Alle Beiträge

Die Texte unserer Radiosendungen in den Programmen des SWR können Sie nachlesen und für private Zwecke nutzen.
Klicken Sie unten die gewünschte Sendung an.


SWR3 Worte

02FEB2023
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der Schriftsteller Paulo Coelho erzählt wie seine Frau auf einen Trickbetrüger reingefallen ist. Er schreibt:

Neulich hat meine Frau (…) einem (..) Touristen geholfen, der behauptete, das Opfer von Taschendieben geworden zu sein. (…)

Meine Frau gab ihm Geld für ein Essen, für eine Hotelübernachtung und den Rat, sich an seine Botschaft zu wenden. Damit verabschiedete sie sich. Zwei Tage später stand in einer Zeitung (…) dass dieser (..) Tourist in Wahrheit ein (..) Schwindler war, der (…) gutgläubige Menschen missbrauchte (…)

Als sie die Nachricht las, meinte meine Frau nur: „Das wird mich nicht daran hindern, weiterhin zu helfen.“  

 

 

Quelle: Paulo Coelho: Sei wie ein Fluß, der still die Nacht durchströmt, Diogenes Verlag 2006, S. 162

https://www.kirche-im-swr.de/?m=37008
01FEB2023
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal haben Kirchengemeinden in Afrika über 20.000 Euro gespendet. Bischof Pascal Bataringaya aus Ruanda erklärt, warum es dazu gekommen ist:

Wir sind eine Gemeinschaft (…) und wenn die einen in Schwierigkeiten sind, helfen die anderen. Das ist selbstverständlich. Wir beten miteinander und helfen einander auch ganz konkret. Als wir in den Nachrichten gesehen und von Freunden in Deutschland gehört haben, was passiert ist, haben wir sofort überlegt, wie wir helfen können. (…) Die Frage war nur: Wie können wir das möglichst schnell hinkriegen? (…) unsere Herzen sind offen. Wir schicken Predigten und Gebete über Mail und (…) andere digitale Kanäle. Und die haben wir auch für die Spendenkollekte benutzt. (…)

niemand ist zu arm, als dass er nicht helfen kann. Und niemand ist zu reich, als dass er keine Hilfe brauchen würde.

 

Quelle: Niemand ist zu arm, als dass er nicht helfen kann. Afrikanische Kirchen spenden für deutsche Flutopfer, online auf Christmon.de. Link: https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2021/51693/afrikanische-kirchen-spenden-fuer-deutsche-flutopfer

https://www.kirche-im-swr.de/?m=37007
31JAN2023
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der Schriftsteller Paulo Coelho kennt die japanische Teezeremonie. Darüber schreibt er folgendes:

Man betritt einen kleinen Raum. Der Tee wird serviert. Sonst passiert nichts. Nur wird alles mit so viel Ritualen und Regeln vollführt, dass etwas Alltägliches zu einem Augenblick des Einsseins mit dem Universum wird. (…)

Wenn ein einfaches Treffen zum Tee uns zu Gott führen kann, dann tun wir gut daran, auch auf die zig anderen Gelegenheiten zu achten, die uns ein einfacher Tag bietet.

 

Quelle: Paulo Coelho: Sei wie ein Fluß, der still die Nacht durchströmt, Diogenes Verlag 2006, S. 199

https://www.kirche-im-swr.de/?m=37006
30JAN2023
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der Politiker Heinrich Strößenreuther kann die Wut der Klima-Aktivisten verstehen. Um konkret etwas beim Klimaschutz zu verändern hat er eine eigene Idee. Er sagt:

Tretet in die Parteien ein! Wir haben keine Partei, deren Klimapolitik auf 1,5-Grad-Kurs ist (…). Wo immer in Parteien über Posten, Delegierte, Vorsitzende, entschieden wird, muss Klimaschutz als Thema ganz nach vorne. Bei solchen Abstimmungen kann man Einfluss nehmen. Die politischen Eliten dürfen lernen, dass Unglaubwürdigkeit und Poltern gegen Klimapolitik durch die Wähler bestraft wird.

 

Quelle: Wir werden keine zweite Chance bekommen. CDU-Politiker Strößenreuther über Protest der „Letzten Generation“, Online auf Chrismon.de. Link: https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2022/53351/cdu-politiker-stroessenreuther-ueber-protest-der-letzen-generation

https://www.kirche-im-swr.de/?m=37005
29JAN2023
AnhörenDownload
DruckenAutor*in

Der Autor Paulo Coelho erzählt von zwei Männern, die sich darüber unterhalten, wie Gott den Menschen sieht:

Ein Mann sagt: Gottes Sehfähigkeit ist getrübt. Nicht weil Er alt ist, sondern weil Er es so will. Denn wenn jemand, der Ihm nahe ist, einen Fehler begeht, kann Er es nicht deutlich sehen. Und weil Er nicht ungerecht sein will, vergibt Er ihm.“

[Der andere Mann fragt:] „Und was ist mit den guten Dingen“ (…)

[Der Erste antwortet:] Nun, Gott vergisst nie seine Brille zu Hause. 

 

Quelle: Paulo Coelho: Sei wie ein Fluß, der still die Nacht durchströmt, Diogenes Verlag 2006, S. 186

https://www.kirche-im-swr.de/?m=37004