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Beate Hirt

Von Beate Hirt, Mainz, Katholische Kirche

Das erste Mal in Auschwitz

Sonntag, 31. Juli 2016     [Druckversion]

Diese Woche war Papst Franziskus in Auschwitz, anlässlich des Weltjugendtags in Krakau. Die Bilder von seinem Besuch dort haben mich sofort wieder gepackt. Ich war vor ein paar Wochen zum ersten Mal im Vernichtungslager Auschwitz und Birkenau. Und der Ort beschäftigt mich seitdem enorm. Ich hatte vorher schon so viel über die Ermordung der Juden gelesen, so viele Filme gesehen. Aber dann dort zu sein, das war noch mal was ganz anderes. Es hat mich mehr verändert, als ich gedacht hätte.

Ich kann es gar nicht so gut beschreiben. Aber dort an dem Ort zu sein, das hat all das Grauen so viel sichtbarer und erfahrbarer gemacht. Als wir auf dieser Rampe standen, auf der Tausende am Tag sortiert wurden: die einen zur Zwangsarbeit, die anderen direkt ins Gas – da hat mir das fast den Atem genommen. Und unentwegt die Tränen in die Augen getrieben. Es war, als ob der Boden, die Luft, das Gras, all das noch etwas von dieser Vergangenheit in sich tragen würde. Und davon Zeugnis ablegen würde, was hier geschehen ist. Hier sind Familien auseinandergerissen worden. Hier haben sie sich das letzte Mal gesehen, ohne es zu wissen, oft noch mit einem verrückten Rest Hoffnung. Hier konnte man schon die zwei riesigen Öfen sehen am Ende der Rampe. Und man konnte sie riechen.

Als ich vor ein paar Wochen in Auschwitz war, da war das Gras frisch gemäht. Es roch ganz wunderbar. Und das hat mich richtig verwirrt, denn in meinem Kopf schwirrte die Vorstellung: Wie furchtbar muss das gestunken haben, als hier tausende Menschen am Tag verbrannt wurden.

Wir sind dann von der Rampe zu den Resten der Gaskammern und Krematorien und Öfen weitergegangen. Das sind nur ein paar Schritte, so nahe hatte ich mir das nie vorgestellt.  Nur ein paar Schritte vom Aussteigen aus dem Zug bis zur Ermordung. Über eine Million Menschen sind so vernichtet worden.

Dieser Besuch in Auschwitz-Birkenau hat mich verändert. Ich bin empfindlicher geworden, und ich hab noch stärker als früher das Gefühl, gegen Unrecht angehen zu müssen. Und ich muss immer wieder von diesem Ort erzählen.

 

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Karsten Wächter

Von Karsten Wächter, Bad Neuenahr, Evangelische Kirche

Den Weg verloren

Samstag, 30. Juli 2016     [Druckversion]

Wenn man sein Ziel erreichen will, braucht es gute Planung und vorausschauende Organisation. Das gilt für Reisen aller Art. Nichts ist ärgerlicher, als wenn einem was Unvorhergesehenes in die Quere kommt.
Aber manchmal ist es genau die Störung, die zum Ziel führt.

Ich hatte mich mit einer Bekannten zum Walken verabredet. Wir waren beide nicht ortskundig, deshalb habe ich vorher in eine Wanderkarte geschaut und einen schönen Weg durch den Wald gefunden.

Aber irgendwann sehen wir keine Markierungen mehr und der Weg hört einfach auf. Mitten im Wald.
Ich zucke mit den Achseln und ein bisschen beschämt sage ich zu meiner Bekannten: „Tut mir leid, wir haben uns verlaufen. Keine Ahnung, wo wir sind.“

Wir kehren um. An der nächsten Kreuzung suchen wir nach einem Wegweiser. Nichts. Und während wir so ganz und gar ratlos da stehen, hören wir ein glockenhelles „Grüß Gott“. Eine ältere Dame geht an uns vorbei, bleibt stehen und mustert uns von oben bis unten.

