Manuskripte

Was bleibt, wenn alles vergeht? Jetzt im Herbst kommt mir die Frage immer wieder mal. Bäume und Sträucher haben ihre Blätter längst verloren, die Farbenpracht des Herbstes weicht dem grau-fahlen Nebel. Die Nächte sind lang, die Tage kurz. Die Geräusche scheinen leiser zu werden. Auf den Straßen sind weniger Menschen zu sehen. Selbst die Feiertage werden in unserer Kultur die „stillen Tage" genannt: Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag, Allerseelen und Allerheiligen, Buß- und Bettag. Viele gehen auf den Friedhof, richten die Gräber ihrer Verstorbenen und fragen sich vielleicht dasselbe wie ich: Was bleibt, wenn alles vergeht?
In den Gottesdiensten landauf landab wird an diesen Tagen viel von Hoffnung gesprochen und Erinnerung. Beides gehört zusammen - und beides bleibt - auch und gerade dann, wenn der Tod Einzug ins Leben gehalten hat. Erinnerung an das Gute, das Du hast oder hattest und Hoffnung, dass es wieder schöner werden kann, heller. Ich glaube, dass diese beiden mächtige Helfer sind im Kampf gegen die Trauer und gegen die Einsamkeit. Wenn wir uns fest im Herzen erinnern können dass es - wie in der Natur - jedes Jahr wieder hell wird, lernen wir vielleicht auch - nicht aufzugeben. Wenn wir hoffen können, dass es auch für uns bedeutet, wieder neu anfangen zu dürfen, dann wächst die Kraft für das Leben wieder. Langsam - ja. Aber aber es geht! Auch in der Natur ist ja nicht von einer Minute auf die nächste Sommer. Es braucht schon ein bisschen Geduld. Die wünsche ich uns. Damit Hoffnung und Erinnerung uns dazu bringen, neu anzufangen!

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Verzweiflung und Einsamkeit. Ich glaube, die beiden gehören zu den schlimmsten Gefühlen, die man haben kann: Einsam kann man sogar dann sein, wenn jede Menge Leute um einen herum sind. Und Verzweiflung macht, dass man keinen Weg mehr sieht - für sich selbst und für da eigene Leben. Hagar hat das genau so erlebt. Die Bibel erzählt von ihr. Damals gab es noch Leibeigene. Hagar war so eine Leibeigene und damit Besitz eines Anderen. Sie bekommt von ihrem „Besitzer" ein Kind. Die unfruchtbare Frau des Patriarchen hatte das so eingefädelt, denn das Kind, das da geboren wird, ist legitimes Familienmitglied seines Erzeugers - und eben dessen Frau! Aber Hagar wird übermütig, hochmütig und fällt in Ungnade. Sie muss mit ihrem neugeborenen Kind in die Wüste fliehen. Ein sicheres Todesurteil für beide. Aber es kommt mal wieder ganz anders: Gott sieht Hagar und ihr Kind in ihrer verzweifelten Lage und er schickt einen Engel. Aber was tut der: Statt ihr Mut zu machen, zu fliehen und ihr einen neuen Weg zu weisen schickt er sie zurück! Zurück in die Sklaverei! „Geh zurück, sagt er. „Du wirst leben, du und dein Kind." Was Hagar noch nicht wissen kann: Gott hat mit ihr und ihrem Kind noch eine Menge vor. Er will dieses Kind zum Stammvater eines großen Volkes machen. Es darf gar nicht sterben! Ach wenn man das doch manchmal früher wüsste - das alles wieder gut wird und dass Gott Pläne mit einem hat! So manche Krise im Leben ließe sich leichter überstehen. Hagar erfährt was Gott noch vorhat - mit ihr und ihrem Kind und sie schafft es, ihm zu vertrauen. Sie geht tatsächlich zurück. Mutig. Wahrscheinlich kann man das nur, wenn man sich im Innersten auf Gott verlassen kann und das erfährt, was Hagar erfahren hat: Dass Gott uns sieht - und auf uns achtgibt - manchmal ohne dass

