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SWR2 / SWR Kultur

 

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SWR2 Wort zum Tag

Der Titel dieses Buch springt sofort ins Auge, vermutlich nicht nur mir als Theologen: „Der Vogelgott“ heißt der Roman von Susanne Röckel, der im Herbst letzten Jahres erschienen ist.

Das Buch ist sicher kein theologisches Fachbuch. Aber umso mehr geht es um alles, was irgendwie unerklärlich ist, um Archaisches und Abgründiges, Wirklichkeit und Wahn. Und so hat es mich letztlich doch provoziert: Darüber nachzudenken, wie ich mir Gott eigentlich vorstelle.

Der „Vogelgott“, um den es hier geht, hat nichts mit dem liebenden und befreienden Gott der Bibel zu tun. Eher steht er für eine dunkle, dämonische Macht,  und die hat die Gestalt eines unheimlichen Greifvogels.

Vier Menschen begegnen diesem „Vogelgott“ und sie erfahren dabei etwas, das jenseits von alldem liegt, womit sie rechnen, was sie bisher gedacht und gefühlt haben.

Diese vier Menschen, sind ein Vater und seine drei Kinder. Der Vater ist ein Hobby-Vogelkundler, der fast schon besessen nach etwas Außergewöhnlichem für seine Sammlung ausgestopfter Vögel sucht. Der älteste Sohn ist ein rationaler, leicht zynischer Journalist. Die Tochter untersucht mit dem analytisch-distanzierten Blick der Kunstgeschichtlerin Mariendarstellungen aus der Barockzeit. Und der Jüngste ist ein verkrachter Medizinstudent, der sein Leben nicht so richtig auf die Reihe bringt.

Alle vier schauen in einen vermeintlich „leeren“, gott- und götterlosen Himmel. Plötzlich, unerwartet und unabhängig voneinander, werden alle vier mit dem „Vogelgott“ konfrontiert und diese verstörende Begegnung verändert ihr Leben:

Dem gescheiterten Medizinstudenten zeigt sich der „Vogelgott“ während eines Aufenthaltes in einem Missionscamp, irgendwo am Rand der zivilisierten Welt; der Volksstamm verehrt den „Vogelgott“ in blutrünstigen Ritualen.

Dem nüchternen Journalisten begegnet der „Vogelgott“ in einer scheinbar  besessenen Frau und einem modernen Alchimisten. Und der Vater, der Vogelkundler, stößt auf seinen ganz außergewöhnlichen Vogel. Den Versuch, ihn zu fangen, zu töten und zu besitzen, überlebt der Vater fast nicht.

„Der Vogelgott“ von Susanne Röckel ist ein skurriles, in manchem bizarres Buch. Und doch fand ich es faszinierend: Vier Menschen widerfährt, was völlig jenseits dessen liegt, womit sie rechnen.

Das erinnert mich dann doch wieder an manche biblische Geschichte: Gott eröffnet immer wieder einen völlig neuen Blick auf die Wirklichkeit.

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SWR2 Wort zum Tag

„Ist das gerecht?“ Diese Frage hat die ARD über ihre aktuelle Themenwoche geschrieben. In vielen Sendungen und unterschiedlichen Formaten widmen sich die ARD-Sender seit Montag dem Thema Gerechtigkeit. Was wir unter Gerechtigkeit verstehen, ist entscheidend dafür, wie wir zusammenleben. Nicht zuletzt hängt davon ab, was wir den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft nennen.

In dieser Woche erinnern aber auch unzählige Veranstaltungen an das Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren. Viele haben gehofft, dass sich ein so katastrophaler Krieg nie mehr wiederholen würde;  aber zwanzig Jahre später war diese Hoffnung schon dahin.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich das Friedensengagement der christlichen Kirchen verändert. Bis dahin war es geprägt von der so genannten Theorie des „gerechten Krieges“. Grob gesagt ging es darum, wann und wie Kriege begonnen werden dürfen und wie sie zu führen sind  um als ethisch „gerechtfertigt“ gelten zu können. Gerecht meinte also gerechtfertigt, in einem eher rechtlichen Sinn

Im Jahr 2000 haben die katholischen Bischöfe in Deutschland ein Friedenswort mit dem Titel „Gerechter Friede“ veröffentlicht. Die Perspektive hat sich gedreht: Vom „gerechten Krieg“ zum „gerechten Friede“: Krieg soll nach Gottes willen nicht sein, jede Gewaltanwendung soll vermieden werden, denn jede Gewalt bleibt ein Übel. Oder wie es Papst Johannes Paul II formuliert hat: „Krieg ist immer eine Niederlage der Menschheit.“

Die unzähligen Konflikte und Kriege unserer Zeit zeigen es täglich: Sie verursachen weitaus größeres Leid als nur das, was mit Waffen angetan wird: Menschen hungern, sie werden verfolgt, vertrieben, vergewaltigt – und betroffen sind oft besonders die, die ohnehin schon arm, schutzlos, schwach sind.