Als wir sie nach unserem Ziel fragen, meint sie: „Das ist aber ganz schön weit weg.- Ach was. Da drüben steht mein Auto. Ich fahre sie schnell zurück.“

Eigentlich fällt es mir gar nicht leicht, Hilfe anzunehmen. Aber jeder Widerspruch ist zwecklos. Schon sitzt sie im Auto und winkt uns zu sich.

So sind wir unverhofft zu einer sehr unterhaltsamen Rückfahrt gekommen. Haben uns Geschichten erzählt übers Verlaufen und nicht mehr weiter wissen. Und dass Ärger das Letzte ist, was weiterhilft. Lachend haben wir uns am Ende voneinander verabschiedet.

Was für ein wunderbarer Zufall, dass wir uns begegnet sind. Nicht geplant, sondern geschenkt. Für mich eine kleine Gottesspur auf meinem Lebensweg.

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Ein himmlischer Moment

Freitag, 29. Juli 2016     [Druckversion]

Kinder können zaubern. Mich jedenfalls haben sie verzaubert. Dabei war mir gar nicht nach Zauber. Ich hatte es eilig. Zwischen zwei Terminen will ich noch eben schnell was einkaufen.Aber an der Kasse werde ich ausgebremst. Sehr ärgerlich.

Eine Frau mit zwei Kindern legt ganz gemächlich ihre Einkäufe aus dem Einkaufswagen aufs Band. Meine Güte, denke ich, wenn das so weitergeht, komme ich zu spät zum nächsten Termin!

Dann fällt mein Blick auf den kleinen Jungen vorne im Einkaufswagen: Mit leuchtenden Augen angelt er sich immer wieder mal etwas aus dem Wagen, inspiziert die Verpackung, probiert aus, wie schön das Plastik knistert und hält es mir dann triumphierend hin. Ich zwinkere ihm zu.

Dann fällt mein Blick auf seinen Bruder, ein bisschen älter als er. Der ist schon auf der anderen Seite der Kasse, und guckt verschmitzt durch die Gitterstäbe des Einkaufswagens. Und dann spielte er mit mir Versteck: Er bewegt sich nach links, so dass die Kassiererin den Blick auf ihn verdeckt. Und dann wieder nach rechts – bis wir uns wieder sehen können. So mit einem Auge. Weg- da. Weg- da.

Irgendwann bin ich dran und lege meine Einkäufe aufs Band. Der Zauber ist vorbei. Ich bezahle und bin wieder zurück in meine Erwachsenenwelt.

Auf dem Weg zum Auto merke ich, dass ich immer noch lächelte. Dieser kleine, besondere Moment, in dem die Kinder mit mir gespielt haben. Wie von Zauberhand war der Termindruck und meine Anspannung weggewischt.

Ich denke an eine andere Geschichte mit Kindern:
Einmal war Jesus in einem Dorf zu Besuch. Als er gerade dabei ist, den Männern etwas Wichtiges zu erklären, kommen Kinder näher. Die Jünger wollen sie verjagen, damit sie die Erwachsenen nicht stören.

Aber Jesus hält sie auf, holt die Kinder zu sich und sagt: Den Kleinen gehört das Himmelreich. Wenn ihr nicht werdet wie sie, könnt ihr nicht hineinkommen.

Im Supermarkt an der Kasse habe ich etwas vom Himmelreich erlebt. Frei von Druck, vom Sollen und Müssen - einfach da sein, ganz im Augenblick, staunen und mit den Dingen spielen.
Was für ein großer, kindlicher Moment. Ich wünschte, es gäbe ihn öfter!

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Großer Gott klein

Donnerstag, 28. Juli 2016     [Druckversion]

„Da ist der Gott“ sagt Benedikt. Er lacht vergnügt in seinem Kindersitz auf dem Rücksitz des Familienautos.
„Wo?“ fragt seine Mama und dreht sich zu ihm um. „Schon weg….“ meint Benedikt.
Was hat er bloß gesehen? Fragt sie sich.

