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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Auszeit ist auch Zeit. Wochenende auch Woche. Samstag auch Tag. Wie gut, dass es Pausen gibt.
Hoffentlich können Sie es einrichten, dass heute und Morgen eine heilsame Unterbrechung des Alltages möglich ist.
Mich beeindruckt immer wieder, wie die Bibel davon erzählt.
Jesus  macht nämlich viele Pausen.  Stets und ständig. Ja manchmal schickt er regelrecht die Leute fort, steigt ins Boot und lässt sich ans andere Ufer rudern, setzt sich ab und zu ganz alleine irgendwo hin und schöpft neue Kraft.
Und er sorgt auch dafür, dass seine Mitarbeiterschaft Pause macht.
Schön erzählt wird zum Beispiel davon, wie seine Jünger zum ersten Mal ein Praktikum machen. Jesus hat sie als Zweierteams losgeschickt.
Sie sollen sich unter die Leute mischen und für Gott werben, den Menschen helfen, trösten und  sich zuwenden. Und sie starten gut, kommen klar, haben Erfolg, werden geachtet, kommen gut an bei den Leuten.
Das Experiment ist  gelungen. Die Premiere geschafft. Sie sind total stolz und kehren zu Jesus zurück.
Sie berichten begeistert von allem, was ihnen gelungen ist
und dass sie sogar böse Geister vertreiben konnten und in Gottes Namen Menschen gesundmachen konnten.
Man merkt ihnen an, dass sie am liebsten in Aktion bleiben und gleich wieder losziehen wollen.
Wie im Rausch sind sie von ihrem eigenen Erfolg überrascht und hoch motiviert zugleich.
Aber was macht Jesus?
Er tritt auf die Euphoriebremse, er unterbricht und  verordnet die Pause.
Auszeit ist auch Zeit. Wertvolle Zeit sogar. Er  zieht seine Leute  regelrecht aus dem Verkehr, zieht sich mit ihnen alleine in die Stadt zurück, taucht erst einmal ab, ehe wieder  ein neuer Einsatz kommt.
Damit der Erfolg nicht süchtig macht, setzt sie Jesus auf Entzug.
Danach kann es wieder von vorne losgehen.
Nicht zum Erfolg verdammt, sondern mit der Aussicht auf Gottes Hilfe.
Wer fleißig ist, viel leistet, erfolgreich sogar, dem darf nicht abverlangt werden pausenlos und rastlos zu sein.
Professionelles Arbeiten ist Arbeiten mit Unterbrechung. Ich grüße alle Profis und wünsche eine Woche mit Ende.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20210

2-3 tausend Gewitter gibt es jedes Jahr bei uns. Es blitzt und donnert in jedem Sommer. In meiner Kindheit auf dem Bauernhof habe ich Gewitter immer als sehr bedrohlich erlebt. Das mag damit zusammenhängen, dass Eltern und Großeltern schlimme Erfahrungen mit Blitzeinschlag und Feuer auf dem Hof gemacht hatten und immer wieder sehr anschaulich davon erzählten.
Seitdem galt Alarmstufe ROT, wenn sich ein Gewitter überm Dorf zusammenzog. Wenn es in der Nacht war, wurden wir Kinder alle geweckt, mussten uns komplett anziehen um , falls es nötig sein sollte, so schnell wie möglich das Haus zu verlassen.
Eine Kerze wurde angezündet, falls der Strom ausfallen sollte, die Haustür stand offen und wenn es immer lauter und heftiger wurde, kam es schon ab und an auch vor, dass Vater anfing zu beten.
Irgendwann hatte ich aufgeschnappt, man könne die Nähe des Gewitters daran erkennen, wie weit man zwischen Blitz und Donner zählen konnte.
Seitdem war ich in der Familie der Experte für das  kilometer-genaue Orten des Ungestüms.
Kamen aber Blitz und Donnerschlag unmittelbar nacheinander, dann wussten alle, dass wir gerade inmitten des Epizentrums beisammen saßen.
Manchmal atmeten  alle erleichtert auf, wenn es sich zu verziehen schien, erschraken aber umso mehr , wenn es wieder zurück kam.
Und dann fielen die immer gleichen magischen Sätze, wie:
Es kommt nicht über den Donnersberg!
Es kommt schafft es nicht über den Rhein! Was so viel hieß, wie: es wird niemals mehr aufhören. Zumindest die nächste halbe Stunde nicht.
Später dann im Theologiestudium habe ich erfahren, dass ausgerechnet ein Gewitter die Geschichte von der Reformation sozusagen ins Rollen und Grollen gebracht hat.
Als nämlich der junge Martin Luther Anfang Juli 1505 auf einem Feld in der Nähe  des kleinen Dorfes Stotternheim  spazieren gegangen ist, da ist er ebenfalls in ein heftiges Gewitter geraten, suchte Schutz unter einem Baum, in den prompt der Blitz einschlug und ihn regelrecht umgehauen hat.
Und genau in dem Moment soll er das Gelübde seines Lebens abgelegt mit einem Stoßgebet zur heiligen Anna und dem Satz:
„Ich will Mönch werden!“.
Und  so trat Luther  später in das strengste Kloster Erfurts bei den  Augustinern ein. Hätte ich die Geschichte schon früher gekannt, ich hätte womöglich als kleiner Junge schon gewitterkrank am Küchentisch bei Kerzenschein und Donnerschlag voreilig beschlossen, ein Mönch zu werden. Und wenn ich ehrlich bin, mag ich Gewitter bis heute nicht. Auch nicht fernab vom Donnersberg.
Ich glaub, eben hat‘s geblitzt…

