Alle Beiträge

Die Texte unserer Sendungen in den SWR-Programmen können Sie nachlesen und für private Zwecke nutzen.
Klicken Sie unten die gewünschte Sendung an.

Filter
zurücksetzen

Filter

Datum

SWR3

 

Autor*in

 

Archiv

SWR3 Gedanken

25APR2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Ich sitze auf dem Sofa und scrolle durch die Nachrichten. Bilder von zerstörten Häusern. Kinder, die in Trümmern spielen, weil sie kein Zuhause mehr haben. Menschen, die festgenommen werden, weil sie die falsche Hautfarbe haben oder die falsche Sprache sprechen.
Ich lege das Handy weg. Und plötzlich ist da diese Frage: Wo bist Du Gott? Wo bist Du in all dem Schmerz und der Grausamkeit?
Ich suche nach Gott. Doch statt ihn zu finden, merke ich erstmal nur, wo ich ihn nicht finde. Gott ist nicht in dem, was Menschen einander antun. Der Schmerz und  die Trümmer – all das kommt nicht von Gott. Aber das heißt nicht, dass er die Menschen dort allein lässt. Die Frage nach Gott führt mich woanders hin. Weg von dem, was zerstört. Und hin zu dem, was sich dagegenstellt. Zu den Menschen in den USA, die sich zusammentun, um ihre Nachbarn zu schützen. Den Menschen im Iran, die auf die Straße gehen, obwohl sie wissen, was ihnen droht. Den Israelis und Palästinensern, die trotz allem versuchen, Brücken zu bauen. Zu allen, die sagen: So darf es nicht bleiben. Und in diesen Widerständen, den kleinen und großen, da scheint für mich etwas Göttliches auf.
Ich weiß nicht, ob das Antworten sind. Aber mir machen diese Momente Hoffnung. Gott zeigt sich nicht im Unheil. Sondern in dem, was sich ihm entgegenstellt.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44252
weiterlesen...

SWR3 Gedanken

24APR2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Nächster Halt: Köln Hauptbahnhof. Wenn ich mit der Bahn unterwegs bin, komme ich da meistens vorbei. Manchmal habe ich dann eine halbe Stunde Umstiegszeit. Und dann gehe ich oft noch kurz in den Dom.
Mitten in der Stadt. Zwischen Bahnhof, Touristen, Straßenlärm.
Ein Schritt durch die Tür – und plötzlich wird es ruhig. Ich liebe dieses Gefühl. Wie in den Pool springen an einem heißen Sommertag. Irgendwie erfrischend. Und dazu noch kostenlos. Bis jetzt.
Weil es unglaublich viel Geld kostet, ein so riesiges Gebäude zu erhalten, soll man bald Eintritt zahlen. Ich verstehe, dass das nötig ist. Ein bisschen traurig finde ich den Gedanken trotzdem.
Denn Kirchen gehören zu den letzten Orten in unseren Städten, die für alle offen sind. Für Menschen, die beten wollen genauso wie für die, die einfach neugierig sind. Oder für jemanden, der mal kurz durchatmen muss.

Fast überall sonst gilt: Du darfst bleiben, wenn Du etwas kaufst. Einen Kaffee oder ein Museumsticket. In einer Kirche gilt: Du darfst bleiben, weil Du da bist. Bedingungslos. Egal, ob Du gläubig bist oder nicht. Solche Orte sind selten geworden. Aber vielleicht macht genau das sie so besonders.

Ich hoffe, dass sie in Köln einen guten Kompromiss finden. Damit dieses großartige Bauwerk erhalten bleibt. Und jeder trotzdem spüren kann: Dieser Ort ist für mich. Auch ohne Geld.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44251
weiterlesen...

SWR3 Gedanken

23APR2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

„Boah Frau Schlecht, ich hab eigentlich echt keinen Bock auf Ihre Impulse.“ Das sagt mir meine Schülerin aus der 8. Klasse. Und dann schiebt sie noch hinterher: „Aber ohne ist auch irgendwie doof.“

Ich lache erstmal. Und ich glaube, ich weiß, was sie meint: Dass sie eigentlich keine Lust drauf hat. Aber merkt, dass es ihr trotzdem gut tut.
Dieses Gefühl kenne ich nämlich auch.

Ich weiß ziemlich genau, was mir guttut: Ein paar Seiten lesen, bevor ich schlafen gehe. Am Wochenende mal einen Kuchen backen. Oder mir Zeit nehmen für einen Gottesdienst. Oder ein Gebet.

Eigentlich alles Dinge, nach denen ich mich besser fühle. Und trotzdem mache ich sie oft nicht. Weil es einfacher ist, noch ne Folge von irgendeiner Serie zu schauen. Oder durch die nächsten 20 Kurzvideos zu scrollen.

