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Kent Brantly hat sich als Arzt im Einsatz gegen die Ebola-Epidemie selbst infiziert. Wie es ihm damit geht, beschreibt er so:

 „Ich bin wieder fast gesund, aber Ebola hat mich verändert.
Wir achten immer nur auf große und einschneidende Ereignisse
wie eben meine Infektion und die damit verbundene Lebensgefahr.
Tatsächlich aber ist jede Erfahrung,
die wir machen, eine prägende Erfahrung.
Wenn wir uns etwas Zeit nehmen
und über uns und unser Leben nachdenken,
kann auch das unseren Lebenssinn verändern.
Dann sehen wir, wer wir sind und wie wir wirklich handeln wollen.
So jedenfalls lebe ich jetzt meinen Glauben.“

Sabine Hoffmann, Was macht eigentlich Kent Brantly?; in:
„Stern“ Nr. 42 vom 08.10.15

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Die Sängerin Ellie Goulding hat schon bei der Weihnachtsfeier im Weißen Haus gesungen. Sie meint: beim Singen hört man die Seele:


„Singen ist für mich die ehrlichste Ausdrucksweise,
viel ehrlicher als Reden.
Beim Singen zeigt man die eigene Seele.
Wenn man gute Musik machen will,
darf man sich nicht vom eigenen Ego davontragen lassen.
Man muss sich immer wieder darauf besinnen,
worum es in diesem Lied gerade geht.
Ob Gott mit meinem Singen zufrieden ist?
Wenn Gott das Universum ist – dann ja.“

„Ich ziehe Peinlichkeiten an“,
Ellie Goulding im Gespräch mit Jonas Hermann;
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 260 vom 09.11.15

https://www.kirche-im-swr.de/?m=21018

Jeder lebt seinen Glauben anders, und sollte das auch so tun, meint der Fußballer Christoph Metzelder

„Das ist wie im Fußball.
Da gibt es zwei Gruppen von Spielern.
Einige zeigen ihre Religiosität sehr stark nach außen,
so mit Bekreuzigungen auf dem Spielfeld und Jesus-T-Shirts.
Das sind meist Südeuropäer und Südamerikaner;
die leben aus ihrer Tradition die Religion ganz anders als wir.
Ich würde das nie machen.
Glauben ist für mich etwas Intimes –
auch wenn ich damit sehr offen umgehe.
Hauptsache ist doch, dass man was von Gott spürt.“

„Gott zeigt sich nicht in neunzig Minuten“
Christoph Metzelder im Gespräch mit Michael Horeni;
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 117 vom 20.05.06

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Weihnachten bewusst zu feiern hilft, der Gewalt in der Welt etwas entgegenzusetzen, wusste schon der amerikanische Pfarrer Martin Luther King:

„Diese Weihnachtszeit findet uns als ziemlich rastloses Menschengeschlecht.
Wir haben weder Frieden in uns noch Frieden um uns.
Überall quälen lähmende Ängste die Menschen bei Tag
und verfolgen sie bei Nacht.
Unsere Welt ist krank an Krieg.
Wohin wir uns auch immer wenden,
sehen wir diese verhängnisvolle Entwicklung.
Die Botschaft von Weihnachten
an alle Menschen, die guten Willens sind,
ist unsere einzige Chance, nicht im Krieg zu sterben.
Mit diesem Weihnachtsglauben wird es uns gelingen,
unsere Hoffnungslosigkeit zu vertreiben
und neues Licht in die Dunkelkammern des Pessimismus zu bringen.“


Friedrich Schorlemmer (Hg.): Das soll Dir bleiben

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Gott ist kein alter Mann mit weißem Bart –aber man kann ihn flüstern hören, meint der Schauspieler Ben Becker:

„Ich sehe Gott in der Schönheit eines Spatzen oder eines Baumes.
Und auch in einer Wespe meine ich Gott zu erkennen.
Ich muss mir Gott nicht als alten Mann mit weißem Bart vorstellen.
Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass er mit mir spricht.
Einfach so – ich gucke nach oben und höre, wie es sagt: Ja, du Ben.
Da flüstert mir natürlich keiner ins Ohr, aber ins Herz. Und ich habe das Gefühl, einen Draht zu dem zu haben, was ich als Gott verstehe.
Es mag überheblich erscheinen, aber ich glaube, dass Gott mit mir spricht.“

„Wenn ich will, stehe ich auf, und dann werde ich böse“,
Ben Becker im Gespräch mit Dirk von Nayhauß; in: Magazin „Chrismon“

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Was hilft gegen die Weihnachts-Hektik?
Der Fußballer Christoph Metzelder geht in die Kirche.

