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Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW

04APR2020
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Alexander der Große, Karl der Große, Friedrich der Große: Das sind Herrscher der Vergangenheit, die so viel bewirkt haben, dass sie bis heute bekannt sind. Sie haben Riesenreiche erobert, Entscheidungen getroffen, Gesetzeswerke erschaffen, manches davon wirkt nach bis heute. Vieles hat sich positiv entwickelt in ihrer Regierungszeit. Sie haben Macht ausgeübt, sich durchgesetzt, nicht lange gefragt, wer anders denkt oder unter die Räder kommt. Und bis heute stehen Denkmäler und Statuen herum für diese großen Männer.

Es gibt auch andere bedeutende Männer. Die Bibel erzählt zum Beispiel von Josef, dem Ziehvater von Jesus. Ich kenne kein einziges öffentliches Denkmal von ihm. In Kirchen allerdings, da ist er zu sehen. Da gibt es Gemälde und Statuen – auf denen steht Josef immer irgendwie im Hintergrund. In der Bibel wird auch nicht viel von ihm erzählt, kein einziges Wort ist von ihm überliefert. Aber ohne ihn wäre die ledige, schwangere Maria gesteinigt und Jesus vielleicht nie geboren worden. Ohne Josef hätten ihn die Soldaten des Herodes schon als Kind ermordet. Für mich ist dieser Josef ein großer Mann. Einer der sich für andere eingesetzt hat, obwohl er immer nur im Hintergrund stand.

Vielleicht hat gerade das abgefärbt auf Jesus. Der hat später nämlich gesagt: „Wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein“ (Mk 10, 43). Er hat sich für die eingesetzt, die sonst unter die Räder gekommen wären. Er hat sich um die gekümmert, die die anderen schon abgeschrieben hatten. Damit hat er Menschen beeindruckt und prägt Menschen bis heute. Wir Christen versuchen, diesem Vorbild nachzueifern so gut wir können.

Natürlich weiß ich: Es muss auch große Politiker, Direktorinnen und Vorsitzende geben. Menschen eben, die Regeln aufstellen und Gesetze machen und auch durchsetzen. Menschen, die versuchen, das Miteinander in ihrer Stadt, in ihrem Land zu ordnen. Gerade in diesen Krisenzeiten möchte ich nicht an ihrer Stelle sein.

Aber manchmal frage ich mich: Wer prägt uns und unser Miteinander mehr? Die alleinerziehende Mutter, die fast nie die Geduld verliert und ihrem Kind Geborgenheit vermittelt und Sicherheit? Der Vater, der auf eine große Karriere verzichtet, um mehr als nur im Urlaub Vater zu sein? Die Erzieherin, die mit viel Geduld Kindern zeigt, wie man Streitigkeiten löst? Der Krankenpfleger, der seinen Patienten Mut macht und ihnen hilft auszuhalten?

Oder die Redner mit den markigen Worten? Wer hat Sie beeinflusst und geprägt?

„Wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein“ Was ist für Sie ein großer Mann oder eine bedeutende Frau?

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03APR2020
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Sind reiche Leute kapitalistische Ausbeuter? Und Arme die besseren Menschen? Solche Urteile gibt es. Man kann die Menschen sehr einfach einteilen in gut und böse, wenn man so denkt. Aber das andere stimmt natürlich genauso: In manchen Armenvierteln eines Landes ist die Kriminalität besonders hoch. Und viele Wohlhabende übernehmen Verantwortung und unterstützen die Schwächeren mit ihrem Geld.

Jetzt habe ich gelesen, dass in den Kliniken Atemmasken und Desinfektionsmittel gestohlen wurden. Aus Angst vor dem Virus. Und in den Kliniken fehlen sie für die wirklich Kranken. Wer macht so etwas, habe ich mich gefragt. Womöglich Menschen wie Sie und ich? Gerade schlechte Zeiten bringen auch die schlimmen Seiten der Menschen zum Vorschein.

„Das Trachten der Menschen ist böse von Jugend an!“ (1. Mose 8, 21) heißt es in der Bibel am Ende der Geschichte von der Sintflut. Gott, wird erzählt, habe erkannt, dass daran nichts zu ändern sei. Auch Predigten und die Androhung von Strafe helfen nicht. Die Menschen sind böse und jeder denkt nur an sich.

