Manuskripte

„Nicht fertig werden.“ Eine Freundin hat mir eine Einladung geschickt. Eine Einladung zu ihrem „Ruhestandsfest“. Auf der Rückseite der Karte steht ein Gedicht von Rose Ausländer. Es beginnt und endet mit eben diesem Satz „Nicht fertig werden“. Es geht so:

Nicht fertig werden. Die Herzschläge nicht zählen, Delfine tanzen lassen. Länder aufstöbern, aus Worten Welten rufen, horchen, was Bach zu sagen hat. Tolstoi bewundern. Sich freuen, trauern. Höher leben, tiefer leben.

Nicht fertig werden.

Ein wunderbarer Text gerade für den Ruhestand, aber natürlich auch für die Zeit davor. Zum Beispiel für diesen Samstag. Darum möchte ich ihm ein wenig nachspüren und. Die Herzschläge nicht zählen. Ja, nicht immer ans Ende denken, nicht immer messen, wägen und zählen, sondern das Herz ungezählt schlagen lassen, leben. Und die Delfine tanzen lassen. Wer schon mal gesehen hat wie elegant Delfine durchs Wasser gleiten und springen, der weiß wie natürliche Lebensfreude aussieht. Freude am Leben macht auch Länder aufzustöbern – ein klasse Bild. In der Welt zu kramen wie in einer alten Kiste. Aus Worten Welten rufen – durch ein gutes Buch oder ein befreiendes Wort zu einem Menschen, der es braucht. Horchen, was Bach zu sagen hat. Mit der Sprache der Musik, die Sprachgrenzen so wunderbar überschreiten und direkt in die Seele sprechen kann. Tolstoi bewundern, zum Beispiel welch tiefe Einblicke er in die Psyche des Menschen hatte und wie toll er das in Worte fassen konnte. Sich freuen, weiß Gott eine Kunst, nicht alles selbstverständlich zu nehmen und immer wieder auch das Herz hüpfen zu lassen. Und es genauso langsamer werden lassen, es absinken lassen in Zeiten der Trauer, wenn man tiefer, dadurch aber auch wesentlicher lebt. Und dann irgendwann wieder höher aufrecht, wie ein Baum. Die Füße gut verwurzelt im Boden. Den Kopf hoch – dem Himmel entgegen. Und nicht fertig werden

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„Ein Bruder und eine Schwester, nichts Schöneres kennt die Welt, kein Band im Leben hält fester, wenn einer zum anderen hält.“ Naja, werden die einen jetzt sagen, dieser Spruch klingt ja zu schön um wahr zu sein. Denn ich hab gar keine Geschwister oder nur Stress mit ihnen. Und die anderen werden sagen, genau so isses, meine Geschwister sind mir eine Freude im Herzen. Und alle haben sie recht. Das mit den Geschwistern ist wie im sonstigen Leben, aber eines ist sicher anders: Geschwisterbeziehungen sind etwas ganz Besonderes. Es sind die längsten Beziehungen, die es gibt. Selbst die längste Ehe reicht nicht an die Dauer dieser Verbundenheit. Auch die Eltern sterben früher und die eigenen Kinder erleben wir auch nicht so lange wie unsere Geschwister. Geschwister sind was Besonderes, weil sie neben den Eltern gut für das Urvertrauen sind. Von klein auf sind sie Seite an Seite und einander vertraut. Miteinander lernen sie spielend, dass Menschen verschieden sind und füreinander da sein können. Geschwister erfahren aber auch wie sich Konkurrenz und Ungerechtigkeit anfühlen. Die Bibel erzählt schon ganz am Anfang davon, mit Kain und Abel. Da ermordet Kain seinen Bruder Abel, weil Gott sein Opfer nicht annimmt, das von Abel aber schon. Diese Bibelstelle beschreibt ein Urbild von Ungerechtigkeit, das den Unfrieden schon in Familien pflanzt. Wenn ein Kind bevorzugt wird, wenn ein Kind immer den Platz an der Sonne hat und das andere den im Schatten. Das gibt es, das gibt es viel zu oft und daher kommt auch viel unheilvoller Schmerz in den Seelen von Menschen. Und Zwietracht zwischen den Geschwistern. Viele Erbstreitigkeiten kommen daher. Bei denen es eben nicht nur um Geld und Wertgegenstände geht, sondern ein letztes Mal um Gerechtigkeit. Denn es ist wie ein ungeschriebenes Gesetz für Eltern: Die Art der Liebe zu den Kindern mag verschieden sein, das Maß aber muss gleich sein.

