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Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW

Wahrscheinlich habe Sie sich auch schon irgendwo engagiert. Ehrenamtlich in einem Verein, in der Kirche, in einem sozialen Projekt. Viele Menschen bei uns tun das. Auf sie machen die Kirchen in diesen Tagen besonders aufmerksam. Heute beginnt die sogenannte „Woche für das Leben", in diesem Jahr unter dem Motto „Engagiert für das Leben: Einsatz mit Gewinn".Nicht immer macht Ehrenamt Freude. Manchmal werden Ehrenamtliche ausgenutzt, oder keiner erkennt an, was sie tun. Manchmal klebt so ein Amt, und man kriegt es nicht mehr los. Auf der andern Seite: Es ist so viel und so vielfältig, was Menschen unentgeltlich für andere tun. Und sehr häufig gewinnen beide. Die Kinder z.B., denen ein älterer Mensch bei den Hausaufgaben hilft, und dieser ältere Mensch selber. Menschen mit wenig Einkommen, die günstig einkaufen können, und die Helfer im Tafelladen. Wer sich ehrenamtlich engagiert, fördert Leben, verbessert Leben für andere und für sich. Das stimmt nicht immer, aber doch sehr oft. Ich habe ein Segensgebet gefunden für Ehrenamtliche und andere nette Menschen, und das möchte ich Ihnen heute morgen mitgeben. Es stammt aus dem Buch: „Wie gut, dass es dich gibt. Ein Dankeschön" von Paul Weismantel 

Möge Gott dir den Mut schenken,
den man braucht für den ersten Schritt,
um auf verschlossene Menschen zuzugehen.
Möge seine zärtliche Kraft durch dich jene berühren,
die dir begegnen und von ihrem Leben erzählen,
die sich freuen über dein offenes Ohr

Möge der treue Gott dir den Rücken stärken,
wenn andere dir in den Rücken gefallen sind
oder Kummer und Sorgen dich beugen.
Möge der Glanz der aufgehenden Sonne sich auf deinem
Gesicht spiegeln, wenn so manche Schatten deinen Blick trüben.
Möge ein Engel der Stärke hinter dir stehen, wenn du
Nein sagen musst, um dich abzugrenzen und gut für dich
selbst zu sorgen.
Möge der Engel der Langmut dich unterstützen, wenn
dich deine Aufgaben fordern bis an die Grenzen deiner
Belastbarkeit.
Möge der Engel des Humors dir Schwung geben und dir
zeigen, wie manches spielerisch leichter geht, ohne den
Ernst einer Sache zu verraten.
Möge der Engel der Musik dich beflügeln, wenn du verstimmt
bist und vergessen hast, manchmal ganz einfach
auf alles zu pfeifen. 

(„Wie gut, dass es dich gibt. Ein Dankeschön" von Paul Weismantel, 5. Aufl. 2007, Schwabenverlag, Ostfildern, 19f)

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An Gott glauben macht nicht immer glücklich. Glaube kann den Menschen in Höhen und in Tiefen führen. Der Prophet Jeremia hat das sehr stark erfahren. Er wirkte im Volk Israel um 600 v. Chr., in einer politisch äußerst bewegten Zeit, und er muss in Gottes Auftrag vom Unheil sprechen, das seinem Volk droht. Dabei ist Jeremia selber von Natur aus weich, verwundbar, harmoniebedürftig. Ausgerechnet er muss Krieg ankündigen und von Gewalt sprechen. Das macht ihn einsam und schafft ihm sogar Feinde. Kein Wunder, dass Jeremia sich von Gott betrogen sieht. So hatte er sich das nicht vorgestellt, Prophet zu sein. Er erntet ja nur Spott und Hohn, wenn er im Namen Gottes spricht. Trotzdem kommt er nicht los von Gott und kann sogar zu ihm sagen: „Waren Worte von dir, so verschlang ich sie, dein Wort war mir Glück und Herzensfreude" (Jeremia 15,16). Da erlebt er Freude an Gott, ist glücklich. Und denselben Menschen hören wir an anderer Stelle seine Geburt verfluchen. "Wäre doch schon der Schoß meiner Mutter mein Grab gewesen!" Jetzt hält Jeremia es nicht mehr aus. Er zweifelt daran, dass Gott treu ist, und vergleicht ihn mit einem Trugbach, einem der vielen Wadis in Palästina, das sind Flüsse oder Bäche, die im Sommer vertrocknen und den durstigen Wanderer zum Narren halten. "Wie ein versiegender Bach bist du mir geworden", wirft er Gott vor, "wie ein unzuverlässiges Wasser" (15,18). Gott weist ihn zurecht, gleichzeitig verspricht ihm auch neu seine Treue: "Mögen sie (die Menschen) dich bekämpfen, sie werden dich nicht bezwingen; denn ich bin mit dir, um dir zu helfen und dich zu retten"(15,20). Jeremia und Gott: alles findet sich in dieser Beziehung, vom Glück bis zur Verzweiflung. Und noch etwas fällt mir auf: dem Propheten Jeremia macht der Glaube das Leben schwer. Er muss im Auftrag Gottes hinsehen, wo er lieber die Augen verschließen würde, und er muss sprechen, wo er lieber schweigen würde. Was er in seinem Volk erlebt und was er persönlich durchmacht, wird ihm zur bohrenden Frage an Gott. Das geht auch heute vielen Menschen so. An Gott glauben kann trösten, es kann auch manche Fragen verschärfen. Gott, wo bist Du? Warum ist das alles so? Da tut es gut, in der Bibel Menschen zu begegnen, denen es ähnlich geht. Und es tut gut, dass ich da Sätze lesen kann wie diesen: „Ich, Gott, bin mit dir, um dir zu helfen und dich zu retten."

