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SWR3 Worte
Mit dem heutigen Feiertag enden die Weihnachtsschulferien in Baden-Württemberg. Aber der Tag heute zeigt: Weihnachten reicht noch weiter. Die Homepage evangelisch.de erklärt hierzu Details:
„Den [heutigen] 6. Januar kennen viele unter dem Namen "Heilige Drei Könige". Es wird die Ankunft der Magier gefeiert, die dem Stern über Bethlehem folgten, der sie zum frisch geborenen Jesuskind führte.
Doch diese Geschichte ist nur eine unter anderen, die mit […] "Epiphanias", wie das [heutige] christliche Fest eigentlich heißt, verbunden wird. Es geht darum, dass sich in dem Mensch Jesus von Nazareth, Gott zeigt. […]
"Gott wird Mensch". Dieser kleine Satz ist […] eine so unglaubliche Vorstellung, dass man mehrere biblische Geschichten braucht, die das deutlich machen. […]
Autor: nicht genannt; verantwortet vom Portal des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) gGmbH; Direktorin Ariadne Klingbeil und Direktorin Dr. Stefanie Schardien.
Text: Am 6. Januar ist noch einmal Weihnachten. Zu "Epiphanias" geht es um mehr als drei Könige (vom 5.1.2018) In: https://www.evangelisch.de/inhalte/76201/05-01-2018
SWR3 Worte
Anderen zum Neuen Jahr Gutes zu wünschen, ist ein schöner Brauch. Bei der Schriftstellerin Rose Ausländer klingt es ein bisschen anders:
„Im neuen Jahr grüße ich meine fernen und meine nahen Freunde
ich grüße die geliebten Toten
grüße alle Einsamen
grüße die Künstler, die mit Worten, Bildern und Tönen mich beglücken
grüße die verschollenen Engel
und grüße mich selber mit dem Zuruf: Mut“
Rose Ausländer, Text: Im neuen Jahr
In: Freude, Schätze aus 20 Jahren „Der Andere Advent“
SWR3 Worte
Den Himmel auf Erden, den gibt es. Zumindest anfanghaft. Pfarrer Martin Böger erwähnt, dass man den Himmel auf Erden – oder wie er sagt, das Reich Gottes – schon jetzt finden kann, z.B. in ganz alltäglichen Situationen. Er erzählt:
„Für mich hat das Reich Gottes etwas von einem Esstisch. Dem Tisch in der eigenen Wohnung […] an dem der Alltag geteilt wird: wo Tränen vergossen werden, gelacht wird, gemeinsam gegessen und getrunken wird. Wo gestritten und sich wieder versöhnt wird.
Ein Esstisch mit Macken – nicht perfekt, und doch genau der Ort, der als Sinnbild für das Leben steht.“
Pfarrer Dr. Martin Böger, Text: Geistliches Wort.
In: MITEINANDER. Gemeindebrief der Evangelischen Eberhardsgemeinde Tübingen, Ausgabe 299, Oktober/November 2025, S. 2. https://www.eberhardsgemeinde.de/fileadmin/mediapool/gemeinden/KG_tuebingeneberhardskirche/Miteinander_-_PDF/2025_Gdebrief_okt-nov-homepage.pdf
SWR3 Worte
Henrike Schmidt ist Gefängnisseelsorgerin in der Rottenburger Justiz-Vollzugsanstalt. Sie erzählt:
„Manchmal können die Männer nicht glauben, dass Gott ihnen vergibt. Aber sie glauben, dass ich es glaube. […]
Hoffnung bedeutet, an das Gute in sich selbst und anderen zu glauben, auch wenn die Umstände schwierig sind. […] Und Hoffnung gibt Kraft, Veränderungen anzugehen und das eigene Leben wieder selber in die Hand zu nehmen. […]
Ja, Hoffnung ist das Licht, dass auch die dunkelsten Zellen erhellen kann.“
Henrike Schmidt (Gefängnisseelsorgerin) im Gespräch mit Magdalena Smetana, Die Freiheit schätzen lernen, In: Schwäbisches Tagblatt, Freitag, 31. Juli 2024, Tübingen
https://www.kirche-im-swr.de/?m=43075SWR3 Worte
Die Evangelische Kirche in Deutschland hat in diesem Jahr zehn Überzeugungen zu Flucht und Integration formuliert. Sie schaut dabei auch auf Menschen, die über das Mittelmeer flüchten, und sagt:
„An keiner Grenze auf der Welt sterben so viele Menschen wie an der europäischen Außengrenze. Immer mehr Regierungen setzen auf Abschreckung und Abschottung […]. Auf dem Mittelmeer zeigt sich dies besonders drastisch: Flüchtlinge werden abgewehrt oder im Meer ausgesetzt. […] Die Bibel berichtet, wie Jesus und seine Jünger selbst in Seenot geraten und wie Jesus sie rettet. Seenotrettung ist christliche und humanitäre Pflicht. Sie gilt überall und ausnahmslos. Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.“
Autorenschaft: Beirat zum Beauftragten für Flüchtlingsfrage der EKD, Vorsitz Bischof Dr. Christian Stäblein, 10 Überzeugungen zu Flucht und Migration, Neuauflage, 2025.