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20216

„Machs gut!“ sagen wir zueinander, wenn wir auseinandergehen, wenn sich am Morgen alle aufmachen in den Tag. „Mach es  gut!“
Zuhause, bei der Arbeit, beim Arzt, in der Schule, im Büro, unterwegs in Stadt, Land, Fluss. Machs gut! Das wünschen wir uns und das nehmen wir uns auch für heute vor. Ob es dann auch gut wird, das muss sich erst noch zeigen.
Und wenn es sich zeigt, dann ist es leider oft nicht der Rede wert.
Wenn wir etwas wirklich gut gemacht haben, dann vergessen wir nicht selten die ausgesprochen  wohltuende Lobhudelei. Wer will schon ein Angeber sein und eingebildet hausieren gehen mit seinen vermeintlichen Guttaten. Dazu sind wir viel zu gehemmt und viel zu verschämt.
Gott nicht. Der ist ein richtiger Angeber. Stolz und stark. Und das von Anfang an.
Der schämt sich nicht, was gut gemacht ist, auch so zu benennen. Die Bibel erzählt uns, wie er seine ganze Schöpfung baut. Und natürlich macht er das nicht ohne scharf kalkuliertes Qualitätsmanagement. QM, das ist seine Erfindung!
Und das bedeutet, dass nach einem jeden Schöpfungsakt zertifiziert wird. Vom Chefplaner persönlich. Der schaut sich um und an, was er gemacht hat.
Schritt für Schritt und jedes Mal endet die Stiftung Tatentest mit dem Qualitätsmerkmal:
„Und siehe es war gut! Gut gemacht also.
Und als ob das nicht schon gut genug wäre, vollzieht er am Ende noch einmal eine Gesamtbilanz, macht einen dicken Strich unter das Große und Ganze und sagt doch tatsächlich selbstbewusst und ohne Scham und Scheu nach Abschluss des gesamtem Projektes:
„ Und siehe, es war sehr gut!“
Wie heißt es doch so schön: Mach‘s wie Gott, werde Mensch- und lob dich ein bisschen.
Ach, was heißt ein bisschen, lob dich außerordentlich heftig. Wenn was gut gelungen ist, dann sag es auch und freu dich nicht  minder. Wir dürfen uns auf die göttliche Erlaubnis berufen, das, was wir schaffen, wenn es gut ist, es auch gut zu finden und entsprechend zu testieren. Und jetzt: Machen Sie‘s gut!

