Manuskripte

SWR3 Gedanken

Was darf ich jetzt noch auf meinem Computer speichern, was noch im Netz veröffentlichen? Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung, was für ein Wort, bereitet vielen Kopfschmerzen. Ein klarer Fall für einen Juristen. Wie gut also, dass die Katholische Kirche für alle Lebenslagen einen Schutzpatron bereithält. In diesem Fall den Heiligen Ivo, einen französischen Rechtsgelehrten aus dem 13. Jahrhundert. Als kirchlicher Richter hatte er nicht nur Durchblick in juristischen Fragen. Er soll auch ein besonders großes Herz für die Mühseligen und Beladenen gehabt haben. Da erlebe ich nämlich gerade Kollegen, die sich die Haare raufen. Ein paar haben aus Angst vor Konsequenzen gleich ihre ganze Internetseite abgeschaltet. Und andere fragen sich, wie sie ohne die weit verbreiteten Messenger-Dienste mit den Jugendlichen ihrer Gemeinde überhaupt noch in Kontakt bleiben sollen. Es gibt Berge von ungeklärten Fragen.

Sie alle könnten sich nun an den Heiligen Ivo wenden, denn der ist praktischerweise auch Schutzpatron der Datenschützer. Ob er bei den aktuellen Problemen aber wirklich helfen kann erscheint mir mindestens fraglich. Denn von digitalen Datenkraken, schnüffelnden Messenger-Diensten und Gesichtserkennung im Internet dürfte der gute alte Heilige noch nie etwas vernommen haben. In seiner Zeit speicherte man Daten auf Pergament, Papier oder einfach da, wo sie vielleicht am besten aufgehoben sind. Im Kopf. Und falls nun doch mal etwas schiefgeht und man sich juristischen Ärger einhandelt. Auch da könnte der Heilige Ivo zumindest geistlichen Beistand geben. Denn er gilt auch als Patron der Richter und Staatsanwälte.

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