Manuskripte

SWR3 Worte

Eckhard von Hirschhausen, Arzt und Kabarettist meint:

Ich glaube, dass Glücksbringer wie ein vierblättriges Kleeblatt total ungeeignet sind. Wer behauptet, dass vierblättrige Kleeblätter besser sind als drei. Vier Blätter sind seltener, ok, aber was machen wir da psychologisch? Wir binden unser Glück an Dinge, die bewusst selten vorkommen und wundern uns dann, dass wir selten glücklich sind?


Dr. Eckard von Hirschhausen aus seinem aktuellen Programm: Glücksbringer
Auf seiner Homepage www.rehhütte.com


https://www.kirche-im-swr.de/?m=3899

1. Meditiere täglich über die Lehre und das Leben Jesu
2. Denke immer daran, dass die Gewaltlosigkeit als Ziel nicht den Sieg sucht sondern Gerechtigkeit
3. Geh und sprich liebevoll, denn Gott ist die Liebe.
4. Bete täglich, Gott möge dich brauchen, damit alle Menschen frei werden.
5. Opfere persönliche Wünsche, damit alle Menschen frei werden.
6. Beachte im Umgang mit Freunden und Feinden die Regeln des Anstandes.
7. Suche den Mitmenschen und der Welt zu dienen.
8. Enthalte dich der Gewalt in Tat, Sprache und Gedanken.
9. Strebe danach, geistig und körperlich gesund zu sein.

Friedensworte, hrsg. Von Peter Helbich, Bredow-Verlag, 1985
https://www.kirche-im-swr.de/?m=3898

Drei bis vier Leben gelebt,
keines, das meins war,
und alle simultan –
heut ist mir eins klar:

Biographie meint nicht
„Bleibe du selber“.
Ochswerden, Ochse sein
Ist was für Kälber.

Ist dir dein Leben lieb,
leb aus dem vollen.
Wer dich nur einmal will,
hat nichts zu wollen:

Halte dich querfeldein.
Meide die Herden.
Pfeif auf dein eigenes Ich,
und du wirst gleichzeitig
Dachs bleiben, Windhund sein
Und Löwe werden.

Robert Gernhardt, Gedichte 1954-1997, Haffmans Verlag AG Zürich, Vermehrte Neuausgabe 1999
https://www.kirche-im-swr.de/?m=3897

Ich glaube an Gott,
dass er lacht und feiert,
er ist glücklich, wenn ich glücklich bin,
und macht mich nicht traurig,
wenn ich fröhlich bin.
Ich glaube, dass Gott mich liebt,
er vergibt mir meine Missetaten
und bestraft mich nicht.
Ich glaube, dass er jeden von uns
So nimmt, wie er ist,
er akzeptiert unsere Fehler
und freut sich über unsere Begabungen,
und dass Gott sich nicht über meine Fehler
lustig macht und mich nicht wegen
meiner Fehler missachtet.


Thomas Erne/ Sabine Jocher: Wo geht’s hier zum Leben? Was Gott mit deinem Alltag zu tun hat, Gabriel-Verlag, 2005

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3896
Margarete Mitscherlich, Psychoanalytikerin, 91 Jahre alt, meint:

Ich bin protestantisch erzogen worden und habe zum lieben Gott gebetet, dass es meinen Eltern gut geht. So sind wir doch, wir Kinder, solange wir Kinder bleiben. Ich bin heute noch jemand der absolut glaubt. Der Sinn des Lebens besteht darin, sich zu fragen: Was sind unsere Werte, welche halten wirklich stand, und aufgrund welcher standhaltenden Werte müsstest Du Dein Leben einrichten?
Aber es ist nicht der liebe Gott, der Die den Sinn Deines Lebens gibt, sondern den musst Du Dir erarbeiten. Mit dem Verstand weiß ich, dass es keinen liebe Gott gibt, aber ich spreche oft mit ihm, das habe ich seit der Kindheit getan. Das tut mir gut, und das erlaube ich mir.


Margarete Mitscherlich: Jeder muss lernen, seine Vorurteile zu durchschauen, Interview aus: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 104, Heft 30, 27. Juli 2007

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3895

Wenn das Land verdorrt ist, Herr,
aufgerissen und gelähmt von der Hitze,
dann nützt ihm kein Aktionismus,
kein Slogan, kein Sprechchor

Die Erde braucht dann Wasser,
sonst gar nichts,
flutendes, kostbares Wasser.

Wenn meine Seele trocken liegt, Herr,
dann behüte mich vor jedem Männer-Bluff,
vor der guten Miene zum bösen Spiel,
vor dem So-tun-als-ob,
dann nimm mir die Scham
über meine Bedürftigkeit!

Mach es mir nicht so schwer,
wenn ich mir gestehen muss,
dass mir kein Drumherum helfen wird,
kein Ausweichen –
nur du. Sonst nichts.

Peter Modler,


Peter Modler, Männergebete für Wanderer und Krieger, Herder 2005

https://www.kirche-im-swr.de/?m=3894

Vater unser.
Niemand soll schlecht über dich sprechen.
Die Welt soll deinen Wünschen entsprechen
Und alle Menschen sollen leben,
wie du es dir gedacht hast.
Lass uns unser Brot schätzen, nicht nur das viele Geld.
Vergiss unsere Fehler und wir vergessen,
was andere uns angetan haben.
Pass auf, dass wir keine Drogen nehmen.
Hilf uns, dass wir keine schlechten Gedanken haben
Und erlöse die Welt von Kriegen und Zerstörung.

AMEN


Thomas Erne/ Sabine Jocher: Wo geht’s hier zum Leben? Was Gott mit deinem Alltag zu tun hat, Gabriel-Verlag, 2005

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