Manuskripte

SWR3 Worte

Der Schauspieler Harald Krassnitzer auf die Frage, ob er eine Vorstellung von Gott hat.

„Göttliches finde ich eher in den Menschen. Wenn einer plötzlich handelt, wie du es nicht erwartest, und du denkst: Wow, was leistet der da! Ich habe in Afrika Menschen getroffen, die entschieden haben: Das ist mein Platz. Mit welcher Selbstlosigkeit die das machen, mit welchem Mut und unter Aufgabe von Eitelkeiten und Positionssüchten! Das bewundere ich.“

 

Aus: Harald Krassnitzer in: chrismon plus baden, Das evangelische Magazin 10.2014.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18691

„Gott segne dich

er schenke dir vom Gelb des Lichtes

gegen die Dunkelheit des Lebens.

 

Er schenke dir vom Orange der Wärme

gegen alle Kühle und Kälte.

 

Er schenke dir vom Grün der Hoffnung

gegen Ängste und Hoffnungslosigkeit.

 

Er schenke dir vom Rot der Liebe

um davon zu leben und auszuteilen.

 

Er schenke dir vom Weiß der Klarheit

um offen und engagiert zu leben.

 

Er schenke dir vom Braun der Erde

für ein geerdetes Denken und Handeln.

 

Er schenke dir vom Gold des Himmels

als treuer Begleiter deines Lebens.

 

Er schenke dir einen bunten Regenbogen

als tragende Brücke auf dem Weg zu ihm.“

 

Mit diesem herbstlichen Farbensegen des Theologen Peter Müller wünsche ich Ihnen einen farbenfrohen und abwechslungsreichen Tag.

 

Aus: http://www.dorothea-goebel.de/site/index.php?option=com_acajoom&act=mailing&task=view&listid=5&mailingid=77&Itemid=999

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18690

Heute ist Weltkindertag. Dazu ein Kindersegen der Schriftstellerin Carola Moosbach.

„Alles sollst du sagen können.

Alles sollst du fragen können.

Lernen spielen tanzen singen

lachen malen Kästchen springen.

Sollst in Menschenaugen sehen

die dich lieben warm und sicher.

Sollst an Händen, die dich halten

deine ersten Schritte gehen.

Alles soll lebendig werden

was an Gaben in dir schlummert.

Sollst am Abend satt und müde

geborgen sein im Ruhedunkel.

Schlafen träumen Pläne schmieden.

Dich freuen auf den neuen Tag.“

 

Aus: Eschbacher Grußkarte 2013 „Kindersegen“, Carola Moosbach, Verlag am Eschbach 2008

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18689

Heute begehen evangelische Christen den Buß- und Bettag. Worum es an diesem Tag geht, dazu der Pastor Friedrich Schorlemmer.

„Am Buß- und Bettag erinnern wir uns an 1914 und 1939 - der Beginn der Weltkriege ist in diesem Jahr 100 bzw. 75 Jahre her. Nicht vordergründig abhaken, sondern ganz innehalten. Opfer beklagen, Ursachen ergründen. Einsichten suchen, Verantwortung benennen. Unterwegs zu einem Land bleiben, in dem endlich <<Gerechtigkeit und Friede sich küssen>>.

Wie leicht ziehen wir uns aus der Affäre, wir könnten als Einzelne sowieso nichts tun – weshalb wir nicht einmal das tun, was wir tun könnten!

Buße üben heißt, ganz ehrlich zu sich sein können, ohne zu verzweifeln.“

 

 Aus: „Andere Zeiten“ Magazin zum Kirchenjahr, Heft 3/2014, Andere Zeiten e.V. Hamburg.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18688

„Welch reicher Morgen!

Nicht mit Gedanken des Zweifels, des Misstrauens empfangen,

sondern mit Zuversicht und Hoffnung.

Gegrüßt sei der Morgen,

gegrüßt sei jeder Tag auf dem weiten Weg unseres Lebens.

Ich will ihn loben –

Schon vor dem Abend.“

 

Ein Text der Autorin Barbara Cratzius.

 

Aus: „zeit“ Mein Urlaubsbuch, Andere Zeiten e.V., Hamburg 2014.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18687

Meine Schwiegereltern haben uns besucht. Sie wollten zum ersten Mal ihre neu geborene Enkelin sehen. Zufall oder nicht: just an diesem Morgen war folgender Text in ihrem Kalender. Sie haben ihn uns ins Gästebuch geschrieben.

„Zwei helle Augensterne, noch unbewusst und rein,

blicken wie von ferne in diese Welt hinein.

Das erste, sanfte Lächeln,

das ganze Angesicht

ergreift mich tief und strahlet

wie Glanz aus Gottes Licht!

 

Ich halt die kleinen Hände und spür´ den Lebensstrom

und voller Ehrfurcht sende ich Dank zu Gottes Thron!

Wie bin ich doch gesegnet,

unsagbar reich erfüllt,

da mir im Kind begegnet

ein Gottes Ebenbild!“

 

Ein Text von Isabella Simon.

 

Aus: Simon, Isabella, Lieder des Lebens in Licht und Dunkel, Projekte-Verlag Cornelius, August 2010

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18686

Ein etwas anderes Glaubensbekenntnis des Pfarrers Wilhelm Lammers.

„Ich glaube an Gott, unseren Vater und unsere Mutter, Ursprung – Urhalt – und Urziel aller sichtbaren und unsichtbaren Wirklichkeit.

Gott ist das Ganze, wir sind Teile;

Gott ist die Melodie und wir die Töne,

Gott ist das Gedicht und wir die Worte.

 

Ich glaube an die Zusammengehörigkeit aller Religionen

- bei aller notwendigen Eigenständigkeit -

zur gemeinsamen Verkündigung Gottes als den Sinn der Welt

und zum Wohlergehen aller Menschen

gegen jedwede Gewaltanwendung und Ausgrenzung.

 

Ich glaube an die Option für die Armen und Zurückgebliebenen,

weil alle Menschen ausnahmslos gleiche Würde und gleiche Rechte besitzen.

 

Ich glaube an den Auftrag Gottes, die Natur zu erhalten und zu pflegen,

weil der Kosmos wie ein Biotop ist, in dem alles voneinander abhängig ist.

 

Ich glaube an die Unsterblichkeit des Lebens,

weil Gott das Leben ist.

Und an die Vollendung aller Lebenserwartungen in Gott.“

 

Aus: http://www.heinzpangels.de/meditation_0210.htm.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=18685