Einen alten Mann mit langem weißem Bart? So hat sie sich Gott immer vorgestellt, als sie noch ein kleines Mädchen war. Aber einen alten Mann mit weißem Bart hat sie eigentlich noch nie gesehen in ihrer Kleinstadt.

Sie rätselt weiter: War es eine Frau? Nein, kann nicht sein! Benedikt hat ja gesagt: „Der Gott“.
„Da!“ ruft Benedikt wieder. Jetzt sieht sie ihn auch und muss grinsen. „Ach so….“

Nach einer Weile kommt Benedikts Papa wieder zurück und steigt ins Auto. „Stell dir vor, wen wir gesehen haben…“ sagt Mama. „Wen denn?“ fragt er. „Na den Gott!“ meint Benedikt. „Schau mal, da kommt er.“

Ich komme zum dritten Mal am Auto der Familie vorbei und winke den dreien zu. Ich kenne sie aus dem Kindergarten. Benedikt war vor zwei Tage im Kindergarten-Gottesdienst, und da hat er mich in Aktion erlebt.

Ich habe mit den Kindern die Kerzen angemacht, habe von Jesus erzählt, habe mit ihnen gebetet und gesungen und zum Schluss habe ich sie gesegnet.

Und jetzt hat mich Benedikt offensichtlich mit Gott verwechselt. Als mir sein Vater davon erzählt, freut mich das erst mal. Und ein bisschen stolz bin ich auch, dass ich so einen so großen Eindruck bei Benedikt hinterlassen habe.

Und ich muss an eine Geschichte denken, in der sich die Jünger Jesu auch ziemlich groß gefühlt haben und von Jesus wissen wollten, wer der Größte ist. Da hat Jesus gesagt: der Größte ist daran zu erkennen, dass er für Andere da ist. Dass er ihnen was Gutes tut. Dass er sich nicht groß fühlt, sondern einfach groß ist, indem er die ernst nimmt, die kleiner sind als er. Und dazu geht er auch mal in die Knie und redet mit ihnen auf Augenhöhe.

Am Abend erzähle ich meiner Frau von Benedikt. Und dass er mich für Gott gehalten hat. Da lacht sie und meint: „Wer hätte gedacht, dass du mal so steil Karriere machen würdest.“

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Claudia Sattler

Von Claudia Sattler, Worms, Evangelische Kirche

Loslassen

Mittwoch, 27. Juli 2016     [Druckversion]

Manchmal ist es besser, man tut nichts. Gar nichts. Das hat mir meine Orchidee beigebracht. Die hab ich gehegt und gepflegt, hab sie nach Vorschrift gewässert und ihr gut zugeredet. Aber sie wollte nicht blühen. Sie wollte nicht mal Blätter kriegen. Nur verdorrte Ästchen.

Irgendwann hab ich es aufgegeben. Habe sie einfach in eine Ecke gestellt und mich nicht mehr um sie gekümmert. Ein Jahr lang. Und jetzt hat sie plötzlich zwei neue Blüten – einfach so – ohne mein Zutun. Wunderbar!

Ist das nicht schön? Manches gelingt auch, wenn ich mich nicht anstrenge. Vielleicht gelingt es gerade deshalb. Weil ich mich nicht anstrenge. Manches blüht auf, weil ich nichts mache. Weil ich die Dinge einfach sich selber überlasse. Aber nicht nur sich selber.
Ich überlasse es auch Gott. Oder anders gesagt: Ich lege es in Gottes Hand.

Es gibt Wochen, da zermartere ich mir den Kopf darüber, was ich am Sonntag im Gottesdienst predigen soll. Aber es kommt einfach kein guter Einfall. Und wissen Sie was? Wenn ich aufhöre, darüber nachzugrübeln, dann kommt er, der Einfall. Wenn ich einen Kaffee trinken gehe und zuschaue, was die Leute so machen. Einfach so. Auf einmal ist sie da, die zündende Idee.