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Ein Gasthof in Baden-Baden trägt den seltsamen Namen „Baldreit". Dazu gibt es die Sage von einem schwerkranken Mann, der dorthin kam, um gesund zu werden. Es ging ihm so schlecht, dass der Wirt auf ein gutes Geschäft hoffen konnte: „Der Patient macht mich bald reich", soll der Wirt gesagt haben. Doch der Kranke erholt sich schneller als erwartet. Mit den Worten „bald reit ich wieder" kann er sich nach kurzer Zeit wieder aufs Pferd schwingen. Bis heute trägt deshalb das Gasthaus den Namen „Baldreit". Gesund sein, schnell wieder gesund werden, das ist für die meisten Menschen der wichtigste Wunsch. Und alle, die irgendwie im Gesundheitswesen tätig sind, leben von diesem Wunsch. Gesundheit ist auch ein Geschäft. Ein teures Gut in vielfacher Hinsicht. Aber ist sie auch das höchste Gut? Wie viele Menschen sind nicht gesund, werden auch nicht wieder gesund! Wie viele müssen mit Krankheit leben, mit körperlichen und seelischen Leiden! Es ist doch nicht der „Normalfall", dass mir nichts fehlt. Ich kann nicht selbstverständlich erwarten, gesund zu sein. Es ist ein Segen, dass wir heute soviel tun können, um Menschen zu heilen, um Beschwerden zu lindern und vorzubeugen. Das ist das Eine. Mit Krankheit, mit Schwäche leben lernen ist das andere. Das ist auch eine Sache der Einstellung. Ob ich mich und andere auch dann wertschätze, wenn wir krank sind, ob Kranke trotz und mit Krankheit am sozialen Leben teilnehmen können, das bedeutet viel. Denn dazugehören, gefragt sein und vertrauen können sind ebenso hohe Güter wie Gesundheit. Gesundheit war und ist ein Markt. Daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Auch nicht daran, dass Gesundheit zum Teil eine Frage des Geldes ist. Zu oft gilt immer noch: wer arm ist, stirbt früher. Aber vielleicht müssen wir auch mehr nachdenken über die Hauptsache-gesund-Mentalität. Das nähme auch den Druck weg, immer alles versuchen zu müssen. Es würde manchen aussichtslosen Kampf ersparen. Wenn ich nicht um jeden Preis gesund sein muß, wird der Blick frei für Lebensqualität, die da ist, auch bei Krankheit. Und es ist realistisch, wenn ich die Grenzen des Lebens annehmen kann und an diesen Grenzen wachsen, und wenn ich sogar vertrauen kann über diese Grenzen hinaus.

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„So lange man noch Neugierde in sich hat und staunen kann, ist das Alter egal." Das hat die Dichterin Hilde Domin gesagt. Eines meiner Lieblungsgedichte von ihr spricht von dieser lebendigen, geduldigen Neugier. Es lautet: 

 Nicht müde werden, 
 sondern dem Wunder
 leise
 wie einem Vogel
die Hand hinhalten

