Manuskripte

SWR3 Worte

Der Täufer und Prophet Johannes stand da…, und zwei von seinen Jüngern waren bei ihm. Als er Jesus vorbeigehen sah, sagte er: »Seht dort das Opferlamm Gottes.«

Die beiden hörten es und gingen Jesus nach.

Jesus drehte sich um, sah, dass sie ihm folgten, und fragte: »Was sucht ihr?« Sie antworteten: »Wo wohnst du, Rabbi?« – Rabbi bedeutet Lehrer.

»Kommt, dann werdet ihr es sehen!«, antwortete er. Sie gingen mit ihm, sahen, wo er wohnte, und verbrachten den Rest des Tages mit ihm. Es war ungefähr vier Uhr nachmittags.

Ein bisschen ein missglücktes Gespräch als Anfang einer Freundschaft – aber laut Bibel ist die gelungen. Kommt und seht gilt auch am Tag der offenen Klöster heute in ganz Deutschland – wer sich dafür interessiert, wo und wie und was für Menschen im Kloster leben, geht vielleicht einfach mal hin…

(in: Johannes-Evangelium (Joh 1,35-39) – Gute Nachricht Bibel – Rechte bei Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17508

Gott gab uns Atem, damit wir leben.
Er gab uns Augen, dass wir uns sehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
dass wir auf ihr die Zeit bestehn.

Gott gab uns Ohren, damit wir hören.
Er gab uns Worte, dass wir verstehn.
Gott will nicht diese Erde zerstören.
Er schuf sie gut, er schuf sie schön.

Gott gab uns Hände, damit wir handeln.
Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln.
Wir können neu ins Leben gehen.

Gott will die Erde verwandeln, die er uns aufgegeben hat – ein Lied aus dem neuen Gesangbuch „Gotteslob“ – zugleich  ein Auftrag an alle, die es singen… 

(in: Gotteslob – Katholisches Gebet- und Gesangbuch – Katholische Bibelanstalt Stuttgart 2013 – N° 468, Seite 517 – Text Eckhart Bücken 1982 – Rechte Strube Verlag, München)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17507

Hitler hat stets damit gearbeitet, Vorurteile, Feindschaften und Haß zu schüren. Die Bitte an die jungen Menschen lautet: Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Haß gegen andere Menschen, gegen Russen oder Amerikaner, gegen Juden oder gegen Türken, gegen Alternative oder gegen Konservative, gegen Schwarz oder gegen Weiß.

Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander.

... Arbeiten wir für den Frieden. Halten wir uns an das Recht. Dienen wir … der Gerechtigkeit. Schauen wir am heutigen 8. Mai, so gut wir es können, der Wahrheit ins Auge.

Bundespräsident Richard von Weizsäcker – in seiner Rede zum vierzigsten Jahrestag der deutschen Kapitulation 1945. Morgen ist in Russland Tag des Sieges – und in den Nachbarländern hoffentlich ein Friedenstag!

(in: Webarchiv des Deutschen Bundestages: Ansprache des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 im Plenarsaal des Deutschen Bundestages zum 40. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges.)

 

 

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17506

Ich habe vier ältere Schwestern. Manche sagen, ich sei verwöhnt. Ich würde sagen, ich bin an eine weibliche Mehrheit gewöhnt. In den Gemeinden, in denen ich gearbeitet habe, waren immer Frauen sehr stark beteiligt. Bis heute bin ich in einem Familienkreis, dem natürlich Ehepaare angehören.

Ich möchte nicht immer nur in reinen Männerrunden sitzen. ... Vielleicht habe ich, weil ich immer schon viel mit Frauen zu tun hatte, umso mehr ein väterliches und ein mütterliches Bild von Gott.

Franz-Josef Bode ist Bischof von Osnabrück – und in der Bischofskonferenz für Frauen-Fragen zuständig. Er meint auch:

Frauen geben sich nicht einfach zufrieden damit, dass dieser Jesus gescheitert sein soll. Sie … hatten das bessere Gespür als die Apostel dafür, dass der Tod am Kreuz nicht das Ende ist.

(in: Christ & Welt – Beilage der ZEIT 17/2014, S. )

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17505

(Papst Franziskus) ist der Papst der Barmherzigkeit. Von Anfang an bekannte er offen: Ich bin nur ein einfacher Sünder - und das ist keine Rhetorik. Er spricht aus seinem Herzen. So schaut er auf die Menschen... Er ist ein Mensch der Barmherzigkeit Gottes. Das ist notwendig in einer Welt, die sehr gewalttätig und hart ist und wo viele Menschen nur miteinander im Wettbewerb stehen und den anderen nicht als Nächsten, sondern als potenziellen Gegner betrachten. Die Barmherzigkeit scheint bei ihm von Tag zu Tag immer deutlicher auf.

…. Alles, was wir brauchen, ist das Vertrauen in die Barmherzigkeit unseres Herrn… Wir begegnen nicht einem Lehrgebäude, sondern einer menschlichen Person, die uns ruft.

Kardinal Oscar Maradiaga (71) aus Honduras sagt, was er an Papst Franziskus besonders schätzt.

(in: KNA-Interview von Christoph Scholz und Ludwig Ring-Eifel – KNA 26.2.2014 – ID 140224-89-00138#5)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17504

Der vorigen Sonntag heiliggesprochene Papst Johannes Paul II. war ein schwungvoller Papst – jedenfalls in den ersten Jahren. Da gibt es ein paar Geschichten…

Als neuer Papst schert er sich wenig ums Protokoll. So nimmt er etwa, (das lange Gewand) … mit den Händen gerafft, gerne zwei Stufen auf einmal. Ein

fülliger Kurienprälat wagt zu fragen, ob diese Art zu gehen denn mit

der Würde des Amtes vereinbar sei; Johannes Paul II. antwortet:

Ich für meinen Teil habe Bewegung nötig, und ich denke, Sie auch. 

Es ist nicht überliefert, wie der Prälat sich fortan bewegt hat; aber vielleicht hat er sich ja auch da ein Vorbild genommen an dem neuen Heiligen. 

(in: KNA SERVICE_ID=140403-89-00012#15 -  „Heiliger in Ausbildung“ Anekdoten um Karol Wojtyla/Papst Johannes Paul II. Von Alexander Brüggemann – 14.4.2014)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17503

Wir gehen unsre Wege und bleiben manchmal traurig stehn.
Mit uns und unsrer Kraft am Ende brennt unser Herz, den Herrn zu sehn.

Wir schmieden unsre Pläne und glauben manchmal, weit zu gehen.
Mit uns und unsrem Glück am Ende brennt unser Herz, den Herrn zu sehn.

Sucht euer Leben nicht bei den Toten!

Wir hoffen auf Erlösung und wagen manchmal, aufzustehn.
Mit uns und unsrem Mut am Ende brennt unser Herz, den Herrn zu sehn.

Er geht mit seinen Freunden und teilt mit ihnen Brot und Wein.
Für uns und unsre Zeit ein Anfang, kehrt unser Herz bei Jesus ein.

Sucht euer Leben nicht bei den Toten – sondern zum Beispiel bei Jesus. So, wie die beiden Freunde, die ihn nach Ostern unterwegs nach Emmaus getroffen haben, wie die Bibel erzählt – hier nachgedacht von Friedrich Karl Barth…

(in: Gotteslob, Katholisches Gebet- und Gesangbuch für das Bistum Trier, N° 784 (S. 1085) – Text: Friedrich Karl Barth – Rechte: tvd-Verlag, Düsseldorf)

https://www.kirche-im-swr.de/?m=17502