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02FEB2024
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"Ich muss es immer wieder sagen: Ich habe keine Lehre. Ich zeige nur etwas. Ich zeige Wirklichkeit, ich zeige etwas an der Wirklichkeit, was nicht oder zu wenig gesehen worden ist. Ich nehme ihn, der mir zuhört, an der Hand und führe ihn zum Fenster. Ich stoße das Fenster auf und zeige hinaus. Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch."

Aus: „Das dialogische Prinzip“. Gütersloher Verlag

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01FEB2024
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Alle, die an eine bessere Welt glauben, sind mit ihren Träumen nicht allein. Das meint der Kolumnist Fred Grimm. Er schreibt:

Es sind wirklich Millionen, wenn man sie alle mal zusammenzählt: Jene, die Straßenbäume pflegen […] oder sich um hilflose Tiere kümmern. Dazu die Beharrlichen, die Rad- und sichere Schulwege einklagen, die Kinder, die sich Aktionen gegen Plastikmüll ausdenken, die Familien, die mit Abo-Gemüsekisten Öko-Höfe unterstützen […], die Tüftlerinnen und Tüftler, die alternative Energiespeichersysteme entwickeln oder klimaneutrale Materialien, […], die Hunderttausenden in […] Umweltorganisationen, […] – sie alle arbeiten für die gleiche große Sache und kommen sich doch viel zu oft viel zu klein vor.

Wie gern würde ich 2024 einmal ein Riesentreffen dieser vielen sehen und erleben, wie die wirkliche Mehrheit im Lande den Bremsern und Nörglern zeigt, wie Zukunft geht.

Quelle

Fred Grimm, Und jetzt alle, in: Schrot und Korn, 01.12.2023,https://schrotundkorn.de/leben/und-jetzt-alle, zuletzt abgerufen am 16.01.2023.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39248
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31JAN2024
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Was ist der Unterschied zwischen Courage und Mut?Die Autorin Andrea Langenbacher sagt:

Courage…ich mag dieses Wort. Da steckt das Herz drin, das im Französischen coeur und im Lateinischen cor heißt. Courage ist für mich eine besondere Form von Mut. Courage ist, beherzt zu tun, was jetzt notwendig ist, auch wenn es manchmal aussichtslos erscheint. Wenn wir uns für den Schutz unserer Erde und unser aller Zukunft einsetzen. Wenn wir benennen, was ungerecht ist, und etwas dagegen tun. Courage ist auch, wenn wir unendlich erschöpft sind oder mehr Fragen als Antworten haben – und trotzdem beherzt das tun, was uns gerade möglich ist.

Quelle

Andrea Langenbacher: Beherzt, in: Mit Mut! Der Frauenkalender 2024, KW 28, Heilig, Herzog & Langenbacher GbR, Esslingen 2023.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39247
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30JAN2024
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Weniger ist mehr, sagt man so schön. Eckart von Hirschhausen nimmt sich genau das vor. Er meint:

Ich werde mich nicht mit neuen Zielen „beschweren“ und mich dann auch noch über die Welt und mich beschweren, wenn ich gar nicht alles schaffe. Lieber nehme ich mir vor, mehr „Nichts“ zu tun. Und ein bisschen was von der „Einöde“ und den großen weißen freien Flächen im Kalender als Freiheit zu sehen. Und zu verteidigen. Machen Sie mit?               

Quelle

Eckart von Hirschhausen: Vom tieferen Sinn des Verzichtens und leichtem Gepäck, in: Alverde. Dm-Magazin, dm-drogerie markt GmbH + Co. KG, Arthen Kommunikation GmbH, Januar 2024, Karlsruhe, S. 81.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39246
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29JAN2024
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Es läuft gerade nicht so, wie Sie sich das vorstellen? Dann lehnen Sie sich erst einmal zurück, rät die Autorin Ellen Lutum. Sie meint:

Wenn dein Leben gerade grau ist und trübe Gedanken dich beschweren, dann lehn dich erst einmal zurück. Es ist okay. Unser Leben besteht aus Polaritäten. Licht erzeugt Schatten. Regen bringt einen Regenbogen hervor. […] Kämpfe nicht dagegen an. Denn das erzeugt nur Druck. Heiße die Dunkelheit genauso willkommen wie das Licht. Die Dinge anzunehmen, ist der Schlüssel zum Glück. Sobald du aufhörst gegen etwas anzukämpfen, kannst du dich entspannen. Sobald du dich entspannst, kannst du wieder zur Schöpferin deines Lebens werden. Wenn es also gerade schwer ist, mach dir klar: Es ist nur dieser Moment und nicht dein ganzes Leben.