Aber das andere ist ja auch wahr. Es gibt gerade auch in der Bibel Geschichten von Menschen, die über ihren Schatten springen. Zum Beispiel die Witwe in Zarpath, die während einer Hungersnot nichts mehr hat für sich und ihr Kind (1. Kön 17). Kaum noch Öl und Mehl für ein letztes Fladenbrot, dann werden sie verhungern müssen. Und dann kommt auch noch ein Fremder, hungrig und bittet um etwas zu Essen. Erst will die Frau ihm nichts geben. Ist nicht ihr Kind wichtiger als dieser Fremde? Der Fremde ist Elia, ein Gottesmann. Der verspricht ihr: „Fürchte dich nicht!... Gib auch mir zu essen. Du wirst sehen: Das Öl wird nicht ausgehen und das Mehl auch nicht, bis die Hungersnot vorbei ist“. Da wagt es die Frau und gibt dem Fremden und macht Essen für sich und ihren Sohn – und das, solange die Hungerzeit dauert. Alle drei überleben.

Was sagen mir diese Notizen aus der Bibel? Einmal: Wohl jede und jeder hat den Impuls „ich zuerst!“. Das ist normal. Vielleicht ist es auch gut so. Manche machen das leider auch mit bösen Mitteln. Dabei bleiben die anderen leicht auf der Strecke, grade in schwierigen Zeiten. Aber jede und jeder kann auch anders handeln. Wie die Witwe aus Zarpath: fürsorglich, barmherzig und vertrauensvoll. So, wie jetzt besonders die Pflegekräfte und Ärzte.

Vertrauensvoll. Ich glaube, das ist das Geheimnis. Vertrauen auf das Leben, das doch weitergehen wird. Besser noch: Vertrauen auf Gott, der die Barmherzigen nicht im Stich lässt. So kann man ein guter Mensch sein, egal ob arm oder reich..

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02APR2020
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Systemrelevant. Ehrlich gesagt: Das Wort kenne ich noch nicht so lange. In der Finanzkrise vor 12 Jahren waren die großen Bankunternehmen systemrelevant. Wenn eines Pleite gehen würde, würde das die ganze Weltwirtschaft gefährden, hieß es. Mit großem Aufwand hat die Staatengemeinschaft das verhindert. Und ein paar Jahre später gab es einen ungeahnten wirtschaftlichen Aufschwung. Gott sei Dank.

Jetzt haben wir wieder eine weltweite Krise. Das Corona-Virus hält die Welt in Atem. Die Krise sei noch viel schwerwiegender und vor allem: Sie betrifft uns alle in unserem Alltag.

Und jetzt erleben wir, was eigentlich systemrelevant ist, damit unsere Gemeinschaft nicht zusammenbricht.

Es sind das Pflegepersonal und die Ärzte, die bis zum Äußersten belastet sind. Man holt sogar Rentner und Rentnerinnen wieder zurück. Es sind die Altenpflegekräfte. Sie versuchen, nicht nur die Versorgung der Alten aufrecht zu erhalten. Sie versuchen auch, zu trösten und Mut zu machen, wenn es keine Besuche mehr im Altenheim geben darf.

Mir fallen aber auch die Kassiererinnen ein und die, die die Regale einräumen im Supermarkt. Sie haben unglaublich zu tun und müssen oft noch die Vorwürfe der Kunden anhören, wenn sie ihnen sagen, dass nicht die einen 5 Flaschen Spülmittel auf einmal mitnehmen können, weil dann für andere gar nichts bleibt.. Ich denke an die Lastwagenfahrer, die Überstunden machen müssen, damit die Regale immer wieder aufgefüllt werden können. Die Menschen, die dafür sorgen, dass Wasser, Strom und Gas da sind. Dass die Müllabfuhr kommt. Und auch die in Radio, Fernsehen und Internet, die dafür sorgen, dass wir Informationen kriegen und unterhalten werden, wenn wir zuhause bleiben und nicht ausgehen können.

Ich glaube, viele merken: Wenn es darauf ankommt, sind diese Menschen systemrelevant. Im Augenblick wird ihnen auch immerzu gedankt: Menschen klatschen Applaus auf den Balkonen, Politiker finden Dankesworte. Aber es ist noch etwas anderes nötig, scheint mir. Hoffentlich bleiben uns diese systemrelevanten Berufsgruppen im Gedächtnis, wenn die Krise vorüber ist. Dann nämlich ist es höchste Zeit, dass ihnen ihre systemrelevante Arbeit angemessen bezahlt und auch sonst erleichtert wird. Im Grunde sind sie die Großen unter uns.

So hat das übrigens schon Jesus mal gesagt: „Wer von euch groß sein will, der soll den anderen dienen.“ (Mk 10,44) Was wären wir ohne den Dienst der Menschen, die systemrelevant sind! Danke ihnen und Gott sei Dank, dass es sie gibt.