Eine Freundin will immer schon abnehmen. Alle möglichen Diäten hat sie schon ausprobiert. Sie hat sogar eins von diesen Fitness-Armbänder gekauft. Aber das hat sie nur noch mehr gestresst. Und vor lauter Frust hat sie noch mehr gegessen. Irgendwann hat sie sich gesagt: Jetzt reicht’s. Jetzt ist es eben so, wie es ist. Und was soll ich sagen: Da hat sie die ersten Kilos verloren.

Ist das nicht schön? Vieles funktioniert ganz ohne unser Zutun – manches funktioniert sogar besser! Probieren Sie das doch mal aus. Heute. Mal was loslassen. Aus der Hand geben. Und in Gottes Hand legen. Und darauf vertrauen, dass er was Gutes draus macht.

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Tandemfahren

Dienstag, 26. Juli 2016     [Druckversion]

Die Sache mit Gott ist so ähnlich wie Tandemfahren.
Vielleicht haben Sie das schon mal gemacht. Man fährt zu zweit, aber mit einem Fahrrad. Ich mache das öfters mit meinem Mann. Jeder sitzt auf seinem Sattel, hintereinander und los geht’s.

Glauben ist für mich wie Tandemfahren. Ich sitze vorne – Gott sitzt hinten.
Das ist praktisch. Weil ich mit Gott reden kann, wann immer ich das will. Er ist ja da.

Ich muss auch keine Angst haben, dass er mir verloren geht. Und ich kann ihn auch nicht loswerden. Er bleibt immer hinter mir. Am Schönsten aber finde ich: Wenn es mal steil nach oben geht, dann tritt Gott mit in die Pedale. Gibt mir den nötigen Schwung. Und wenn es zu schnell nach unten geht, bremst er mich ab.
Das finde ich überhaupt das Schönste am Tandemfahren.

Es gibt ja Anstiege, wenn ich die sehe, steige ich schon ab. Aber auf dem Tandem nicht. Weil ich weiß: Zusammen schaffen wir das.
Es gibt Tage, die liegen wie eine Bergetappe der Tour de France vor mir. Da weiß ich morgens nicht, wie ich alles schaffen soll. Unmöglich, sag ich mir. Das schaffst du nie.

Aber irgendwie, keine Ahnung woher, krieg ich dann doch die Kraft, die ich brauche.
Vielleicht sagen Sie jetzt: Das hat doch nichts mit Gott zu tun. Das warst du selber. In schwierigen Situationen wächst man halt über sich hinaus.

Das glaube ich nicht. Und es fühlt sich auch anders an. Nicht ich wachse über mich hinaus, ich krieg ihn geschenkt, den nötigen Schwung. Wie beim Tandemfahren. Weil da jemand hinter mir in die Pedale tritt.

Ja, hinter mir. Beim Tandemfahren sitze ich nämlich vorne – und Gott sitzt hinten.
Ich lenke. Ich entscheide, ob es rechtsrum oder linksrum geht. Die Verantwortung dafür, wo es hin geht, liegt bei mir.

Aber ich bin mit der Entscheidung nicht allein. Ich habe einen Freund. Der sitzt hinter mir und hilft mir, wenn ich mich mal vertan habe mit dem Weg. Wenn ich denn höre, was er mir zu sagen hat.

 

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Was muss, das muss

Montag, 25. Juli 2016     [Druckversion]

Morgens früh aufstehen, das gehört nicht zu meiner Lieblingsbeschäftigung. Aber was muss, das muss.  
An manchen Tagen allerdings folgt auf das Muss noch eins. Und noch eins. Da treibt ein Termin den anderen vor sich her. Und am Abend bin ich ganz geschafft. Dann würde ich zu Hause am liebsten aufs Sofa fallen und nicht mehr aufstehen. Aber auch dann hört es nicht auf mit dem Muss.

