Manuskripte

Na, das war doch mal eine Sportmeldung die mir gefallen hat: Der 80-jährige César Luis Menotti übernimt beim argentinischen Fußballverband den Posten des Generaldirektors für die Nationalmannschaften. Er soll dabei einen Zehnjahresplan umsetzen. Wunderbar! Ein 80-jähriger der einen Zehnjahresplan umsetzen soll. Das gefällt mir, weil da ein schon fast frecher Optimismus drinsteckt, der davon ausgeht, dass der gute Mann 90 Jahre alt, arbeitsfähig und klar im Kopf bleiben wird. Das gefällt mir auch, weil César Luis Menotti ein Mann ist, dem ich das und auch die Erfüllung seiner Aufgaben zutraue. Ältere Fußballfans werden sich vielleicht noch an ihn erinnern. Ein intellektueller Lebemann, der die Argentinier 1978 zum Weltmeistertitel geführt hat und dabei einen begeisternden Fußball spielen ließ. Vor allem aber gefällt mir die Geschichte vom 80-jährigen mit dem Zehnjahresplan, weil hier einem alten Menschen etwas zugetraut wird. Seiner Lebenserfahrung, seiner größeren Gelassenheit, seinem Blick auf das Wesentliche. Bei Menotti zeigte sich das zum Beispiel darin, dass er seine Spieler bei der Teambesprechung vor dem Spiel nicht nur über den Gegner informiert, sondern ihnen viel länger erzählt hat wie gut sie sind. Oder beim Training auch nach der Frau und den Kindern eines Spielers gefragt hat. Eigentlich ganz normale zwischenmenschliche Verhaltensweisen, die aber im durchkommerzialisierten Fußball eine Seltenheit geworden sind. Oder in seinen Worten ausgedrückt: „Wer nur etwas von Fußball versteht, der versteht nicht mal was von Fußball.“ Ein Segen, wenn einem 80jährigen wie diesem junge Menschen anvertraut werden.

 

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NEUERSCHEINUNG

Den Tod ueberleben 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Patmos Verlag beschreibt so:

Die Begegnung mit dem Sterben und dem Tod fordert uns heraus, bringt uns an Grenzen. Kein Wunder, dass wir den Tod verdrängen, ihn in unserer Lebendigkeit nicht haben wollen. Wie also umgehen damit, wenn plötzlich der Verlust eines geliebten Menschen zu betrauern ist?

Peter Kottlorz’ Texte machen Mut, den Tod nicht mehr aus dem Leben auszuschließen. Sie schenken Worte, wenn alles sinnlos scheint, und geben Halt, wenn vieles fraglich wird. Und sie sind durchdrungen von der Hoffnung darauf, dass die Begegnung mit dem Tod und die Trauer um einen geliebten Menschen überlebt werden können. Eine authentische Ermutigung, sich auf die Trauer einzulassen, und eine Einladung, intensiver zu leben.

Hardcover mit Leseband durchgehend vierfarbig 

ISBN: 978-3-8436-1128-2

Patmos Verlag 

Erhältlich im Buchhandel 

Preis: 18,00 Euro

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28334

„Sei gerecht, ehe du großmütig bist“. Dieser Satz geht mir immer wieder durch den Kopf, wenn ich Mails von Menschen bekomme, die auf geflüchtete Menschen schimpfen. Die verärgert sind, weil sie sich den Geflüchteten gegenüber benachteiligt fühlen. „Sei gerecht, ehe du großmütig bist“. Beim Thema Flüchtlingshilfe hab ich da zwei Blickwinkel. Zum einen den Blick auf die Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Zum anderen den Blick auf die Menschen, die ihren Frust oder ihre Wut bei mir abladen. Ich will ihnen gegenüber gerecht sein, das heißt für mich auch verstehen, was sie denn so wütend macht.                                                              

