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26FEB2024
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Vor zehn Tagen verstarb der russische Oppositionelle Alexei Nawalny. In dem Buch „Schweigt nicht!“ sind Schlussworte dokumentiert, die er vor Gericht hielt. Nawalny sagte am 20. Februar 2021 vor dem Moskauer Stadtgericht mit Blick auf die Bibel:

„Ich bin ein gläubiger Mensch. […] in meinem Umfeld werde ich eher damit aufgezogen, die Leute sind da meistens Atheisten, und ich war auch mal einer, sogar ein ziemlich militanter. Aber jetzt bin ich ein gläubiger Mensch, und das hilft mir sehr bei dem, was ich tue. […] denn es gibt da so ein Buch, das mehr oder weniger genau beschreibt, was man in welcher Situation zu tun hat. […] Und es steht ja geschrieben: „Selig sind, die […] da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden“. […] dieses Gebot habe ich immer als Handlungsanweisung verstanden. […] Ich habe das Gebot nicht verraten.“

Quelle: Alexei Nawalny: Schweigt nicht! Reden vor Gericht. Verlag Droemer-Knaur, München 2021

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25FEB2024
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Für den Astrophysiker André Galli von der Universität Bern schließen sich Naturwissenschaft und Glaube nicht aus. Der Uni-Dozent und engagierte Christ, der sich auch sehr für Umweltschutz einsetzt, sagte in einem Interview:

„Ich glaube, dass es etwas gibt, das größer ist als unser Universum und als das, was wir mit unseren Instrumenten messen können.“ […] „Für mich bedeutet, die Natur zu erforschen – ob es da nun um Vögel geht oder Steine oder Planeten – Gott die Ehre zu geben, also die Schönheit seiner Schöpfung zu bewundern. Zu verstehen ist auch eine Art von Bewunderung.“ […] „das zu würdigen, was erschaffen ist, was Gott gewollt hat, dass es existiert.“

Quelle: https://promisglauben.de/weltraumphysiker-andre-galli-bewundert-die-schoenheit-der-schoepfung/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39392
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24FEB2024
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Ildikó von Kürthy ist eine erfolgreiche Autorin. Nähe zu Gott findet sie in der Liebe zu ihren Kindern. Wenn sie ihnen beim Schlafen zuschaut, hat sie das Gefühl, dass Größeres am Werk ist. Eine tiefere Verbindung zu Gott wäre schön, findet sie. Und erklärt auch, warum:

(…) weil man dann den Trost immer dabeihat.
Ich könnte nicht sagen, dass Gott schweigt, denn ich fordere ihn gar nicht erst zum Gespräch auf, suche nicht seine Gesellschaft.
Er hält sich aber bestimmt für mich bereit, davon bin ich überzeugt.

https://chrismon.de/artikel/55117/die-schritstellerin-ildiko-von-kuerthy-ueber-den-sinn-des-lebens

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23FEB2024
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Auf der Bühne ist die Schauspielerin Lina Beckmann zu Hause. Es gibt ihr ein tolles Gefühl, wenn das, was sie auf der Bühne erzählt, Menschen packt, verstört, glücklich macht, Spuren hinterlässt. Für sie gilt das aber nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Leben. Sie sagt:

Ich habe mal einen Satz gelesen: Würdest du anders handeln, wenn du wüsstest, dass es nach dem Tod keine Konsequenz hat? Das finde ich einen spannenden Gedanken, ich hoffe, man hinterlässt Spuren, und wenn es viele gute Spuren sind, wird die Welt vielleicht ein ­bisschen besser.
Wir brauchen viele gute Spuren.

https://chrismon.de/artikel/55229/schauspielerin-lina-beckmann-der-stille-sitzen-kann-ich-nicht-gut

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22FEB2024
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Vanessa Nakate ist 28 Jahre alt. Wegen ihres Einsatzes für den Klimaschutz in ihrer Heimat Uganda wurde ihr vor zwei Jahren der Helmut-Schmidt-Zukunftspreis verliehen. Nicht alle in ihrer Heimat haben Verständnis für ihr Engagement. Sie erzählt, warum es ihr trotzdem wichtig ist:

Gestern hatte ich ein Gespräch mit meinen Schwestern. Eine meinte, dass viele Menschen beschämt auf meine ersten Klimaaktionen blickten oder mich für verrückt hielten. Damals wusste ich nicht, was mich antrieb, auf die Straße zu gehen.

