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Anstöße SWR1 RP / Morgengedanken SWR4 RP
Vor drei Jahren bin ich mit meiner Familie umgezogen.
Kurz nach unserem Einzug klingelte es an der Tür, und einer unserer neuen Nachbarn lud uns zum monatlichen Stammtisch ein. Seit unser Wohngebiet vor dreißig Jahren gebaut wurde, gibt es die Tradition, dass sich die Nachbarn einmal im Monat treffen. Über die Einladung haben wir uns sehr gefreut. Beim ersten Mal waren wir allerdings ziemlich nervös. Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet. Doch die Nervosität war schnell verflogen. Mittlerweile feiern wir sogar einmal im Jahr ein großes Straßenfest miteinander.
Für uns war es ein Segen, so leicht von den Nachbarn aufgenommen zu werden. Es ist einfach schön, wenn man sich gegenseitig hilft, sich unterstützt und weiß, wie es einander geht.
Doch das ist nicht alles, was wir an unserer Nachbarschaft schätzen. Niemand nimmt es einem übel, wenn wir mal keine Zeit oder Lust haben bei den Treffen teilzunehmen. Wir haben nie das Gefühl, zu irgendetwas gezwungen zu sein. Jeder lässt jedem den Freiraum, den er braucht. Wir gehören einfach dazu. Damals wurden wir von fremden Menschen angenommen, ohne uns erst beweisen zu müssen. Geschätzt zu werden, nicht für das, was man tut, sondern für das, was man ist. Und das tut uns unglaublich gut! Danke, liebe Nachbarn!
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Neulich begegnete mir auf Social Media die Anzeige einer Krankenkasse. Dort hieß es: heute schon einmal bewusst eingeatmet? Normalerweise ignoriere ich solche Anzeigen. Aber dieses Mal blieb ich hängen. Ich habe kurz nachgedacht: hab ich heute schon einmal bewusst eingeatmet? Nein. Eigentlich atme ich fast nie bewusst ein und aus. Ich hab also den Ratschlag angenommen und einmal tief Luft geholt, ganz bewusst und ohne an etwas anderes zu denken.
Für einen kurzen Moment war da nur noch mein Atmen.
Das mit dem Atmen ist schon seltsam, denke ich mir. Mein Atmen begleitet mich mein ganzes Leben, ohne dass ich darüber nachdenke. Es atmet einfach in mir. Nur beim Sport achte ich auf meine Atmung oder wenn ich versuche, im Gebet zur Ruhe zu kommen. Aber sonst nicht. Dabei war das Atmen das erste, als ich geboren wurde. Und es wird das letzte sein, wenn ich sterbe. Wie ein Rahmen umschließt das Atmen mein Leben.
In der Bibel heißt es, dass Gott den Menschen, den er geschaffen hatte, lebendig macht, indem er ihm Lebensatem in die Nase bläst. Die Bibel bringt dadurch zum Ausdruck: Atmen und Leben, das ist ein und dasselbe. Wenn ich das nächste Mal wieder atemlos durchs Leben hetze, mache ich mir das bewusst und hole einfach einmal tief Luft.
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Zurzeit lese ich meinem Sohn abends Geschichten aus der Kinderbibel vor. Das ist für mich nicht immer einfach. Denn manche Geschichten sind schwer zu verstehen und nicht leicht zu verkraften. Neulich hab ich ihm die Geschichte von Kain und Abel vorgelesen. Kain tötet seinen jüngeren Bruder Abel auf dem Feld, weil er sich von Gott benachteiligt und zurückgesetzt fühlt. Ich überlege kurz, ob ich ihm die Geschichte überhaupt schon vorlesen soll. Aber die Kinderbibel formuliert sie etwas sanfter. Also lese ich sie ihm vor. Ich komme an die Stelle, wo Gott Kain zur Rede stellt und ihn fragt: Kain, wo ist dein Bruder?
Da beginnt mein Sohn zu weinen. Was soll ich jetzt tun? Ich nehme ihn in den Arm und tröste ihn. Das ist nur eine Geschichte, sage ich ihm. Aber das tröstet ihn nicht. Schließlich versuche ich zu erklären: diese Geschichte will zeigen, was passieren kann, wenn Menschen sehr neidisch aufeinander sind und dass das nicht gut ist. Wahrscheinlich ist die Geschichte so gar nicht passiert. Langsam beruhigt er sich. Wir suchen uns danach noch eine leichtere Geschichte aus zum Einschlafen.
Dieser Abend geht mir noch lange nach. Mein Sohn hat diese Geschichte viel intensiver aufgenommen als ich. Er hat gespürt, wie viel Leid darin steckt. Hat sich davon berühren lassen. Es war für ihn wirklich schlimm zu hören, dass Geschwister sich so etwas antun können.