Ich denke viele arme Menschen bei uns, die gesehen haben wie selten schön Politik, Kirchen und Gesellschaft mit den zu uns Geflüchteten umgegangen sind, hätten sich gewünscht, dass man auch mit ihnen so umgegangen wäre. Nicht nur Refugees welcome, sondern Arbeitslose, Hartz IV Empfänger, alleinerziehende Mütter am Existenzminimum, welcome! Wir sehen euch, wir heißen euch willkommen, wollen euch und euren Kinder gut. Und ihr braucht nicht mehr all diese entwürdigenden Ämtergänge machen oder euch bis in die persönlichsten Lebensumstände kontrollieren lassen. Ja, wenn Menschen wie sie sehen, dass Geflüchtete leichter und vielleicht auch freundlichere Unterstützung bekommen haben, dann kann ich ihren Frust und ihre Wut verstehen.                                                                                    

„Sei  gerecht, ehe du großmütig bist“. Da hat es bislang offenbar zu sehr an Gerechtigkeit den Armen in unserer Gesellschaft gegenüber gefehlt. Auch schon im Jahr 2015 als es zu der ohne Zweifel historisch richtigen und menschlich schönen Großmütigkeit den Geflüchteten gegenüber bei uns kam. Darum ist nun Gerechtigkeit für die hiesigen Benachteiligten angesagt, damit nicht die Armen in unserer Gesellschaft gegeneinander ausgespielt oder gar aufgehetzt werden. Und Frieden herrscht, sozialer Frieden. Denn der lebt von Gerechtigkeit - für alle!

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Jeder kennt sie, diese Tage an denen einem alles schwer fällt, einem alles zu viel erscheint. Könnte man einmal länger schlafen, wecken einen die Kinder. Das ewige Aufräumen oder Putzen geht einem nicht von der Hand und das Einkaufen fällt schwer. Und dann fährt einem auch noch der Bus vor der Nase weg, die Menschen bei der Arbeit nerven und abends will man nur noch seine Ruhe und fällt erschöpft ins Bett. Klar, nicht an jedem Tag ist es so und auch nicht in dieser geballten Ladung. Hoffentlich nicht! Aber oft reichen schon ein paar Dinge, um einem den Tag so richtig zu vermiesen. Das muss aber nicht sein. Oft kommt es auch auf die Perspektive an, auf die innere Haltung. Wenn die, sagen wir um 180 Grad gedreht wird, dann kann einem das schon ein wenig helfen. Ich habe ein Gebet entdeckt, in dem das ganz gut gelungen ist. Weil es hilft, allen Alltagslasten und Belastungen zum Trotz den Blick auf das nicht zu verlieren, was gut darin ist. Darum heißt es auch „Dankbar“ und geht so:

„Früher wach - lebendige Kinder. Haus voller Unordnung - ein Dach über dem Kopf. Der tägliche Einkauf - Versorgung gesichert. Berge von Wäsche - genug zum Anziehen. Stapel von Abwasch - alle sind satt. Bus verpasst - geschenkte Zeit. Jede Menge Lärm - Menschen um mich her. Erschöpft ins Bett- ein Tag voller Leben. Amen.“

 

Quelle: Adventskalender „Der andere Advent“ 21.12.17

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Charly Brown und Snoopy. Vielleicht kennen sie ja die Comics mit den beiden. Dem Jungen mit dem großen, runden Kopf und dem Hund mit den Schlappohren. Einer dieser Comics gefällt mir besonders, ich hab ihn mal zum Geburtstag geschickt bekommen. Darin sitzen die beiden am Ende eines Stegs am Wasser und schauen in die Ferne. Charly sagt leicht melancholisch:“ Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy.“ Und Snoopy antwortet: „Wie wahr, aber an allen anderen nicht.“                                             