Quelle

Ellen Lutum: Momentaufnahme, in: Mit Mut! Der Frauenkalender 2024, KW 4, Heilig, Herzog & Langenbacher GbR, Esslingen 2023.

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28JAN2024
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Morgenroutinen – wer kennt sie nicht? Die Theologin Bettina Eltrop liest jeden Morgen einen Psalm, also einen Lied- oder Gebetstext aus der Bibel. Sie erzählt:

Seit einiger Zeit gehört ein Psalm aus der […] Bibel zu meinem Frühstück. Jeden Morgen lese ich einen zur ersten Tasse Kaffee. Bei Psalm 1 habe ich angefangen, mittlerweile bin ich bei 81. Ich lasse mich führen vom Rhythmus der Worte, von den starken Bildern des Psalms. Ich werde hineingezogen in Kämpfe um Würde und Gerechtigkeit. Kraftworte atmen Zuversicht in meine Ängste. Kehrverse der Hoffnung fallen in mein Herz. Mit einem Mutwort auf den Lippen gehe ich in den Tag.

Quelle

Bettina Eltrop: Mutworte, in: Mit Mut! Der Frauenkalender 2024, KW 42, Heilig, Herzog & Langenbacher GbR, Esslingen 2023.

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27JAN2024
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Es ist alles andere als einfach, mit Hass und Gewalt umzugehen... Oft lässt es mich ratlos und schockiert zurück oder erzeugt sogar Gegenhass. Eine gute Art damit umzugehen beschreibt die Publizistin Carolin Emcke:

„Hass und Gewalt nicht allein zu verurteilen, sondern in ihrer Funktionsweise zu betrachten, heißt immer auch zu zeigen, wo etwas anderes möglich gewesen wäre, wo jemand sich hätte anders entscheiden können, wo jemand hätte einschreiten, wo jemand hätte aussteigen können. Den Hass und die Gewalt nicht einfach nur abzulehnen, sondern zu beobachten, mit welchen rhetorischen Strategien, mit welchen Metaphern oder Bildern der Hass generiert und kanalisiert wird, birgt immer auch die Überzeugung, jene Stellen in den Mustern der Erzählung zu markieren, an denen sie unterbrochen und unterwandert werden können.“

Carolin Emcke, Gegen den Hass

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26JAN2024
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Ob Bücher, Zeitungen oder Social Media Posts, wir werden regelrecht überflutet mit Nachrichten und Infos. Worauf es beim Lesen ankommt, wusste schon die Schriftstellerin Virginia Woolf: 

„Denn [recht] eigentlich lautet der einzige Rat, den ein Mensch einem andern übers Lesen geben kann: Nimm keinen Rat an außer dem, den eigenen Instinkten zu folgen, den eigenen Verstand zu nutzen und zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen.“

Virginia Woolf, „Wie sollte man ein Buch lesen?“

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25JAN2024
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Manchmal braucht es den Winter, das bewusste langsamer werden, Zeit zum Ausruhen – findet die Autorin Katherine May:

„Wenn wir aufhören, uns ständig nach Sommer zu sehnen, kann der Winter eine ganz wunderbare Jahreszeit werden, in der die Welt von sparsamer Schönheit ist und selbst der Asphalt funkelt. Eine Zeit zum Nachdenken, zum Erholen, zum langsamen Wiederaufladen, zum Aufräumen. All das ist verdammt uncool, und wer die Dinge langsamer angeht, sich mehr unverplante Zeit und mehr Schlaf gönnt, wer sich einfach mal ausruht, handelt heutzutage fast schon radikal – dabei ist genau das doch lebenswichtig.“

Katherine May, Überwintern. Wenn das Leben innehält

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24JAN2024
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Leben gelingt nicht immer gut, es passieren Fehler, Dinge, für die man sich vielleicht sogar schämt. Und doch gehört genau das zum Menschsein dazu, weiß der 90jährige Theologe Fulbert Steffensky:

„Wer wirklich gelebt hat, wird sich wohl an viele Stellen des Verrats erinnern. Es gehört zur Würde des Menschen, vor sich selbst die Augen nicht zu verschließen. Scham oder Reue sind Begriffe der Größe und Schönheit des Menschen. Es ist mir erlaubt, ein Verwundeter zu sein. Es ist mir gar erlaubt, Fragment zu sein.

Die Qualität des Lebens liegt nicht in der gelungenen Ganzheit, nicht dass ich ein mustergültiger Ehemann, Vater, Lehrer, Staatsbürger bin. Es gibt auch die Gnade einer gelungenen Halbheit.

Fulbert Steffensky, „Wir müssen nicht die Letzten sein“, Jan Feddersen im Interview mit Fulbert Steffensky, taz, 29.22.2023, https://taz.de/Theologe-Fulbert-Steffensky/!5972469/

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39205
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