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„Warum ausgerechnet ich?" Diese Frage höre ich oft. Von Leuten, die plötzlich krank werden, oder von Menschen die einen geliebten Menschen verlieren, „Warum ausgerechnet ich?" Warum passiert gerade mir das?
Als wir in einer Seminarrunde mit dem Seminarleiter genau darüber sprachen, wurde der auf einmal richtig wütend. Wir wussten erst gar nicht warum. Dann erklärte er: Er war in Dresden, als die Stadt im zweiten Weltkrieg bombardiert wurde. Er hat gesehen, wie Menschen von einstürzenden Häusern erschlagen worden sind, wie sie im Feuersturm verbrannt sind. Seine Freunde, seine Familie - alle tot. Er selbst ist knapp dem Tod entkommen. „Warum ich?" das war keine Frage für ihn. Er hat sich gefragt: „Warum ich nicht?" Warum bin ich nicht genau so umgekommen? Warum haben mich die Bomben nicht getroffen? Sein Leben als ein Geschenk zu sehen, das ist ihm lange sehr schwer gefallen.
Wenn das Leben nach einer solchen Erfahrung weitergehen soll, muss man neu herausfinden, worauf man sich jetzt noch verlassen kann. Nach welchen Spielregeln das Leben jetzt spielt: Hab ich das Schlimme verdient? Warum habe ich das alles überstanden, die Anderen aber nicht? Gibt es so etwas wie Gerechtigkeit im Leben? Gibt es einen Sinn hinter all dem, was passiert?
Die Bibel gibt uns eine Antwort, die keine Antwort ist - und doch das Einzige, was wir haben: Gott spricht: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und Eure Wege sind nicht meine Wege. So weit der Himmel höher ist als die Erde sind meine Gedanken höher als Eure Gedanken und meine Wege als Eure Wege. Letztlich aber - so verspricht uns Gott - sind es Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.

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Ein starker Spruch, finde ich. Saure Zeiten gibt es immer wieder. Da kommt niemand drum herum. Eine vermasselte Prüfung, ein Chef, der einen bei der Beförderung übergeht, ein Geschäft, das man in den Sand gesetzt hat. Da kann einem das Leben schon richtig sauer werden. Kann, aber muss nicht. Die Frage ist: Was mache ich mit dieser sauren Zitrone, die man mir gereicht hat? Gehe ich von jetzt an mit einem Sauerbitterlächeln durch das Leben? Oder gelingt es mir, die ganze Sache so zu nehmen, dass am Ende noch was Gutes dabei rauskommt- Limonade eben! Und: wie kriege ich das hin? Im wahren Leben reicht es meistens leider nicht ein bisschen Zucker und Optimismus zusammen zu mischen, um Krisen zu meistern. Schön wärs - und einfach. Also bleibt die Frage: Wie mache ich aus meinen Lebenszitronen Limonade - was ist das Rezept? Ich denke vor allem hilf das Wissen, dass wir einen starken Partner an der Seite haben, der uns immer wieder den Rücken stärkt, wenn das Leben bitter wird. Wir können Gott all unseren Frust und unsere Wut und unseren Kummer im Gebet einfach so geben. Ich glaube nicht, dass ER dann daraus direkt Limonade macht, aber ich bin sicher, dass er die Zutaten dazu weiß und die Anleitung. Und ich glaube auch, dass er uns die Fähigkeit genau dazu gibt: Ruhe finden, einen klaren Kopf behalten, mit Freunden etwas tun, was meiner Seele gut tut, Vergebung lernen, die Sonnenseiten des Lebens wieder entdecken und sie für einen selbst nutzen. All das, was für einen auf die Sonnenseite des Lebens gehört, kann in den bitteren Zeiten helfen, die Zitrone von Anfang an süß zu machen, die das Leben einem reicht. Vielleicht kann ich die Limonade, die mir gelungen ist, dann sogar genießen!

