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Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW

Wie wird man ein eigener Mensch? Die meisten möchten das sein: Eine Persönlichkeit, selbständig und unabhängig. Aber wie kann man das werden? Man muss sich befreien, sagen viele. Befreien von Vorschriften und allem, was einen bindet und verpflichtet. Möglichst frei leben, das wollen deshalb viele. Nicht gegängelt, wie man heute sagt, von der Politik, von Gesetzen und Vorschriften. Nicht von der Religion. Nicht vom Staat. Ich kann selber entscheiden, was gut für mich ist. „Freie Fahrt für freie Bürger“. Und ob ich meine Kinder impfen lasse, das lasse ich mir auch von niemandem vorschreiben. Regeln und Vorschriften scheinen vielen ein Angriff auf die persönliche Freiheit. Dabei sollen die Unfallzahlen gesenkt und Krankheiten eingedämmt werden.

Merkwürdig bloß: Viele Menschen, die sich befreit haben, sind auf einmal ängstlich und sorgenvoll. Sie haben Stress, weil die sozialen Netze fehlen, sagen die Psychologen. Wer selbständig und ungebunden lebt, der ist auch ganz allein für sich verantwortlich. Dann muss man sich absichern nach allen Seiten und seine Grenzen verteidigen. Wer mir nahe kommt, der könnte ja eine Gefahr sein. Ich glaube, viele Probleme unserer Zeit haben da ihre Wurzel, wo Menschen sich von allen Bindungen und Verpflichtungen befreien wollen.

Dagegen hat Jesus die Menschen gelehrt. Gott ist der Vater aller und die Menschen seine Söhne und Töchter. Keine ist mehr wert und keiner ist besser als der andere. Alle sind wir Gottes Kinder. Gott hat sich mit uns verbunden und hat uns so miteinander verbunden. So verstehe ich das. Und nur so, mit Gott an meiner Seite und mit Brüdern und Schwestern neben mir, nur so kann ich gut leben. Gerade so bin ich eine Persönlichkeit. Ich bin Gottes Tochter. Schwester für die Menschen neben mir. Meine Beziehungen, meine Aufgaben und Verpflichtungen machen mich zu dem, was ich bin.

„Keiner lebt für sich allein“ (Rö 14,7) so hat das der Apostel Paulus mal zusammengefasst. Keiner kann allein glücklich werden – das gilt nicht nur für frisch Verliebte. Gut leben kann ich nur, wenn andere bei mir sind, die für mich da sind und auf die ich mich verlassen kann: im Dorf, in der Nachbarschaft, im Büro, auf der Baustelle , in meinem Land. Nur so kann ich eine Persönlichkeit werden: selbstbewusst und frei. Ich muss mich nicht krampfhaft gegen alles und jeden verteidigen. So bleibt mir Kraft, um mich für unsere Gemeinschaft einzusetzen. Meine Begabungen kann ich einbringen und für andere da sein. Ganz auf meine Art. Kreativ und eigenständig. Aber nie allein. Ich finde, so ist man ein eigener Mensch.

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Wissen Sie, wie das 8. Gebot heißt? Na klar, sagen Sie jetzt vielleicht: Du sollst nicht lügen“. Das ist prägnant und gut merkbar, wie „Du sollst nicht töten“ oder „Du sollst nicht stehlen“. So also auch „nicht lügen!“ Das scheint wichtig und richtig und gut zum Beispiel für die Kindererziehung. Natürlich: Lügen zerstört das Vertrauen. „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht“ hat meine Mutter mir beigebracht. Also: nicht lügen, damit man mir vertrauen kann.

Jetzt bin ich erwachsen und habe gelernt: Mit dem 8. Gebot ist es komplizierter. Sogar die Bibel erzählt von Situationen, da sind Lügen lebenswichtig. Zwei Hebammen zum Beispiel belügen den ägyptischen König, um das Leben von Säuglingen zu retten, die sie eigentlich hätten töten sollen. Und die Prostituierte Rahab belügt den Sicherheitsdienst der Stadt Jericho, um ein paar Fremden das Leben zu retten.

„Du sollst nicht lügen“ ist also anscheinend kein absolutes Prinzip. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer hat  geschrieben: "Wahrhaftigkeit heißt nicht, dass alles, was ist, aufgedeckt wird. Gott selbst hat den Menschen Kleider gemacht." (Ethik 394) Ich glaube, er will damit sagen: Wahrheit soll niemanden bloß stellen. Gott will nicht, dass seine Menschen nackt und schutzlos dastehen. Manchmal sind Lügen barmherzig. Wenn man den Eltern nicht gleich sagt, wie krank ihr Kind ist, sondern von seiner Chance redet. 10 Prozent immerhin. Ist das dann gelogen? Manchmal ist eine Unwahrheit wie ein Kleid, das Menschen schützt und rettet.