Entsprechend meint die Rede vom „Gerechten Frieden“ weit mehr, als  dass es nur keine Gewalt mehr gibt: „Gerecht“ ist der Friede dort, wo Menschen in Würde leben und arbeiten können, wo ihre Rechte geschützt sind, ebenso das, von dem sie leben – das Land, seine Rohstoffe, das Wasser. Und das Leid der Opfer wird gesehen, anerkannt, womöglich Abhilfe geschaffen.

Das ist gerecht! Und nur so wird Friede möglich! Oder wie es schon beim Propheten Jesaja heißt: Das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit“.

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SWR2 Wort zum Tag

Europa muss sich auf seine Wurzeln, seine Seele zurückbesinnen! Viele machen sich in diesen Tagen große Sorgen, wenn sie auf den Zustand unseres Kontinents schauen. Viel zu lange schon und viel zu selbstverständlich ist nur noch von der Krise Europas die Rede! Immer mehr europäische Staaten scheinen vor allem an sich selbst zu denken; nicht nur in der Flüchtlingspolitik.

Hat sich die Idee eines gemeinsamen Europas in unseren Tagen erledigt? Tragen die großen Hoffnungen nicht mehr, die einst die Gründungsväter und – mütter Europas bewegten? Und der christliche Glaube, der die europäische Kultur fraglos geprägt hat? In unseren Tagen muss dieser Glaube eher herhalten, um sich von anderen abzugrenzen, andere auszugrenzen.

Am 11. Juli jeden Jahres wird in der Katholischen Kirche besonders an den Heiligen Benedikt gedacht. Im Jahr 480 wird der „Gründer des abendländischen Mönchtums“ in dem kleinen Ort Nursia geboren, in der heutigen italienischen Region Umbrien . Mit 67 Jahren stirbt er auf dem Monte Cassino. Dort hat er mit einem Kreis von Freunden und Getreuen eine erste Gemeinschaft gegründet.

1964 erklärt Papst Paul VI. den Heiligen Benedikt zum bedeutendsten Patron Europas. Gerade auch die Frömmigkeit Benedikts hat Europa geprägt. Benedikt hat als erster eine umfassende Regel für das Leben in Ordensgemeinschaften entwickelt. Und viele Klöster und Gemeinschaften in Europa haben sie für sich übernommen, manchmal mit kleinen Veränderungen. Der Kerngedanke der benediktinischen Regel heißt „Ora et labora“, also „bete und arbeite“. Mit dieser ganzheitlichen Spiritualität wurden die Klöster zu bedeutenden Zentren, die für Bildung gesorgt haben, die das Handwerk und die Landwirtschaft gefördert und weiterentwickelt haben.

Gerade in der aktuellen Krise Europas kann der Heilige Benedikt, der Patron Europas, an eine große Hoffnung erinnern!

Die Hoffnung auf eine europäische Gemeinschaft, die von gemeinsamen Werten und Haltungen geprägt ist: Von Werten und Haltungen, die nicht zuletzt in der Bibel begründet sind: zum Beispiel in der  Vorstellung, dass jeder einzelne eine besondere Würde hat, unabhängig von seiner Leistung und seiner Herkunft! So hoffe ich auch auf eine Gemeinschaft, die versucht, Maß zu nehmen am biblischen Gleichnis vom barmherzigen Samariter: dem Gleichnis, wo ein Fremder einem verletzten Fremden hilft.

Dies ist der Geist, die Seele Europas. Und uns daran zu erinnern, dabei möge der Heilige Benedikt uns helfen!

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SWR2 Wort zum Tag

In unserer Gesellschaft ist eine ängstliche Stimmung weitverbreitet, die kaum zu fassen ist. Soziologen und Meinungsforscher beschreiben das immer wieder. Die einen sorgen sich, dass sich die Gesellschaft sozial immer weiter spalten wird. Andere befürchten, dass zu viel Fremdes, zu viel Fremde zu uns kommen. Und am Ende wissen wir gar nicht mehr, wer wir sind!

Viele treibt die tägliche Angst, den hohen und immer höheren Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Zu viel, was andere von mir erwarten, erst recht zu viel, was ich selbst von mir erwarte. Der renommierte Soziologe Heinz Bude spricht von einer „Gesellschaft der Angst“: Ängstlich zu sein, scheint zu einer modernen Gesellschaft wie der unsrigen einfach dazuzugehören.