Vielleicht liegt das daran, dass die Dinge, die mir guttun, oft nicht die sind, die sich auch sofort gut anfühlen. Sondern erstmal ein bisschen Überwindung kosten. Für die ich mich aufraffen muss. Die mich rausbringen aus dem Gewohnten. Und mich kurz langsamer machen. Die erstmal anstrengend sind.
Ich glaub aber, dass das genau die Momente sind, die ich brauche. Momente, in denen ich nicht einfach nur konsumiere. Sondern wieder bei mir selbst ankomme. Und manchmal vielleicht sogar bei Gott.
Meine Schülerin hat das eigentlich ziemlich gut auf den Punkt gebracht: Kein Bock drauf. Aber ohne ist auch doof.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44250
weiterlesen...

SWR3 Gedanken

22APR2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

„Nach der Beerdigung hat sich kaum noch jemand gemeldet.“

Das hat einmal eine Frau zu mir gesagt, die ich in ihrer Trauer begleitet habe. Ich bin Trauerbegleiterin und höre solche Sätze immer wieder.

Viele Trauernde fühlen sich in dieser Zeit plötzlich sehr allein. Nicht nur, weil sie einen Menschen verloren haben. Sondern auch, weil sich etwas in ihrem Umfeld verändert. Menschen ziehen sich zurück, melden sich seltener und lassen mehr Abstand. Für Trauernde fühlt sich das oft an wie ein zusätzlicher Verlust. Dabei wünschen sie sich eigentlich etwas anderes. Dass jemand da ist. Dass jemand bleibt.

Oft hat es nichts mit Gleichgültigkeit zu tun, dass Menschen auf Abstand gehen. Viele sind einfach unsicher. Sie wollen sich nicht aufdrängen. Oder haben Angst, etwas Falsches zu sagen. Und sagen dann lieber gar nichts.

Dabei braucht Trauer gar nicht die richtigen Worte. Und sie lässt sich auch nicht „lösen“. Was Trauernde brauchen, ist oft viel einfacher:
Eine kurze Nachricht: „Ich habe heute an dich gedacht.“
Oder eine konkrete Einladung: „Hast du Lust, eine Runde spazieren zu gehen?“

Es muss nichts Großes sein. Wichtig ist vor allem: Dass jemand bleibt.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44249
weiterlesen...

SWR3 Gedanken

21APR2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

„Elegant ist anders.“ Ich beobachte meine Bewegungen im großen Spiegel vor mir und frage mich kurz, was ich hier eigentlich mache. Aber dann schiebe ich den Gedanken weg. Und mache einfach weiter. Am Ende meiner ersten Tanzstunde hab ich sogar ein großes Grinsen im Gesicht.
Dabei hat es mich einiges an Überwindung gekostet, mich überhaupt für diesen Kurs anzumelden. Seit der Schulzeit habe ich nicht mehr getanzt.
Und richtig gut bin ich sowieso nie gewesen. Als Kind ist mir das egal gewesen. Ich hatte einfach Spaß. Als Erwachsene ist das anders. Ich merke, wie sehr ich auf Leistung gepolt bin. Wenn ich etwas nicht gut kann, lasse ich es meistens gleich.
Diese Logik begegnet mir überall. Im Job sowieso. Denn da will ich auf der Karriereleiter natürlich noch ein paar Stufen nach oben klettern. Aber auch in der Freizeit: Laufen, um Zeiten zu verbessern. Yoga, um noch besser zu entspannen. Und genau mit diesem Gedanken stehe ich auch in meiner Tanzstunde: Dass ich etwas können müsste. Besser sein müsste. Aber dann schiebe ich diesen Gedanken ganz bewusst weg. Und tanze einfach weiter. Und plötzlich ist es anders: Es geht nicht mehr darum, gut zu sein. Nicht darum, besser zu werden als andere. Sondern einfach darum, mich zu bewegen. Und Spaß dabei zu haben.
In meiner zweiten Stunde stehe ich wieder vor dem Spiegel. Meine Schritte sind immer noch nicht elegant. Aber diesmal denke ich nicht mehr: Was mache ich hier eigentlich? Sondern: Gut, dass ich einfach da bin.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44248
weiterlesen...