Mir hat der Abend gezeigt, wie behutsam ich mit meinem Sohn in der Bibel lesen muss. Aber auch, wie sehr biblische Geschichten das tatsächliche Leben widerspiegeln. Mit allem Schönen, aber eben auch allem Schrecklichen, was Menschen sich antun können.
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Heute ist der Tag gegen Lärm. Das Thema ist hochaktuell. Die Lärmbelastung in unserem Alltag nimmt immer weiter zu – besonders in den Städten. Der Verkehr auf Straßen, Schienen und in der Luft ist allgegenwärtig. Für viele ist der Lärm ein ständiger Begleiter, was nicht ohne Folgen bleibt.
Wer dauerhaft Lärm ausgesetzt ist, kann ernsthaft psychisch oder körperlich erkranken. Die ständige Geräuschkulisse sorgt für Stress und Reizüberflutung. Besonders betroffen sind oft Menschen, die es sich nicht leisten können, in ruhigeren Wohngebieten zu leben – zum Beispiel am Stadtrand. Lärm ist ein soziales und gesundheitliches Problem und gehört dringend auf die politische Tagesordnung.
Ich merke das oft selbst: Wenn ich abends nach einem langen, lauten Tag in der Stadt im Zug nach Hause sitze – endlich Ruhe – dann dröhnt es mir manchmal noch in den Ohren. Die Stille schmerzt mich regelrecht. Gedanken, Bilder, Wortfetzen rauschen weiter durch den Kopf. An Abschalten ist nicht zu denken. Dabei sagen Forscher: Schon wenige Minuten echte Ruhe am Tag können helfen, mehr innere Balance zu finden. Klar, ständige Stille kann auch einsam machen, das will ich nicht unterschlagen. Doch Ruhe auszuhalten, fällt zumindest mir oft sehr schwer. Ich erwische mich oft dabei, wie ich um die Ruhe einen großen Bogen mache, um mich doch wieder abzulenken.
Aber in den seltenen Momenten, in denen ich sie zulasse und einfach nur da sitze, ohne Smartphone, ohne Ablenkung, nur Stille, da passiert etwas mit mir. Es fühlt sich an, als würde ich neue Energie tanken, obwohl ich ja eigentlich gar nichts tue. Solche kleinen Momente der Ruhe tragen mich durch den ganzen Tag. Und auch der Lärm hat dann plötzlich weniger Macht über mich.
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Ich bin ein riesiger Fan von Jacob Collier. Jacob ist ein britischer Musiker und ein echtes Ausnahmetalent. Manche nennen ihn sogar den Mozart unseres Jahrhunderts. Was mich am meisten fasziniert: Er macht sein Publikum zum Teil der Musik. Da singt plötzlich das ganze Stadion. Tausende Menschen, mehrstimmig, wie ein riesiger Chor. Ganz spontan. Das ist magisch und geht mir voll unter die Haut.
Ich glaube, es gibt nur wenige Dinge, die Menschen so sehr miteinander verbinden können wie Musik. Sie ist eine faszinierende Sprache, die jeder versteht und unglaublich viel kann. Ein einziger Song kann mich zurückversetzen in meine Kindheit. Er kann mir das Bauchkribbeln der ersten großen Liebe zurückholen, mich trösten oder begeistern.
Mich berührt es total, wenn Musikerinnen und Musiker aus Ländern kommen, die politisch verfeindet sind, und trotzdem gemeinsam auf der Bühne stehen. Wenn Menschen über Grenzen hinweg musizieren, können echte Freundschaften entstehen. Und manchmal ist das der erste Schritt zu mehr Verständnis füreinander. Vielleicht sogar zu mehr Frieden.
Natürlich weiß ich, dass Musik nicht alle Probleme dieser Welt lösen kann. Sie beendet keine Kriege. Sie füllt keine Teller. Sie macht die Welt nicht gerechter. Musik kann die Welt nicht retten. Aber sie kann Herzen öffnen. Und sie kann Hoffnung wecken.
Und manchmal – in ganz besonderen Momenten – fühlt sich Musik für mich an wie ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die Bibel verspricht: Dass Gott am Ende alle Tränen abwischen wird. Und dass es eine Zeit geben wird, in der es keine Ungerechtigkeit mehr gibt. Als Christ halte ich an dieser Hoffnung fest. Und die Musik hilft mir dabei.
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Vor Kurzem habe ich mir neue Schuhe gekauft. Beim Anprobieren hab ich ganz genau auf meine Füße geachtet. Wie fühlt sich das Gehen an? Drückt was? Gibt’s Stellen, an denen es reibt?