In diesem Jahr erinnert ein Kreis von Anhängern, Schülerinnen und Schülern an den katholischen Theologen und Grenzgänger Eugen Biser. Im Januar wäre er 100 Jahre alt geworden. In ganz besonderer Weise hat Eugen Biser die Angst, die Lebensängste des modernen Menschen ins Zentrum seiner Theologie gestellt. Die allgegenwärtige und zunehmende Angst hielt er für das Hauptproblem der Gegenwart.

Für Eugen Biser ist das Christentum die „Religion gegen die Angst“, für ihn ist der christliche Glaube die alles entscheidende Heilkraft, für alle die ängstlich sind! Entschieden kritisierte er so jede kirchliche Verkündigung, die selbst Ängste weckt. Und umkehrt war Eugen Biser überzeugt: Der christliche Glaube und das Christentum werden in unserer Gesellschaft nur dann eine Zukunft haben, wenn wir uns auf unseren Ursprung zurückbesinnen:

Für Eugen Biser ist Jesus der „Angst-Therapeut“ schlechthin. Durch seinen menschgewordenen Sohn sucht Gott den Menschen zu heilen - von seinen alltäglichen Ängsten und der Angst, keinen Sinn im Leben zu finden, der Angst sterben zu müssen.

In dem, was Jesus verkündet hat, in dem was er gelebt und gelehrt hat und nicht zuletzt in seinem Sterben am Kreuz und in seiner Auferstehung steckt eine dreifache Botschaft gegen die Angst:

Der Gott, den Jesus – für seine Zeit unvorstellbar revolutionär - zärtlich mit Abba, also Papa, angesprochen hat, ist kein ehr- und kein rachsüchtiger Gott, vor dem wir uns ängstigen müssen.

Unsere Mitmenschen, die wir mit Jesus als „unsere Nächsten“ erkennen dürfen und die wir „als unsere Nächsten“ lieben dürfen wie uns selbst, ängstigen uns nicht mehr als Fremde und Feinde.

Und ebenso revolutionär war und ist die Botschaft Jesu an jeden Einzelnen: Eugen Biser spricht von der „einzigartigen Ermutigung des Menschen zu sich selbst“ – unmissverständlich beschrieben in den wundervollen Worten, dass wir Menschen Gottes „Freunde“ sind, dass wir Gottes „Kinder“ sind.

Wenn ein liebender und barmherziger Gott so groß von uns Menschen denkt, bräuchten wir eigentlich vor nichts und niemandem Angst haben.

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SWR2 Zum Feiertag

Alexander Foitzik im Gespräch mit Dr. Barbara Henze, Theol. Fakultät der Uni Freiburg

Mit dem heutigen Fest „Allerheiligen“ gedenken wir der Gemeinschaft der Heiligen. Also all der Männer und Frauen, die oft auch unbequem und anstößig Zeugnis von Ihrem Christusglauben gegeben haben in dem was Sie gesagt haben und in dem was sie taten. Wenn wir aber an diese heiligen Frauen und Männer denken stellen wir uns zugleich in ihre Gemeinschaft, denn das Fest Allerheiligen erinnert uns daran, dass wir alle, alle Getauften und Gefirmten zur Heiligkeit berufen sind. Über dieses besondere Fest und seine Botschaft spreche ich heute mit Dr. Barbara Henze. Sie lehrt Frömmigkeitsgeschichte und kirchliche Landesgeschichte an der theologischen Fakultät in Freiburg.

Frau Dr. Henze, was bedeutet für Sie dieses Fest „Allerheiligen“? Ist das für Sie eher eine schöne Tradition im Kirchenjahr, die es mit Blick auf eine durchaus wertvolle Geschichte zu pflegen gilt, oder hat dieses Fest Allerheiligen für Sie einen besonderen aktuellen Bezug? Eine besondere Botschaft für uns heute?

Allerheiligen – ein Stellvertreterfest

Das Fest „ Allerheiligen“ ist tatsächlich Beides. Wir erinnern uns daran, dass früher an diesem Fest all derer gedacht wurde, für die man Name und Todesdatum nicht wusste und derer man dennoch gedenken wollte. Deswegen ist das Fest Allerheiligen so etwas wie ein Stellvertreterfest.

Und dieses Prinzip Stellvertretung oder „Stehen für“ finde ich auch für heute sehr aktuell, weil man damit nicht nur an die Gemeinschaft denkt zu der man auch gehören möchte, wie Sie im Eingang gesagt haben, sondern man kann sich auch vorstellen, dass die Heiligen so etwas wie stellvertretend das Menschsein gelebt haben, das wir selbst auch leben möchten. Also auch ein Vorbild für mich selbst.