SWR3 Gedanken

20APR2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Sterbejahr minus Geburtsjahr. Wenn ich über einen Friedhof gehe, fange ich im Kopf ganz automatisch an zu rechnen. Bei jedem Grabstein. Sterbejahr minus Geburtsjahr. Und heraus kommt… das Leben?
Als ich das letzte Mal auf dem Friedhof war, hab ich das Grab einer Frau entdeckt, die 100 Jahre alt geworden ist. Das hat mich beeindruckt. Und gleichzeitig hat es mich nachdenklich gemacht. Denn diese 100 Jahre sind erstmal nur eine Zeitspanne. Sie sagen nichts darüber aus, wie sie ihr Leben gelebt hat. Ob es 100 glückliche Jahre waren, kann ich nicht wissen. Ob sie viel gelacht hat. Ob sie geliebt hat. Ob sie mutig war. Oder manchmal auch verzweifelt. All das steht nicht auf einem Grabstein. Da stehen nur zwei Zahlen. Und ein kleiner Strich dazwischen.
Aber eigentlich ist genau diese Zeit zwischen den Zahlen doch das, was das Leben ausmacht. Alles, was zwischen Geburts- und Todestag passiert:
Die Freundschaften, die wir knüpfen. Entscheidungen, die alles verändern können. Die Fehler, aus denen wir lernen. Vielleicht auch Neuanfänge, die Mut brauchen.
Und manchmal frag ich mich: Wofür soll der Strich auf meinem Grabstein einmal stehen? Für Beziehungen. Für Liebe. Für Momente, in denen ich mutig war und auf die ich stolz sein kann.

Das Datum hinter meinem Strich – wann ich sterben werde – kenne ich nicht. Aber ich kann entscheiden, wofür die Zeit zwischen meinen Zahlen einmal stehen soll.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44247
weiterlesen...

SWR3 Gedanken

19APR2026
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Wir leben im Sofort-Modus: Nachrichten in Sekunden, Antworten in Millisekunden, Bestellungen am nächsten Tag vor der Tür. Und dann gibt es da den Kölner Dom. 632 Jahre haben Menschen an ihm gebaut. Von der Grundsteinlegung bis zum letzten Stein. 632 Jahre. Ob sich der erste Dombaumeister das so vorgestellt hat? Wahrscheinlich nicht. Denn zwischendurch gab es lange Pausen – zum Beispiel während des 30-jährigen Kriegs. Das konnte er nicht ahnen. Aber eines hat er sicher gewusst: Dass dieses Bauwerk erst lange nach seinem Tod fertig sein wird. Dass er das, was er geplant hat, selbst nie vollständig sehen wird.
Ich bin es überhaupt nicht gewohnt, in so großen Zeitspannen zu denken. Für mich ist es schon lang, wenn ich ein halbes Jahr an einem Projekt arbeite. Und natürlich will ich das Ergebnis meiner Arbeit auch sehen.  Am liebsten sofort. Damit ich sagen kann: Das hab ich geschafft.
Trotzdem fasziniert mich dieser Gedanke: An etwas zu arbeiten, das viel größer ist als das eigene Leben. Und so wertvoll, dass es sich lohnt, über mein eigenes Leben hinaus dafür einzustehen. Und damit auch Verantwortung zu übernehmen – für Menschen, die erst lange nach mir kommen. Beim Klimaschutz zum Beispiel. Dafür zu arbeiten, dass spätere Generationen gut leben können. Auch wenn ich das Ergebnis vielleicht gar nicht mehr erlebe.  Dafür gibt´s sogar einen eigenen Begriff. Cathedral Thinking. Kathedralendenken. In Anlehnung an so Menschen wie den ersten Dombaumeister in Köln. Die Vorstellung, an etwas zu bauen, das größer ist als ein Menschenleben.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=44246
weiterlesen...

SWR3 Gedanken

27SEP2025
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Sie klopft an meine Bürotür. Ob ich kurz Zeit hätte. Habe ich. Als wir uns gesetzt haben, nimmt sie ihre Sonnenbrille ab; ich sehe sofort das blaue Auge. Dann erzählt sie mir von ihrem Freund. Mit ganz ruhiger, leiser Stimme. Davon, wie er ihr weh tut. Und sich später dafür entschuldigt. Immer wieder. So wie gestern Abend. Sie erzählt mir, dass sie ihn liebt. Und gleichzeitig will, dass es aufhört. Dass sie überlegt zu gehen, aber nicht weiß wohin.
Es ist eines der intensivsten Gespräche, das ich als Seelsorgerin jemals geführt habe. Und eines, an das ich mich immer wieder erinnere. Auch wenn es jetzt schon einige Zeit her ist. Ich kenne ihren Namen nicht; sie wollte anonym bleiben. Und ich habe sie nie wieder gesehen. Aber immer wenn ich in den Nachrichten von häuslicher Gewalt lese, muss ich an sie denken. Wenn wieder von einem Femizid berichtet wird; also eine Frau ermordet wurde, einfach weil sie eine Frau ist. Dann hoffe ich, dass sie in Sicherheit ist.
Dass eine Frau in meinem direkten Umfeld Gewalt in ihrer Beziehung erlebt, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Aber Studien zeigen eindeutig, dass es jede treffen kann: Jede vierte Frau erlebt Gewalt in ihrer Partnerschaft. In allen Bildungs- und Einkommensgruppen. Deshalb ist es wichtig, dass alle genau hinschauen. Wer jemanden kennt, der vielleicht betroffen ist oder wer selbst Gewalt erfährt, kann sich an das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wenden. Unter der Nummer 116 016. Damit sich etwas ändert, braucht es viele, die hinschauen und handeln. Gemeinsam gegen die Gewalt.

