Manuskripte

SWR3 Worte

Eintönig, langweilig, immer nur harmonisch: das kann langweilig werden, wenn Menschen zusammen leben...

 Der Kirchenvater Augustinus vor mehr als anderthalb Tausend Jahren - er kannte die Zeichen, die das Leben leichter machen und schöner:

Miteinander reden und lachen
sich gegenseitig Gefälligkeiten erweisen
zusammen schöne Bücher lesen.
Sich necken, aber auch einander Achtung erweisen.
Mitunter auch streiten, ohne Hass,
so wie man es nun einmal mit sich selbst tut.
Manchmal auch in den Meinungen auseinandergehen
und damit die Eintracht würzen.
Einander beleben und voneinander lernen.
Die Abwesenden schmerzlich vermissen,
die Ankommenden freudig begrüßen.
Lauter Zeichen der Liebe und Gegenliebe,
die aus dem Herzen kommen,
sich äußern in Miene, Wort und 1000 freundlichen Gesten ...

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Du müsstest es vielleicht einfach mal zu versuchen anfangen: Dich auf Gott zu verlassen... 

Ich kann nicht an Gott glauben,
sagte eine Dame zu Herrn ZETT.
Wie wollen Sie das wissen,
wenn sie es noch gar nicht versucht haben?
durchschaute sie Herr ZETT.

Kurtmartin Magiera - Herr ZETT durchschaut die vorgeschobenen Probleme; allerdings: an Gott zu glauben versuchen - das ist jeden Tag eine neue Herausforderung, für mich auch ... 

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Religionsfreiheit - ein Modewort dieser Tage; leider oft missverstanden. Heißt ja was anderes als „ohne Religion"... 

Ich weiß: die Geschichte der Kirchen ist voller Greuel; Mord, Unterdrückung, Terror wurden ausgeübt und vollzogen, aber es gab auch (Menschen wie) Franziskus, Vincent, Katharina - es würde zuviel Platz erfordern, wollte ich das (Heiligen)Register ... hier abdrucken lassen. Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen (Welt) vorziehen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache, und mehr noch als Raum gab es für sie Liebe, für die, die der ... gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen... Ich empfehle es der Nachdenklichkeit und der Vorstellungskraft der Zeitgenossen, sich eine Welt vorzustellen, auf der es Christus nicht gegeben hätte ...

Der deutsche Dichter Heinrich Böll mag sich eine Welt ohne Gott nicht einmal denken.

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Anstandsbücher haben ja angeblich Konjunktur - hier wäre die Wichtigste Tischregel, die Jesus für anständige Gastgeber gegeben hat...

Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst,
so lade nicht deine Freunde ein oder deine Brüder,
deine Verwandten oder reiche Nachbarn;
sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten.

Nein, wenn du ein Essen gibst,
dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein.
Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten;
es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

Jesus von Nazaret: Tischregeln für Gastgeber - gelesen im Lukasevangelium...

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Heute hat der große Kirchenlehrer Augustinus Namenstag. Hier  eines seiner berühmtesten Worte:

Groß bist du, o Herr, und deines Lobes ist kein Ende; groß ist die Fülle deiner Kraft, und deine Weisheit ist unermeßlich. ... loben will dich der Mensch, ein so geringer Teil deiner Schöpfung; der Mensch, der sich unter der Last der Sterblichkeit beugt ...; als dein Eigentum hast du uns erschaffen, und ruhelos ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir...

Aurelius Augustinus von Hippo im fünften Jahrhundert nach Christus -er beschreibt die große Unruhe, die so viele Menschen im Herzen haben - auch heute noch. Und behauptet, sie habe ein Ziel...

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Wer dich tadelt oder kritisiert: Ist er dein Feind oder dein Freund? 

Der Heilige Augustinus berichtet aus dem Leben seiner Mutter Monika - geheilt durch ein böses Wort...

Monika, meine Mutter, war ein nüchternes Mädchen; aber wenn sie von ihren Eltern den Auftrag erhielt, aus der Weinkufe Wein zu holen..., schlürfte sie ... zuerst ein weniges ab... Zu dem wenigen fügte sie aber täglich wieder ein weniges, und weil, wer Geringes verachtet, allmählich zu Fall kommt, gewöhnte sie sich endlich daran, daß sie fast schon ganze Becherchen begierig austrank. ... (Ihre) Magd (älter als sie),... geriet mit ihr ... in Streit... und beschimpfte sie ... bitter... als eine Weinsäuferin. Von diesem Schimpf getroffen, erkannte Monika ihren Fehler, verdammte ihn sogleich und legte ihn ab. Wie (falsche) Freunde und ihre Schmeichelei uns verderben, so bessert uns gewöhnlich ein Tadel, auch wenn er klingt wie von einem Feind.

Glückwunsch übrigens an alle Monikas zum Namenstag heute!

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Die Menschen sind nun mal verschieden - und das ist so toll an Gott: Jedem so viel wie nötig ist viel besser als allen das Gleiche zu geben. 

Gott schenkt uns seine Gnaden in dem Maße, wie wir ihrer bedürfen. Er ist eine Quelle, aus der ein jeder Wasser nach seinen Bedürfnissen schöpft: Wer sechs Eimer davon braucht, schöpft sechs; drei schöpfe, wer drei benötigt; ein Vogel braucht einen Schnabel voll Wasser, und nimmt auch einen Schnabel voll; ein Pilger schöpft, um sich zu erfrischen, Wasser mit seiner hohlen Hand. Genauso geht es uns mit Gott...

Der Heilige Vinzenz von Paul im siebzehnten Jahrhundert: Gott gibt dir immer genug..

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