Manuskripte

SWR3 Worte

„Was soll ich tun,
damit ich auch einmal
auf der Seite der Sieger stehe?",
so frage ich verzweifelt
schon seit unendlich vielen Jahren.
„Komm", erwidert der Engel,
„komm endlich zu dir selbst!"

Christa Spilling-Nöker, „Vom Engel, der die Welt verwandeln wollte",
Herder-Verlag, Freiburg im Breisgau 2003

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Du willst wissen, wer Gott ist?
Ein Blick in den Spiegel, und du siehst ihn.
Deine Geschichte, dein Leben in diesem Jahr,
deine Brüche, dein Gelingen, dein Scheitern,
deine Aufgabe in diesem Leben -
für nichts interessiert sich Gott mehr
als gerade dafür.
Das verstehe, wer will.
Gott ist eben Gott -
man kann ihm keine Vorschriften machen.
Er hätte es einfacher haben können.
Stattdessen beschließt er, Mensch zu werden -
und Menschen zu lieben.

Stefan Scholz, „Nachtsicht" - Texte zu Advent und Weihnachten,
Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2004.

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Gedanken zum Jahresende von Margot Käßmann,
der ehemaligen Bischöfin von Hannover:

„Gott liebt tatsächlich diese Welt.
Das ist schwer zu verstehen,
denn diese Welt ist nicht immer liebenswert.
Und wir Menschen sind es auch nicht.
Selbst wenn wir nach außen eine großartige Fassade darstellen -
wir wissen schon, wo wir nicht perfekt sind
und schon gar nicht liebenswert.
Aber diese Welt mit ihren Mängeln,
mit dem, was nicht stimmt,
die liebt Gott so sehr, dass er sich auf sie einlässt.
Und so liebt Gott eben auch dich und mich."

Margot Käßmann, „Ganz Mensch werden" 
Verlag am Eschbach, Eschbach 2008, S. 9.

 

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Der kanadische Popstar Justin Bieber über Gott und seinen Glauben:

„Ich glaube, dass Gott alles geschaffen hat:
die ganze Welt und Sie und mich.
Und er hat mir die Möglichkeit gegeben,
vor der ganzen Welt zu singen.
Gott ist wichtig für mich.
Vielleicht gilt er in Ihrem Land ja als uncool.
Aber für mich ist Gott jemand,
auf den man sich verlassen kann."

Justin Bieber im Gespräch mit Alexander Armbruster;
in: „Frankfurter Allgemeine Zeitung", Nr. 284 vom 06.12.10, S. 9.

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Der kanadische Popstar Justin Bieber über Gott und Kirche:

„Ich bin kein religiöser Mensch.
Viele sprechen immer gleich von Religion,
wenn sie von Gott sprechen.
Aber ich habe eine Beziehung zu Gott,
der mir das alles hier ermöglicht,
auch ohne dass ich regelmäßig in die Kirche gehe.
Und ich bete jeden Tag."

Justin Bieber im Gespräch mit Alexander Armbruster;
in: „Frankfurter Allgemeine Zeitung", Nr. 284 vom 06.12.10, S. 9.

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Wirtschaftlich betrachtet
bleibt Weihnachten hinter den Erwartungen zurück.
Der Versand von Mahnungen wird nur kurz unterbrochen.
Zwei Feiertage ruinieren die Erfolgsbilanzen.
Die Krankenkassen zahlen die Folgen des Genusses im Übermaß.
Und sogar der Kurs der Engel fiel vom Himmel auf die Erde.
Ein Kind ist eben ein Störfaktor.
Gott sei Dank.

Traugott Schächtele, „Weihnachts-Verrechnung";
in: Angelika Büchelin (Hg.), Von Weihnachten berührt,
Verlag am Eschbach, Eschbach 2005

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Die Filmemacherin Dagmar Beiersdorf
in einem Gedicht über das Ende von Weihnachten:

„Du bist zu früh gegangen, Christus,
die Menschen kennen dich nicht mehr.
Sie behängen dich mit Gold und Lametta im Winter.
Aber sie kennen dich nicht mehr.
Du solltest noch einmal
unter uns leben so wie damals
mit deiner Liebe, mit deinen Worten.
Die Menschen verlernten es,
dir gegenüber ehrlich zu sein.
Du bist zu früh gegangen."

Dagmar Beiersdorf, Du bist zu früh gegangen;
in: Thema Weihnachten, Jugenddienst-Verlag, Wuppertal

 

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