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SWR3 Worte
Die Natur beschenkt uns jeden Tag. Wie wir auf dieses Geschenk antworten können, das verrät der Theologe Jan Frerichs. Er meint:
Wir werden beschenkt mit Schönheit, mit Luft, mit Leben. Und es drängt sich eine Frage auf: Wie danke ich es? […] Wir haben es nicht verdient, wir haben es nicht erarbeitet. Es ist Gnade. Die einzige angemessene Antwort auf ein solches Geschenk ist, selbst zum Schenkenden zu werden. Sei es durch den Schutz der Natur, sei es durch menschliche Wärme. Dann wird […] ein einfacher Waldspaziergang zum Gottesdienst – und der Alltag danach zu dem Ort, wo diese Erfahrung Früchte trägt.
Quelle
Jan Frerichs: Gott in der Natur erfahren, in: der Pilger - Magazin für die Reise durchs Leben, Peregrinus GmbH, 01/2026, S. 17.
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Wie man den Himmel auf Erden erleben kann, das weiß der buddhistische Lehrer Thich Nhat Hanh. Er sagt:
Wir müssen nicht erst sterben, um ins Himmelreich zu kommen. Tatsächlich genügt es, vollkommen lebendig zu sein. Atmen wir aufmerksam ein und aus und umarmen wir einen schönen Baum, sind wir im Himmel. Wenn wir einen bewussten Atemzug machen und uns dabei unserer Augen, unseres Herzens, unserer Leber und unserer Nicht-Zahnschmerzen bewusst sind, werden wir unmittelbar ins Paradies getragen.
Quelle
Thich Nhat Hanh: https://zitatezumnachdenken.com/thich-nhat-hanh/1828
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Annette Böhmer-Seeliger begleitet sterbende Menschen. Das hat ihre Sicht auf das eigene Leben verändert. Sie sagt:
Man bekommt eine größere Demut vor dem Leben und vor der Zeit, in der es einem gutgeht, in der man nicht krank ist. Also die Zeit, die man (ohne großes) Leid erleben darf. Wir haben regelmäßig mit Menschen zu tun, denen eine […] zeitliche Grenze gesetzt wird. Ich lebe intensiver, treffe klarere Entscheidungen, weil ich immer wieder daran erinnert werde, dass das Leben […] nicht ewig geht […]. Mein Leben macht (das) intensiver und reicher.
Quelle
Sterbende begleiten, Interview mit Annette Böhmer-Seeliger geführt von Lothar Bauerochse, in: Publik Forum EXTRA. Die Wüste. Lehrmeisterin des Lebens, Publik Forum Verlagsgesellschaft, April 2026, S.13.
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Der Naturliebhaber André Holzinger rettet Bäche. Dabei hat er von der Natur einiges gelernt. Er erzählt:
Wir Menschen sind doch nur von der Natur entfremdete Zauberlehrlinge und die Natur selbst ist der Meister. Wenn man sich bewusst macht, wie perfekt in einer weitgehend sich selbst überlassenen Natur ein Rädchen in das andere greift, dann bringt das den Schöpfer zurück in unser Leben. Denn eine solche Perfektion entsteht nicht aus dem Nichts oder aus einem […] Urknall. Da steckt die Planung eines Meisterhirns dahinter.
Quelle
Annette Lübbers: Das Leben am Bach, in: Publik Forum EXTRA Leben. Die treuen Freunde alter Menschen, Publik Forum Verlagsgesellschaft, Februar 2026, S.13.
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Wer sich von Ärger und Wut befreit, schafft es eher, glücklich zu sein. Dieser Meinung ist der Theologe und Autor Fabian Vogt. Er sagt:
Ich kann Verletzungen in meinem Leben nicht verhindern, aber ich kann entscheiden, wie ich mit ihnen umgehe. Ob ich mich im Groll vergrabe, oder ob ich verzeihe. Ich kann verzeihen, wenn ich sehe, dass das was mein Leben ausmacht, nicht davon abhängt, ob alle nett zu mir sind oder ich alle Ansprüche erfülle. Deshalb: Fangen Sie an zu verzeihen! Es lohnt sich.