Normalerweise denke ich nicht viel über meine Füße nach. Wenn ich unterwegs bin, dann laufen die einfach mit. Gut verpackt in Schuhe, die mich schützen. Ich will mich ja nicht unnötig Gefahren aussetzen! Schuhe helfen mir, dass ich mir keine Gedanken über den Boden unter mir machen muss. Wer mal barfuß draußen unterwegs war, weiß, was Schuhe alles abfangen. Wenn ich barfuß bin, spüre ich die Welt direkt. Den heißen Asphalt, den kühlen Boden, die spitzen Kanten. Es gibt keinen Schutzraum mehr zwischen meinen Füßen und der Welt.
Auf diesen Schutzraum will und kann ich nicht verzichten. Denn er gibt mir Sicherheit. Auch mein Glaube kann wie ein Schuh ein solcher Schutzraum sein. Wenn ich überfordert oder verzweifelt bin, kann ich mich darauf verlassen, dass ich geschützt bin. Mein Glaube hilft mir, dass mich die Welt mit ihren vielen spitzen Kanten nicht verletzt.
Doch so hilfreich dieser Schutzraum ist, manchmal mache ich es mir zu bequem darin.
Denn der Glaube ist mehr als ein Schutzraum, er ist auch ein Wagnis, diesen Schutzraum zu verlassen. Das heißt für mich: vielleicht mal ein Gespräch suchen, vor dem ich mich bisher gedrückt habe. Natürlich besteht dabei die Gefahr, verletzt zu werden. Ich denke aber, Gott fordert mich sogar dazu auf: gelegentlich rauszugehen und innerlich aus meinen Schuhen zu steigen. Gott will mich schützen, klar. Aber er will auch, dass ich wachse. Und das gelingt nur, wenn ich es mir im Schutzraum meines Glaubens nicht zu bequem mache.
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Eine der schönsten Geschichten in der Bibel ist für mich die mit den Emmausjüngern. Beide Männer mussten miterleben, dass in Jerusalem ihr großes Vorbild für eine neue und bessere Welt gewaltsam am Kreuz gestorben ist. Nun sind sie niedergeschlagen und gehen traurig zurück in ihr Dorf. Dann plötzlich, wie aus dem Nichts, schließt sich ihnen ein Fremder an; erst am Ende stellt sich heraus, dass es der auferstandene Jesus ist, den sie zunächst nicht erkennen. Sie laufen gemeinsam weiter und unterhalten sich über das, was geschehen ist. Sie reden und reden. Und genau das fasziniert mich an dieser Geschichte! Der Held der Geschichte, der sich als Sohn Gottes verstanden hat, lässt sich auf ein offenes Gespräch ein. Er gibt sich nicht sofort zu erkennen, er drängt sich nicht auf, um sie gleich zu überzeugen. Nichts davon! Stattdessen ein offenes Gespräch. Der Fremde ist geduldig, er tröstet sie.
Immer wenn ich Menschen begegne, die ihre Religion wie eine Waffe einsetzen, um andere Menschen zu bekehren, muss ich an diese Geschichte denken. Denn die Geschichte sieht den Weg zum Glauben als ein Gespräch unter Freunden. Der Fremde begegnet auf Augenhöhe, menschlich, nahbar, fühlbar. Für mich ist mein Glaube noch immer ein solcher Weg, auf dem ich begleitet werde mit allen meinen Fragen und Zweifeln.
Am Ende der Geschichte mit den Emmausjüngern bitten sie den Fremden, bei ihnen zu bleiben, weil es Abend wird. Erst danach kommt er mit ihnen ins Haus. Gott drängt sich nicht auf, das sagt mir diese Geschichte. Er sucht unsere Augenhöhe und das fasziniert mich so sehr an dieser Geschichte.
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Einsamkeit ist eines der großen Themen von heute. Wie damit umgehen? Kann Künstliche Intelligenz vielleicht dafür eine Lösung sein? Heute schon wird sie eingesetzt, um einsamen Menschen das Gefühl zu geben, nicht mehr einsam zu sein. Ich kann mittlerweile täuschend echte Gespräche mit Maschinen führen, fast so wie mit richtigen Partnern oder Partnerinnen. Mag sein, dass Einsamkeit so gelindert werden kann. – Aber möchte ich das wirklich? Mich in Zukunft mit Maschinen unterhalten oder von ihnen sogar umarmt werden, damit ich nicht so einsam bin?
