Idee, dass man Glück kaufen kann, wie man alles kaufen kann. Und wenn man kein Geld bezahlen muss für etwas, dann kann es einen auch nicht glücklich machen.

Dass Glück aber etwas ganz anderes ist, was nur aus der eigenen Anstrengung, aus dem Innern kommt und überhaupt kein Geld kostet, dass Glück das ‚Billigste‘ ist, was es auf der Welt gibt, das ist den Menschen noch nicht aufgegangen.“

Erich Fromm in: Friedrich Schorlemmer (Hg.), Das soll Dir bleiben. Texte für morgens und abends

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28604
06MAI2019
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André Heller hat seine Mutter gefragt: was müssen die Menschen lernen. „Bescheidenheit und Güte“, hat die über 100jährige geantwortet. Und dann hat sie ihrem Sohn erzählt, wie man das lernen kann:

„Indem man nachts intensiv die Sterne am Himmel betrachtet. Mein Gott, da muss einem doch auffallen, wie nichtig das Irdische ist. Zusammenhalt wäre doch das einzig Vernünftige.
Die Politiker und Manager und Religionsführer müssten in jeder klaren Nacht den Himmel beobachten, dann wäre gleich vieles besser. „

André Heller, Uhren gibt es nicht mehr. Gespräche mit meiner Mutter in ihrem 102. Lebensjahr

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28603
05MAI2019
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Braucht christlicher Glaube Wundergeschichten? Nein, sagt der Theologe Thomas Frings:

„Das Wunder einer Heilung ist gut für einen Menschen, (…) doch das wofür Jesus eigentlich gekommen ist, gilt für alle und immer. (…)
Ich glaube nicht an Wunder, sondern ich glaube an die Zusage Jesu, dass ich im Tod nicht untergehen werde.
Wunder mögen des Glaubens liebstes Kind sein. Seine Grundlage sind sie nicht.“

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28602