Ist das nicht herrlich! Diese augenzwinkernde Ermutigung, dass wir uns trotz der Gewissheit zu sterben, den Blick auf das Leben nicht nehmen lassen. Eine herrlich versteckte Einladung zur Lebensfreude, zum Lebensbewusstsein. Ein federleichter Hinweis darauf welch überwältigend große Zahl an Lebenstagen diesem einen Sterbenstag gegenübersteht. Penibel gerechnet, auf ein Alter, von zum Beispiel 70 Jahren, wären das  25.550 Lebenstage gegenüber dem einen Sterbetag. Eine recht große, abstrakte Zahl, die nur durch Leben konkret wird, durch gelebtes Leben konkret wird. Schöne Tage, schwere Tage, Feiertage, Arbeitstage, Tage in Gesundheit, Tage in Krankheit, Tage in Freude und Tage in Leid. Alle, alle haben sie ihren Platz in der Summe unserer X-tausend Tage die wir unser Leben nennen. Und alle haben ihr Schönes, wenn wir es nur sehen oder es gezeigt bekommen. Und alle haben ihr Gutes, wenn wir es nur tun oder uns tun lassen. Jeder für sich, aber möglichst viel und möglichst oft gemeinsam, weil das immer schöner ist als einsam. Von der Wiege bis zur Bahre, bis hin zu dem einen Tag an dem wir dann gehen werden. Und das dann hoffentlich gut, weil die vielen anderen Tage davor gut gewesen sind, weil bewusst gelebt und dankbar. Für jeden einzelnen…

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Reizwort „Tempolimit“, nein ich werde den Teufel tun, mich öffentlich dafür oder dagegen zu positionieren. Ich selbst fahre auch gern zügig, manchmal schnell, aber schneller als 180 bin ich noch nie gefahren. Wahrscheinlich weil mein Auto das nicht hergibt. Doch ich weiß auch wie prickelnd es sich anfühlt, so schnell zu fahren, aber auch wie stressig das ist und um wie viel gefährlicher für mich und dadurch auch für die anderen. Darum hab‘ ich persönliche Tempolimits für mich eingeführt: Also 120 bei Nacht oder wenn ich müde bin, mehr strengt mich einfach zu sehr an. Und 130 bei längeren Fahrten, das ist easygoing und lässt mich locker bleiben. Ein Journalist hat das glatte Gegenteil davon dermaßen gut beschrieben, dass ich ihn gern zitieren möchte. Er, der sonst einen Familienbus fährt, hatte, weil ein Flug ausgefallen war, nach einem schnellen Mietwagen gesucht. Und bekam einen sehr schnellen. Er hat beschrieben welch „geilen Kick“ aus Lust und Angst er bei Tempo 260 erlebt hat. Er hat aber auch noch was anderes erlebt und ab hier zitiere ich den Journalisten Hauke Goos wörtlich: “Was ich an jenem Tag auf der A1 lernte: Es gibt neben dem umwelt- und verkehrspolitischem auch ein moralisches Tempolimit. Tempo 130, meinetwegen auch Tempo 150, gestattet eine Art von Konversation. Autofahrer die im ständigen Austausch miteinander sind. Man lässt andere rein, nimmt Rücksicht, achtet aufeinander, antizipiert Fehler, verzeiht Fehler, macht selbst Fehler ohne dafür gleich von der Bahn geschossen zu werden. Wer 200 fährt verlässt diese Gemeinschaft. Tempo 200 ist nicht Konversationston sondern ein leicht manischer Monolog. Wer 250 fährt, der schreit.“

Quelle: Der Spiegel Nr. 7/09.02.2019 , Vroooooom! Homestory: Wie ich lernte das Tempolimit zu lieben