Heute denke ich, dass ich von Gott den Auftrag habe, diese Arbeit zu tun. Das gibt mir die Kraft für den Klimaaktivismus. Wir haben die Aufgabe, Gottes Schöpfung zu bewahren.

https://www.zeit.de/2023/51/vanessa-nakate-klimaaktivismus-fridays-for-future-glaube-greta-thunberg/komplettansicht

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21FEB2024
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Der Schauspieler Benno Fürmann spielt oft harte Männer. Dabei wird er innerlich immer weicher durch sein Engagement in Krisengebieten dieser Welt wie zum Beispiel dem Libanon. Was er dort erlebt hat, verändert seine Sicht auf unsere Gesellschaft. Wir brauchen ein Umfühlen, findet er:

Wir brauchen einfach ein anderes Bewusstsein. Wir können die Welt nur verändern, wenn wir uns in Bezug zur Gesellschaft setzen und uns nicht als Einzelbaustelle betrachten.

Keiner von uns ist alleine geboren, keiner von uns wird hoffentlich alleine sterben. Ich finde, mit gewissen Privilegien gehen gewisse Pflichten einher, auch dahin zu schauen, wo es schlechter aussieht als bei einem selber.

https://www.domradio.de/artikel/schauspieler-fuermann-erinnert-vergessene-krise-im-libanon

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20FEB2024
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Als Sportjournalist ist Marcel Reif eine Legende. Aber er ist auch Sohn eines polnischen Juden und hat einen großen Teil seiner Familie bei der Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus verloren. Bei der Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Auschwitz vor 79 Jahren erzählt er vom Schicksal seiner Familie und von seinem Vater:

(…) mir wurde irgendwann beinahe schlagartig klar, dass mein Vater (…) mir all das gesagt und mitgegeben hatte, was ihm wichtig war; was er gerettet hatte, als Essenz destilliert aus all dem Unmenschlichen der Häscher und Mörder (…). Das alles hat er in einen kleinen Satz gepackt. Und ich erinnere mich täglich mehr daran, wie oft er mir diesen Satz geschenkt hat – mal als Mahnung, mal als Warnung, als Ratschlag oder auch als Tadel. Drei Worte nur in dem warmen Jiddisch, das ich so vermisse: „Sej a Mensch!“ – „Sei ein Mensch!“

Quelle: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw05-gedenkstunde-rede-reif-988214

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39363
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19FEB2024
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Jörg Eigendorf ist Journalist und Manager. Er ist aber auch Vater eines schwer behinderten Sohnes, der mit 17 Jahren gestorben ist. Er erzählt von schweren Momenten. Viele Stunden in Krankenhäusern. Das Gefühl, nie ein „normales“ Leben führen zu können. Durchwachte Nächte voller Krämpfe und Schmerzen. Eigendorf erzählt, was ihm Kraft gegeben hat:

Ich hatte immer das Gefühl, dass es da einen unerklärbaren Rückenwind gibt. Eine Kraft, auf die man nicht stolz sein sollte – denn sie wird einem gegeben, man sollte sie mit Demut und Dankbarkeit empfangen.

Philip hat mich das Ich vergessen lassen, an diese Stelle traten das Du und das Wir. Und das ist das Schönste, was ein Mensch im Leben spüren kann. Es ist eine göttliche Kraft. Gottes Angesicht.

https://chrismon.de/das-wort/journalist-und-manager-joerg-eigendorf-ueber-psalm-42-54201

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39362
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18FEB2024
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Fastenzeit. Das heißt zum Beispiel: kein Alkohol, keine Süßigkeiten, kein Fleisch. Fasten hat viele Facetten und will Körper und Seele guttun. Meiner Seele. Aber auch der von anderen. Deshalb gefallen mir diese Vorschläge:

Wir könnten alle versuchen,
auf die Süßigkeiten der Rache zu verzichten,
auf die bitteren Kräuter des Grolls,
auf die scharfen Gewürze des Klatsches,
den milden Pudding der Selbstzufriedenheit,
die das Ego aufbauenden Proteine der Eitelkeit,
auf das schwere Brot der Unfreundlichkeit
und auf den betäubenden Wein des Selbstmitleides.

nach P. Josef Schulte OFM, Auferstehen jetzt. Franziskanische Impulse aus der Großstadt

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39361
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17FEB2024
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Der schwäbische Modemacher Harald Glööckler wurde gefragt, was er von der Kirche erwarte. Er hat geantwortet:

Die Kirche hat die Aufgabe, den Menschen Halt zu geben, wenn sie straucheln, ihnen aufzuhelfen, wenn sie gefallen sind, und ihnen Speise zu geben, wenn sie hungrig sind, und zwar geistiger als auch körperlicher Art. (…)

In einer Zeit, in der Menschen so extrem nach sich selbst und dem Sinn des Lebens suchen wie noch nie zuvor, kann Kirche wichtig sein, indem sie den Menschen hilfreich, liebevoll stützend und offen gegenübertritt und begleitet.

Quelle

Konradsblatt Nr. 30 vom 24.07.2022, Badenia-Verlag Karlsruhe, 2022, S. 79.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39332
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