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„Für die Welt war sie niemand, für mich war sie die Welt.“ Meine Mutter… musste ich gehen lassen. Meine Liebe und Dankbarkeit für sie wird erst mit mir sterben.“ Das ist der Text einer Todesanzeige, den ein Sohn für seine Mutter in die Zeitung gesetzt hat. Diese Todesanzeige ruft mir ins Gedächtnis wie intensiv doch die Beziehungen zu Müttern sind. Zum Wohl und zum Wehe. Eine Mutter haben und eine Mutter sein, geht so tief ins Mark von Beziehungen wie kaum eine andere. Jeder von uns hat eine Mutter und jeder von uns hat seine ganz eigene, gute, schöne, vertraute, liebevolle, schwere, komplizierte, belastete oder schmerzliche Beziehung. Und jede Frau, die Mutter ist, weiß um dieses einmalige Verhältnis zu diesem Wesen, das neun Monate lang in ihrem Leib war und das sie unter Schmerzen zur Welt gebracht hat. Das ist der erste Bund fürs Leben, und der bleibt. Selbst wenn sich die Wege trennen oder gar Streit Mutter und Kind entzweit. Darum kommen Mutter und Kind auch nie ganz voneinander los. Wie durch ein unsichtbares Band bleiben Mutter und Kind miteinander verbunden. Und darum ist es auch so natürlich und schön, wenn dieses Band mit Dank und Liebe gebunden ist. Darum ist es auch so schmerzlich, wenn es mit Vorwurf und Ablehnung gebunden ist. Darum ist es auch so schwer, wenn dieses Band zur Fessel wird durch Abhängigkeit.
Und darum ist es auch so befreiend und heilsam, wenn Versöhnung zwischen Mutter und Kind geschieht. Bevor eine Todesanzeige zu schreiben ist…

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„Beim ersten Kind braucht man Hilfe, beim zweiten schafft man es allein und beim dritten hilft man der Nachbarin“. Diesen Satz habe ich von einer Familienberaterin. Ich finde sie beeindruckend, weil bei ihr die die Tiefe und die Ruhe jahrzehntelanger Erfahrung zu spüren ist. Vor allem aber weil sie die Frauen mit einer so hilfreichen Mischung aus Realitätssinn, Respekt und Zuversicht berät. Und wenn dann zum Beispiel eine Frau Angst davor hat, es nicht zu schaffen mit einem Kind, dann fallen so Sätze wie „Beim ersten Kind braucht man Hilfe, beim zweiten schafft man es allein und beim dritten hilft man der Nachbarin“. Ich finde diesen Satz so gut, weil er wahr ist, weil er zuversichtlich ist und einem Menschen mit Angst über seine Angst hinaus sehen hilft. Natürlich haben viele Frauen auch Angst, wenn sie heutzutage schwanger werden. Nicht nur wenn sie ungewollt schwanger werden oder der Mann sich aus dem Staub gemacht hat. Nein, „guter Hoffnung sein“ wird heute schon durch das viele Wissen schwer gemacht, was alles schief gehen kann bei Schwangerschaft und Geburt. Außerdem haben viele Frauen heute noch gar kein Baby in den Händen gehalten bevor sie selbst ein Kind bekommen. Die Erfahrung, dass es geht und wie es geht, müssen heute viele Frauen allein machen. Und deshalb brauchen sie auch Hilfe beim ersten Kind. Beim zweiten haben sie dann schon diese Erfahrung und sind sicherer. Und dann, so sie dann zu der eher seltenen Zahl von drei Kindern kommen sollen, dann haben sie so viel eigene Erfahrung, dass sie diese dann weitergeben können. Und das ist für mich das Schönste am Spruch der Familienberaterin: Frauen sind durch Schwangerschaft, Geburt und Kinder so nah am Leben, dass sie sich mit einer natürlichen Selbstverständlichkeit helfen. Und so schließt sich ein Kreis weiblicher Lebenshilfe. Der bei der Beraterin begonnen hat und bei der Nachbarin endet.