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“Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen.“ Wie wahr, dieser Spruch. Womit hat man nicht alles seinen Kopf und sein Herz voll wenn man gesund ist. Und wieviel Wünsche hat man, wenn man voll in Saft und Kraft steht. Ist ja auch gut, das ist das Leben, das volle, pralle, normale Leben, das scheinbar normale Leben. Aber wenn es mal nicht so ist, wenn man mal ernsthaft krank ist, dann schnurren die vielen Wünsche auf einen zusammen: auf den, gesund zu werden. An die Menschen die gerade krank sind, möchte ich in diesen Gedanken denken. An all die, die Patienten sind. Auf dass sie hegende und pflegende Menschen um sich haben. Menschen die sie stärken in ihrer Hoffnung auf die Erfüllung dieses einen Wunsches: wieder gesund zu werden. Die ihnen helfen geduldig zu sein, ihnen helfen Patienten zu sein. Das ist schon ein sehr passendes Wort für den Mensch im Krankenstand – Patient. Denn von seinem Wortursprung her heißt es  tragen, ertragen und dulden. Krankheit ist der Härtetest für den Leib und die Geduldsprobe für die Seele. Man kommt in Bereiche, die man vorher vielleicht noch nicht gekannt hat und vielleicht auch nicht kennen wollte: Ohnmacht, Unsicherheit und Ängste sind  emotionale Begleiter von Krankheit. Von Schmerzen oder Unwohlsein ganz zu schweigen. Kranksein wirft einen ganz auf sich selbst zurück, mit allen Licht- und Schattenseiten, jenseits von Leistung, Erfolg oder gutem Aussehen. Kranksein, Patient sein, kann an die Wurzeln unseres Daseins rühren, daran dass wir Menschen bedürftige Wesen sind. Allesamt - von der Wiege bis zur Bahre und eben auch dazwischen, wenn wir krank sind. Der Zuwendung bedürftig, an Leib und Seele, und der Menschen, die uns Geduld und Zuversicht vermitteln. Die Zuversicht, die dann wir, wenn wir wieder gesund sind, weitergeben können. Hoffentlich…

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Wie lebe ich, damit ich nicht umsonst gelebt habe?“ Diese Frage treibt Menschen immer wieder um. Hat mein Leben einen Sinn? Hab ich etwas erreicht, das in sich wichtig und richtig war, etwas, das mir und anderen Menschen das Leben lebenswert gemacht hat? Und bestenfalls über dieses Leben hinaus Bestand hat?

Der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson hat sich darüber auch Gedanken gemacht und auch Antworten darauf gefunden. Diese Antworten finde ich so sympathisch, dass ich sie weitergeben möchte. Nicht umsonst gelebt zu haben, bedeutete also für Emerson:  „Oft und viel lachen. Die Anerkennung aufrichtiger Kritiker verdienen und den Verrat falscher Freunde ertragen. Schönheit bewundern und im anderen das Beste finden. Die Welt ein wenig besser verlassen, ob durch ein Kind, ein Stückchen Garten oder einen kleinen Beitrag zur besseren Gesellschaft. Wissen dass wenigstens das Leben eines anderen Menschen leichter war, weil du gelebt hast.“ Wow, „Wissen dass wenigstens das Leben eines anderen Menschen leichter war, weil du gelebt hast.“ Er klingt so bescheiden dieser letzte Satz. Wenigstens ein Mensch - und nicht die Menschheit, nicht die Nation, eine Stadt oder meine Familie, nein, ein Mensch und sein Leben - nicht glücklicher, besser oder schöner gemacht zu haben, sondern nur ein wenig leichter. Und doch so groß dieser Satz, weil er das Leben meint, das Leben eines anderen, das durch meins leichter geworden ist. Ich glaube, ich werde mich mal umschauen welchen Menschen es da gäbe, was leichter für ihn bedeuten könnte und was ich tun könnte. 

 

 

 

 

 

 

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(Lk 6,17. 20-26 Seligpreisungen in Feldrede Jesu)