Gab es denn Heilige, die man in diesem Gedanken vergessen hat, wenn Sie jetzt zurück auf die Kirchengeschichte schauen?

Heilige mit und ohne Namen

In der Anfangszeit wurden die als Heilige gesehen, die sich in besonderer Weise in ihrem Leben der Verbundenheit mit Jesus Christus bewusst waren, und das waren die Märtyrer. In der Anfangszeit sind viele umgebracht worden um ihres Glaubens Willen. Von denen die Überlieferung weder Name noch Todesdatum überliefert hatte. Und diese namenlosen Märtyrer, die werden an Allerheiligen oder wurden seit der Anfangszeit der Kirche an Allerheiligen gefeiert.

Für die mit Namen bekannten Märtyrer hatte man immer einen festen Platz im Kirchenkalender. An die heilige Barbara denkt man am 4. Dezember. Die Person ist zwar fiktiv aber man hatte für sie einen festen Platz im Kalender.

Jetzt haben Sie die Hl. Barbara ausdrücklich erwähnt. Aber wie ist es mit den heiligen Frauen in der Kirchengeschichte gewesen? Wurden nicht ganz besonders die heiligen Frauen immer leicht vergessen?

Frauen wurden nicht vergessen

Man hat tatsächlich eine Statistik gemacht. Wer war wann heilig oder wurde als heilig angesehen? Jetzt könnte man als erstes denken, ja werden nicht die Frauen  immer vergessen weil sie ja heute vergessen werden.

Es war in der Tat so, dass zum Beispiel in der Zeit des Hochmittelalters besonders viele Frauen gewürdigt wurden. Nicht nur die Hl. Klara u. die Hl. Elisabeth. Stellvertretung heißt ja, zu bestimmten Zeiten ist Heiligkeit etwas, das genau für diese Zeit wichtig ist. So gab es auch Zeiten, wo exemplarisch Frauen diese Herrlichkeit gelebt haben, und das war die Zeit der Armutsbewegung, weil die Lebensweise in der Zeit der Armutsbewegung bedeutete: Ich nehme an Jesus Christus Maß.
Und man hatte sich irgendwie vorgestellt, dass dieses Maßnehmen an Jesus Christus besonderes Einfühlungsvermögen voraussetzt. Und da hatte man gedacht, das machen Frauen in besonderer Weise.

Welches Bild, welche Metapher passt dann gerade jetzt vor dem von Ihnen ausgeführten Hintergrund für Sie am besten? Wenn Sie in ein bis zwei Sätzen beschreiben sollen, was eigentlich Heilige für Sie sind…

Heilige als Vorbild in ihrem Lebensraum

Es muss was damit zu tun haben, dass diese Menschen einerseits die Kraft spüren, die von Gott kommt, bestimmte Dinge auszuhalten, die man sonst nicht aushalten würde.

Es muss andererseits etwas damit zu tun haben, dass sie in sich schauen und denken was kann ich. Was ist in meinem jeweiligen Lebensraum möglich? Die sind ja nicht jenseits ihres Lebensraums gegangen, sondern die haben ja ihre Möglichkeiten genutzt. Deswegen gibt es auch unbekannte Heilige, oder deswegen gibt es auch Leute, die gar keine großartigen Dinge getan haben, sondern einfach versucht haben, in die Not ihrer Zeit zu schauen und zu sagen: hier läuft etwas schief, hier muss etwas passieren.

Und da finde ich dann sehr interessant, dass die Zahl der offiziell von der kath. Kirche Heiliggesprochenen seit der Zeit von Papst Johannes Paul II, also seit 1978, explodiert ist. Weil dann der Papst gedacht hat, es kann nicht sein, dass man in Lateinamerika, in Ozeanien, in Südafrika als Heilige und Namenspatronen immer nur Leute aus Europa hat als Vorbild ihres Lebens. Sondern das müssen Leute sein, die in ihrem konkreten Lebensumfeld versucht haben ihr Leben zu leben. Die hat er dann heilig gesprochen.

Gestern haben wir den Reformationstag gefeiert. 2017 jährt er sich ja zum 500. Mal. Ist das Fest Allerheiligen ein sehr katholisches Fest?