Ich muss an meinen Sohn denken, der manchmal vor dem Schlafengehen noch ein Familienkuscheln einfordert. Wenn Menschen sich gegenseitig drücken und in die Arme nehmen – ist das nicht viel viel mehr wert? Es ist eine Illusion zu denken, dass wir über noch so täuschend echte Maschinen eine Umarmung ersetzen könnten. Einsame Menschen brauchen Menschen, die sie in den Arm nehmen. Ohne Umarmungen fehlen die Nähe und die Wärme. Mir gibt eine Umarmung in manchen Situationen hundertmal mehr als alle einfühlsamen Worte. Eine Umarmung schenkt mir Geborgenheit. Eine Umarmung sagt mir: ich nehme dich an, fühl dich gedrückt. – Eine Maschine kann mich nicht annehmen, sie kann nur rechnen. Dass ich als Mensch die Umarmung so nötig habe, weiß auch der Gott, an den ich glaube. Deshalb stelle ich mir einen Gott vor, der seine Arme ausstreckt. Sie sind weit und offen für mich und für alle Menschen. Und Gott möchte, dass mich die Energie seiner Umarmung packt und frei und glücklich macht. Immer dann, wenn Menschen sich umarmen und herzen, wird etwas spürbar von dieser göttlichen Lebens-Energie.
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Heute in einem Monat findet die Wahl zum 21. Bundestag statt. Wie schon bei der letzten Wahl wird es auch dieses Mal nicht leicht werden, eine regierungsfähige Mehrheit zusammenzustellen. Dabei wäre es so wichtig, dass sich die Parteien zusammenraufen. Denn die Herausforderungen sind riesengroß. Für die heiße Phase des Wahlkampfes und für die Zeit danach wünsche ich mir deshalb eines am allermeisten: dass wirklich alle spüren, was auf dem Spiel steht!
Der Westen und sein Lebensmodell der Freiheit stehen auf dem Spiel, und zwar so massiv wie lange nicht mehr. Der Klimawandel bleibt das Thema überhaupt mit allen sozialen Folgen, die sich jetzt schon überall zeigen. Dann die vielen Kriege, Konflikte, Gewalt – und die Frage: wie geht ein gerechter Friede?
Angesichts dieser Megathemen wünsche ich mir Menschen in der Politik, die sich bemühen, das Wohl der gesamten Menschheit nicht aus dem Blick zu verlieren. Ich wünsche mir Menschen an der Macht, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen und sich dafür stark machen, dass die Menschenwürde unbedingt geachtet wird – weltweit. Ich wünsche mir noch viel mehr Mut, gegen skrupellose Machtgier aufzustehen und sich zur Not dagegen zu wehren. Ich wünsche mir entschlossene Menschen, die sich für eine gute Zukunft einsetzen. Denn ob die Zukunft gut wird, liegt an uns allen!
Dass alles wünsche ich mir als Christ, weil ich glaube, dass meine Wünsche keine Hirngespinste sind. Meine Wünsche kommen aus meiner tiefsten Überzeugung: jeder und jede kann heute schon damit beginnen, die Welt ein klein wenig besser zu machen. Und was im Kleinen gelingt, gelingt vielleicht auch in der großen Politik.
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Meine Oma ist vor fünf Jahren verstorben. Sie wurde 95 Jahre alt. Diese Woche wäre sie 100 geworden. Ich habe viele gute Erinnerungen an sie. Eine Sache hat mich an ihr immer besonders beeindruckt: meine Oma hatte Humor. Das Leben hatte es nicht immer leicht gemeint mit ihr. Sie wuchs auf einem Bauernhof im Schwarzwald auf und hatte viele Geschwister. Schon als Kind musste sie hart arbeiten. Dann brannte eines Nachts der gesamte Hof ab. Von heute auf morgen stand die bäuerliche Großfamilie vor dem Nichts. Geld für einen Neubau war nicht da. Der Hof wurde aufgegeben. Nach und nach sind dann alle Schwestern und Brüder gestorben. Bis auf eine Schwester, die heute noch lebt, hat meine Oma sie alle überlebt. – Ihren Humor hat sie bis zum Schluss nicht verloren.
Meine Oma war fromm. Ihr christlicher Glaube gehörte einfach zu ihr wie ihr Humor. Dass Gott und Jesus – der Herrgott und Heiland, wie sie sagte – immer da sind und sie durchs Leben begleiten, war für sie völlig klar. Es war so selbstverständlich für sie wie Atmen. Umso mehr bewundere ich heute, wie entspannt sie mit ihrem Glauben umging. Sie war zwar fromm aber nie engstirnig.
Ich finde, Humor ist eine wunderbare Eigenschaft. Humor kann mich freimachen, weil ich mich selbst nicht immer bierernst nehmen muss. Und weil er mir sagt: du wirst sowieso nie alles wissen oder richtigmachen können. Also entspann dich mal ein bisschen! Es gibt so viel Humorlosigkeit, oft bei Menschen, die denken, dass sie besonders fromm oder religiös sind. Gerade denen wünsche ich manchmal mehr Humor. Denn er macht das Leben leichter und menschlicher.