Ich muss doch noch die Zeitung lesen, ich muss doch wissen, was es Neues gibt in Rheindürkheim. Und im Garten sprießt das Unkraut – wie sieht denn das aus!
„Sag mal“, hat mich ein Kollege gefragt, „gibt es eigentlich was, was du nicht machen musst? Was du einfach nur machen willst oder machen darfst?“ Das hat mir die Sprache verschlagen.

Und ich hab begriffen: Manchmal bin ich so fixiert auf das, was ich noch tun muss oder müsste, dass ich alles andere gar nicht mehr sehen kann. Da denke ich mir sogar was Neues aus, was ich unbedingt tun muss. Stell mir vor, was die anderen sonst noch so von mir erwarten. Statt zu sagen: Hey, du hast frei!! Wozu hast du jetzt Lust?

Gibt’s eigentlich auch was, was du tun willst? Die Frage meines Kollegen hat vieles verändert. Jetzt spiele ich wieder mehr Gitarre. Das Unkraut bei uns wächst etwas höher und die Zeitung kommt ab und zu ungelesen in die Tonne. Und ich nehme mir mehr Zeit zum Beten.

Mir tut das unglaublich gut. Und ich glaube: Gott hat sicher auch seine Freude mit mir.
Nicht nur weil ich mehr bete – obwohl ihn das sicher besonders freut.

Die Bibel sagt: Gott hat uns als freie Menschen geschaffen – nicht als Arbeitsmaschinen oder Heinzelmännchen. Gott will, dass wir gerne leben. Dass wir Lust haben an dem, was wir tun und dass wir gesellig sind. Vielleicht Musik machen oder tanzen.

Ach ja – Gib’s eigentlich auch was, was Sie gerne machen wollen?
Vielleicht ist heute ja die Zeit dazu.

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Familie

Sonntag, 24. Juli 2016     [Druckversion]

Seine Familie kann man sich nicht aussuchen, heißt es. Man wird in sie hineingeboren. Manche haben Glück und werden in eine Familie hineingeboren, die zusammenhält und sich gegenseitig hilft, andere nicht. Ganz egal wie es kommt – Eltern bleiben immer die Eltern ihrer Kinder und Kinder bleiben immer die Kinder ihrer Eltern.
Familie kann aber noch viel mehr sein.

Schon in der Bibel ist Familie mehr als Vater – Mutter – Kind. Da gibt es Leihmütter und Stiefväter, ungeplante Schwangerschaften und Halbgeschwister. Schon damals waren die Familienbande so bunt wie heute.

Jesus sagt einmal sogar: „Meine Familie, das sind die Menschen, die wie ich an Gott glauben und nach seinem Willen leben. Wir haben noch einen Vater – einen im Himmel“, hat Jesus gesagt. Und dass man zu ihm reden kann wie zu einem Papa. Und dass der sich genauso um uns kümmert.

Für Jesus gibt es Familie auch ohne Blutsverwandtschaft. So wie bei einer Kollegin. Ihre Kinder haben drei Opas und drei Omas. vier leibliche und zwei aus dem Nachbarhaus. Die passen auf die Kinder auf, wenn die Eltern arbeiten müssen. Sie spielen und kümmern sich um sie, als wären es ihre eigenen Enkel. Sie tun das gern. Sie haben nämlich keine leiblichen Kinder.

Eine Bekannte ist mit 15 von zu Hause ausgezogen. Die Mutter Alkoholikerin, der Vater völlig hilflos. Da ist sie einfach bei ihrer Patentante eingezogen – und bis heute ist die für sie wie eine Mutter. Es gibt so viele, die miteinander leben wie in einer Familie. Die miteinander lachen und weinen, sich gegenseitig trösten und Herausforderungen gemeinsam anpacken.

Sie sind verlässlich füreinander da – ganz ohne Verwandtschaftsbeziehung! Männer werden zu Ersatzpapas, Frauen zu Leihomas. Freunde werden zum Bruder oder zur Schwester. Das ist ein wahrer Segen! Solche Menschen wünsche ich auch Ihnen an Ihrer Seite.

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