In: https://www.ekd.de/zehn-ueberzeugungen-zu-flucht-und-integration-79191.htm
SWR3 Worte
Haben Sie heute Morgen schon Ihrem Körper gedankt? Z.B. Ihrem Herzen, Ihrer Lunge oder Ihrem Immunsystem? Die Medizinerin und Bestsellerautorin Giulia Enders erklärt, warum das eigentlich angebracht wäre. Sie sagt:
„In unserer Wahrnehmung herrscht ein krasses Ungleichgewicht. Wir nehmen wahr, wenn wir krank sind oder etwas im Körper blöd läuft. Aber es ist für uns keine Meldung wert, wenn das Herz wieder schön geschlagen hat, die Lungen toll geatmet haben und das Immunsystem nach einer schlimmen Entzündung alles wieder gut im Griff hat.
Über 90 Prozent der Prozesse in unserem Körper laufen andauernd wie am Schnürchen. Die rationalsten Empfindungen gegenüber unserem Körper wären also Ehrfurcht und Dankbarkeit.“
Giulia Enders im Gespräch mit Phillip Hedemann, „Viele Leute schämen sich für ihren Darm“ in: Schwäbisches Tagblatt, Donnerstag, 11. September 2025
https://www.kirche-im-swr.de/?m=43073SWR3 Worte
Jana Jēruma-Grīnberga war Bischöfin der Lutherischen Kirche in Großbritannien. Sie hat einen eigenen Blick auf das Potenzial von Kirchen, denn für sie liegt in den Kirchen und im christlichen Glauben viel Kraft für Veränderungen. Sie sagt:
„Aus den Kirchen heraus erwächst die vielleicht größte Chance auf echten Wandel, eine echte Vision und darauf, den Mächtigen die Wahrheit zu sagen. Denn Kirchen sind nicht an Wahlperioden gebunden, sondern können viel langfristiger denken und handeln.
Dabei ist Gerechtigkeit eine der Haupttriebfedern eines gelebten christlichen Glaubens. Alle Aspekte einer vom Glauben geleiteten Gerechtigkeit sind untrennbar miteinander verwoben. Geschlechtergerechtigkeit, Rassengerechtigkeit, wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit – das sind alles verschiedene Facetten des einen Strebens, die Realität der Gnade und Barmherzigkeit Gottes mit Leben zu erfüllen.“
Jana Jēruma-Grīnberga, Weibliche Perspektiven auf prophetische Bibeltexte, in: https://www.eaberlin.de/aktuelles/2025/interview-jeruma-grinberga/
https://www.kirche-im-swr.de/?m=43072SWR3 Worte
Saralisa Volm ist erfolgreiche Schauspielerin, Filmproduzentin, Regisseurin und vierfache Mutter. Sie hatte immer wieder mit Aussagen zu tun, die ihr abgesprochen haben, eine gute Mutter zu sein. Damit hat sie gehadert. Heute weiß sie, ihr Weg ist richtig. Über ihr ältestes Kind sagt sie:
Mein Kind ist 16 und kann mir sanft den Kopf tätscheln. Bei mir tritt langsam Erleichterung ein. Es ist egal, was andere sagen. Es ist egal, was sie empfehlen. Meine Versagensängste werden jeden Tag weniger. Deshalb möchte ich allen Eltern zurufen: Folgt nicht nur den Bedürfnissen, von denen ihr glaubt, dass eure Kinder sie haben könnten. Folgt auch Euren eigenen: Euren Sehnsüchten, Leidenschaften und Neigungen. Im besten Fall ist da ein Feuer in Euch, eine Modelleisenbahn, ein Sport, eine Berufung, [… einfach] ein Leben, das den Funken weitergibt.“
Saralisa Volm, Einfach nie genug. In: Süddeutsche Zeitung, 9./10. August 2025, Nr. 182
https://www.kirche-im-swr.de/?m=43071SWR3 Worte
Manchmal kann ich nicht anders als zu denken: zum Teil lassen sich Menschen, die politische Verantwortung haben, von einer Gier nach Macht und Geld leiten. Und es stellt sich mir die Frage, wie soll ich damit umgehen? Die Schweizer Theologin Luzia Sutter Rehmann erinnert an das Prinzip der Solidarität. Sie sagt:
„Gott ist die Kraft, die Menschen sammelt, rettet und tröstet. […]
Das ist eine Vision, ein Appell, eine Erinnerung an die Kraft des Erbarmens und die Notwendigkeit von Gerechtigkeit. […]
[Denn,] was auf Gerechtigkeit beruht, das hat Bestand. Diese einfache Wahrheit durchzieht die Bibel als roter Faden.
Die Texte der Bibel appellieren an uns, nicht mitzumachen bei der Profitgier der Großen und stattdessen nach Wegen der Solidarität mit den Kleinen zu suchen. So beginnt Umkehr.“
Luzia Sutter Rehmann; Biblische und andere Weltuntergänge, Umkehren statt hoffen,
https://fama.ch/artikel/automatisch-gespeicherter-entwurf-14/
SWR3 Worte
Manchmal kommt man von dem schlechten und negativen Blick auf sich selbst einfach nicht los. Besonders dann, wenn auch noch irgendwas schiefgegangen ist. Die Autorin Gisela Baltes kennt die Situation und sagt:
„Wenn etwas misslungen ist, genügt manchmal ein gutes Wort, das uns wieder aufrichtet und Hoffnung macht.
Ein Wort das uns sagt:
Nimm das nicht so wichtig.
Verlier‘ nicht den Mut.
Versuch es einfach noch einmal. “
Gisela Baltes, ErmutigungIn: Miteinander Mensch, Ermutigung: https://impulstexte.de/impulstexte/miteinander-mensch/ermutigung