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„Burn out entwickelt sich zur Volkskrankheit." Das stand letzte Woche in der Zeitung. Immer mehr Menschen erkranken an dieser Krankheit, bei der Körper und Seele gemeinsam beschließen: Dieser Stress geht so nicht weiter. Beruflicher und Freizeitstress fordern uns so sehr, dass wir irgendwann einfach nicht mehr können. Als Gott den Menschen die 10 Regeln fürs ein Leben in Freiheit geschenkt hat, da hat er ihnen auch aufgetragen, wenigstens einen Tag in der Woche zu ruhen.... Zu RUHEN! Als Pfarrerin denke ich natürlich, dass Gott sich schon Gedanken gemacht hat um uns Menschen und das, was gut für uns ist oder nicht. Ich denke, dass er die Kräfte und Fähigkeiten der Menschen sehr wohl einzuschätzen wusste. Selbst er als Gott ruhte nach getaner Arbeit! Wir schaffen das oft nicht mehr, weil wir das Gefühl haben, selbst unsere Freizeit noch „sinnvoll" nutzen zu müssen. Und genau damit geben wir uns dann den Rest und setzen uns selbst in der freien Zeit noch unter Druck. Kann nicht ein sinnvolles Leben auch mal sein, Langeweile zu spüren, einfach mal gar nichts zu tun und buchstäblich abzuhängen oder in aller Ruhe in den Gottesdienst zu gehen und meiner Seele etwas Gutes zu tun? Ich weiß sehr wohl, dass Arbeitgeber und Familie viel von einem verlangen. Ich weiß sehr wohl, dass sich das leichter sagt, als dass man es umsetzt! Aber was nützt das, wenn dann irgendwann gar nichts mehr geht? Ein klares „Nein" kann manchmal lebensrettend sein! In der Bibel heißt es, dass wir Gott ähnlich seien. Und wenn ER als Schöpfer der Welt schon ruhte am siebten Tag und ihn heiligte, um wie viel mehr dann doch wir Menschen.

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Kennen Sie Frederik? Frederik die Feldmaus? Frederik wohnt mit anderen Feldmäusen in einer alten Mauer. Der Sommer neigt sich dem Ende zu und die Mäuse fangen an, die Vorräte in den Bau zu schaffen. Nur Frederik nicht. Er sitzt einfach da und genießt die Sonne. Das meinen jedenfalls seine Mäusekumpels und fragen sich wovon er denn im langen Winter leben will. Der Schnee kommt, die Mäuse sitzen in ihrem unterirdischen Bau und verbrauchen nach und nach alle Vorräte. Dann wird es wirklich hart. Vor lauter Hunger können Sie nur noch ans Essen denken und was ihnen alles fehlt. Und werden darüber ganz trübsinnig. Da aber holt Frederik heraus, was er im Sommer gesammelt hat: er erzählt von dem roten Klatschmohn und der gelben Osterglocke, vom duftenden Flieder und den knackigen Nüssen. Er erzählt so voller Leben, dass die Mäuse ganz ihren Hunger und die Kälte vergessen. Sie sehen die Farben. Sie riechen den Flieder. Sie spüren die wärmende Sonne! Wenn es uns jetzt bald so geht wie den Feldmäusen, dass die langen grauen Tage und die verregneten und langweiligen Sonntage kommen - vielleicht können wir das genauso machen wie Frederik und seine Freunde! Es wäre doch die optimale Zeit um mal uns mal auch mal wieder was Gutes für die Seele zu tun! Ein Märchenbuch, ein spannender Roman, eine schöne Erzählung oder auch mal die Bibel - denn die steckt tatsächlich voller spannender Geschichten: Geschichten von Wundern und von Gottes Hilfe in düsteren Zeiten. Es ist zwar nicht immer ganz einfach, die zu finden. Aber fangen Sie doch mal im ersten und zweiten Buch Mose an. Da ist alles drin, was einen nebligen Novembernachmittag spannend machen kann: Liebe, Mord, Verrat und ein paar ziemlich erstaunliche Wunder. Vielleicht vergessen wir genauso wie die Feldmäuse unsere Langeweile, und unsere Einsamkeit!

