Manuskripte

SWR3 Worte

Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der erste Himmel und die erste Erde waren verschwunden und das Meer war nicht mehr da. Ich sah, wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam. … Und vom Thron her hörte ich eine starke Stimme rufen: »Dies ist Gottes Wohnung bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein. …« …
In dem Licht, das von der Stadt ausgeht, werden alle Völker leben. Die Könige der Erde werden ihren Reichtum in die Stadt tragen. Ihre Tore werden den ganzen Tag offen stehen, mehr noch: Sie werden nie geschlossen, weil es dort keine Nacht gibt. Pracht und Reichtum der Völker werden in diese Stadt gebracht.
Die Offenbarung des Johannes in der Bibel –
Gottes Wohnung – mehr als nur ein Asyl für alle

Offb 21, in Auswahl – Übersetzung: Die Gute Nachricht -https://www.kirche-im-swr.de/?m=7206
Das Leben, das uns geschenkt ist, ist vielfältig. Es ist interessant. Es ist liebenswürdig. Wir können auch auf das, was wir tun, ein Stück stolz sein. Wir können etwas leisten. Aber wir erfüllen uns immer nur in der Vielfalt und in der Gemeinschaft. Fußball darf nicht alles sein… Denkt auch an das, was im Menschen ist, an Zweifel und an Schwächen. Fußball ist nicht alles.
… Ihr könnt unglaublich viel … tun, wenn ihr bereit seid, aufzustehen gegen Böses. Wenn ihr bereit seid, Euch zu zeigen, wenn Unrecht geschieht....
… Ein Stück mehr Menschlichkeit, ein Stück mehr Zivilcourage, ein Stück mehr Bekenntnis zur Würde des Menschen, des Nächsten, des Anderen. Das wird Robert Enke gerecht.
Fußballpräsident Theo Zwanziger – Trauerrede für Robert Enke in Hannover

zitiert zB bei dpa – hier nach www.stern.de
https://www.kirche-im-swr.de/?m=7205
Der Bundesrat möge beschließen:
Wenn Kinder spielen, verursachen sie Geräusche, Lärm und Krach. Diese Geräuschkulisse ist jedoch nicht mit Gewerbe- oder Verkehrslärm gleichzusetzen, sondern eine notwendige Ausdrucksform und Begleiterscheinung kindlichen Verhaltens. Kinder brauchen Freiräume, um spielerisch soziales Verhalten zu erlernen und sich geistig wie körperlich entwickeln zu können. Diese Freiräume … müssen … für die Kinder gesichert werden.
Der Bundesrat bittet daher die Bundesregierung, in einer Ergänzung … des Bundes-Immissionsschutzgesetzes klarzustellen, dass Kinderlärm in der Regel keine schädliche Umweltwelteinwirkung im Sinne dieses Gesetzes darstellt.

Antrag des Landes Rheinland-Pfalz im Bundesrat – Kinder sind nun mal Geschenke von Gott…
Zitiert aus: Deutscher Bundesrat - Drucksache 831/09 - 16.11.09

https://www.kirche-im-swr.de/?m=7204
die liebe
die liebe
ist sand
im getriebe
wo zwei
verliebte sind
entsteht ein
wirbelwind
die liebe
die liebe
ist sand
im getriebe
sie geht
durch wände
und entfacht
brände
die liebe
die liebe
ist sand
im getriebe
sie baut
brücken
versetzt
in entzücken
kennt kein prahlen
zerfällt in strahlen
sie durchbricht den teufelskreis
schmelzt berge aus eis
lässt die erde erbeben
gibt toten das leben
die liebe
die liebe
ist sand
im getriebe

Wilhelm Willms – Ein Hoheslied der Liebe
in: roter faden glück, Kevelaer 31979, 12.11

https://www.kirche-im-swr.de/?m=7203
Gott hat sich für uns
ein seltsames Gleichgewicht ausgedacht,
ein Gleichgewicht,
in das man nicht hineinkommt
und das man nicht halten kann,
es sei denn in Bewegung,
im schwungvollen Voran.
Es ist wie mit einem Fahrrad,
das sich nur aufrecht hält, wenn es fährt;
ein Fahrrad, das schief an der Wand lehnt,
bis man sich darauf schwingt
und auf der Straße davonbraust.
Die Zeit, in der wir leben,
ist gezeichnet von einem allgemeinen,
schwindelerregenden Ungleichgewicht.
Sobald wir uns hinsetzen, dies zu betrachten,
kippt es und entgleitet uns.
Wir können uns nur aufrecht halten,
wenn wir weitergehen, wenn wir uns hineingeben
in den Schwung der Liebe.
Madeleine Delbrệl, Fahrrad-Spiritualität

zitiert aus: Madeleine Delbrệl: Gott bezeugen in unserer Zeit. Paulinus, Trier, 2009 (2) – S. 90/91

https://www.kirche-im-swr.de/?m=7202
… Ich habe mich (in unserem Alter der) Herausforderung gestellt und die Aufgabe, die mir übertragen wurde, zu meiner Lieblingsaufgabe gemacht. Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie Ihre persönliche Herausforderung des Alters entdecken und zu ihrer Lieblingsbeschäftigung machen können - im Bewusstsein: Gott geht mit mir.
Altsein heißt … auch mit Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft zu gehen und jeden Tag und jede Begegnung als kostbare Geschenke anzunehmen und zu gestalten. … Wir müssen nicht sofort aufspringen und uns aktiv einbringen. Wir haben in unserem Leben viel geleistet. Wir dürfen jetzt auch einmal in Ruhe und Gelassenheit sitzenbleiben. (Dom Helder Camara hat gesagt): Mit gefalteten Händen kann man weit mehr bewirken als mit tätigen ...

Robert Zollitsch, Erzbischof von Freiburg, schreibt einen Brief an die Menschen in seinem Alter.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=7201


(Wir) treten auch mit unseren Zweifeln vor Gott: Warum? Viele fragen auch: Wie kann Gott das zulassen, dass ein Mensch so verzweifelt und keinen anderen Ausweg mehr weiß?
Ich bin zutiefst überzeugt, dass Gott kein Unglück in diese Welt schickt, sondern diese Welt liebt. Gott will nicht Leid über Menschen bringen, sondern sehnt sich danach, dass wir das Leben in Fülle haben... Aber in dieser Welt gibt es Leiden, Schmerz, Krankheit, Ausweglosigkeit und Tod. Gott begleitet uns gerade in solchen Zeiten. Unser Herz erschrickt ja auch, weil wir … erkennen: unser Leben ist zutiefst zerbrechlich und gefährdet. …
Krankheit und Leid gehören zum Leben! Dafür gibt es keine Pfiffe! … (und) Wir vertrauen darauf: Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand!

Landesbischöfin Margot Käßmann im TrauerGottesdienst für Robert Enke
zitiert in www.ekd.de -

https://www.kirche-im-swr.de/?m=7200