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Egal, ob ans Meer oder in die Berge oder an den heimischen Badesee – jetzt ist Urlaubszeit. Zeit zum Ausruhen und Verweilen. Der Neurologe Matthias Krohn erklärt, warum wir solche Auszeiten und zum Beispiel die Weite des Meeres brauchen:
„Ruhe fördert die Selbstreflexion und regt unsere Vorstellungskraft an, Ruhe lehrt unserem Gehirn quasi das Leben. Das heißt umgekehrt: Wer nie zur Ruhe kommt, wird den Weg zu sich selbst niemals finden und auf die Anforderungen der Außenwelt nicht vorbereitet sein. Er wird nicht wissen, wie er unvorhergesehene Probleme lösen, Risiken erkennen und kreative Ideen entwickeln soll. Wenn wir uns immer mal wieder aus dem Fluss der Zeit herausstehlen, können wir unseren Horizont erweitern.
Denn Gedanken und neue Einsichten brauchen Weile. Und dieses Verweilen erleben wir in der Weite.“
Matthias Krohn, „Warum mein Gehirn die Weite liebt“, in einfach.sein
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44824Die Verhaltensforscherin Jane Goodall hat von ihrer Mutter gelernt, dass beides wichtig ist: Zuhören und seine eigene Meinung zu vertreten. Sie erinnerte sich:
„Meine Mutter hat immer gesagt: Wenn jemand anderer Meinung ist als du, ist es wichtig, dass du ihm erst einmal zuhörst. Aber wenn du dann immer noch findest, dass du recht hast, musst du auch den Mut haben, zu deiner Meinung zu stehen.“
Jane Goodall auf dem Instagram-Kanal von Deutschlandfunkkultur, Beitrag vom 02.05.2025
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44823Schwierige Gespräche fallen fast niemandem leicht. Die Psychotherapeutin und Autorin Miriam Junge ermutigt gerade dazu. Denn: Solche Gespräche können Beziehungen auch stärken! Sie sagt:
„Schwierige Gespräche fühlen sich oft riskant an, weil wir Beziehungen schützen möchten. Paradoxerweise entstehen stabile Beziehungen jedoch gerade dort, wo auch unangenehme Themen ausgesprochen werden dürfen. Nicht immer verläuft das perfekt. Aber Schweigen schafft selten mehr Nähe. Vielleicht hilft ein anderer Blick auf diese Situationen: Ein schwieriges Thema anzusprechen, bedeutet nicht automatisch zu verletzen. Es kann auch bedeuten, der Beziehung genug Vertrauen zu schenken, um ehrlich sein zu können – und sie damit langfristig zu stärken.“
Miriam Junge, in: „Kann ich das denn sagen? Miriam Junge weiß, wie sich schwierige Themen ansprechen lassen“, Zeitschrift Brigitte, Nr. 15, 01.07.2026
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44822Auf die Frage, was ihr absolut heilig ist, antwortet die Poetin und Theologin Susanne Niemeyer so:
„Nächstenliebe. Ich weiß: Tausendmal gehört. Ganz schön ausgeleiert. Sie ribbelt schon an allen Enden. Und trotzdem streife ich sie mir über wie einen Wollpullover. Der ist nicht nur kuschelig, sondern kratzt auch auf der Haut. Aber er hält warm. So einen Pullover brauchen wir alle. Damit unser Herz nicht erfriert. Sonntag ist ein guter Tag, den Faden aufzunehmen und weiter zu stricken.“
Susanne Niemeyer, in: „Luft nach oben 2026. Der Sonntagskalender.“, Februar 2026
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44821Dinge, die das Leben eigentlich leichter machen sollen, haben einen oft erstaunlich fest im Griff. Man denke nur mal an den Kaffeevollautomaten, der ständig was von einem will, oder das Smartphone. Diese Erfahrung hat der Autor Chuck Palahniuk auf den Punkt gebracht. Er schreibt:
„Alle Dinge, die du hast, haben irgendwann dich.“
Quelle:
Chuck Palahniuk, Fight Club, Random House UK 1997, S. 44.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44776Warum Kinder keine perfekten Eltern brauchen und an Fehlern sogar wachsen können, das erklärt der Schauspieler und vierfache Vater André Dietz:
„Das ist ja heute ganz schrecklich, dass man meint, immer alles richtig machen zu müssen. Ich wünsche meinen Kindern kein Leid, natürlich nicht. Ich versuche auch, alles Leid von denen zu halten. Aber ganz viel meiner Lebensgeschichte – Kreativität, Ideen, Lebenswege, Entscheidungen, Durchalten – das ist nun mal entstanden durch [Mist, der] mir passiert ist. Und wenn ich [den Mist] verursache, dann ist das zwar doof, aber dann kann das auch lehrreich für Kinder sein. Und das muss man sich […] immer klar machen, dass man eben nicht alles richtig machen kann und vielleicht auch gar nicht soll.“
Quelle:
André Dietz im Podcast „Alle meine Eltern“ von Evelyn Weigert, Episode 134 am 30.10.24, abgerufen am 13.06.26 auf: https://open.spotify.com/episode/4Pc6dQdRfFxKAg9bim0JTx?si=ba823b3a53de4aa2.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44775Jemanden lieben heißt nicht nur, den anderen supertoll zu finden. Für den Schriftsteller C.S. Lewis bedeutet es, sich wirklich das Beste für den anderen zu wünschen. Er schreibt:
„Liebe kann alle Schwächen vergeben und ihnen zum Trotz lieben, aber Liebe kann nicht aufhören zu wünschen, dass diese Schwächen verschwinden. […] Von allen Mächten verzeiht die Liebe am meisten, aber sie entschuldigt am wenigsten; sie erfreut sich an wenig, aber sie verlangt alles.“
Quelle:
C.S. Lewis, Über den Schmerz, Brunnen Verlag, Gießen 2015, S. 44.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44773Papst Benedikt war einmal im deutschen Bundestag eingeladen und was er da zu den Abgeordneten gesagt hat, ist auch für Politiker von heute ein wirklich guter Tipp. Es ging um diese Geschichte:
„Im ersten Buch der Könige wird erzählt, dass Gott dem jungen König Salomon bei seiner Thronbesteigung eine Bitte freistellte. Was wird sich der junge Herrscher in diesem wichtigen Augenblick erbitten? Erfolg – Reichtum – langes Leben – Vernichtung der Feinde? Nicht um diese Dinge bittet er. Er bittet: „Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht“ (1 Kön 3,9).
