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22FEB2024
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Vanessa Nakate ist 28 Jahre alt. Wegen ihres Einsatzes für den Klimaschutz in ihrer Heimat Uganda wurde ihr vor zwei Jahren der Helmut-Schmidt-Zukunftspreis verliehen. Nicht alle in ihrer Heimat haben Verständnis für ihr Engagement. Sie erzählt, warum es ihr trotzdem wichtig ist:

Gestern hatte ich ein Gespräch mit meinen Schwestern. Eine meinte, dass viele Menschen beschämt auf meine ersten Klimaaktionen blickten oder mich für verrückt hielten. Damals wusste ich nicht, was mich antrieb, auf die Straße zu gehen.

Heute denke ich, dass ich von Gott den Auftrag habe, diese Arbeit zu tun. Das gibt mir die Kraft für den Klimaaktivismus. Wir haben die Aufgabe, Gottes Schöpfung zu bewahren.

https://www.zeit.de/2023/51/vanessa-nakate-klimaaktivismus-fridays-for-future-glaube-greta-thunberg/komplettansicht

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39365
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21FEB2024
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Der Schauspieler Benno Fürmann spielt oft harte Männer. Dabei wird er innerlich immer weicher durch sein Engagement in Krisengebieten dieser Welt wie zum Beispiel dem Libanon. Was er dort erlebt hat, verändert seine Sicht auf unsere Gesellschaft. Wir brauchen ein Umfühlen, findet er:

Wir brauchen einfach ein anderes Bewusstsein. Wir können die Welt nur verändern, wenn wir uns in Bezug zur Gesellschaft setzen und uns nicht als Einzelbaustelle betrachten.

Keiner von uns ist alleine geboren, keiner von uns wird hoffentlich alleine sterben. Ich finde, mit gewissen Privilegien gehen gewisse Pflichten einher, auch dahin zu schauen, wo es schlechter aussieht als bei einem selber.

https://www.domradio.de/artikel/schauspieler-fuermann-erinnert-vergessene-krise-im-libanon

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39364
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20FEB2024
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Als Sportjournalist ist Marcel Reif eine Legende. Aber er ist auch Sohn eines polnischen Juden und hat einen großen Teil seiner Familie bei der Judenverfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus verloren. Bei der Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Auschwitz vor 79 Jahren erzählt er vom Schicksal seiner Familie und von seinem Vater:

(…) mir wurde irgendwann beinahe schlagartig klar, dass mein Vater (…) mir all das gesagt und mitgegeben hatte, was ihm wichtig war; was er gerettet hatte, als Essenz destilliert aus all dem Unmenschlichen der Häscher und Mörder (…). Das alles hat er in einen kleinen Satz gepackt. Und ich erinnere mich täglich mehr daran, wie oft er mir diesen Satz geschenkt hat – mal als Mahnung, mal als Warnung, als Ratschlag oder auch als Tadel. Drei Worte nur in dem warmen Jiddisch, das ich so vermisse: „Sej a Mensch!“ – „Sei ein Mensch!“

Quelle: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw05-gedenkstunde-rede-reif-988214

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39363
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19FEB2024
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Jörg Eigendorf ist Journalist und Manager. Er ist aber auch Vater eines schwer behinderten Sohnes, der mit 17 Jahren gestorben ist. Er erzählt von schweren Momenten. Viele Stunden in Krankenhäusern. Das Gefühl, nie ein „normales“ Leben führen zu können. Durchwachte Nächte voller Krämpfe und Schmerzen. Eigendorf erzählt, was ihm Kraft gegeben hat:

Ich hatte immer das Gefühl, dass es da einen unerklärbaren Rückenwind gibt. Eine Kraft, auf die man nicht stolz sein sollte – denn sie wird einem gegeben, man sollte sie mit Demut und Dankbarkeit empfangen.

Philip hat mich das Ich vergessen lassen, an diese Stelle traten das Du und das Wir. Und das ist das Schönste, was ein Mensch im Leben spüren kann. Es ist eine göttliche Kraft. Gottes Angesicht.

https://chrismon.de/das-wort/journalist-und-manager-joerg-eigendorf-ueber-psalm-42-54201

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18FEB2024
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Fastenzeit. Das heißt zum Beispiel: kein Alkohol, keine Süßigkeiten, kein Fleisch. Fasten hat viele Facetten und will Körper und Seele guttun. Meiner Seele. Aber auch der von anderen. Deshalb gefallen mir diese Vorschläge:

Wir könnten alle versuchen,
auf die Süßigkeiten der Rache zu verzichten,
auf die bitteren Kräuter des Grolls,
auf die scharfen Gewürze des Klatsches,
den milden Pudding der Selbstzufriedenheit,
die das Ego aufbauenden Proteine der Eitelkeit,
auf das schwere Brot der Unfreundlichkeit
und auf den betäubenden Wein des Selbstmitleides.

nach P. Josef Schulte OFM, Auferstehen jetzt. Franziskanische Impulse aus der Großstadt

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39361
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17FEB2024
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Der schwäbische Modemacher Harald Glööckler wurde gefragt, was er von der Kirche erwarte. Er hat geantwortet:

Die Kirche hat die Aufgabe, den Menschen Halt zu geben, wenn sie straucheln, ihnen aufzuhelfen, wenn sie gefallen sind, und ihnen Speise zu geben, wenn sie hungrig sind, und zwar geistiger als auch körperlicher Art. (…)

In einer Zeit, in der Menschen so extrem nach sich selbst und dem Sinn des Lebens suchen wie noch nie zuvor, kann Kirche wichtig sein, indem sie den Menschen hilfreich, liebevoll stützend und offen gegenübertritt und begleitet.

Quelle

Konradsblatt Nr. 30 vom 24.07.2022, Badenia-Verlag Karlsruhe, 2022, S. 79.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39332
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16FEB2024
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Warum an Gott glauben? Der ehemalige Therapeut Stanislaus Klemm hat für sich einen Grund gefunden. Er sagt:

Ich glaube an die Existenz Gottes, weil die unglaublich (…) komplexe Ordnung, Vielfalt und Schönheit (…) unseres gesamten Kosmos darauf hinweist, dass es „Jemanden" geben muss, der dies alles kreativ geplant, erschaffen, geordnet hat und am Leben erhält.

Quelle

Konradsblatt Nr. 16 – 2022, Badenia-Verlag Karlsruhe, S. 22.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39331
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15FEB2024
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Ein ganz einfaches Experiment, das jeder mitmachen kann, schlägt die Bloggerin und Autorin Susanne Niemeyer vor. Sie sagt:

Setz dich irgendwo hin.

Sieh dich um. Stell dir fünf Minuten lang vor, an diesem Ort

sei Gott (auch, wenn du das eigentlich nicht glaubst).

Dann  stell dir fünf Minuten lang vor, an diesem Ort sei kein

Gott (auch, wenn du das eigentlich nicht glaubst).

Gibt es einen Unterschied?

Quelle

Susanne Niemeyer: 100 Experimente mit Gott, Herder Verlag Freiburg, 2018, S. 54.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39330
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14FEB2024
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Anerkannt zu werden – das ist nicht nur am Valentinstag wichtig. Die Schauspielerin Ulrike Folkerts sagt:

Erst heute Morgen habe ich mit einer Freundin darüber geredet, wie sehr wir alle auf Anerkennung angewiesen sind. Und dass Menschen (…) wer weiß was anstellen, nur damit sie endlich wahrgenommen werden. Es sollte jeder Mensch mindestens einen anderen Menschen haben, der ihm sagt: Du bist was wert und ich sehe, was du kannst.

Quelle

Zeitschrift Galore Interviews, hg.v. Michael Lohrmann, Dialog GmbH Dortmund, Ausgabe 38 Galore (12/2019)  S.28.

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13FEB2024
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Narren erzählen eine tiefe Wahrheit – dieser Meinung ist der ehemalige Klinik-Seelsorger Wolfgang Raible. Er schlüpft in die Rolle eines Narren und sagt:

Ich weiß, es ist jetzt nicht die Zeit für ernste Gedanken. Trotzdem kann ich mir einen Zwischenruf (…) nicht verkneifen.

(…) Denk an Gott! – Dazu fordert der Narrenstab auf. (…) „Narrenzepter“ sagen manche zu dieser Keule mit dem eigenen Spiegelbild – und es soll zeigen, wie lächerlich es ist, sich selbst an die Stelle des wahren Königs (…) zu setzen.

Denk an deinen Nächsten! Dazu ermahnen unüberhörbar die Schellen, die wir mit uns herumtragen. Buchstäblich auf Schritt und Tritt erinnern sie an die Worte des Paulus (…): Ein Mensch ohne Liebe ist wie (…) dröhnende Schellen. (…)

Jeder Schellenträger, der in diesen Tagen durch die Straßen springt, will, dass auch dem letzten die Ohren klingeln und er einsieht: ein Leben ohne Nächstenliebe ist hohl und oberflächlich.

Quelle

Wolfgang Raible, 100 Kurzansprachen, Herder Verlag, Freiburg 2009, S. 130f

https://www.kirche-im-swr.de/?m=39328
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