Manuskripte

Sonntagmorgen Anstöße

Wer eine weiße Weste hat, der hat sich nichts zu Schulden kommen lassen. Aber ich fürchte, ganz weiße Westen gibt es nicht. Trotzdem: Weiß ist die Farbe der Unschuld und der Reinheit. Wie frisch gefallener Schnee. Oder ein weißes Blatt Papier. Noch ist nichts geschehen – noch ist alles möglich. Bräute tragen daher traditionell weiße Kleider. Früher sollte das zeigen, dass die Frau vor der Hochzeit noch nie mit einem Mann zusammen war. Das ist heute anders – aber die Farbe ist geblieben. Weiß ist auch die Farbe des Friedens. Friedenstauben sind weiß. Und wenn jemand eine weiße Fahne hisst, dann zeigt er damit, dass er in friedlicher Absicht kommt.

In der kirchlichen Tradition ist Weiß die Farbe für Jesus. Von ihm heißt es, dass er ganz ohne Schuld war. Ich denke immer, das hat er nur geschafft, weil er eben nicht nur ein Mensch gewesen ist, sondern auch Gottes Sohn. Denn sonst kann man nicht ganz ohne Schuld leben, glaube ich. Weiß ist auch Jesu Farbe, weil er den Frieden sehr geliebt hat.

Jetzt in der Adventszeit singen viele Menschen die alten Adventslieder. In einem heißt es: Tochter Zion freue Dich, jauchze laut Jerusalem! Sieh Dein König kommt zu Dir, ja er kommt, der Friedefürst. In vorchristlicher Zeit hatte das ein Prophet angekündigt. Es soll ein König kommen. Einer, der die Welt regieren wird, aber nicht mit Krieg und Schwert, sondern mit Frieden. Später haben die Menschen das auf Jesus bezogen. Denn Jesus hat oft vom Reich Gottes gesprochen. Er hat den Menschen eine Zukunft ausgemalt ohne Kriege, ohne Gewalt. Eine Zukunft in Frieden. Und er hat seine Freundinnen und Freunden immer wieder gesagt: „Wenn Ihr unterwegs seid, von Haus zu Haus, dann sei Euer erster Wunsch: Friede diesem Haus!“ (Lk 10,5) Und er hat Ihnen gesagt „Wenn dort Menschen leben, die Frieden lieben, wird euer Friede auf ihnen ruhen. Wenn aber nicht, wird der Friede auf euch zurückkommen.“ Mir gefällt diese Vorstellung. Dass der Friede etwas ist, was man weitergeben kann. Das heißt doch, dass man ihn täglich üben kann. Überall wo man einander Frieden wünscht, wird es mehr. Probieren Sie das doch einmal aus! Friede Sei mit Ihnen. So können wir gemeinsam auf Weihnachten warten.  

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