Manuskripte

SWR3 Worte

Der Zirkus-Clown Peter Shub hat seinen fünfjährigen Sohn bei einem tragischen Unfall verloren. Und trotzdem musste er zwei Wochen später wieder Menschen zum Lachen bringen. Für ihn war das eine gute Therapie und er sagt:  

Lachen ist die schönste Fluchtmöglichkeit, die wir besitzen. Komik ist ein Weg, schmerzlichen Erfahrungen zu entrinnen. Sie ist besser als jede Droge. Die beste Art, sich selbst aufzuheitern, ist, jemanden anderen aufzuheitern. (…)

Lachen ist eine starke Medizin. Lachen hellt das Herz auf, lindert Schmerz und tröstet die Seele. Und wissen Sie was? Niemand weiß, wie stark ein Mensch ist, bis zu jenem Moment, in dem Stark-Sein die einzige Chance ist, die ihm noch bleibt. 

Galore Interviews, hg.v. Michael Lohrmann DIALOG GmbH Dortmund, Ausgabe 29 Galore  S.112.

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Wie können wir dem Geist Gottes begegnen? Der Autor Jan Frerichs meint: 

Der Geist weht bekanntlich, wo er will. Wir können nicht über ihn verfügen, so wie wir ein elektrisches Gerät einschalten. …. Was wir aber können, ist Raum schaffen. Und dann schauen, was passiert: …..

Raum schaffen bedeutet, etwas loslassen: Das Rechthabenwollen in einem Gespräch und stattdessen von Herzen zu sprechen. Das Entweder-Oder in einem Konflikt und stattdessen die Suche nach einem dritten Weg jenseits von Gewinnen und Verlieren. (...) So betrachtet, kann ich dankbar sagen, schon des Öfteren das Wehen des Heiligen Geistes erlebt zu haben. Und ich erlebe es immer wieder neu, wenn ich den Mut aufbringe, mich dafür zu öffnen.  

andere zeiten – Magazin zum Kirchenjahr, hg. v. Andere Zeiten e.V., Hamburg S. 15

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Die Schülerin Tamara schreibt: 

Ich finde, dass man Gott mit den Sternen am Himmel vergleichen kann. Denn am Himmel sind eigentlich immer Sterne. Aber manchmal können wir sie einfach nicht erkennen - sei es, weil die Nacht vorüber ist, sei es, weil schlechtes Wetter ist. Aber wir wissen genau, dass die Sterne da sind. Und so ist es auch mit Gott.  

Was sagt mir Gott? Was sage ich Gott? Jugendgebete und Gedanken. Hg. v. Johannes Röser, Jürgen Springer, Michael Schrom, Herderverlag, 2006, S. 34

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Der Schlafmediziner Ingo Fietze, ermahnt dazu mehr zu schlafen. Er sagt: 

 

Der einzige wirkliche Schlafkiller sind wir selbst, weil wir unser Schlafbedürfnis nicht respektieren und ignorieren, dass gesunder Schlaf bedeutet, in der Nacht sieben Stunden zu schlafen. Wir schlafen alle viel zu kurz - und am Wochenende nicht genügend aus. (Außerdem hat der Schlaf ein Imageproblem.) Schlaf gilt nicht als sexy. Zehntausend Schritte am Tag machen und die eigene Leistung ständig zu messen, Obst und Vitamine zu sich zu nehmen - das ist aktuell sexy. Schlafen hingegen ist gesellschaftlich nicht positiv besetzt, und genau das raubt uns allen im wahrsten Sinne des Wortes den Schlaf.  

Galore Interviews, hg.v. Michael Lohrmann DIALOG GmbH Dortmund, Ausgabe 29 Galore S. 54f

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die Idee der künstlichen Intelligenz ist es, dass Computer selbst lernen können. Man bringt ihnen nur die Grundeinstellungen bei,  alles andere lernen sie dann selbst. Manche finden das gruselig. Der Autor Frank Schätzing meint aber: 

Als Eltern (tun wir das schon die ganze Zeit), wenn wir unseren Kindern Verhaltensmuster vorleben und ihnen Werte und Zielvorstellungen mit auf den Weg geben. In der Frühphase haben wir noch Einfluss, schicken das Kind zur Schule, füttern es mit Informationen und versuchen, es zu einem empathisch empfindenden Wesen zu erziehen. Es folgt die Pubertät - das Kind wird zur Blackbox, die Synapsen spielen verrückt. Der junge Mensch beginnt durch eigene Erfahrungen zu lernen, was gut und böse ist. Schließlich erwachsen, entzieht er sich unserer Kontrolle. Also können wir Eltern nur hoffen, damals die richtigen Grundeinstellungen vorgenommen und keine Soziopathen in die Welt gesetzt zu haben. 

Galore Interviews, hg.v. Michael Lohrmann DIALOG GmbH Dortmund, Ausgabe 29 Galore S. 38.

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Zwei Prozent des Bruttsozialproduktes soll nun für das Militär ausgegeben werden. Vor 50 Jahren wurde schon einmal über andere 2 Prozent diskutiert. Davon hat Margot Käßmann erzählt: 

 

Schon seit 1968 wird darüber diskutiert, ob es nicht das Mindeste für reiche Staaten wäre, zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Entwicklungshilfe auszugeben - das hat Deutschland noch nie geschafft. Aber jetzt merkt man plötzlich: Huch, wir müssen Fluchtursachen bekämpfen! Als sei es überraschend und neu, dass die Handelsstrukturen mit Afrika und Asien ungerecht sind. Dass das Kobalt für unsere Handys von Kindern mit den Händen geschürft wird. Das wissen wir doch alles! Zu unserer Vorstellung von Gerechtigkeit gehört, dass nicht nur die einen Nutzen haben und die anderen dafür ausgebeutet werden. 

Galore Interviews, hg.v. Michael Lohrmann DIALOG GmbH Dortmund, Ausgabe 29, S. 80

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Sabrina H. hat einen Jungen mit Down-Syndrom zur Welt gebracht. Sie weiß: Wer ein Kind mit Behinderung bekommt, der steht unter einem enormen Druck und erzählt davon:   

"Mach‘s doch weg, dann ist alles wieder normal." Jeder hatte etwas zu dem Thema zu sagen. aus dem weiteren Freundeskreis, aber auch von der Familie. (...) ich hatte das Gefühl, von mir wurde eine Abtreibung erwartet. (...) 

Sammy ist jetzt sechs Jahre alt. In meinem Leben ist seit den Tagen der Diagnose nichts mehr so wie es vorher war. (...) Ich bin überzeugt, dass ich für mich die richtige Entscheidung getroffen habe. Uns geht es gut. Sammy ist ein tolles Kind, er strahlt eine unglaubliche Herzlichkeit aus. (...) Klar, ich hatte extrem anstrengende Phasen und kann kaum in die Zukunft planen. Das Leben ändert sich völlig. Aber für mich ist es schöner geworden.  

Aus: CHRISMON-Plus, Hg. v. Heinrich Bedford-Strohm u.a., Hansisches Druck- und Verlagshaus, Frankfurt am Main, Ausgabe 7/18 S. 80

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