Manuskripte

Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW

Klimaschutz ist der Auftrag der Menschen seit der Erschaffung der Welt. Jedenfalls sollte das so sein. Denn wo die Bibel ganz am Anfang von der Erschaffung der Welt erzählt, da heißt es: „Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte“ (Gen 2, 15). Die ganze Schöpfung also ein Garten Eden. Und den sollen Menschen bebauen und bewahren.

Damit das Gleichgewicht erhalten bleibt und nicht eine Pflanzenart die anderen total überwuchert. In meinem Garten habe ich gelernt, wie leicht das passiert.

Bebauen und bewahren: Am Anfang war sicher das Wichtigste das Gleichgewicht zwischen Raubtieren und Pflanzenfressern zu erhalten . Pflanzen anbauen und züchten, die man ernten und essen kann. Tiere, die der Mensch nutzen kann. Dass man nicht auf die Jagd gehen muss, bevor es zu Essen gibt.

Später wurde das Rad erfunden und die Radachse. Man lernte Metalle zu gewinnen und zu verarbeiten. Die Dampfmaschine hat vieles erleichtert. Der elektrische Strom. Der Benzinmotor.

Aber wir sehen inzwischen auch: Jeder Fortschritt hat Schattenseiten. Was den einen nützt, schadet oft an anderer Stelle. Die Erfindung der Dampfmaschine hat zehntausende Weber arbeitslos gemacht. Ihre Kinder sind verhungert. Die Verbrennungsmotoren verpesten die Luft und schaden dem Klima. Atomenergie ist gefährlich auf Generationen hinaus. Die Verbrennung fossiler Energien führt in die Klimakatastrophe, die Rodung der Urwälder trägt dazu bei. Und es gibt noch viele andere schwierige Entwicklungen, weil Menschen immer weitere Fortschritte machen.

Die Erde bebauen und bewahren und Klimaschutz: anscheinend klappt das nicht immer so richtig. Obwohl das doch unser Auftrag ist.

Es ist schön, wenn man den Hunger besiegen kann, wenn man es sich die Arbeit erleichtern  und es sich bequem machen kann. Dass das Leben nicht nur ein Kampf ums Überleben ist wie für unsere Urahnen.

Ich bin froh, dass so vieles gelungen ist. Dass ich nicht mehr mit Fellkleidern leben und im Winter frieren muss, wie Adam und Eva. Aber ich möchte, dass auch meine Enkel noch einen Garten Eden haben, in dem sie gut leben können. Elektroautos sind vielleicht ein  kleiner Schritt dahin, Windenergie und entsprechende Stromleitungen. Und wahrscheinlich müssen wir auch verzichten lernen: Auf Plastikverpackungen zum Beispiel und Einwegbecher für Kaffee. Auf manchen Flug für die Firma oder in den Urlaub. Fortschritt könnte doch auch heißen, Alternativen zu finden – so dass wir die Erde bebauen und bewahren können.

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