Und wie ist das nun mit dem 8. Gebot? Das heißt genauer: „Du sollst kein falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten“. Anderen also nicht schaden, darum geht es. Ursprünglich hat man dabei vor allem an Aussagen vor Gericht gedacht. Als es noch keine Fingerabdrücke gab und keine Videobeweise, da wurden Urteile aufgrund von Zeugenaussagen gefällt. Wer da ein falsches Zeugnis gab, der konnte Menschen vernichten. Das will das 8. Gebot verhindern.

Falschaussagen dienen meistens dem Eigeninteresse. Ich lenke den Verdacht von mir weg auf einen anderen. Oder ich will einen Menschen loswerden. Ich will ihn erledigen. Deshalb streue ich ein Gerücht oder eine Lüge. Irgendwas wird schon hängen bleiben. Deshalb deute ich einen Verdacht an. „Das war bestimmt wieder der Jürgen, der hat so was schon mal gemacht.“ Ich äußere eine Befürchtung „Wenn noch mehr Fremde herkommen, dann haben wir bald alle keine Arbeit mehr!“ Dabei kann man das auch ganz anders sehen.

Kein falsches Zeugnis gegen deinen Nächsten. Nichts, was andere kränkt, verletzt oder verdächtig macht. Nicht lügen, um meine eigenen Interessen durchzusetzen. Das meint das 8. Gebot.

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Ich möchte gern ein guter Mensch sein. Eine Frau, die sich um andere kümmert und sich für andere einsetzt, auch wenn es manchmal ganz schön unbequem ist. Eine Frau, die bereit ist, auf manches zu verzichten, damit andere auch gut leben können. Ein guter Mensch möchte ich sein.

Ein schlechter Mensch möchte ich jedenfalls nicht sein. Schlechte Menschen sind für mich solche, die zuerst und vor allem an sich denken und sich für ihre eigenen Interessen einsetzen. Dann doch lieber ein Gutmensch, finde ich. Denn ich denke, nur wenn es allen einigermaßen gut geht, können wir in Frieden miteinander leben.

Gutmensch ist für viele inzwischen aber ein Schimpfwort geworden. Als Gutmenschen werden die beschimpft, die sich in ihrer Freizeit bei der Bahnhofsmission für hilflose Menschen einsetzen, wer als Krankenschwester in ein Krisengebiet geht oder am Samstag Flüchtlingskindern bei den Hausaufgaben hilft. „Gutmensch“ mit diesem Wort werden Menschen verächtlich und lächerlich gemacht. Das sind gefährliche Weicheier, steckt darin. Die haben noch nicht begriffen, dass jeder zunächst einmal für sich selber sorgen muss.

Jesus hat gewusst, wie gefährlich so eine Sprache sein kann. In seiner Bergpredigt hat er unter anderem gesagt: Ihr kennt das Gebot „Du sollst nicht töten“ Aber ich sage euch: Wer zu seinem Bruder sagt ‚du gottloser Narr‘, der ist genauso schuldig (Mt 5, 21ff)

Ich glaube, Jesus hat gemeint, man kann auch mit Worten Schlimmes anrichten. Wenn man die Sprache verwirrt und verächtlich macht und dumm nennt, was gut ist. Dann verletzt und beschädigt man die, die sich für andere einsetzen. Und man nimmt denen die Hilfe, die dringend Hilfe brauchen.

Wenn Sie und ich denen nicht widersprechen, die Helfer als Gutmenschen beschimpfen, dann überlassen wir die Welt den Egoisten, den Hartherzigen und den Engstirnigen. Und wenn wir es zulassen, dass gute Menschen für schädlich und gefährlich erklärt werden, dann wird man sie womöglich irgendwann auch mit Fäusten und Gewalt von ihrem Tun abhalten.

Natürlich kann und darf jeder sagen, dass er anderer Meinung ist als die vermeintlichen Gutmenschen. Aber dann soll er sagen, worum es geht: Dass er es nicht nötig findet, sich für den Schulerfolg geflüchteter Kinder einzusetzen. Dass er  nicht will, dass eine Hebamme aus Deutschland in Afrika Schwangeren beisteht. Dass er findet, die Klimaerwärmung sei kein Problem. Dann kann man offen mit einander streiten und nach der Wahrheit suchen.

