Manuskripte

SWR3 Worte

Musik erinnert mich an Gott,
sagt der Präsident des Europa-Parlaments, Martin Schulz:

„Als Kind glaubte ich an Gott.
Doch dieser Glaube ist mir mit den Jahren verloren gegangen.
Für mich sind wir Menschen das Resultat eines natürlichen Prozesses.
Allerdings gibt es für mich eine Ausnahme,
die beweisen könnte, dass es doch einen Gott gibt: die Musik.
Sie entsteht aus Materiellem,
aber sie ist weder sichtbar noch greifbar.
Und trotzdem existiert sie.
Wenn es etwas Göttliches gibt, dann ist es für mich Musik.“

Aus: „Ich muss noch mal mit meiner Frau telefonieren“,
Martin Schulz im Gespräch mit Dirk von Nayhauß;
Magazin „Chrismon“ Nr.1/2014,
Hansisches Druck- und Verlagshaus Frankfurt/M., S. 22.

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Gottvertrauen macht gelassen,
sagt die Schauspielerin Barbara Auer:

„Gottvertrauen schadet niemandem;
denn Gottvertrauen bedeutet,
dass es dann doch irgendwo eine Ordnung der Dinge gibt.
Je älter ich werde, desto öfter denke ich:
Es wird schon so kommen, wie es kommen soll –
aber das meine ich jetzt anders, als ich das früher sah:
ich meine das jetzt so jenseits von Gut und Böse.
Und diese Gelassenheit ist wunderbar.“

Aus: „Ich muss mir auf die Spur kommen“,
Barbara Auer im Gespräch mit Jörg Michael Seewald;
FAZ Nr. 278 vom 29.11.13, S. 39.

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Der siebzehnjährige Gus hat Krebs -
und glaubt trotzdem an den Himmel:

„Ja, ich glaube absolut an den Himmel.
Nicht an einen Himmel,
wo wir in einem Schloss aus Wolken leben und Harfe spielen.
Aber trotzdem: ja, den Himmel gibt´s.
Daran habe ich immer geglaubt.
Ich glaube nicht, dass wir aus dem Jenseits zurückkehren,
um die Lebenden heimzusuchen oder zu trösten oder so was,
aber ich glaube ganz fest, dass wir weiterexistieren.“

Aus: John Green, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“,
Carl-Hanser-Verlag, München 2012, S. 154

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Das wirklich Wichtige weiß man nicht,
sagt die Schauspielerin Hannelore Hoger:

„Ich kann nicht sicher sagen, wer ich bin.
Ich kann nur hoffen. Wirklich wissen tut keiner, was in ihm steckt.
Es kann alles sein im Leben.
Das gilt auch für den Glauben.
Ich lebe auf der Erde: Das ist mein Standpunkt.
Ich glaube nicht, dass nach dem Leben auf der Erde noch was kommt.
Aber wir wissen es nicht.“

Aus:„Ich stehe auf der Erde: Dies ist mein Standpunkt“,
Hannelore Hoger im Gespräch mit Jörg Michael Seewald;
FAZ Nr. 254 vom 01.11.13, S. 39.

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Gott macht stark,
sagt der Teufelsgeiger David Garrett:

„Ich habe keine echte Vorstellung von Gott.
Und ich habe Gott noch nicht getroffen.
Aber ich weiß natürlich,
dass viele Menschen an etwas Höheres glauben.
Das ist völlig in Ordnung,
denn der Glaube an Gott gibt einen Sinn.
Er motiviert und spornt an.
In vielen Situationen ist es hilfreich,
eine Instanz zu haben, auf die man vertrauen kann –
gerade wenn es einem nicht so gut geht.
Vielleicht gibt Gott einem dann die Kraft,
da rauszukommen.“

Aus: „Sturheit wird völlig unterschätzt“,
David Garret im Gespräch mit Dirk von Nayhauß;
„Magazin Chrismon“ Nr.11/2013; S. 46.

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Sehnsucht nach Glauben –
der Schauspieler Edgar Selge kennt dieses Gefühl:

„Meine eigene Religiosität ist mir verlorengegangen.
Sie ist gewissermaßen durch Nichtachtung im Laufe der Jahre verwildert.
Als Kind war sie noch da und deutlich spürbar.
Da war die Sehnsucht nach Gott der schönste Garten,
in den ich mich zurückziehen konnte.
Erstaunlich, wie man so etwas vergessen kann.
Und eigentlich auch schade!“

Aus:„Ich spiele einen Kohlhaas im Genre des Horrorfilms“,
Edgar Selge im Gespräch mit Jörg Michael Seewald;
FAZ Nr. 272 vom 22.11.13, S. 39.

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Sehnsucht nach Glauben –
die Schauspielerin Barbara Auer kennt dieses Gefühl:

„Manchmal wünsche ich mir ein Religionsgerüst;
an dem ich mich entlang hangeln könnte.
Ich kann es aber nicht.
Manchmal bin ich erstaunt,
wie Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin,
so gar keine Zweifel haben – einfach, weil sie glauben.
Ich habe mächtig viele Zweifel. – auch so im Leben.
Deswegen beneide ich Menschen, die im Glauben einen Halt finden.“

Aus: „Ich muss mir auf die Spur kommen“,
Barbara Auer im Gespräch mit Jörg Michael Seewald;
FAZ Nr. 278 vom 29.11.13, S. 39.

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