Manuskripte

SWR3 Worte

Das schwerste Wort heißt nicht
Popocatepetl
Wie der Berg in Mexiko.

Und nicht Chichicastenango
Wie der Ort in Guatemala.

Das schwerste Wort heißt auch nicht
Ouagadougou
Wie die Stadt in Afrika.

Das schwerste Wort heißt für viele:
Danke!

Josef Reding

Hermann- Josef Frisch (Hg.): Für den Tag, für das Jahr, für das Leben, Kreuz Verlag Stuttgart 2001

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3810
Bittet, und Gott wird euch geben. Klopft an, und Gott wird euch öffnen.
Denn jeder, der bittet, empfängt und wer sucht, der findet, wer klopft, dem wird geöffnet.
Das wird es doch wohl auch unter euch nicht geben:

Ein Kind kommt zu seinem Vater und bittet ihn um ein Brot. Meint ihr, der Vater würde ihm statt des Brotes einen Stein in die Hand drücken?
Oder das Kind bittet um einen Fisch. Meint ihr, der Vater wird ihm eine Schlange geben?
Wenn schon ihr sündigen Menschen euren Kindern doch nur Gutes zu geben wisst,
um wie viel eher wird dann euer himmlischer Vater denen Gutes schenken, die ihn darum bitten!

Aus dem Matthäusevangelium

Das Neue Testament und die frühchristlichen Schriften, Übersetzung nach Berger/ Nord 1999, Matthäus 7, 7-11
https://www.kirche-im-swr.de/?m=3809
Deine Hautfarbe ist übrigens auch nicht deine Leistung.
Dein Gesicht, dein Geschlecht auch nicht. Du bist der reine Zufall.

Gottes Zufall, wenn du es dir mal klar machst.
Gottes Liebling und nicht der Liebling der Nation….

Hanns Dieter Hüsch

Hanns Dieter Hüsch, Ein gütiges Machtwort, Düsseldorf 200

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3808
Verurteilt nicht andere, dann wird Gott euch auch nicht verurteilen. Denn wie ihr selber richtet, so wird Gott euch richten….
Was starrst du auf den Splitter im Auge deines Bruders und den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?

Und wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Komm Bruder, ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen! Wo doch der Balken in deinem eigenen Auge ist?
Scheinheilig bist du, zieh erst den Balken aus deinem eigenen Auge. Dann sieh zu, wie du den Splitter aus dem Auge deines Bruders ziehst.

Aus dem Matthäusevangelium

Das Neue Testament und die frühchristlichen Schriften, Übersetzung nach Berger/ Nord 1999, Matthäus 7, 1-5
https://www.kirche-im-swr.de/?m=3807
Jesus erzählte einmal folgendes Gleichnis:
Ein Reicher Mann besaß eine blühende Landwirtschaft.
Eine Erweiterung seines Betriebes wurde fällig, und bei den Vorüberlegungen fiel auf, dass nicht genügend Scheunen vorhanden waren.
Da beschloss er: Ich werde die bestehenden Scheunen abreißen und größere bauen, in denen ich die Getreideernte sammeln und alle meine Güter unterbringen kann.
Und dann, so dachte der Reiche bei sich, werde ich zu mir selbst sagen können:
Du hast viele Vorräte für viele Jahre. Genieße die freie Zeit, iß und trink und stürze dich in die Freuden des Lebens.“
Doch da sagte Gott zu ihm: Du närrischer Mensch, noch heute Nacht werde ich dein Leben von dir zurückfordern. Wem soll dann gehören, was du so groß organisiert hast?
So ergeht es dem, der für sich selbst Schätze aufhäuft, aber vor Gott mit leeren Händen dastehen wird.
Weil er sich um einen Schatz im Himmel nicht gekümmert hat.

Aus dem Lukasevangelium

Das Neue Testament und die frühchristlichen Schriften, Übersetzung nach Berger/ Nord 1999, Lukas 12,16-21

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3806
Was wir nicht so sehr brauchen, und zwar nicht nur bei uns, sondern auf der ganzen Welt,
das sind Arrogante, Hochmütige und Eingebildete, die immer noch meinen, nur sie allein würden dringend gebraucht.

Was wir brauchen, das sind Demütige,
die aus Liebe und Respekt vor jeder Kreatur wissen, dass sie nur mit allen anderen- mit allen anderen zusammen etwas wert sind.

Nicht der Alles-könnende, nicht der Alles-wissende und der Alles-beherrschende,

sondern der sich Bescheidende, der mit dem Herzen die Wissenschaften vermenschlicht und mit Heiterkeit die Herrschaften verunsichert.

Der mit den Schwachen eine Schwäche für den Frieden hat.

Dem man sogar oft die Stärke gar nicht ansieht, weil es eine Schwäche ist.

Zum Beispiel: eine Schwäche für Versöhnung,…eine Schwäche für den Frieden….

Hanns Dieter Hüsch

Hanns Dieter Hüsch, Ein gütiges Machtwort, Düsseldorf 2001

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3805
Wir alle sind in Gottes Hand.
Ein jeder Mensch in jedem Land.

Wir kommen und wir gehen
wir singen und wir grüßen

Wir weinen und wir lachen
Wir beten und wir büßen
Gott will uns fröhlich machen.

Wir alle haben unser Los
und sind getrost auf Gottes Floß
Die Welt entlang gefahren

Auf Meeren und auf Flüssen
Die Starken mit den Schwachen
Zu beten und zu büßen
Gott will uns schöner machen

Wir alle bleiben Gottes Kind
Auch wenn wir schon erwachsen sind

Wir werden immer kleiner
Bis wir am Ende wissen
Vom Mund bis zu den Zehen

Wenn wir gen Himmel müssen
Gott will uns heiter sehen

Hanns Dieter Hüsch

Hanns Dieter Hüsch, Ein gütiges Machtwort, Düsseldorf 2001
https://www.kirche-im-swr.de/?m=3804