„Selig ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.“ Sie sind bekannt, diese Worte Jesu und heute wieder in den katholischen Kirchen zu hören: die Seligpreisungen. Quasi das Programm Jesu, bei dem damals wie heute die gängigen weltlichen Werte umgekehrt werden. Selig, also gesegnet, von Gott bevorzugt sind nicht die Reichen, die Satten und die Glücklichen, sondern die Armen, die Hungernden und die Traurigen. Um sie geht es zu allererst, sie sind Gottes  Lieblinge. Weil mit ihnen in dieser Welt nicht so umgegangen wird, wie er es will: und zwar gerecht, zugewandt und heilsam. Es gilt als gesichert, dass Jesus die ersten drei Seligpreisungen genau so gesagt hat. Der sozial scharfsichtige Evangelist Lukas hat sie in seiner Version noch verstärkt, indem er Jesus sogar drohen lässt:“ Weh Euch, ihr Reichen, denn ihr habt euren Trost schon empfangen. Weh euch, die ihr jetzt satt seid, denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet klagen und weinen.“ Ist das nun mal wieder Drohbotschaft statt Frohbotschaft? Nein, Lukas will damit zeigen, welch ein gerechter Gott der Gott Jesu Christi ist.  Der will, dass die, denen es an Leib, Seele oder Schicksal besser geht als anderen, etwas für die tun, denen es schlechter geht. So scheint seine Welt in diese hinein. So, und nur so handeln Menschen, die sich zu ihm bekennen auch wirk-lich in seinem Sinn. Das war schon zu Zeiten Jesu radikal und ist es bis heute. Und was macht die Kirche, meine katholische Kirche? Diese reiche, satte, in sich festsitzende Kirche? Die zu wenig Seelsorgerinnen und Seelsorger hat und zu viele Gebäude?

Diese Kirche, die sich hinter Vorsorge- und Nachsorge-Aktionismen versteckt, statt die Strukturen zu verändern, die zu den Missbrauchsverbrechen ihrer Kleriker geführt haben? Und was mache ich, privilegierter Mensch, der vom Geld dieser reichen Kirche seinen Lohn bekommt? Geb ich genügend davon ab, an die Armen hier und an die in den armen Ländern der Welt? Geb ich den in der Seele Hungernden, die mir begegnen, genügend Nahrung? Und tröste ich die Traurigen und Weinenden deren Not ich sehe? Die Seligpreisungen Jesu sind zeitlose Fingerzeige Gottes. Und jeder Finger zeigt auf mich und auf die, die sich Christen nennen…

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28143

Seit rund 20 Jahren zieht die Raumstation ISS ihre Kreise um die Erde. Immer wieder gibt es Kritiker, die die Experimente dort oben für unnötig halten. Alexander Gerst, letzten Dezember von der ISS zurückgekehrt, antwortet darauf:

„Unsinn. Nur ein Beispiel von Hunderten: Ich habe in der Schwerelosigkeit künstliche Tumoren gezüchtet. Krebszellen wachsen zwar auch auf der Erde in der Petrischale, die dabei entstehenden Tumoren sind aber unnatürlich flach, wie Flundern. In der Schwerelosigkeit hingegen wachsen Tumoren dreidimensional, sie sind denen, die im menschlichen Körper wuchern, viel ähnlicher. An solchen Weltraumtumoren haben wir neue Krebsmedikamente getestet.“

 

Quelle: Der Spiegel, Nr. 4/19.1.2019, S. 97.  

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Herbert Grönemeyer auf die Frage warum er in seinem neuen Album eher nachdenklich als kämpferisch auf den Rechtspopulismus in Deutschland reagiert:

„Sind wir in der Lage aufgeklärt und erwachsen Widerstand zu leisten? Wir wollen nicht, dass Menschen gejagt werden. Wir wollen nicht, dass Menschen ausgegrenzt werden, das muss man klar und massiv sagen. Aber können wir das auch mit einer gewissen Ruhe? Können wir als Gesellschaft zusammenhalten, auch in einer Phase wie jetzt, wenn die Politik schwächelt? Wenn wir aufgescheucht werden und nervös, dann sind wir Deutschen leichtes Futter. Und das wollen die Rechtspopulisten erreichen mit ihren Provokationen…Mein Versuch mit meinem neuen Album (Einf.) („Tumult“) ist, so eine Stimmung zu erzeugen. Wir können zusammenhalten. Glaubt nicht, dass ihr uns nervös machen könnt.“

 

Quelle: Der Spiegel, Nr. 45/3.11.2018, S. 126.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=28050

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