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20215

Ein großer, leuchtend bunter Regenbogen am Himmel –Den gibt es nicht so oft. Ich habe ihn neulich über Landau stehen sehen. Und da ist mir dieser Bibelvers wieder eingefallen bei dem es zum ersten Mal einen Regenbogen geben hat. Das war nach der großen Sintflut.
Die ist gekommen, weil Gott so enttäuscht war von seinen Menschen, die ihn vergessen haben. Nur Noah und seine Familie nicht.
Die hat er deshalb ein Schiff bauen lassen, eine Arche für sich und für die Tiere. Als Noah nach 40 Tagen Land unter mit seiner Arche wieder auf dem Trockenen  gelandet ist, da steigt er aus, schaut sich um und sieht so einen wunderbaren Regenbogen.
Und Noah hört seinen Gott, wie er nach dieser Untergangsstimmung sagt:
„Solange die Erde steht sollen nicht aufhören:
Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“
Das ist Gottes großes Versprechen.
Und der Regenbogen ist sozusagen die göttliche Unterschrift unter dem Vertrag. Und jedes Mal, wenn wieder ein Regenbogen am Himmel auftaucht,  schmeißt der liebe Gott sein Autogramm in die Wolken und erinnert uns an sein altes Versprechen, das immer noch gilt. Es ist wie eine Liebeserklärung, himmelhoch und erdennah, zu uns heruntergebeugt über alle Abgründe und Gefahren, denen wir die Erde aussetzen.
Im Regenbogen verfärbt sich das Licht verwegen im Kuss von Regen und Sonne.
Nur wenn der Regen fällt, biegt sich der Bogen vor Lachen und Freude an der Schöpfung.
Ausgerechnet wenn es trüb ist, wird es selig, trüb-selig halt, was wohl eine besonders intensive Form von Seligkeit ist.
Der farbenfrohe Bogen ist wie eine Schleife, die um das Geschenk der Natur gezogen ist.
So verpackt Gott sein Geschenk an uns immer wieder.
Unantastbar nah und fern zugleich, unverfügbar auch, unbegreiflich fast.
Als unsere Kinder noch klein waren, wollten sie mich beim Anblick eines Regenbogens immer wiederdazu bewegen, dass wir zusammen ins Auto steigen, um ihn einzuholen und unter ihm durchzufahren.
Sie wollten mir einfach nicht glauben, dass das nicht geht. Und so blieb mir nichts anderes übrig, als es zu versuchen. Also bin ich gefahren schneller als die Polizei erlaubt, aber es half alles nichts.
Er ließ sich einfach nicht einholen oder gar überholen. Der Regenbogen blieb uns immer mit Abstand der Sieger und immer voraus. Er ist und bleibt ein magischer Moment am Firmament.
Und wenn Sie demnächst mal wieder einen sehen, dann halten sie ein wenig inne und schauen Sie mal zu, wenn der liebe Gott seine Autogrammstunde macht und uns an den Himmel schreibt, dass er uns liebt.
Auf Biegen und Brechen, um Himmels Willen sollen wir das nicht vergessen. und mit unserem ganzen Vertrauen schlüpfen unter das Regenbogenfarbenkleid.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20214

Was für ein Sommer!

Mit Rekordhitze und Eiswürfeldrinks und Unwetter zum Fürchten. Und doch ist die Sommerzeit, das Sommerwetter für Viele die beste Zeit. So wie es das alte Gesangbuchlied von Paul Gerhardt besingt:
„Geh aus mein Herz und suche Freud
In dieser lieben Sommerzeit….“
Ich mag die Sommermenschen. Die sind freundlich und heiter. Die haben weniger an und für sich dagegen. Die Gesichter sind nicht so bang und so langweilig.
Die Hosen sind kürzer, die Hemden weiter offen, die Rockzipfel luftig und die Schuhe ganz leicht.
So anziehend ist die Sommersonnenmodenschau. Wenn der Sommer kommt, dann gehen viele lieber aus sich heraus und aufeinander zu und miteinander hin und her. Der Sommer ist da. Wir sind da. Das trifft sich gut. Der Sommer ist eine feine Zeit. Ich jedenfalls spüre mich anders und finde:
Wir sehen gut aus, noch besser als sonst irgendwie. In der Bibel wird ganz am Anfang schon gesagt, Gott macht die Sonne, um den Tag zu bestimmen.
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang markieren für die ganze Schöpfung Anfang und Ende, den Rhythmus des Lebens, die Zeit und das Tagwerk. Und so steht die Sonne dafür, wie verschwenderisch und großzügig Gott doch ist.
Es heißt nämlich: Gott lässt seine Sonne aufgehen über alle seine Menschenkinder, die Guten und die Bösen, alle kriegen seine Sonne ab. Die Sonne ist für alle da. Und darum haben die Alten im Psalm zu Recht gesungen:
„Vom Aufgang der Sonne
bis zu ihrem Niedergang,
sei gelobet der Name des Herrn!“
Der Sommer ist eine gute Gelegenheit für uns als Sommermenschlich freundlich und Gott dankbar zu sein. Allem Anschein nach will er immer noch, dass wir froh und heiter leben, dass wir unser Gesicht, auch wenn es traurig ist, in seine Sonne halten.
Im Himmel übrigens soll es auch Sommersonne geben, sagt die Bibel an anderer Stelle. Beim Propheten Jesaja steht jedenfalls, dass die Sonne bei Gott im Himmel noch 7 x heller scheinen wird. Da kann man nur hoffen, dass es auch dort ein paar schattige Plätzchen gibt…