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01APR2020
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Durch die Jahrhunderte haben Menschen schlimme Katastrophen und schwere Zeiten erlebt. 30jährige und sogar 100jährige Kriege haben ganze Landstriche verheert und entvölkert. Weltkriege, sind den Älteren noch im Gedächtnis. Vulkanausbrüche und Erdbeben, die Pest hat es gegeben und die Spanische Grippe. Aids..

Gott sei Dank sind wir dem nicht mehr so hilflos ausgeliefert wie die Menschen früher. Gegen die Aids-Pandemie unserer Tage hat die Medizin inzwischen schon einigermaßen wirksame Medikamente gefunden und es ist eine Frage der Zeit, bis man auch gegen den Corona-Virus etwas findet. Und immerhin weiß man inzwischen, wie man sich schützen kann. Die Politik tut das Möglichste, um uns zu schützen. Und wir selbst wissen auch wie wir uns schützen können. Manche sagen ja, das sei alles übertrieben und richte mehr wirtschaftlichen Schaden an als es gesundheitlich nutze. Ich wage nicht, das zu beurteilen. Ich habe allerhöchste Hochachtung vor den Politkern, die jetzt entscheiden und Maßnahmen verabreden. Und ich bin froh, dass sie jetzt auch parteiübergreifend zusammenarbeiten und gemeinsam beraten und entscheiden. Vielleicht geht das ja auch noch, wenn die Krise vorbei ist? Dann wäre sie wenigstens für etwas gut gewesen.
Aber: zuverlässigen Schutz gibt es nicht, das muss jedem klar sein.

„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ (Psalm 23, 1) beten wir Christen mit einem alten jüdischen Gebet. Das ist ein Psalm aus der Bibel. Menschen haben das in Pestzeiten gebetet und im 30jährigen Krieg,. in der Hungersnot 1816/1817 in Baden-Württemberg hat man so gebetet und in den Bombennächten und den Konzentrationslagern im 2. Weltkrieg auch. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ – Durch die Jahrhunderte haben, gerade in schweren Zeiten, die Menschen damit nicht gemeint: „Mir wird schon nichts passieren!“ Aber sie haben darauf vertraut, dass Gott sie nicht verlässt, auch in Bedrohung und Angst. Sie haben sich darauf verlassen, er lässt mich nicht im Stich. Er hilft mir zu tragen, was kommt. Gott steht mir bei, dass ich nicht aufgeben muss. Gottvertrauen ist keine Lebensversicherung. Aber Gott fängt einen auf. Er hält mich fest, auch wenn Menschen sterben müssen, die ich liebhabe. Gott verbindet mich mit den Toten. Und er schenkt mir neues Leben, auch im Tod.

„Und ob ich schon wandelte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück. Denn Gott ist bei mir, sein Stecken und Stab trösten mich.“ (Psalm 23,4) Ich vertraue darauf, dass wir alle auch in der Corona-Krise diese Erfahrung machen werden.

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31MRZ2020
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„Die Welt ist nicht sicher. Und wir müssen lernen, das auszuhalten.“ Das sagt der Psychotherapeut Jan Kalbitzer. Er zählt die Katastrophen der letzten Monate auf: Die Brände in Australien, die gezeigt haben, wie machtlos Menschen gegen den Klimawandel sind. Das Elend von Millionen Geflüchteten aus den Kriegsgebieten in Nahen Osten und in Afrika. Sie stehen an den Grenzen Europas und keiner weiß, was jetzt getan werden kann. Die Morde in unserem Land, in Hanau, in Halle, in Kassel. Sie machen klar: Unser Miteinander ist vom Rassismus bedroht. Und jetzt die Corona-Pandemie: Die meisten von uns wird es treffen. Die Welt ist nicht sicher.

Es gibt verschiedene Strategien, gegen dieses Gefühl der Unsicherheit. Man kann die Bedrohung leugnen und weglügen. Man kann sich das vom Leib halten und sagen: Ich bin jung und gesund, ich lebe im sicheren Europa – mich wird es schon nicht treffen. Aber spätestens das Coronavirus zeigt: Es kann uns alle treffen. Und es geht uns alle an. Die Welt ist nicht das Paradies. Nirgends.

Aber das andere stimmt auch: „Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim 1,7) Das haben schon die ersten Christen sich gegenseitig versichert. Und ich meine, auf diesen Geist Gottes können wir uns auch heute verlassen. Und etwas tun, um die Katastrophen durchzustehen.