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„Ein salomonisches Urteil“, davon spricht man, wenn jemand, der etwas zu entscheiden hat, gerecht und menschlich entscheidet. Dieses geflügelte Wort stammt - wie so viele - aus der Bibel. Es ist interessant wie es entstanden ist. Es bezieht sich auf den sprichwörtlich weisen König Salomo. Er wurde schon jung ein König und litt unter der Last der Verantwortung. Eines Nachts erschien ihm Gott im Traum und sagte, dass er einen Wunsch frei hat. Und was wünscht sich der junge König Salomo? Nicht Geld, nicht Macht und auch kein langes Leben, sondern: ein hörendes Herz! Der junge Mann wünscht sich ein hörendes Herz, damit er ein guter König sein kann. Ich liebe diese drei Worte: ein „hörendes Herz“. Denn ein hörendes Herz ist nicht nur für Könige reserviert. Es ist ein wunderbares Bild für Menschen, die auch innerlich hören können, mit dem Herzen hören können. Die das, was sie hören bedenken und befühlen. Die beim Hören nicht nur auf das WAS achten, sondern auch auf das WIE. Macht jemand nur Sprüche? Will jemand mich rhetorisch über den Tisch ziehen? Spricht ein Mensch zwar warme Worte, aber seine Augen sind kalt? All das spürt ein hörendes Herz und mahnt zur Vorsicht. Oder: Ist ein Kind ungewöhnlich verschlossen? Oder ein anderes kaspert unaufhörlich herum, dann spürt ein hörendes Herz, dass diese Kinder Zuwendung brauchen. Oder wie das allabendliche „Hallo“ klingt, sagt einem hörenden Herzen schon wie der Tag des anderen war. Ob er reden möchte, reden muss oder es gerade nicht möchte. Und wie kommt man zu einem hörenden Herzen? Ich denke, es wird einem im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt. Durch Menschen, die auch schon mit dem Herzen hören können. Aber man kann es auch lernen – mit der Zeit, mit Geduld und vor allem mit der Liebe zu den Menschen.

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Manche Dinge liegen so nah bei einander, dass mir gar nicht mehr bewusst ist, dass sie miteinander zu tun haben. So ist es mir mit den Worten See und Seele gegangen. Allein vom Klang her muss es doch klar sein, dass sie miteinander verwandt sind. Und das Wort Seele stammt tatsächlich vom Wort See ab. Weil die alten Germanen gedacht haben, dass das, was den Menschen in seinem Innersten ausmacht vor der Geburt und nach dem Tod in bestimmten Seen lebt. Ist doch interessant, dass die Seele so oft mit Wasser in Verbindung gebracht wird. „Seele, wie gleichst du dem Wasser“, hat schon der alte Goethe gesagt. Vielleicht weil die Seele so zart, so durchlässig, so spiegelnd, so spürbar und doch nicht fassbar ist, wie Wasser. Die Seele, so sagen Psychologen, ist nichts Statisches, sie entwickelt sich, kann verletzt werden, aber auch heilen.  Die Seele, so sagen die Theologen, ist die Verbindung zu Gott. Und vor allem in der sprichwörtlichen Seelenruhe kann man mit ihm in Verbindung kommen. Deshalb ist es so nötig wie wohltuend nicht nur Körperpflege zu betreiben, sondern auch Seelenpflege, neudeutsch Psychohygiene. Nicht nur ab und zu, sondern regelmäßig. Regelmäßig zur Ruhe kommen. Regelmäßig auf sich selbst schauen und dann über sich hinaus. Das Tolle und Leichte an der Seelenpflege ist, dass ich sie allein machen kann, zu zweit oder mit mehreren. Ganz wie es mir eben gut tut. Das kann bei einem Gebet in der Kirche sein oder in einer stillen Ecke meiner Wohnung. Das kann im gemeinsamen Schweigen sein, bei einem Spaziergang oder beim ausgedehnten Schauen in die Natur. Wenn ich sie sehe, höre und rieche. All das und noch viel mehr führt zur Seelenruhe. Denn jeder Mensch weiß im Innersten was seinem Innersten gut tut.