„Für mich ist Kirche vor allem ein Ort der Stille und der Entspannung.
Ich habe oft das Gefühl, dass die Zeit einfach langsamer läuft, wenn man in einer Kirche sitzt. All die Hektik des Alltags verschwindet hinter diesen Mauern. Das genieße ich.
Wir Leistungssportler gehen da ja einen sehr extremen Weg.
Wir beanspruchen unseren Körper und auch unsere Seele oft übermäßig.
Aber kein Mensch kann immer in irgendwelchen Extremen leben.
Man ist als Mensch nur begrenzt belastbar. Die Religion und das Gebet sind für mich Möglichkeiten, davon runterzukommen.“

„Gott zeigt sich nicht in neunzig Minuten“
Christoph Metzelder im Gespräch mit Michael Horeni; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 117 vom 20.05.06

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Was finden Sie heute Morgen in Ihren Schuhen?
Der englische Schriftsteller Gilbert Chesterton, der die Kriminalromane mit Pater Brown geschrieben hat, empfiehlt, genau hinzugucken:

„Einmal im Jahr, eben am Nikolaustag,
danken wir dafür,
dass wir Bonbons in unseren Schuhen finden.
Aber es wäre besser,
wir würden täglich dafür dankbar sein,
dass wir zwei kräftige Beine darin finden.“

Ingrid Dlugos (Hg.), Christliche Sprichwörter und Zitate

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Der Bergsteiger Reinhold Messner ist oft an seine körperlichen Grenzen gegangen.
Und hat dabei ein Gefühl für seine Seele bekommen:

Die Seele des Menschen ist ein Teil unseres Daseins.
Sie ist nicht einfach unsere innere Seite,
sondern ein zusätzliche Dimension unseres Lebens.
Ich habe das Gefühl,
dass wir wirklich mit Verstand, Körper und eben mit Seele gemacht sind.
Das habe ich nicht aus irgendeiner Religion übernommen;
sondern dieses Gefühl für meine Seele
ist mir mit der Zeit zugewachsen.
Meine Erfahrungen mit meiner Seele
verändern und entwickeln sich.“

„Die Wahrheit ist ein göttlicher Begriff“,
Reinhold Messner im Gespräch mit Hanno Gerwin; in: Hanno Gerwin, Was Deutschlands Prominente glauben, Gütersloher Verlagshaus GmbH

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20532

Der indische Friedenspolitiker Mahatma Gandhi war kein Christ.
Trotzdem konnte er sagen:

„Jesus nimmt in meinem Herzen einen großen Platz ein.
Obwohl ich nicht beanspruchen kann, ein Christ zu sein,
so ist doch das Beispiel von Jesu Leben
mit seiner unerschütterlichen Gewaltlosigkeit
ein Faktor, der alle meine Tätigkeiten bestimmt.
Ich sage allen Menschen, dass ihr Leben unvollkommen bleibt,
wenn sie nicht ehrfürchtig die Lehre Jesu studieren.“

Zitiert nach:
„Freiräume – Religionsbuch für berufsbildende Schulen“, Cornelsen-Verlag

 

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Wenn es Gott gibt- wo kann ich ihm begegnen?
Der Rennfahrer Allessandro Zanardi hat dazu eine Idee:

„Ich glaube an Gott –
auch jetzt immer noch nach meinem schlimmen Unfall.
Aber um ehrlich zu sein: Ich bin mir nicht ganz sicher,
wie ich ihn nennen soll.
Heißt er Gott? Oder Allah? Oder Buddha? Oder ganz anders?
...Wie auch immer – wir Menschen haben eine Seele.
…Wenn wir öfter auf unsere Seele achten würden,
dann wüssten wir ganz genau,
was gut und was schlecht ist.
Die Seele ist der kleine Teil Gottes,
den er jedem Menschen gegeben hat.
Den sollten wir nicht ignorieren.“

„Es gibt nichts, was Gott hätte tun können“,
Allessandro Zanardi im Gespräch mit Christoph Becker; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 170 vom 25.07.15

https://www.kirche-im-swr.de/?m=20530