Manuskripte

SWR3 Worte


Am Ende- am Ende wird alles gut.
Und wenn etwas nicht gut ist, dann ist es auch nicht das Ende.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=7847

Wenn man immer die eigene Verletzlichkeit schützen will, setzt man nur auf Rückzug. Es ist lebensnotwendig, dass man tut, wovor man sich fürchtet.

Wenn man alles meidet, was man fürchtet, findet das Abenteuer Leben nur im Kopf statt. Ich erwarte einfach, dass noch mal etwas Neues anfängt, etwas Unbekanntes.
Sich an einem früheren Selbstbild festzuklammern,
macht das Leben zum Gefängnis.

Hanna Schygulla, Schauspielerin
Aus: Sieben Wochen ohne 2010, Fastenaktion der evangelischen Kirche, Näher! 7 Wochen ohne Scheu, edition chrismon
Fastenkalender 41.Tag

https://www.kirche-im-swr.de/?m=7846

Alte Zitate können sehr aktuell sein, findet der Kommunikationsberater Hasso Mansfeld. Zum Beispiel dieses von Papst Gregor der Ersten:

"Ein Hochmütiger betrachtet nicht Gott, sondern sich selbst als den Urheber all seiner Talente und Erfolge. Er prahlt mit diesen Erfolgen, stellt ihre Früchte zur Schau und glaubt, dass ihm bestimmte Dinge einfach zustehen. Er sieht auf weniger erfolgreiche Menschen herab."

Mansfeld meint dazu:
Aus dieser Überheblichkeit erwächst ein gravierendes Problem: Man wird blind für die eigenen Unzulänglichkeiten und Schwächen… Genauso wie es Jesus Christus in der Bergpredigt anmerkte: "Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?" Der Blick auf die Realität ist durch den Balken der Hochmut verstellt.

Aus: http://www.evangelisch.de/themen/kultur/der-kommentierte-aphorismus-xix11674
https://www.kirche-im-swr.de/?m=7845
Mein Selbstbewusstsein muss gewachsen sein. Ich ecke überall an.

Uwe Erwin Engelmann, Schriftsteller aus Rumänien
Aus: Sieben Wochen ohne 2010, Fastenaktion der evangelischen Kirche, Näher! 7 Wochen ohne Scheu, edition chrismon
Fastenkalender 12. Tag


https://www.kirche-im-swr.de/?m=7844

Christiane Vorspeel- Rüter, IT- Spezialistin meint
Heute kann ich 24 Stunden am Tag global kommunizieren,
ich kann mit Kollegen auf der anderen Seite des Erdballs verhandeln,
ich kann sie sehen, sie sehen mich- und mitunter sogar meine Schreibtischdekoration.

Wir scherzen über eine neu Brille oder ein unausgeschlafenes Gesicht und man könnte meinen, es macht keinen großen Unterschied,
ob der Kollege neben mir sitze oder in Übersee.

Doch wenn Meinungsverschiedenheiten auftauchen oder Konflikte, dann ist der andere in der Ferne doch weniger greifbar und präsent.

Es kommt zu Missverständnissen,
Worte und Gesten am Bildschirm wirken gröber
und das Gegenüber gerät leicht zum zweidimensionalen Bild.

Man schaut sich doch nie in die Augen,
sondern immer nur in eine Kamera, die aus dem Blick ein Bild macht.
Und das ist letztlich nicht dasselbe.

Aus: Sieben Wochen ohne 2010, Fastenaktion der evangelischen Kirche, Näher! 7 Wochen ohne Scheu, edition chrismon
Fastenkalender 21. Tag


https://www.kirche-im-swr.de/?m=7843

"Sagen Sie bitte ehrlich Ihre Meinung zur Lebensmittel-Knappheit im
Rest der Welt".
Dies war eine Meinungsumfrage im Auftrag der UNO.
Und das Ergebnis der Umfrage war Folgendes:

Die Europäer haben nicht verstanden,
was "Knappheit", bedeutet.

Die Afrikaner wussten nicht, was "Lebensmittel", sind.

Die Amerikaner fragten, was unter dem "Rest der Welt", zu verstehen
sei.

Die Chinesen baten verwundert um zusätzliche Erklärungen zum
Begriff "Meinung".

Im Italienischen Parlament diskutiert man noch heute über die
Bedeutung des Begriffs "ehrlich", und die Russen hatten Mühe mit dem
Wort "bitte"...

Aus: Sieben Wochen ohne 2010, Fastenaktion der evangelischen Kirche, Näher! 7 Wochen ohne Scheu, edition chrismon
Fastenkalender 12. Tag

https://www.kirche-im-swr.de/?m=7842

Rudi Dutschke, der Studentenführer der 60er Jahre hätte heute seinen 70. Geburtstag. Er starb mit 39 Jahren an den Spätfolgen eines Attentats. Der Pfarrer predigte bei seiner Beerdigung über den Psalm 39.

Herr, lehre mich doch,
daß es ein Ende mit mir haben muß
und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß.

Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir,
und mein Leben ist wie nichts vor dir.

Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben!
Sie gehen daher wie ein Schatten
und machen sich viel vergebliche Unruhe;
sie sammeln und wissen nicht, wer es einbringen wird."

Nun, Herr, wessen soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=7841