Wenn auch jeder einzelne nicht viel tun kann: Gemeinsam können wir Kräfte entwickeln und Maßnahmen ergreifen. Gemeinsam können wir etwas tun, um zum Beispiel die Klimaerwärmung zu verlangsamen – oder sogar zu verhindern. Jeder kann seinen Teil dazu leisten. Jeder an seinem Platz. Und gemeinsam haben wir Kraft und können das schaffen.

Wir können Liebe üben. Trotz eigener Sorgen auch an die anderen denken. Jetzt, während der Coronakrise gibt es viele Ideen Dafür sorgen, dass niemand sich allein gelassen fühlt. Telefonieren ist kein Ersatz für Besuche. Aber immerhin. Das Fernsehen bietet eine Art Schulfunk mit Bild. Im Internet machen Künstler Musik, teilweise hören tausende zu. Man kann sich und anderen ab und zu etwas Schönes gönnen, auch wenn das Leben eingeschränkt ist. Gottes Geist ist auch ein Geist der liebevollen Phantasie.

Und Besonnenheit kann er schenken. Dass wir uns nicht gegenseitig verrückt machen. Für Gesunde besteht kein Grund zur Beunruhigung, auch nicht wenn sie sich anstecken. Sie können zuhause bleiben, bis sie gesund sind. Und sich dann erst recht um die anderen kümmern.

Ich glaube, so können wir miteinander aushalten, dass die Welt unsicher ist.

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30MRZ2020
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Beim Händewaschen soll man „Bruder Jakob“ singen. Zweimal. Dann kann man sicher sein, dass die Seife die krankmachenden Viren weggewaschen hat. Gute Idee, fand ich. Hilft sicher, es richtig und gründlich zu machen, besonders den Kindern.

Jetzt hat mich die Stuttgarter Prälatin auf eine andere Idee gebracht: Man könnte auch bei jedem Händewaschen das Vaterunser beten. Das dauert auch 30 Sekunden und wahrscheinlich kennen es genauso viele Menschen wie „Bruder Jakob“.

Das Vaterunser also um die Zeit abzumessen. Diese Idee gab es schon immer. Früher hat man Backrezepte so beschrieben. Zum Beispiel: Milch einrühren 3 Vaterunser, damit es keine Klumpen gibt. Oder: Teig kneten 5 Vaterunser lang. Meine Tanten kannten das noch. Und ich finde es eigentlich irgendwie charmant. Ein Gebet bemisst die Zeit, drückt ihr sozusagen den Stempel auf. Mir gefällt der Gedanke.

Natürlich können sie jetzt sagen: Was für ein Blödsinn - als ob ein Gebet mich vor Ansteckung schützen könnte. Kann es natürlich nicht. Trotzdem finde ich die Idee, beim Händewaschen das Vaterunser zu beten gut.

Weil es medizinisch empfohlen ist, 30 Sekunden die Hände zu waschen. Und wie soll ich wissen, wie lang 30 Sekunden sind?
Weil mir das Vaterunser erwachsener vorkommt, als „Bruder Jakob“ zu singen.

Und 3., weil Beten beruhigt, viele jedenfalls. Wer betet – egal ob als Jude oder Christ, als Muslim oder Buddhist – wer betet vertraut sich einem anderen an: Gott. Wer betet spricht sich aus und spürt Nähe. Das sagen viele, die regelmäßig oder jedenfalls in Krisenzeiten wie jetzt beten.

„Bleiben Sie gesund!“ ist im Augenblick der neue Gruß, statt Auf Wiedersehen. Ich meine nicht, dass alle gesund bleiben werden, die beten. Wer betet, kann auch nicht sicher sein, gesund zu bleiben. Beten macht ja nicht immun. Aber viel wichtiger ist ja doch, dass wir behütet bleiben. Behütet vor übermäßiger Sorge und Panik. Behütet vor Einsamkeit und dem Gefühl, niemand ist für mich da.

Ich bete deshalb im Vaterunser „dein Wille geschehe“ und verlasse mich darauf: Gott will, dass Menschen behütet bleiben. Neulich hat mir jemand gesagt: Diese Krankheit ist jetzt die Strafe Gottes. Genau das stimmt nicht. Gott behütet seine Geschöpfe. Nicht immer vor Krankheit. Aber vor Verzweiflung und Panik. Und auch vor Eigensucht und Egoismus. Denn vieles können wir jetzt brauchen. Aber Egoismus bestimmt nicht.

Deshalb probiere ich das jetzt mit dem Vaterunser. Bleiben sie behütet!

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