Irrwege der Heiligenverehrung

Dieses Fest Allerheiligen stand damals vor 500 Jahren für eine fehlgeleitete katholische Frömmigkeit. Deswegen hat nicht ohne Sinn am Vorabend dieses Festes Allerheiligen Martin Luther seine Thesen veröffentlicht. Weil er daran erkennen konnte, was schief läuft. Dass man nämlich Heiligkeit den Kräften des Menschen zuspricht und nicht sagt: dieser Mensch muss ja zuvor erst mal in die Beziehung zu Gott getreten sein.  Gott muss ihm ja seinen Auftrag geben. Der wirkt ja nicht nur so. Ein Heiliger hat seine Kräfte von Gott.
Den zweiten Fehler, den Luther benennen konnte war: Ja verdränge ich damit in Wahrheit nicht Jesus Christus, und ist das was die Menschen an Heiligenverehrung tun nicht rein äußerlich und unbiblisch.
Also er kann an dem Fest Allerheiligen genau seine Kritikpunkte gegenüber der katholischen Kirche artikulieren. Und jetzt, da haben Sie recht, muss man sich fragen, hat sich daran etwas in den 500 Jahren verändert? Ich finde schon. Wir haben gelernt, dass es damals ein Irrweg war, die Heiligen so zu verehren, dass es nicht möglich ist an die Stelle von Jesus Christus auf einmal Menschen zu verehren oder sogar anzubeten, was man uns damals vorgeworfen hat. Das würde eigentlich heute niemand mehr tun.

Das heißt, dann trennt das Verständnis von Heiligkeit und von Heiligen heute nicht mehr die Konfessionen?

Trennend ist nur noch das Heiligsprechungsverfahren

Das Verständnis von Heiligkeit trennt nicht. Was trennt ist, dass man in der römisch katholischen Kirche dieses Heiligsprechungsverfahren hat, das man in anderen christlichen Kirchen nicht kennt.
Aber es gibt, wenn man im Internet schauen würde, gibt es einen ökumenischen Heiligenkalender. Da werden alle die Personen genannt, die in der weltweiten Ökumene, egal in welcher Konfession, als besonders vorbildlich gelten. Die haben aber nicht den Heiligsprechungsprozess durchlaufen.

Welchen Heiligen, welche Heilige würden Sie denn gerne noch in diesen ökumenischen Heiligenkalender aufnehmen?

Frère Roger Schütz und Oscar Romero in den Heiligenkalender?

Eine Person, die sicher von vielen christlichen Konfessionen geschätzt wird ist Roger Schütz von Taizé. Wofür steht dieser Mann? Roger Schütz steht, selbst reformierter Christ und nicht Katholik, steht für: Ich habe ein weites Herz für Gebetsformen. Ich weiß, dass ich Gebet brauche, um arbeiten und leben zu können. Und sein Buch, sein sehr populäres Buch, heißt nicht umsonst „Kampf und Kontemplation“. Ich kann also nicht meinen täglichen Stress, meine tägliche Arbeit, die Ansprüche, die an mich gestellt werden, leben ohne beten. Dafür hat er seine Gebetsgemeinschaft gegründet. Andererseits steht Roger Schütz auch für Versuche, mit Menschengruppen in Kontakt zu kommen, die in der Kirche ein bisschen unterbelichtet waren, z.B. die Jugend. Dass er dieser Gruppe einen Raum widmet und sagt: Mit der Jugend muss man sprechen. Das ist die Frömmigkeit und das christliche Leben der Zukunft. Also würde ich sagen Roger Schütz steht für bestimmte Dinge.
Andere Personen stehen für anderes: Oscar Romero von San Salvador – der steht für die Botschaft, dass man schauen muss, was ist das Unrecht, das meinen Menschen, für die ich Verantwortung als Bischof tragen muss, passiert, und woher kommt dieses Unrecht. Heute wird er geschätzt. Seine Leute in San Salvador haben ihn geschätzt, dass er die USA angeprangert hat und gesagt hat: warum schickt ihr eure Waffen in unser Land? Damit unsere Leute damit erschossen werden – das kann nicht sein. Also für eine mutige Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten der jeweiligen Zeit.

Sie haben jetzt mit dem Bezug zu Bischof Romero noch einmal einen ganz aktuellen Bezug hergestellt zu dem heutigen Fest Allerheiligen. Herzlichen Dank Frau Dr. Henze von der theologischen Fakultät Freiburg.

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SWR2 Wort zum Tag

Künftig werden wir uns vermutlich das Handy einfach vors Gesicht halten; die Kamera macht ein Bild; blitzschnell wird dieses mit dem im Speicher hinterlegten dreidimensionalen Bild abgeglichen. Schon ist das Handy „entsperrt“. Ich wurde erkannt, autorisiert! Du darfst mich benutzen, sagt mir mein Handy! Die meisten großen Handy-Hersteller arbeiten offenbar an der sogenannten „Gesichtserkennung“.

Mir fällt dazu der liebevoll ironische, vor allem aber so lebenskluge Satz von Albert Schweitzer ein: Demnach hat mit zwanzig Jahren jeder das Gesicht, das Gott ihm geben hat. Mit vierzig Jahren hat man das Gesicht, das einem das Leben gegeben hat, und mit sechzig habe ich schließlich das Gesicht, das ich verdient habe.

