Manuskripte

SWR3 Worte

20. Juli 1944 - vor 69 Jahren ist das Attentat auf Adolf Hitler gescheitert; zum Kreis der Verschwörer hat Alfred Delp gehört. Nach dem Todesurteil wg angeblichen Hochverrats hat er dies mit gefesselten Händen aufgeschrieben:

Mein Verbrechen ist, dass ich an Deutschland glaubte auch über eine mögliche Not- und Nachtstunde hinaus. Dass ich an jene simple und anmaßende Drei-Einigkeit des Stolzes und der Gewalt nicht glaubte: NSDAP - Drittes Reich - Deutsches Volk: leben gleich lang. Und dass ich dies tat (, dass ich an Deutschland glaubte) als katholischer Christ und als Jesuit (das ist mein Verbrechen).

Es sollen einmal andere besser und glücklicher leben dürfen, weil wir gestorben sind...

(in: Alfred Delp, Gesammelte Schriften, hg. von Roman Bleistein, Frankfurt 1982-88 Bd 4, S. 110 / 112)

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Als er noch Erzbischof von Buenos Aires war, hat der heutige Papst in einem Interview gesagt, wie er mit Menschen mitfühlt, die keine Arbeit haben:

 Wie sehr ihre Familien und Freunde sie auch unterstützen: Sie wollen arbeiten und sich ihr Brot im Schweiße ihres Angesichts selber verdienen.

Es ist doch eine Tatsache, dass die Arbeit eine Person mit Würde quasi „salbt". Diese „Salbung" der Würde bringen weder der Stammbaum noch die Bildung der Familie, und auch nicht die Erziehung. Als würdig erfahren wir uns, wenn wir arbeiten ...

Wir essen, was wir verdienen, wir unterhalten unsere Familie mit unserem Verdienst. Dabei interessiert nicht, ob es viel oder wenig ist. Wenn es mehr ist, umso besser. Wir können ein Vermögen haben, aber wenn wir nicht arbeiten, geht es bergab mit unserer Würde. 

(in: Papst Franziskus. Mein Leben, mein Weg. Herder Freiburg 2013 - S. 37)

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Einmal kam ein ... hübsches Fotomodell zu ihm, erzählt (der Schönheitschirurg Ivo) Pitanguy (in Rio). Ihr missfielen ihre hohen Wangenknochen, „das sah ein bisschen chinesisch aus," sagt er. Er reichte ihr einen Spiegel. „Ich habe ihr gesagt: Wir machen am besten nichts. Es ist gut so." Manchmal fühlen sich Kundinnen in seinen Spiegeln dann plötzlich besser als in ihren eigenen.

Schönheit ist „Wohlbefinden", sagt Pitanguy. Er selbst habe sich deshalb nie operieren lassen. „Plastische Chirurgie ist was für diejenigen, die sich nicht aushalten. Ich halte mich aus."

Noch eine Frage (hat der Reporter) Herr Professor: Was würden Sie zum Beispiel bei mir machen?

Pitanguy schaut. Dann sagt er: „Bei Ihnen ist alles o.k."

So einfach geht Glück.

Der Journalist Peter Burghardt berichtet aus Rio über Schönheit und Glück 

(in: Süddeutsche Zeitung Nr. 106/2013, 8./9. Mai 2013, S. 3)

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„Der Graf" ist der Bandleader von „unheilig";
im Interview wurde er gefragt: Beten Sie?

Der Graf: Immer bevor ich auf die Bühne gehe. Ich bete vorher, jedes Mal. Meistens, wenn ich irgendwie Angst habe zu versagen, wenn irgendwas Besonderes los ist.

Aber ich bete nie, dass der liebe Gott da oben das für mich regelt, sondern ich bitte höchstens, dass er mir die Kraft gibt in dem Augenblick, dass er einfach nur da ist, das reicht. Wenn ich weiß, ich bin in dem Moment nicht allein, ist das für mich ganz wichtig.

Und das hilft auch einem „Unheiligen", ja! Klar! „Der Glaube versetzt Berge." Dieser Spruch ist bei mir in diesem Moment auf jeden Fall wirksam. Und das ist für mich ganz, ganz wichtig.

Obwohl die Band „unheilig" heißt, sagt der Graf übrigens auch: „Heilig ist mir Alles was mit dem Leben zu tun hat!"...

(in: KNA-Interview 17.10.2012).

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„Der Graf" ist der Bandleader von „unheilig";
im Interview wurde er gefragt: Gehen Sie in die Kirche?

Der Graf: Ich bin römisch-katholisch erzogen worden, habe auch meine ersten musikalischen Gehversuche im katholischen Kinderchor gemacht. Und heute gehe ich auch schon mal gerne in eine Kirche oder eine kleine Kapelle. Manchmal habe ich einfach das Gefühl, dass es gerade notwendig ist. Es gibt Momente, wo ich dort eine Kerze anmache, obwohl ich das ja auch zu Hause machen könnte. Ob es dann an der Ruhe liegt, keine Ahnung. Manchmal brauch ich das!

Obwohl die Band „unheilig" heißt, sagt der Graf übrigens auch: „Der Glaube versetzt Berge." und: „Heilig ist mir Alles was mit dem Leben zu tun hat!"...

(in: KNA-Interview 17.10.2012).

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Anke Engelke wird gefragt: Wann haben Sie zum ersten Mal gemerkt, dass Sie etwas Besonderes sind?

Das setzt ja voraus, dass ich denke, ich wäre etwas Besonderes. Denke ich nicht. ... Ich erlebe einfach zu viele Menschen, die Tolleres leisten. Und schon fährt alles das runter, was an mir besonders sein könnte. Meine Eltern haben meine ersten TV-Auftritte mit »Och, na ja« kommentiert. Und mein Chef beim SWF 3, Peter Stockinger, hat mir gezeigt, dass gerade die Leute in den Medien mal das Gegenteil von besonders sind. Diesen Demuts­Schleudergang habe ich also früh bekommen.

Zwischenfrage: Demutsschleudergang?

Engelke: (Ja -) Ich kam da taumelnd raus, und alles drehte sich. Aber nicht um mich. 

Anke Engelke im Interview mit Helmut Ziegler

(in: DB-mobil 5/2013, Seite 75)

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Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind...

Die US-amerikanische Unabhängigkeits-Erklärung - passt zum französischen Nationalfeiertag - wie auch das, was Paulus in der Bibel geschrieben hat:

Ihr alle seid jetzt Gottes mündige Söhne und Töchter - durch den Glauben und weil ihr ... mit Jesus Christus verbunden seid. Es hat darum auch nichts mehr zu sagen, ob ein Mensch Jude ist oder Nichtjude, ob im Sklavenstand oder frei, ob Mann oder Frau. Durch eure Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle zu einem Menschen geworden.

Sie sollen leben: Freiheit Gleichheit Geschwisterlichkeit!

(in: Declaration of rights - Gal3,26.28 [Gute Nachricht Bibel] - beide Texte rechtefrei)

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