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SWR3 Worte

19AUG2022
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Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer ist inzwischen 100 Jahre alt, noch immer erzählt sie als Zeitzeugin davon, dass ihre Eltern und ihr Bruder in Auschwitz von den Nazis ermordet wurden. Aber auch, dass 16 wildfremde Menschen die damals 21-jährige Jüdin im Berliner Untergrund vor der Gestapo versteckt haben. Friedländer sagt:

„Dass ich zu dieser schweren Zeit Menschen hatte, die etwas getan haben, was schwer verboten war! Sie haben mir geholfen, weil sie gesagt haben: ich bin ein Mensch, und Menschen hilft man.  Es hätte sie den Kopf kosten können. Aber sie sind Menschen geblieben, deshalb sage ich: Mensch sein ist das Wichtigste. [...] Ich habe Menschen sehr gerne. Ich glaube, dass in jedem Menschen etwas Gutes ist.“

https://www.kirche-im-swr.de/beitraege/?id=35723

https://www.kirche-im-swr.de/?m=36035
18AUG2022
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Der Schauspieler und Tänzer Eugene Boateng hat erlebt, wie wichtig es ist sich immer wieder zu versöhnen:

„Jeder Augenblick zählt.Wenn du und ich ein Problem haben, sollten wir das einfach klären, weil keine Ahnung was morgen ist. Lass uns die Zeit nehmen heute, um darüber zu sprechen, weil es wäre schön, wenn ich morgen aufstehe und jemand anders vielleicht nicht, das wir ein reines Herz haben und wissen: wir hatten einen schönen Abschied. […] Egal was passiert: Lern zu vergeben – am Ende des Tages lerne ich aber auch: wenn ich vergebe, heile ich mich selbst dadurch.“

https://www.kirche-im-swr.de/beitraege/?id=35640

https://www.kirche-im-swr.de/?m=36034
17AUG2022
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Die Komikerin und Schauspielerin Annette Frier hat mit Menschen die an Demenz erkrankt sind und mit deren Angehörigen ein Chorprojekt gestartet und es für das Fernsehen begleitet. Die gemeinsame Zeit mit diesen Menschen hat ihr auch persönlich viel gebracht. Sie sagt:

„Da hab ich so viele Sachen geschnallt über das Leben: dass es nicht darum geht immer besser zu werden und immer toller und wir sind beruflich noch erfolgreicher geworden und so... interessiert am Ende des Tages […] keine Sau! Was interessiert ist: Wie haben wir unsere Zeit verbracht, wie – haben wir was gemeinsam erlebt oder nicht.“

https://www.kirche-im-swr.de/beitraege/?id=35384

https://www.kirche-im-swr.de/?m=36033
16AUG2022
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Der Sänger Bono von der Rockband „U2“ glaubt, dass wir Gott in unseren Mitmenschen begegnen können, die Hilfe brauchen. Die Musiklegende sagt:

„Wenn dein Bruder arm wird, sagt die Bibel, und nicht für sich sorgen kann, dann sollst du für ihn sorgen. Du sollst ihm Geld ohne Zinsen leihen und ohne Gewinnabsichten zu essen geben. […] Gott ist bei den Schwachen und Armen. Gott ist in den Slums und in den Kartonhütten, dem Zuhause der Armen [...] Gott ist in den Schreien unter den Trümmern des Krieges. Gott ist in den Ruinen verpfuschter Chancen und Leben. Und Gott ist mit uns, wenn wir bei ihnen sind.“

https://promisglauben.de/bono-bei-papst-franziskus-festakt-fuer-internationale-bildungsbewegung-scholas-occurentes

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15AUG2022
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Der Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT, Giovanni di Lorenzo, äußerte sich anlässlich einer Ausstellung zu seinem katholischen Glauben:

„Ich habe Angst davor, dass ein religiöses Bekenntnis als aufdringlich empfunden wird. Aber Kirche ist von meinem Leben nicht zu trennen.[...] Keine Botschaft der Menschheitsgeschichte ist wichtiger als ›Liebe deinen Nächsten und füge anderen nicht zu, was du selbst nicht willst‹. Wenn Sie so wollen, ist das der rationale Überbau, und darunter ist meine persönliche Suche nach dem Glauben.“

https://promisglauben.de/giovanni-di-lorenzo-gestaltete-bibelarbeit-zu-hiob-auf-evangelischen-kirchentag

https://www.kirche-im-swr.de/?m=36031
14AUG2022
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Die Pastoralreferentin Elisabeth Hauröder ist Seelsorgerin im Ahrtal, wo sich heute vor 13 Monaten die schreckliche Flutkatastrophe ereignet hat. Anschließend kamen viele Helferinnen und Helfer an die Ahr. Elisabeth Hauröder glaubt, dass sie in ihnen auch Gott begegnet ist:

„Für mich war ER da und ist da und am intensivsten [...] mach ich es fest an der wahnsinnigen Hilfsbereitschaft und Solidarität der Menschen. Viele sind auch genauso begrüßt worden: „Euch schickt der Himmel.“ [...] .“„Du bist ein Engel […]“ Menschen, die sich einfach so aus ganz Deutschland auf den Weg gemacht haben. [...] Ich weiß, dass da nicht nur [...] gläubige Christen dabei sind[...] . Ich weiß, dass ganz viele Religionslose da sind, dass alle Konfessionen, alle Religionen vertreten waren bei den Helferinnen und Helfern. Aber genau das ist es für mich, was es ausmacht. [...]  Gott will, dass wir Menschen uns umeinander kümmern. Dass wir nacheinander schauen, dass wir nach Möglichkeit dafür sorgen, dass wir alle gut auf dieser Welt leben können.“

https://www.kirche-im-swr.de/beitraege/?id=35633

https://www.kirche-im-swr.de/?m=36030