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SWR3 Worte

Menschen erzählen von ihrem Glauben, z.B. Die Schauspielerin  Barbara Auer

Als Kind habe ich in der Kirche oft das Wort Gnade gehört und wusste nichts damit anzufangen, jetzt habe ich sie erfahren. Ich hatte mir so sehr noch ein Kind gewünscht, habe es jahrelang versucht, aber es wollte nicht klappen. Schließlich habe ich - wie es immer so schön heißt - losgelassen und habe mich in etwas reingegeben. Das kann man Gott nennen oder Universum, für mich war es ein Vertrauen in das Göttliche. Ich weiß nicht, womit ich dieses Kind verdient habe. Ich habe es mir so sehr gewünscht und nun habe ich es bekommen.

Aus: Ich glaube, Dirk von Nayhauss, Hansisches Druck und Verlagshaus GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 16

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Menschen erzählen von ihrem Glauben, z.B. Der Regisseur Wim Wenders

Ich finde das Neue Testament so atemberaubend, weil es nur Möglichkeiten :eröffnet und keinerlei Einengungen. Das ist kein abstrakter Gott. Sein Wesen kann ich heute spüren. Nicht nur beim Beten. Auch das Licht erlebe ich oft als eine Nähe Gottes, und jeden Akt von Freundlichkeit oder Brüderlichkeit unter Menschen.

Aus: Ich glaube, Dirk von Nayhauss, Hansisches Druck und Verlagshaus GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 130

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Menschen erzählen von ihrem Glauben, z.B. die Super Nanny, Katharina Saalfrank:

Ich glaube an einen liebenden Gott, an einen verzeihenden Gott, der mich auf dem Weg hält. Der mich morgens aus dem Spiegel anguckt und mich fragt: War das gut? Oder auch sagt: Das war nicht so gut. [...]
Ich habe ein inniges Verhältnis zu meinem Gott. Er hat mir immer viel Kraft gegeben. [...] Ich war jung, als ich schwanger wurde, ich war 21 Jahre alt. Mein Mann und ich hatten gegen große Vorbehalte in unserem Umfeld zu kämpfen [...] Ich habe an uns geglaubt und an unseren Weg, aber irgendwie war da noch mehr: eine Sicherheit, dass es weitergeht.

Aus: Aus: Ich glaube, Dirk von Nayhauss, Hansisches Druck und Verlagshaus GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 98

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Menschen erzählen von ihrem Glauben, z.B. die Schauspielerin Andrea Sawatzki:

„Ich bin überzeugt, dass manche Rückschläge mir zeigen sollen, dass es gefährlich ist, immer den leichtesten Weg zu gehen und alles zu erreichen. Rückschläge sind wichtig, um noch einmal neu anzufangen und eine andere Richtung einzuschlagen. Je mehr Rückschläge wir verkraftet haben und dabei versuchen, den richtigen Weg zu finden, desto ruhiger können wir vielleicht sterben, wenn es so weit ist."

Aus: Ich glaube, Dirk von Nayhauss, Hansisches Druck und Verlagshaus GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 102

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Menschen erzählen von ihrem Glauben, z.B.  Der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen:

Ich habe keinen personalisierten Gott. Mein Gott ist der Gott der Liebe aus dem Neuen Testament. Gott ist wichtig in persönlichen Krisen. [...] Ich habe ein Urvertrauen, das ist für mich Gott. [...]
Zweifel sind für mich das Gesündeste am Glauben. [...]Zweifel sind nichts Zersetzendes, sondern etwas Produktives. Es sind meistens die großen Zweifler und nicht die glücklichen Menschen, die etwas auf der Welt bewegt haben. Es heißt immer weniger Menschen glauben an Gott. Ich hoffe, das beruht nicht auf Gegenseitigkeit.

Aus: Ich glaube, Dirk von Nayhauss, Hansisches Druck und Verlagshaus GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 46

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Menschen erzählen von Ihrem Glauben, z.B. Der Der Schriftsteller Paulo Coelho:

Ich hatte meinen Glauben verloren, als ich vor 30 Jahren in Brasilien im Gefängnis war. Ich wurde gefoltert.
Es gibt aber seltsame Momente, in denen ich eine ganz besondere Intensität spüre: Ich meine diese Woge, diese Kraft der Liebe - nicht zu einem einzelnen Menschen, sondern diese allumfassende, selbstlose Liebe. [...] Als ich diese Intensität zum ersten Mal erlebte, war ich sechs Jahre alt. Ich stand im Orangenhain, die Sonne ging unter - und plötzlich spürte ich, dass ich lebe, dass das Leben ein unglaubliches Wunder ist.

Aus: Ich glaube, Dirk von Nayhauss, Hansisches Druck und Verlagshaus GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 24

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Menschen erzählen von Ihrem Glauben, z.B. Der Geschichtsprofessor Götz Aly:

Die christliche Botschaft sagt, dass jeder Mensch Ebenbild Gottes ist. Der so formulierte Gleichheitsgedanke gebietet den Respekt vor jedem Menschen. Gerade in Grenzsituationen habe ich aus dieser Haltung heraus Hilfe erfahren. Mein Vater war zehn Jahre demenzkrank. Ich habe eine schwerbehinderte Tochter. Je älter man wird, desto häufiger gerät man mit Situationen in Berührung, die einen ratlos machen. Vor allem führt der Glaube an Gott zu der humanen Einsicht, dass wir nicht alle Probleme lösen müssen, uns aber dennoch nahen Problemen nach besten Vermögen stellen sollten.

Aus: Ich glaube, Dirk von Nayhauss, Hansisches Druck und Verlagshaus GmbH, Frankfurt am Main 2010. S. 14

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