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Heute ist Volkstrauertag. Noch immer treffen sich an diesem Tag viele auf dem Friedhof, um an die zu denken, die in den Kriegen dieser Welt umgekommen oder als Soldaten gefallen sind. Nach 1945 waren es geschätzte 55 Millionen Tote.
In einer alten Chronik unserer Kirchengemeinde hat der Pfarrer die Traueranzeigen aus seinen Orten aufgeklebt: „Für Führer Volk und Vaterland starb auf dem Feld der Ehre..." so heißt es da meist.
Wenn sich heute die Menschen an den Mahnmalen der Orte treffen um an die Verstorbenen zu denken sind jetzt noch Menschen darunter, die diese Verluste tatsächlich in ihren eigenen Familien ertragen mussten. Auch wenn es immer weniger werden.
Die Zahl derer wird geringer, die uns Jüngeren erzählen können, wie sie die Bombennächte und das Unheil erlebt haben. Umso wichtiger wird das Mahnen, wenn die Erinnerungen verblassen. Wenn für uns Nachgeborene ihr Schmerz und ihr Leid nur noch aus Büchern oder Filmen nachvollziehbar werden, muss der Verstand helfen, das Unselige des Krieges immer wieder deutlich zu machen. Dazu kann dieser Tag helfen. Wenn wir uns treffen, uns austauschen, miteinander beten und schweigen. Wenn wir einander mahnen, aufmerksam zu sein, dass Gewalt und Krieg von unserem Land aus keine Chance hat. „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden nicht mehr lernen, Krieg zu führen." So sagt der Prophet Micha im Alten Testament. Schön, wenn heute bei den Reden auf dem Friedhof etwas davon zu spüren ist.

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Heute heiratet mein Neffe und ich darf die Trauung halten. Das ist ganz schön spannend. Immerhin habe ich ihm beim Erwachsenwerden ein Stück zusehen dürfen. Geburt, Taufe, Einschulung, Konfirmation, Abi, Abschluss des Studiums und jetzt eben Hochzeit. Ein gutes Stück Leben! Wenn Manuel und Caro - so heißen die beiden - also heute vor den Altar treten und sich das Ja-Wort zusprechen, was passiert denn da eigentlich? Nach evangelischem Verständnis bitten wir Gott um seinen Segen für die beiden, die da jetzt gemeinsam als Ehepaar ihren Weg gehen wollen. Wir bitten ihn, dass er diese Lebensgemeinschaft unter seinen Schutz stellt. Wir bitten ihn, dass er sie in guten und in schweren Tagen nicht alleine lässt. Wir bitten ihn, dass er diesen beiden Menschen immer wieder einen Weg zueinander zeigt, wenn die Wege mal eher in unterschiedliche Richtungen laufen. Und wir wollen ihnen als Gemeinde versprechen: Wir werden Euch bei eurem gemeinsamen Weg unterstützen. Dass das alles gelingen möge, dafür beten wir gemeinsam. Dazu hören wir auf Gottes gute Botschaft, dafür singen wir.

Wissen sie, was ich mir vorgenommen habe - als Pfarrerin und Tante und Patentante und einfach weil ich die beiden liebhabe? Ich will das alles nicht nur heute tun - das mit dem Beten und Gott um seinen Segen bitten. Ich will die beiden auch - ab und zu -  in mein Nachtgebet mit einschließen. Meistens ist das mit dem Beten doch nach dem Gottesdienst vorbei. Dann kommt erst noch die große Feier und schließlich der Alltag. Und die beiden sind auf sich gestellt. Weil ich aber immer noch fest daran glaube, dass Gott unsere Gebete hört und dass er sie ernst nimmt, wünsche ich den beiden ganz fest, dass er sie in seinem liebevollen Blick behält. Gerade dann, wenn die Feier vorbei ist und der Alltag kommt. Vielleicht kann ich sie so doch noch ein bisschen weiter durchs Leben begleiten, durch mein Beten, auch wenn sie ganz woanders wohnen.