Ob die Ingenieure von Apple oder Samsung das einberechnen werden? Und mein Gesicht verändert sich ja nicht nur über die Jahrzehnte. Mein Gesicht zeigt sehr oft und sehr unmittelbar meine aktuelle Stimmung - leider oder zum Glück? Und wenn ich mich besonders verknautscht und hässlich finde, muss ich mir auch noch eingestehen: Das ist jetzt Dein Gesicht, so hast Du es  dir verdient!

Aber mit welchem Gesicht will ich eigentlich erkannt werden? Nicht von meinem Handy, sondern von meinem ganz menschlichen Gegenüber? Mit dem Gesicht, wie es mir Gott gegeben hat, oder meinem Gesicht, wie es vom Leben gezeichnet ist, gezeichnet von vielen hellen, aber auch von reichlich dunklen Stunden. Und warum nicht auch erkannt werden, mit dem Gesicht, das ich mir verdient habe, so wie ich eben bin!

Muss mein Gesicht dem Bild entsprechen, das im Kopf der anderen abgespeichert wurde?

Und wie erkenne ich selbst eigentlich das Gesicht meines Gegenübers? Ich befürchte, oft genug passiert es so: Blitzschnell gleiche ich es ab, mit dem Gesicht, das in meinem Kopf gespeichert ist, alte Geschichten, gute und schlechte. Halte ich ein Gesicht aus, das der andere sich verdient hat, im Laufe der Zeit?

Der Mensch ist geschaffen nach dem Abbild Gottes, so steht es in der Bibel. Jedes Gesicht, das mir begegnet, ist also auch ein Ebenbild Gottes. Das macht jedes Gesicht -auch meines - unendlich kostbar! So wie es ist!

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SWR2 Wort zum Tag

In diesen Sommertagen sind viele unterwegs, gerade die Deutschen gelten ja als Reiseweltmeister. Ein ganz wichtiger Grund fürs Reisen ist oft, Fremdes und Fremde kennenzulernen.

Dabei ist es mit dem Fremden so eine Sache: Was fremd ist, macht mich neugierig, fasziniert mich. Was fremd ist, verstört aber auch, und kann ängstigen. Wenn ich in einem fremden Land Urlaub mache, ist das Risiko freilich beschränkt. Ich kann ja meistens selbst steuern, wie sehr ich mich dem Fremden aussetzen will. Und so kann ich es meist genießen, wenn das Essen anders schmeckt, sich Menschen ganz anders kleiden, sie einen anderen Glauben haben.

Wenn ich nach Hause zurückkomme, sehe ich das, was mir vertraut und eigen ist, dann oft mit anderen Augen. Ich freue mich von neuem, wenn ich etwa die heimische Landschaft wiedersehe. Oder ich frage mich sehnsüchtig, was ich gerne von der Reise nach Hause mitgenommen hätte.

Auch zu Hause werde ich natürlich wieder mit Fremden konfrontiert. Und manchmal erschrecke ich: Auf Reisen macht es mich neugierig und fasziniert mich, wenn mir fremde Menschen mit einer oft ganz anderen Lebensart begegnen. Zuhause, in meiner vertrauten Umgebung, irritiert mich ihr anderes Essen, ihre andere Kleidung, erst recht ihre andere Religion. Empfinde ich Fremdes als weniger fremd, wenn ich selbst ein Fremder bin? Zuhause und in vertrauter Umgebung mache ich aber auch noch eine andere Erfahrung mit Fremdheit: Obwohl wir Kultur und Lebensart, oft auch den gleichen Glauben teilen, entdecke ich gelegentlich an Freunden und selbst in der engsten Familie, manches, was mir einfach fremd bleibt. Auch diese Fremdheit macht mich oft neugierig oder fasziniert mich. Ich versuche dann, den Freund noch besser kennenzulernen. Oder ich habe einfach Freude an seinem überraschend anderen Blick auf die Welt.

Aber gelegentlich kann ich diese Fremdheit auch schlecht ertragen, sie ängstigt mich. So nah sind wir uns und doch so fremd! Können wir uns trotzdem vorbehaltlos trauen, uns lieben? Wünsche ich mir womöglich, dass alle so sind wie ich selbst?

Wo die Bibel unmissverständlich appelliert, gastfreundlich und offen gegenüber Fremden zu sein, mahnt sie zugleich das Volk Gottes, sich zu erinnern: Vergiss nicht, dass Du selbst fremd warst in Ägypten!