Die Bibel will uns mit dieser Erzählung sagen, worauf es für einen Politiker […] ankommen muss. Sein letzter Maßstab und der Grund für seine Arbeit als Politiker darf nicht der Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn sein. Die Politik muss […] der Gerechtigkeit [….] dienen und dem Frieden.“
Quelle:
Rede Papst Benedikts XVI. im Deutschen Bundestag am 22. September 2011, abgerufen am 13.06.26 auf: https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/benedict/rede-250244.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44770Für alle, die sich gerade mal wieder über jemand anderen schwarzärgern müssen, hat der Schriftsteller C.S. Lewis diesen bemerkenswerten Tipp:
„Verzichte auf alles Nachdenken über die Fehler anderer Leute […]. Wenn immer solche Gedanken unnötigerweise in dir hochsteigen – warum stellst du sie nicht einfach ab und denkst stattdessen über deine eigenen Fehler nach? Denn an diesem Punkt kannst du, mit Gottes Hilfe, etwas ändern. Unter all den schwierigen Menschen bei dir zu Hause oder am Arbeitsplatz gibt es nur einen einzigen, den du wirklich ändern kannst. Bei dem musst du ansetzen. Und fang lieber heute schon damit an!“
Quelle:
C.S. Lewis, Gott auf der Anklagebank, 8. Auflage, Fontis Verlag, Basel 2018, S. 91.
https://www.kirche-im-swr.de/?m=44765Der Schauspieler und zweifache Vater Bob Odenkirk ist durch die Rolle des zwielichtigen Anwalts Saul Goodman in der Serie Breaking Bad zum Weltstar geworden. Als der Schauspieler in einem Interview gefragt wird, welche Menschen er beneidet, antwortet er:
„Jeden, der noch kleine Kinder zu Hause hat. Ich wusste genau, was ich tat, als meine Kinder heranwuchsen. Ich war Vater. Ich meine, das war mein Job. Mich zu fragen: ‚Was mache ich eigentlich hier? Wie kann ich Teil dieser Welt sein? Was ist heute von Bedeutung?‘ Das musste ich mich gar nicht fragen – denn die […] Antwort liegt genau zwischen hier und der Tür. Geh einfach hin, sorg dafür, dass sie in die Schule kommen, und lach mit ihnen. Ich habe [das Leben] verstanden. Ich habe meine Bestimmung verstanden.“
Quelle:
Bob Odenkirk im Podcast „Working It Out“ von Mike Birbiglia, Episode 179: „The Art of Anger in Comedy” am 28.07.2025, aufgerufen am 13.06.2026 auf: https://www.youtube.com/watch?v=oPfjNDs2agA.
Der Schauspieler und zweifache Vater Bob Odenkirk ist durch die Rolle des zwielichtigen Anwalts Saul Goodman in der Serie Breaking Bad zum Weltstar geworden. Als der Schauspieler in einem Interview gefragt wird, welche Menschen er beneidet, antwortet er:
„Jeden, der noch kleine Kinder zu Hause hat. Ich wusste genau, was ich tat, als meine Kinder heranwuchsen. Ich war Vater. Ich meine, das war mein Job. Mich zu fragen: ‚Was mache ich eigentlich hier? Wie kann ich Teil dieser Welt sein? Was ist heute von Bedeutung?‘ Das musste ich mich gar nicht fragen – denn die […] Antwort liegt genau zwischen hier und der Tür. Geh einfach hin, sorg dafür, dass sie in die Schule kommen, und lach mit ihnen. Ich habe [das Leben] verstanden. Ich habe meine Bestimmung verstanden.“
Quelle:
Bob Odenkirk im Podcast „Working It Out“ von Mike Birbiglia, Episode 179: „The Art of Anger in Comedy” am 28.07.2025, aufgerufen am 13.06.2026 auf: https://www.youtube.com/watch?v=oPfjNDs2agA.
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