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Letzten Sonntag war Taufe in unserer Gemeinde. Die Eltern des kleinen Mädchens hatten sich als Taufspruch ausgesucht: „Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen." Im richtigen Moment einen Engel an der Seite zu haben, der aufpasst, der schütz, mahnt und warnt. Welche Eltern wünschen sich das nicht für ihr Kind. Was aber sagen oder tun denn solche Engel? Was können sie für das Taufkind tun, oder für Sie, oder für mich? In der Bibel gibt es Engel, die die Zukunft ankündigen - zum Beispiel der Engel bei Maria. Der sagt ihr, dass sie ein Kind bekommt. Und dann gibt es noch die Engel, die sich in den Weg stellen, wenn man eine falsche Richtung einschlägt. Das passiert zum Beispiel dem Bileam, und die Bibel erzählt, dass das geschehen ist, weil er  etwas tun wollte, was Gott überhaupt nicht passte. Und schließlich gibt es die Engel, die einem einem neue Kraft geben. So zum Beispiel der Engel, der Jesus tröstet, kurz bevor er sterben wird. Es gibt Engel, die das Paradies bewachen und Engel, die einschreiten, wenn Böses geschehen soll - zum Beispiel als Abraham Gott seinen Sohn Isaak als Menschenopfer darbringen will. Ein Engel, das ist ja ein Bote. Ein Bote Gottes. Was er sagt, was er zu sagen hat,  ist Gottes Botschaft nicht seine eigene. Die gibt er weiter. Und was sagt Gott zu so einem Kind oder zu ihnen oder zu mir? Vor allem, dass wir uns nicht fürchten brauchen. Weil Gott uns bei unserem Namen kennt. Wir müssen  uns nicht zu erschrecken, wenn etwas Schweres auf uns zukommt. Wir brauchen nicht davon laufen. Wir können  zu unserer Verantwortung, zu unseren Aufgaben stehen. Gott sagt uns durch seine Engel: „Fürchte dich nicht, denn Du bist mein." Solche Engel haben wir im Gottesdienst dem Taufkind gewünscht- und ich denke, auch ein bisschen uns selbst !

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Sagen sie, lebt Ihre Mutter noch? Ist sie noch fit? Oder haben sie schon  Kummer mit ihr? Demenz, viele Beschwerden des alten Alltags- all das  macht das gemeinsame Leben nicht unbedingt einfach und all das kann manchmal ganz schön anstrengend sein! An guten Tagen kriegt man das gut auf die Reihe, aber manchmal ist man auch ganz schön überfordert mit all dem. Und wenn man dann mal die Geduld verliert, hat man anschließend auch noch ein schlechtes Gewissen.
„Geduldig trägt dein Mütterlein für dich so manche Last, drum halte sie recht lieb und wert, so lang du sie noch hast." Das hat meine Oma mir ins Poesiealbum geschrieben. So als ob sie gewusst hätte warum - sie war nämlich ganz schön anstrengend, als sie alt wurde. Und geduldig war ich da wahrlich nicht immer.     Als meine Oma längst tot war, habe ich oft gedacht, ich hätte mehr Nachsicht haben müssen, denn: In aller Regel haben die Mamas und natürlich auch die Papas, Omas und Opas ja eine ganze Menge für einen getan. Haben sie da nicht auch ein bisschen Geduld und Nachsicht und so was wie Anerkennung ihrer Lebensleistung von uns verdient? In der Bibel steht: Du sollst Vater und Mutter ehren." Das ist eines der grundlegenden Gebote, die Gott uns gegeben hat. Sicher kommt man dabei manchmal an die eigenen Grenzen. Aber sind unsere Eltern das mit uns in so mancher Erziehungsfrage nicht auch? Und haben sie sich nicht manchmal die Nächte um die Ohren geschlagen, wenn wir krank waren oder als Jugendliche erst in den Morgenstunden heimgekommen sind? Vielleicht können wir ein klein bisschen davon zurückgeben, wenn wir uns um sie kümmern wenn sie alt sind? Zumindest so gut wir es können

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