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„Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug“. Nein, das ist kein Satz eines Fallschirmspringers. Dieser Satz steht auf dem Grabstein der Dichterin Hilde Domin. Wie wunderbar widersprüchlich. Die Schwerelosigkeit dieses Satzes auf einem gewichtigen Grabstein. Das Luftige und Erdenschwere so verbunden miteinander. Das tut gerade auf einem Grabstein so gut, der so schwer aussieht wie der Tod endgültig ist. Aber die Hoffnung, die darüber hinausgeht, die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod ist so leicht und schwerelos, dass kein Grabstein und keine Trauer sie halten kann. „Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug“- dieser wunderbare Satz macht aber nicht nur auf Friedhöfen Sinn. Nein, auch und gerade draußen, außerhalb von Friedhöfen, geschieht das, was er beschreibt. Dass ich getragen werde, bei allem Risiko. Allen voran in der Liebe: wenn ich aus mir heraustrete und eintrete in den Lebensraum eines anderen Menschen. Wenn ich es wage mich zu verlieren, mich fallen zu lassen und dann das Glück habe, nicht zu stürzen und aufzuprallen am Boden der harten Realität, sondern aufgefangen werde und schweben darf, schwerelos. Oder wenn ich mein Leben ändere, mich von jemandem oder etwas trenne, was Neues beginne, etwas wage. Auch dann setze ich einen Fuß in die Luft und erfahre erst später ob sie trägt. Oder wenn ich eine Therapie beginne, an Leib oder Seele, auch dann begebe ich mich in einen offenen Raum von dem ich nicht weiß, ob er mich heilen wird, halten oder erhalten wird. Genau da sind Menschen so wichtig. Um diesen wunderbaren unsichtbaren Lebensstoff zu bieten, der trägt und hält. Und wenn auch der nicht mehr hilft oder in dieser Welt nicht mehr möglich ist, dann bleibt noch die Hoffnung auf jene, in die ich dann getragen werde. Und getragen bin. Für immer.         

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 (Lk 12, 49-53)