Quelle
Fabian Vogt: Verzeihen macht dich stark, in: der Pilger - Magazin für die Reise durchs Leben, Peregrinus GmbH, 04/2025, S. 17.
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Es gibt Tage, da schlüpft man in tausend Rollen. Dass sich das richtig gut anfühlen kann, findet die Theologin Christiane Bundschuh-Schramm. Sie erzählt:
Morgens bin ich eine Diva, da komme ich schwer aus dem Bett.
Doch dann bin ich Mutter und umsorge die Meinen, bis wir alle aus dem Haus gehen.
Im Büro bin ich Angestellte und erledige den digitalen Kram,
im Meeting Fachfrau, die anderen müssen mir zuhören.
Später bin ich Köchin, Gärtnerin, Taxifahrerin, Hobbypianistin, Schriftstellerin, Wäscherin, Seelsorgerin.
Abends werfe ich mich in Schale, schreite ganz Gräfin die Treppe hinab, und lass mich ins Konzert chauffieren. Und in der Pause proste ich mir in allen Rollen zu.
Quelle
Christiane Bundschuh-Schramm: Verwandlungskünstlerin, in: Wandelmutig! Der Frauenkalender 2026, KW 11, Heilig, Herzog & Langenbacher GbR, Esslingen 2025.
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Wie man jeden Morgen gut in den Tag starten kann, verrät der Theologe Pierre Stutz. Er empfiehlt:
Jeden Morgen ein neuer Anfang
tief ein- und ausatmen
zufrieden sein mit mir
Ganz gegenwärtig sein
voller Erwartung
nichts erwarten
Dem Leben lauschen
in der Kraft der Stille
den Frieden weltweit stärken
Quelle
Pierre Stutz: Aufmerksam sein, in: der Pilger - Magazin für die Reise durchs Leben, Peregrinus GmbH, 04/2025, S. 52.
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Yoko Ono hat sich extrem für den Frieden engagiert. Einen Satz von ihr finde ich besonders schön.Er lautet:
Denke Frieden, tue Frieden, verbreite Frieden, stell dir Frieden vor. Gemeinsam werden wir die Achse der Welt in Richtung Frieden verschieben.
Quelle
Uwe Birnstein: Give Peace a Chance, in: Publik Forum EXTRA. Frieden. Die Sehnsucht der Menschen, Publik Forum Verlagsgesellschaft, Januar 2026, S.30.
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Kann man trotz der angespannten Lage in der Welt das Leben noch genießen? Der Autor Udo Baer meint, man muss es sogar. Er sagt:
Ja, ich habe Angst vor einem Krieg UND ich lebe das Leben so gut es geht. Hier hilft das große UND. Wir Menschen verwenden oft ein Entweder-oder. Ich nutze und empfehle das große UND. Ich kenne Menschen, die sagen, ich dürfe mich nicht mehr an einem Kuchen erfreuen oder kein Kind in die Welt setzen, weil ein Krieg droht. Dem widerspreche ich. Wer das Leben nicht leben und lieben darf, den verlässt auf Dauer auch die Kraft, sich für den Frieden einzusetzen. Also: Es lebe das große UND, […].
Quelle
Udo Baer: Was Krieg mit uns macht, in: Publik Forum EXTRA. Frieden. Die Sehnsucht der Menschen, Publik Forum Verlagsgesellschaft, Januar 2026, S.9.
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Der Autor und Schauspieler Samuel Koch erzählt:
Mein Vater hat uns Kindern, egal was wir gemacht haben, immer gesagt: „Du bist 1+.“ Als ich einmal die erste schlechte Schulnote mit nach Hause gebracht habe, hat er mir eines der teuersten Jojos geschenkt und hat damit unterstrichen, dass ich 1+ bin, ganz unabhängig von meinen Leistungen. Damit hat er gezeigt, dass ich wertvoll bin, weil ich einfach bin. So stelle ich mir auch einen Gott vor, er liebt mich, weil ich bin, mehr muss ich nicht leisten.
Quelle
Theresa Meier: „Ich bin wertvoll, weil ich bin“, in: Bonifatiusblatt. Menschen verbinden – Glauben leben, 03.25, Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V., Bonifatius GmbH, Paderborn 2025, S.19.
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