Manuskripte

SWR3 Worte

Eckart von Hirschhausen ist Arzt, Kabarettist und Autor. Er glaubt fest an einen Gott der Liebe, bricht aber dennoch für den Zweifel eine Lanze:

Zweifel sind für mich das Gesündeste am Glauben. Es heißt, habe keine Angst vor Zweifeln, sondern vor denen, die keine Zweifel haben.

Zweifel sind nichts Zersetzendes, sondern etwas Produktives. Es sind meistens die großen Zweifler und nicht die glücklichen Menschen, die etwas auf der Welt bewegt haben.

Dirk von Nayhauss, Maggie Riepl: Ich glaube. Gedanken zu Gott und Religion.

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Die Kinderbuchautorin Ilona Einwohlt setzt auf die Liebe. Die hilft ihr, in traurigen Stunden und bei schlechtem Wetter, nicht die gute Laune und den Glauben zu verlieren. Aber die Liebe kann noch mehr, sagt sie:

Sie ist mein innerer Motor, sie schenkt mir die Leidenschaft, mich zu engagieren, in der Schule, im Beruf, in der Familie, immer wieder das Gute in allem herauszufinden, den Frosch schön zu küssen, wenn mal etwas nicht so läuft, wie es soll.

Aber das kann ich nur, weil ich an die Liebe glaube – und geliebt werde, mit all meinen Ecken und Kanten. Ich bin fröhlich, beschützt und frei. Ein echter Glücksvogel.

Martin Dreyer (Hg.): Woran glaube ich? Ganz persönliche Antworten zu Glaube & Religion

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Fatma ist 16, Muslima und trägt ein Kopftuch. Sie trägt es freiwillig, es gehört mittlerweile einfach zu ihrem Leben. Aber für alle sichtbar zu ihrer Religion zu stehen, war am Anfang gar nicht so einfach:

In der sechsten Klasse, als ich angefangen habe, das Kopftuch zu tragen, da hat mal ein Junge gesagt: „Guck dir das Mädchen an, die hat ne Tischdecke über ihrem Kopf.“ Da hab ich gesagt: Nee, davon lass ich mich jetzt nicht abhalten. Ich hab gesagt: Entweder trag ich das Kopftuch nie wieder, oder ich mach das jetzt für immer. Nur wegen eines Jungen kann ich das nicht sausen lassen.

Martin Dreyer (Hg.): Woran glaube ich? Ganz persönliche Antworten zu Glaube & Religion

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Heute ist Valentinstag. Das schönste Gefühl, das Menschen kennen, steht heute im Mittelpunkt: die Liebe. Was die Bibel über die Liebe denkt, hört sich in modernen Worten so an:

Auch wenn man jede Sprache sprechen könnte - ohne Liebe bleibt alles leer. Man kann auch sehr intelligent sein, alles beherrschen, fromm dazu sein - ohne Liebe bringt das alles nichts. Man kann alles hergeben und verschenken, sich selber dazu - ohne Liebe wird dadurch nichts besser.

Liebe hat den Atem zum Durchhalten, ist gütig und nicht eifersüchtig. Sie macht auch nicht große Worte, stellt sich nicht zur Schau. Liebe will auch nicht auf ihre Kosten kommen. Sie fragt nicht: Und was hab ich davon?

Liebe trägt nichts nach. Sie bedauert Unrecht und freut sich an der Wahrheit. Sie hat immer noch Vertrauen, hat immer noch Hoffnung, hat immer noch Geduld. Diese Liebe kennt kein Ende.

 

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Kinder und Narren sagen die Wahrheit, heißt es. Vielleicht dachte der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch an dieses Sprichwort, als er die folgenden Zeilen schrieb:

Herr, mein Gebieter. Sieh mich doch einmal an. Ich lauf als Narr herum.
Oft bin ich in der Zeit ein Tölpel. Und ohne dich bin ich ein hilfloses Bündel.
Doch heut bin ich mit roter Nase, roten Haaren und Glocken, Trommeln, Pfeifen und Geschell dein ewiger Phantast voll Lustigkeit und Glücksgefühl. Dein Aschenkreuzritter, dein Pusteblumenfreund.
Ich Komiker von deiner Gnade bin voller Fehler. Du kennst sie alle. Sei mir gnädig.

Hanns Dieter Hüsch, Uwe Seidel: Ich stehe unter Gottes Schutz. Psalmen für Alletage.

 

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Der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch war eindeutig eine rheinische Frohnatur. Kein Wunder also, dass er auch zum Fasching etwas zu sagen hat:

Wir feiern das Fest,
wir tanzen den Tanz,
wir singen und schunkeln
Tag und Nacht.

Für ein paar Tage
entfliehen wir dem Alltag und Elend.
Unsere Masken verraten,
wer wir wirklich sind – für eine kurze Zeit oder doch schon ein ganzes Leben.

Hanns Dieter Hüsch, Uwe Seidel: Ich stehe unter Gottes Schutz. Psalmen für Alletage.

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Das Gebet ist die Sprache des Herzens. Dieses Gebet kommt aus tiefstem Herzen:

Lieber Gott, bis jetzt geht‘s mir gut. Ich habe noch nicht getratscht, die Beherrschung verloren, war noch nicht muffelig, gehässig, egoistisch oder zügellos.

Ich habe noch nicht gejammert, geklagt, geflucht oder Schokolade gegessen. Die Kreditkarte habe ich auch noch nicht belastet.

Aber in etwa einer Minute werde ich aus dem Bett klettern und dann brauche ich wirklich deine Hilfe. Amen.

http://www.theology.de/skurriles/witze/gebet-lieber-gott-bis-jetzt-gehts-mir-gut.php

 

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