Andere nur als „Gutmenschen“ beschädigen – das ist zu einfach und zu billig. Ich finde, wir haben noch viel zu wenig gute Menschen. Und ich wäre gerne einer von ihnen.

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Was ist eigentlich wahr? Was kann man noch glauben? Viele fragen so. Wenn man nicht weiß, was man glauben kann, dann wird man unsicher. Und irgendwann reicht es einfach. „Ich will nichts mehr hören“, hat mir neulich jemand gesagt. „Ich habe genug gehört. Die meisten  lügen ja doch“.

Jesus wollte sich auch Klarheit schaffen. Er hat mal seine Jünger gefragt: „Was sagen denn die Leute, wer ich bin?“ Da haben sie aufgezählt, was an Gerüchten im Umlauf war. „Die einen sagen, du bist Johannes der Täufer. Andere sagen, du seist der Elia. Wieder andere, dass du irgendeiner von den Propheten bist.“ Ich kann mir vorstellen, dass sie noch mehr über Jesus gehört hatten, manche hielten ihn ja auch für einen Scharlatan und Gotteslästerer. Manche haben gesagt: „Fresser und Weinsäufer“. Aber da fragt sie Jesus: „Und ihr – was sagt denn ihr?“ Was ich selber in Erfahrung gebracht habe ist gefragt, nicht das, was die Leute sagen. Nicht das, was in sozialen Netzwerken verbreitet wird, könnte man heute vielleicht sagen..

Da traut sich Petrus, einer von den Jüngern und sagt, was er denkt: „Du bist Christus, der Gesandte Gottes. Du bist Gottes Sohn.“ (Mk 8, 27-30)

Diese Geschichte erinnert mich: Es kommt nicht darauf an, was andere sagen. Wichtig ist, was ich selber denke. Petrus damals hat nicht einfach nachgeplappert, was er gehört hat. Er hat Jesus ja gekannt und Beobachtungen gemacht. Und einen Eindruck gewonnen. Und dann ein eigenes Urteil gehabt.

Mir leuchtet das ein. Man muss eigene Erfahrungen machen, ehe man urteilen kann. Jesus kenne ich allerdings ja nicht persönlich. Wie kann ich mir da ein Urteil bilden?

Ich habe versucht, ihm nahe zu kommen. Ich versuche, so zu leben, wie er es vorgelebt hat. Die Bibel erzählt davon. Ich mache Erfahrungen dabei. Immer neu. Und irgendwann hatte ich den Eindruck: Ja, das war ein Mann Gottes. Ja, der lebt und wirkt bis heute. In mir und in vielen anderen. Ja, das war Gott selbst, der da sein Gesicht gezeigt hat. Es lohnt sich, sich auf ihn einzulassen.

Und mein Urteil über andere und über anderes? Wenn ich keine eigenen Erfahrungen habe, dann versuche ich, nichts nachzuplappern. Ich frage lieber: Woher wisst ihr das? Wer hat das gesagt? Ich merke dann meistens: vieles kann man verschieden sehen. Ich suche nach eigenen Erfahrungen. Und merke doch: Auch meine eigenen Erfahrungen sind immer nur ein Teil der Wahrheit. Andere haben vielleicht einen anderen Teil in Erfahrung gebracht. Und das kann ich dann zu einem größeren vollständigeren  Bild  zusammensetzen Ich glaube, damit kann ich leben.

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Angst. Was für ein Gefühl ist das für Sie? Gut oder schlecht? Angst verleiht Flügel, hat mir neulich eine alte Frau gesagt. “Damals nach dem Krieg, als wir auf die Flucht gehen mussten aus Ostpreußen. Heute kann ich es kaum noch glauben, was wir damals geschafft haben. Aus lauter Angst.“

Wenn ich heute Bilder der Flüchtlinge irgendwo auf der Welt sehe, dann denke ich das auch: unglaublich, was die schaffen mit Kindern und Alten. Ich könnte das nicht. Aber ist es wirklich die Angst, die ihnen Kraft gibt?

Für mich ist Angst etwas, das mich lähmt. Wie in manchen Träumen, wenn ich schreien möchte und weglaufen und kein Ton kommt raus und ich komme nicht von der Stelle. Am liebsten gehe ich deshalb Situationen von vornherein aus dem Weg, die mir Angst machen.

Wie damals die einflussreichen Leute, die sich vor Jesus gefürchtet haben. „Wenn wir ihn weitermachen lassen, dann werden alle an ihn glauben und dann kommen die Römer und nehmen uns Land und Leute!“ (Joh 11,48) Sie hatten Angst um ihren Einfluss im Land. Und deshalb, war für sie klar: Wir müssen diese Gefahr abwenden. Wir müssen ihn loswerden.