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20213

Jetzt geht’s wieder los. Der Alltag hat uns wieder. Es ist Montag! Früher hat man sogar von Montagsautos gesprochen. Sie erinnern sich bestimmt. Das waren die Exemplare, denen jede Menge Mängel anhaftete. Und da hat man sich gesagt, so was kann nur Montags passieren, wenn die Leute noch nicht wieder drin sind im Geschäft, in der Routine. Statt dessen Tohuwabohu auf der ganzen Linie.
Wissen Sie, was ein Tohuwabohu ist?
Vielleicht fällt Ihnen das famose Wortungeheuer nicht nur beim Anblick der Kinderzimmer oder der eigenen Küche ein, Tohuwabohu- das passt für so manche Unaufgeräumtheit und es passt auf jeden Fall zum Montag.
Damit fängt nämlich alles an. Die gesamte Schöpfung nämlich, die ist erst einmal wie ein Montagsauto. In der Bibel  steht das, ganz am Anfang auf der ersten Seite.
Da steht: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Und – jetzt kommts- die Erde war ein einziges Tohuwabohu-Das ist hebräisch und heißt so viel wie: ziemlich viel Montag, also alles ein bisschen durcheinander, oder auch wüst und leer und schief und schwer. Kurzum:
Der liebe Gott höchstpersönlich ist der Erfinder dieses großartigen Montagszustandes, wenn alles auf Anfang steht. Tohuwabohu ist der Anfang von allem.
Von Gott selbst erfunden. Bevor etwas rund läuft, Form kriegt, Hand und Fuß hat, ist es chaotisch.
Wenn es also in und um Sie herum gerade noch so dermaßen aussieht, dass Ihnen beinahe Angst und Bange wird, angesichts des Durcheinanders, seien Sie ganz beruhigt. Grüßen Sie freundlich Ihr ganz persönliches Tohuwabohu und sagen Sie:
Hallo und guten Morgen, Du bist doch mein wunderbares Tohuwabohu, dich hat mir der liebe Gott geschickt, der hat das auch schon so gemacht, und ich weiß, das hat sich bewährt, erst mal ordentliches Durcheinander und dann schön langsam geordnete Verhältnisse. Und wenn Sie bedenken, was am Ende doch daraus geworden ist, beim Schöpfer meine ich, dann gibt es doch berechtige Hoffnung, dass wir am Ende dieses Tages vorangekommen sein werden.
In diesem Sinne: Ran an die Montagsautos…

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20212

Den Spaziergang am Sonntag. Gibt es den eigentlich noch?
Den guten alten Sonntagsspaziergang ?
In meiner Kindheit war er ein unverzichtbares Ritual eines jeden Sonntages.
Zwischen Mittagessen und Kaffeezeit wurden wir alle in Reih und Glied aufgestellt und dann gings ab zum Spaziergang. Zur Geschwindigkeitsbegrenzung hatte man uns extra in sehr saubere Sonntagskleider gepackt. Dabei waren die Schuhe das Schlimmste.
Die konnte man mit Fug und Recht als komplett gelungene Weglaufsperren bezeichnen.
Denn sie passten eben so schlecht und drückten dermaßen, dass wir -Schmerz lass nach –nur ganz vorsichtig vor uns hin geschlichen sind.
Das Tempo eines Sonntagsspaziergangs war im Grunde nicht wirklich messbar, weil es lag nahe bei Null, es war gerade mal so viel, dass wir nicht ganz stehen blieben, aber auch kaum vorwärts kamen.
Eine ausgesprochen anspruchsvolle Bewegungsform, die zwar als spezielle Disziplin nie olympisch geworden ist, aber äußerst athletische Fähigkeiten voraussetzt.
Die Erwachsenen haben sich dabei angeregt unterhalten, mit gleichzeitiger Bestandsaufnahme von dem, was wuchs in Feld, Wald und Flur.
Uns Kindern wurde ein ums andre Mal eine Rast in einem nahe gelegenen Gasthaus mit Limonade und Salzstängelchen versprochen, was selten wirklich zustande kam, weil wir einfach zu langsam waren, um jemals irgendwo hinzukommen, wollten wir vor Einbruch der Dunkelheit wieder zuhause sein, wo der Sonntagskuchen samt Bohnenkaffee auf uns wartete.
Ich habe lange Zeit gedacht, diese originelle Form der menschlichen Fortbewegung sei längst ausgestorben. Immer habe ich nur Leute davon rennen und hetzen gesehen, so als seien sie auf der Flucht.
Aber zu meiner großen Überraschung habe ich sie wiedergefunden. Die Sonntagnachmittagspazierflanierbewegung. Und zwar ist mir die Entdeckung der Langsamkeit gelungen auf der Landesgartenschau in Landau.
Da sehe ich fast täglich Menschen, die verweilen und nicht eilen. Ich bin ja so dankbar, dass es das tatsächlich noch gibt. Diese Gangart des Sonntagnachmittagspazierens im Gänsemarsch, entschleunigt und entspannt.
Wir können es also noch, wir haben das Talent noch nicht verloren. Es gibt sie noch diese ruhevolle Art und Weise, sich verweilend umzusehen. Und der Sonntag ist und bleibt dafür der beste Trainingstag der ganzen Woche.
Probieren Sie es doch heute mal wieder vorsichtig aus. Es wird Ihnen mehr gut als wehtun, zumal es diese unbequemen Sonntagsschuhe eh nicht mehr gibt. Sonntagstempomat mit stabiler Langsamkeit. Eile mit Weile.
Und sagen Sie: „Grüß Gott!“, wenn Sie ihn sehen…

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20204