Ein bisschen klingt diese Mahnung auch mit, wenn ich reise, von einer Reise zurückkehre: Erinnere Dich, wie es war, als Du für ein paar Tage fremd warst in einem Land! Und erinnere Dich auch daran, dass Du selbst für Menschen, die Du liebst und die Dir sehr nahe stehen, gelegentlich sehr fremd sein kannst.

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SWR2 Wort zum Tag

Was trieb Adolf Hitler in seinem mörderischen Wahn? Er wurde als Erlöser, als Heilsbringer verklärt, der Retter, ein völkischer Messias! Die nationalsozialistische Propaganda hatte aus dem 20. April, dem Geburtstag von Adolf Hitler, einen religiösen Feiertag gemacht. Der „Führergeburtstag“ gehörte fest zum Führermythos.

Was aber hat Hitler selbst geglaubt? Was hat ihn angetrieben, in seinem mörderischen Wahn?

Der Grazer Theologe Rainer Bucher hat dazu eine Studie veröffentlicht und sie reichlich provokant mit “Hitlers Theologie“ betitelt. Rainer Bucher versteht Theologie dabei ganz allgemein: als die Rede von Gott. Als die Rede von Gott, die für eine Person von Bedeutung ist. Natürlich geht es nicht um Theologie im wissenschaftlichen oder christlichen Sinn.

Hitler hat offenbar sehr, sehr viel von Gott geredet, oft betont, dass er selbst von Gott auserwählt sei. In seinen Reden und Schriften hat er sich immer wieder auf die „Vorsehung“ berufen. Sein ganzes politisches Projekt verkündigt er von Anfang an und bis zuletzt im Namen seines Gottes. Und so unvorstellbar das klingt: Selbst sein mörderisches Wüten gegen die Juden hat er als Gottes Auftrag begriffen, etwa ausdrücklich in seiner ideologischen Programmschrift „Mein Kampf“.  

Natürlich war Hitlers Gott alles andere als ein christlicher Gott. Hitlers Theologie kennt keine Gnade, keine Barmherzigkeit, keinen Frieden.

Warum aber sollen wir uns heute noch mit alldem beschäftigen? Weil vermutlich auch heute wieder ein paar verblendet Ewiggestrige den „Führergeburtstag“ feiern? Oder weil Hitlersrassistische Theologie so weit reichende, mörderische Folgen hatte?

Am Ende seiner  Studie warnt Bucher vor gefährlichen Versuchungen , warnt er vor gefährlichen religiösen Sehnsüchten. Die sich nicht nur bei Hitler und in seiner Zeit finden lassen! Die Sehnsucht beispielsweise nach einer geschlossenen Gemeinschaft, die alle, die anders sind ausschließt, auch davon, erlöst zu werden oder Gnade zu finden.

Oder die Sehnsucht: Dass ich da, wo ich mich gekränkt fühle, getröstet werde, indem ich Rache übe und gerächt werde..

Gefährlich ist für Bucher auch die Sehnsucht, sich durch die eigene Religion hervortun zu wollen, sich elitär abzugrenzen von den vermeintlich unwürdigen, weniger heroischen Anderen, ihrem niederen und banalen Alltag.

Gefährlich ist schließlich auch die religiöse Sehnsucht nach einem allmächtigen, ja totalitären Gott. Die Sehnsucht nach einem einheitlichen Prinzip, aus dem ich alles und jedes erklären kann.

Mit dem christlichen „Gott der Güte“ hat das nichts zu tun. Denn dieser „Gott der Güte“ ist Mensch geworden und hat den Menschen bis zum Kreuz die Treue gehalten. Dieser „Gott der Güte“, da ist sich der Theologe Bucher sicher, „liebt das Plurale, das Vielfältige, das Andere“. 

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SWR2 Wort zum Tag

Das „Stammesdenken“ nimmt offenbar wieder zu - in Deutschland, bei unseren europäischen Nachbarn und in den USA. So formuliert es ein Politikwissenschaftler, nachdem er sich mit den Wahlen und politischen Diskussionen im letzten Jahr auseinandergesetzt hat. Jetzt stehen wir in Deutschland wieder vor einem Jahr mit wichtigen Wahlen: zuerst in drei Bundesländern, im Herbst wählen wir dann einen neuen Bundestag. Werden die Wahlkämpfe und Wahlergebnisse wieder von „Stammesdenken“ geprägt sein?

Dieses Stammesdenken lässt sich etwa so beschreiben: Mit allem was ich denke und fühle, bleibe ich unter meinesgleichen. Und wer meinesgleichen ist, das bestimmt meine Hautfarbe, meine ethnische oder soziale Herkunft und, ja, auch das, woran ich glaube. Welchem „Stamm“ ich angehöre, entscheidet aber auch, was ich verdiene. Und wie ich mich politisch informiere oder informieren lasse - auch da bleibe ich auf meinen Stamm begrenzt. Manche reden hier statt vom Stammesdenken auch von „Gesinnungsblasen“.

