Manuskripte

SWR3 Worte

Die Journalistin Silke Stuck über das Beten:

„Ich würde gern beten können.

Aber wie spricht man mit Gott, wenn man sich seiner nicht einmal sicher sein kann? Was sind meine Erwartungen, warum möchte ich überhaupt wieder mit dem Beten anfangen?

Ich habe die Hoffnung, dadurch wieder ein bisschen mehr zum Wesentlichen vorzudringen, Gott, Glaube - wie auch immer man es nennt. Innehalten, still werden, mich auf mich besinnen, den alltäglichen Irrsinn hinter mir lassen. Eine kleine Ecke im Schlafzimmer, hinter mir das Fenster - das könnte der richtige Ort sein. Ich versuche jetzt ab und zu, genauer hinzuhören. Da sein und horchen. Da sein und genau hinschauen. Im Grunde ist das schon ein Gebet: die Dinge ein bisschen mehr auf mich wirken zu lassen.“

 

 

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In der Wochenzeitung „Die Zeit“ berichten verschiedene Menschen, was ihr Leben reicher macht. Ein Mann erzählt:

„Die junge Frau, die mich jüngst an einer Freiburger Fußgängerampel mit strahlendem Gesicht begrüßte. Irritiert fragte ich, woher wir uns kennen. Sie lachte und schüttelte den Kopf: Nein, kennen würden wir uns sicher nicht. Noch irritierter hakte ich nach, warum sie mich dann so freundlich grüße. „Ach“, sagte sie, „das mache ich immer, wenn ich gut drauf bin und jemand Sympathisches treffe.“

Wir unterhielten uns, bis die Ampel – viel zu schnell – den Weg freigab. Sie drehte sich nochmal winkend um, bevor sie davoneilte.

Und mir 73 Jahre altem Zausel war, als hätte jemand den trüben Winterhimmel aufgerissen.“

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Heute ist Weltgesundheitstag. Mit dem Thema Gesundheit setzt sich auch die Bibel auseinander. Im Buch Jesus Sirach steht:

14Besser arm und gesunde Glieder als reich und mit Krankheit geschlagen.

15Ein Leben in Gesundheit ist mir lieber als Gold, ein frohes Herz lieber als Perlen.

16Kein Reichtum geht über den Reichtum gesunder Glieder, kein Gut über die Freude des Herzens.“

 

Aus: Die Bibel, Einheitsübersetzung, Herder, Spr 3,5-8.

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Heute ist der Internationale Tag des Sports. Genauer gesagt, der „Internationale Tag des Sports für Entwicklung und Frieden“. Er wurde erst 2013 eingeführt. Die Nummer eins im Tennis, Novac Djokovic, hat an diesem Tag in seiner Ansprache gesagt: 

„Ich hoffe, dieser internationale Tag wird jeden von uns dazu motivieren, überall die wahren Werte des Sports zu verbreiten: Fairness, Teamgeist und Respekt gegenüber dem Gegner. Diese Werte sind universell. Jede erfolgreiche Gesellschaft ist auf ihnen aufgebaut.“

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Der Schauspieler Florian David Fitz auf die Frage, ob er eine Vorstellung von Gott hat:

„Es gibt Momente, da spüre ich eine Verbindung, dann empfinde ich auf einmal große Ruhe. Das ist so ein Gefühl, hautlos zu sein, das Ego löst sich ein bisschen auf. Es nimmt einem diesen Druck, jemand sein und etwas darstellen zu müssen. Ein gutes Gefühl - weil ich etwas verstehe, was ich eigentlich sowieso weiß; ich werde nur daran erinnert.“

 

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In der Wochenzeitung „Die Zeit“ berichten verschiedene Menschen, was ihr Leben reicher macht. Eine Frau schreibt:

„Der Taxifahrer am Bahnhof des schwedischen 20-Seelen-Örtchens Björkliden, der uns nach einer stundenlangen Odyssee durch Schnee und Kälte begrüßt mit einem „Da seid ihr ja, meine Lieben! Ich habe nur auf euch gewartet!“

 

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Ein Wallfahrtsgebet aus dem Islam.

„O Gott, setze in mein Herz Licht,
in meine Ohren Licht,
in meine Augen Licht,
und in meine Zunge Licht;
und zu meiner Rechten Licht
und zu meiner Linken Licht;
über mir Licht
und unter mir Licht,

vor mir Licht
und hinter mit Licht!
Setze mir in meine Seele Licht!
Mache mir das Licht groß!
Weite meine Brust und mache mir meine Aufgabe leicht!“

 

Aus: Lang, Bernhard (Hrsg.), Erhelle meine Nacht, C.H. Beck, München 2004, S. 87.

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