https://www.hilfetelefon.de/das-hilfetelefon/

https://www.hilfetelefon.de/das-hilfetelefon/zahlen-und-fakten/

https://www.bpb.de/themen/gender-diversitaet/femizide-und-gewalt-gegen-frauen/518720/gewalt-gegen-frauen-in-deutschland/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=42986
weiterlesen...

SWR3 Gedanken

26SEP2025
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Tadej Pogacar – so heißt der Gesamtsieger der Tour de France in diesem Jahr. So viel hab ich mitbekommen, obwohl ich mich im Radsport eigentlich so gar nicht auskenne. Aber die Bilder der Sieger auf dem Podest; an denen komme selbst ich nicht vorbei. Für mich als Radsportlaiin sieht das so aus, als wäre Pogacar also dieser krasse Sportler, der schneller ist als jeder andere. Stimmt ja auch. Aber was ich bisher nicht wusste, ist, wie wichtig die Teams im Radsport sind. Da gibt es nämlich verschiedene Rollen: den Kapitän, die Sprinter oder die Helfer. Die Helfer sorgen dafür, dass der mit den größten Siegchancen gewinnen kann. Indem sie ihn zum Beispiel in ihrem Windschatten fahren lassen. So kann er Kraft sparen, um später nochmal anzugreifen. Die Helfer verzichten damit selbst auf einen besseren Ranglistenplatz; nur um ihren Kollegen mit den besten Siegchancen zu unterstützen. Ich bin sicher, dass es im Profiradsport dafür einen finanziellen Trost gibt. Aber den Gedanken finde ich trotzdem schön: Dass der Erfolg des Teams über dem eigenen steht. Und das ist ja nicht nur im Radsport so. Bei meiner Arbeit zum Beispiel. Da planen wir oft als Team wochenlang eine Veranstaltung – und am Ende steht nur einer vorne, moderiert das Ding und erntet den Applaus. Trotzdem ist das für alle ok. Weil jeder seine persönlichen Stärken einbringt. Gemeinsam schaffen wir etwas, das größer ist, als alles, was ich alleine schaffen würde. In einem guten Team ist es dann auch ok, nicht im Rampenlicht zu stehen. Weil trotzdem klar ist: Alle gehören dazu. Und es kommt auf jeden einzelnen an.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=42985
weiterlesen...

SWR3 Gedanken

25SEP2025
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Ein strahlendes Lächeln -  das schenkt mein Sohn dem Mann, der mich gerade um ein bisschen Kleingeld gebeten hat. Ich hab ihn schon von weitem gesehen. Seine kaputten Schuhe und die schmutzige Kleidung. Die verfilzten Haare. Ich will ihm kein Geld geben und schnell zu meinem Termin. Und entscheide deshalb blitzschnell, ihn möglichst gar nicht anzuschauen. Ich schüttle einfach den Kopf und will an ihm vorbei gehen.

Aber mein Sohn macht mir da einen Strich durch die Rechnung. Der Mann schaut ihn nämlich freundlich an und winkt ihm zu. Und mein Sohn reagiert wie er es immer tut, wenn jemand so Kontakt aufnimmt – eben mit einem strahlenden Lächeln. Mit knapp anderthalb Jahren hat er noch nicht viel Zeit gehabt, um die Schubladen im Kopf zu bauen, in die wir Menschen stecken. Und die darüber entscheiden, wie wir mit ihnen umgehen. Er sieht einfach einen Menschen, der freundlich zu sein scheint. Und meinen Sohn so strahlen zu sehen, hat mir mein eigenes Schubladendenken bewusst gemacht. Am Ende haben wir nämlich ein kurzes, aber wirklich nettes Gespräch mit dem Mann geführt.
Schubladendenken ist natürlich nicht nur schlecht. Es hilft mir, Menschen schnell einzuschätzen und mich vor Situationen zu schützen, die gefährlich werden können. Aber ich muss aufpassen, dass ich nicht nur die Schubladen sehe. Sondern auch die Menschen selbst. Die mehr sind als eine Schublade. Daran hat mich mein Sohn erinnert. Dass ich immer auch die Menschen sehen will. Vielleicht Menschen, denen das Leben übel mitgespielt hat. Aber vor allem anderen: Menschen.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=42984
weiterlesen...