In der Bibel wird erzählt, wie das ausgegangen ist: Aus lauter Angst haben sie Jesus mit falschen Verdächtigungen verfolgt und beschuldigt, verurteilt und hingerichtet. Mir scheint: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wer Angst hat, versucht, aus dem Weg zu schaffen, was ihm Angst macht. Und übersieht und verpasst die Möglichkeiten, die sich ergeben könnten. Kein Wunder, dass „Fürchte dich nicht!“ ein Satz ist, der über 300 Mal in der Bibel vorkommt.

Die Nachfolger von Jesus hatten allen Grund zu fürchten, dass es ihnen genauso gehen würde wie Jesus. Trotzdem hat einer von ihnen seine Mitchristen erinnert: „Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim 1, 7)

Ich glaube deshalb, es ist wichtig, der Angst etwas entgegen zu setzen. Damit sie einen nicht beherrscht und in Panik versetzt und lähmt. Gottes Geist, heißt es, mit dem kann man der Angst etwas entgegen setzen. Denn der gibt einem Besonnenheit, um genau hinzuschauen, klar zu sehen, was los ist und klar zu denken. Er gibt Kraft, um das Nötige zu tun. Und Liebe, die nicht bloß sich selbst, sondern auch die anderen sieht.

Angst ist ein schlechter Ratgeber. Aber Gottes Geist schenkt Kraft, Liebe und Besonnenheit. Und ich glaube: die verleihen Flügel.

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Worte kann man nicht zurücknehmen. Was einmal gesagt ist, das ist in der Welt. Man kann sich entschuldigen. Man kann sagen: „Ich habe das nicht so gemeint“ oder „Das war doch nur Spaß!“. Die Worte bleiben doch in der Welt und können Schaden anrichten. Irgendwer erzählt weiter, was er gehört hat. Das kann eine Lawine in Gang setzen. „Irgendwas wird schon dran sein“, sagen viele. Und der Betroffene wird das nicht mehr los. Der Verdacht klebt an ihm. In Zeiten des Internet verbreiten sich Worte noch schneller. Und man kann sie nicht löschen.

Deshalb ist heute das 8. Gebot wichtiger als vieles andere, finde ich. Das 8. Gebot heißt: Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen. (2. Mose 20, 16). Auch nicht in vagen Andeutungen, denn irgendwas bleibt immer hängen.

Das 8. Gebot soll Menschen schützen. Damals in biblischer Zeit gab es nur Zeugenaussagen, um einen Menschen zu beschuldigen – keine Fingerabdrücke, keine DNA-Spuren, keine Videos. Da war es manchmal lebenswichtig, was ein Zeuge ausgesagt hat. Und heute: Gerüchte und falsche Verdächtigungen können Menschen zerstören. Schon Schüler machen einander per facebook oder whatsapp mit Bezichtigungen und falschen Vorwürfen fertig. Bis es einer nicht mehr aushält.

Davor soll das 8. Gebot schützen. Das 8. Gebot heißt ja  nicht einfach: „Du sollst nicht lügen“. Natürlich zerstören Lügen das Vertrauen zwischen Menschen. Aber manchmal kann eine Unwahrheit ja auch barmherzig sein. Wenn eine ungeschickte Köchin fragt „Schmeckt’s euch?“ und die Eingeladenen sagen: „Ja, ist wirklich gut“ – das ist eine barmherzige Lüge. Ich finde, da muss man sorgfältig unterscheiden, was Menschen schadet und was sie eher schützt.

Aber Gerüchte in die Welt setzen, Verdächtigungen aussprechen, Befürchtungen äußern, die ein falsches Licht auf andere werfen – das geht gar nicht, sagt das 8. Gebot. Nichts Falsches aussagen Nicht gegen Einzelne, auch nicht gegen Gruppen. „Lisa knutscht mit Toni“ – so ein Satz auf facebook kann Freundschaften zerstören und Hass erzeugen. „Junge Männer sind triebgesteuert“ – so ein pauschaler Satz wirkt verletzend und weckt Misstrauen.

Kann man etwas tun, um solche Entwicklungen zu verhindern?  Martin Luther hat erklärt: nichts Falsches über den Nächsten sagen – sondern „ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren.“ Ich glaube, das könnte vieles besser machen. Aber mitten in den Gerüchten und Verdächtigungen gehört Mut dazu. Mut, den Lügnern und ihren Gerüchten zu widersprechen und die Wahrheit zu sagen. Darum will ich Gott bitten.

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