Wenn aber eine Gesellschaft zunehmend nur noch in verschiedenen „Gesinnungsblasen“ lebt, und jeder nur in seinen Stammesgrenzen denkt, dann wird das Zusammenleben immer schwieriger, letztlich unmöglich. Zum Stammesdenken gehört ja auch, dass ich die vom anderen Stamm ausgrenze.

Solches Denken zu entgrenzen und aufzubrechen könnte, eine gemeinsame Aufgabe für die Kirchen sein; gerade auch weil sich in allen Parteien Christinnen und Christen wiederfinden, auch in den verschiedenen Stämmen und Gesinnungsblasen.

Wir haben ein Vorbild: Jesus hat solches Stammesdenken nicht gekannt, er ist nicht unter seinesgleichen geblieben. Er hat ständig Grenzen überschritten, sich über soziale wie lokale Grenzen hinweg gesetzt: er begegnet vorbehaltlos dem Zöllner, hilft als Jude dem Soldaten der römischen Besatzungsmacht, lässt sich von der Ehebrecherin ansprechen.

Ebenso setzt er sich immer wieder über die Regeln seiner Religion hinweg: Der Sabbat soll für den Menschen da sein, nicht der Mensch für den Sabbat!

Ermutigt durch seine Botschaft, muss ich nicht unter meinesgleichen bleiben. Ermutigt von seiner Botschaft, müsste ich es doch schaffen, in meinem Denken enge Stammesgrenzen zu überschreiten.

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SWR2 Wort zum Tag

Im Mittelpunkt des neuen Buches von Katja Lange-Müller steht Krankenschwester Asta. Krankenschwester Asta spuken eine Menge Fragen durch den Kopf: Ist helfen einfach nur „geil“? Oder warum hilft ein Mensch überhaupt einem anderen? Haben jene recht, die allen, die helfen, ein „Helfersyndrom“ unterstellen? Und sollte man nicht gerade christlicher Nächstenliebe misstrauen, steht dahinter doch häufig die Absicht, sich den Himmel verdienen zu wollen?

Asta ist gerade erst nach Deutschland zurückgekehrt. Zuvor hat sie lange Jahre in einem Krankenhaus in Nicaragua gearbeitet. Die meiste Zeit ihres Lebens hat sie damit verbracht, Armen und Kranken zu helfen.. Kettenrauchend steht sie nun verloren an einer abgelegenen Drehtür am Münchner Flughafen. „Drehtür“ lautet vielsagend auch der Titel des Romans von Katja Lange-Müller.

An dieser Drehtür steht Asta also. Und sie erinnert sich an Situationen im eigenen Leben, an frühere Kolleginnen, an Weggefährten. In den so zusammengesponnenen Episoden muss oder will immer jemand helfen. Dabei geht vieles gründlich daneben, bleibt vergeblich. Aber was heißt das schon: Geht es nicht einfach darum, nicht wegzuschauen und die Ärmel hochzukrempeln? Auch das denkt Asta. Ich habe die letzten Seiten dieses berührenden Buches gelesen, als vor kurzem in Rom Mutter Teresa heiliggesprochen wurde. Mutter Teresa, die fraglos so etwas ist wie die „Ikone der christlichen Nächstenliebe“. An ihrer Art zu helfen aber, haben sich auch viele gestoßen: unprofessionell, hieß es beispielsweise, oder, politisch hat sie nichts bewirkt. Und ging es ihr nicht immer mehr um das eigene Seelenheil als um die Armen? Vor Jahren wurde auch noch bekannt, wie sehr gerade sie, von Glaubenszweifeln geplagt war; gleich hieß es, sie sei hochgradig depressiv gewesen.

Ein Teil dieser Kritik an Mutter Teresa mag berechtigt sein. Zum Teil aber hat man ihr einfach den Erfolg nicht gegönnt. Anderen bleibt ihre Motivation unverständlich: helfen aus einem Glauben, der auch zweifelt. Die Fragen, die sich Krankenschwester Asta in Katja Lange-Müllers Roman stellt, hat sich vielleicht auch Mutter Teresa gestellt oder sie sind ihr zumindest gestellt worden.  So berechtigt diese sein mögen: Die beiden haben die Not gesehen, sie haben sich anrühren lassen, sie haben die Ärmel hochgekrempelt. Wieviel düsterer, ärmer und kälter wäre die Welt ohne Menschen wie Mutter Teresa oder Krankenschwester Asta.

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