„Ich bin gekommen um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen.“ Einer der schwierigsten Sätze Jesu. Und heute in den katholischen Kirchen zu hören. Schwierig, weil er so aggressiv klingt. An anderer Stelle spricht Jesus sogar vom Schwert das er unter die Menschen bringt und das sie entzweien wird. Sogar Väter und Söhne, Mütter und Töchter, Schwestern und Brüder. Ist Jesus denn ein Spalter oder Brandstifter? Nein. Aber Jesus brennt. Er wünscht sich so sehr, dass der Geist Gottes gegenwärtig wird in dieser Welt. Denn das ist sein Auftrag, seine Mission, der Sinn seines Lebens. Und den kann er nur mit göttlicher Radikalität erfüllen, mit innerem Feuer. Ohne Rücksicht auf Konventionen, Traditionen, ja sogar ohne Rücksicht auf familiäre Bindungen. Dabei ist sich Jesus sehr wohl bewusst, was das bedeuten kann. Er selbst hat sich ja von seiner Familie gelöst. Weil er so brennt. An anderer Stelle soll er mal gesagt haben: „Wer mir nahe ist, ist dem Feuer nahe“. Und das ist wohl wahr. Denn Feuer wärmt, es spendet Licht, ist aber auch gefährlich. Man kann sich auch verbrennen! Auf Jesus bezogen heißt das, dass der Glaube, den er verkündet voll von Herzenswärme ist. Dass dieser Glaube Sinn geben, ja erleuchten kann. Und, dass er wehtun kann. Wenn jemand so erfüllt von ihm ist, dass ihn das von anderen Menschen trennt, trennen muss. Weil er sich ganz in diesen Glauben hineinbegibt. Als Priester oder Ordensschwester zum Beispiel. Dieser Glaube kann schmerzlich sein, wenn lieblose Menschen es nicht aushalten liebende Menschen zu sehen, die ganz in etwas aufgehen oder eine unumstößliche innere Haltung haben. Egal vor wem sie stehen. Bei nicht wenigen Christen hat das sogar bis zum Tod geführt. Zu aller erst bei Jesus. Wenn Menschen es nicht aushalten den Himmel offen zu sehen durch die Liebe gottbeseelter Menschen und sie kaltstellen, wegsperren oder gar umbringen müssen. Weil es das Leben der Lieblosen so sehr in Frage stellt und sie all ihrer Schutzpanzer wie Geld oder Macht entkleidet. Ja, der christliche Glaube kann gefährlich sein, in manchen Regionen dieser Welt sogar lebensgefährlich. Der christliche Glaube ist auch nicht billig zu haben, selbst wenn es hierzulande so aussehen mag. Aber er ist es nicht. Weil die Liebe nicht billig zu haben ist. Und weil sie brennt…

 

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Man kann nicht nur mit dem Körper zärtlich sein, sondern auch mit der Seele. Wie, das beschreibt Papst Franziskus in seinem Buch über die Liebe. Er sagt: 

Zärtlichkeit ist eine Äußerung jener Liebe, die sich von dem Wunsch egoistischen Besitzens befreit. Sie bringt uns dazu, vor einem Menschen gleichsam zu erzittern, mit unermesslicher Achtung und einer gewissen Furcht, ihm Schaden zuzufügen oder ihm seine Freiheit zu nehmen. Die Liebe zum anderen freut sich daran, das Schöne und Unantastbare seines persönlichen Wesens zu betrachten, das jenseits meiner Bedürfnisse existiert. Das ermöglicht mir, sein Wohl zu suchen, auch wenn ich weiß, dass er mir nicht gehören kann… 

Quelle: Papst Franziskus . Amoris Laetitia – Freude der Liebe. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 2016. S. 122.

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In seinem Buch über die Liebe betreibt Papst Franziskus auch kräftige Selbstkritik an der Katholischen Kirche. Und redet seinen Priestern ins Gewissen, barmherzig mit den Fehlernund Schwächen der Menschen umzugehen. Er sagt:

Wir dürfen nicht vergessen, dass Barmherzigkeit nicht nur eine Eigenschaft des Handelns Gottes ist. Sie wird vielmehr auch zum Kriterium an dem man erkennt, wer wirklich seine Kinder sind…Denn die Barmherzigkeit ist der Tragbalken der das Leben der Kirche stützt. Ihr gesamtes seelsorgliches Handeln sollte umgeben sein von der Zärtlichkeit, mit der sie sich an die Gläubigen wendet; ihre Verkündigung und ihr Zeugnis gegenüber der Welt können nicht ohne Barmherzigkeit geschehen. Es ist wahr, dass wir uns manchmal wie Kontrolleure der Gnade und nicht wie ihre Förderer verhalten. Doch die Kirche ist keine Zollstation, sie ist das Vaterhaus, wo Platz ist für jeden mit seinem mühevollen Leben. 

Quelle: Papst Franziskus . Amoris Laetitia – Freude der Liebe. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 2016. S. 263.

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