Müde werden ist eine Versuchung. „Mir reichts." „Es lohnt sich nicht." „Es ändert sich ja doch nichts." Die Theologen in den ersten Jahrhunderten nach Christus sprechen manchmal vom Mittagsdämon, der den Menschen um die Mittagszeit oder auch in der Mitte des Lebens befallen kann, und ihn träge macht. Dann tut einer nicht mehr viel, und vor allem: Er erwartet nichts mehr. Und wer nichts mehr erwartet, ist lebendig tot. Damit will ich nicht über Menschen urteilen, die immer wieder enttäuscht wurden und neue Schmerzen vermeiden wollen. Aber ich will eine Lanze brechen dafür, immer noch etwas offenzuhalten, nicht alles schon ganz genau zu wissen, nicht zu früh mit allem abzuschließen, eben neugierig zu bleiben, sich überraschen zu lassen. Ich glaube immer mehr, daß es im Leben vor allem darum geht, den Horizont offenzuhalten. Auch christlicher Glaube besteht nicht zuerst darin, daß ich bestimmte Sätze für wahr halte, oder daß ich fest überzeugt mich zu Gott und zu seinem Sohn Jesus Christus bekenne. Vielleicht heißt christlicher, biblischer Glaube: Immer und immer noch von Gott etwas erwarten. Und die Geduld nicht verlieren, zu warten, bis er sich zeigt. Ihm zutrauen, daß er sogar da ist in meinem vergänglichen menschlichen Leben, und daß er es vielleicht verwandeln kann in ewiges Leben, Friede, Glück. Die alte Dichterin Hilde Domin sagt nicht: Leg die Hände in den Schoß. Sie wählt überhaupt nicht die Befehlsform. Stattdessen: die Hand ausstrecken. Sie dem Wunder entgegenhalten. Leise, zaghaft, unsicher, zweifelnd, aber doch. Erwarten und die Hand hinhalten, dass mir, dass uns etwas zufliegen kann. Und hoffen, zumindest offen dafür bleiben, dass der Vogel kommt und sich auf meine Hand setzt. 

     Nicht müde werden,
     sondern dem Wunder
     leise
     wie einem Vogel
     die Hand hinhalten 

(Abel steh auf. Reclam 1977, S.36)

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„Ihr könnt machen, was ihr wollt - ohne Liebe könnt Ihrs vergessen. Wenn ihr es aber schafft zu lieben, habt ihr etwas, was nie vergeht." Das sagt der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief , Kapitel 13. Ein Lob auf die Liebe schreibt er da. Schön und erschreckend anspruchsvoll. Egal, was einer tut: toll reden, viel wissen, felsenfest glauben, sich engagieren für andere, überhaupt nicht mehr an sich denken - es ist nichts wert, wenn keine Liebe dabei ist. Das klingt hart, aber es deckt sich mit Erfahrungen. Denn es gibt sie ja, die Perfekten, die Tollen, die Bewundernswerten, bei denen einem trotzdem nicht warm ums Herz wird. Und wie manches teure Geschenk macht doch keine richtige Freude, weil der Beschenkte spürt: Der meint mich nicht wirklich. Der gibt nichts von sich dazu. Was nicht mit Liebe geschieht - wenigstens mit etwas Liebe -, taugt nicht, ob das kochen ist, pflegen, Kinder großziehen oder musizieren.
Dann beschreibt Paulus die Liebe und legt dabei auch wieder die Latte sehr hoch: langmütig, gütig, langsam zum Zorn; Liebe prahlt nicht, trägt nicht nach, freut sich nicht über das Unrecht, erträgt alles. O je - wer kann so sein? Jeder ist doch mal ungeduldig, zornig, schadenfroh, sich selbst der Nächste. Ohne einen gesunden Egoismus kann ich doch schließlich nicht leben. Egoismus, Sorge für sich selbst - und Liebe: das widerspricht sich ja auch nicht, im Gegenteil. Diese Sätze des Paulus sind oft missbraucht worden. Eltern, Chefs, kirchliche Autoritäten haben damit Menschen unterdrückt, ihnen verboten, auch an sich zu denken. Und viele fromme Menschen, wahrscheinlich besonders viele Frauen, haben sich ausnutzen lassen, weil Paulus hier schreibt: „Die Liebe erträgt alles". Das heißt aber doch nicht: wer liebt, muss sich alles gefallen lassen, darf nie nein sagen, nie Stopp rufen, nie eigene Wünsche anmelden und auch durchsetzen wollen. Wenn klar ist, daß jeder auch für sich sorgen darf und sogar muß, dann zeigen die Worte des Paulus über die Liebe ihren wahren Wert. Denn es stimmt ja auch, dass liebende Menschen unermesslich viel füreinander tun, auf sich nehmen, aushalten und dabei auch viel Glück erleben. Und dass sie in allem, was vergeht, etwas stiften, das bleibt.

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„Der liebe Gott sieht alles, aber er verpetzt uns nicht." Damit habe ich mich schon ab und zu getröstet. Der Spruch ist schlau - und er dürfte wahr sein. Auch wenn er nicht in der Bibel steht. Dort, im 1. Johannesbrief, steht aber ein Satz, der noch viel weiter geht: „Und wenn unser Herz uns auch verurteilt, Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles." (3, 20)  Dieser Satz ist für mich einer der tröstlichsten Sätze der ganzen Bibel. Da geht es um mehr als um Petzen und Erwischtwerden. Da geht es um Schuld, quälende Schuld, Schuldgefühle. Wenn unser Herz uns verurteilt - Wer kennt das nicht: Da habe ich etwas getan, da habe ich etwas nicht getan - und das kann ich mir nicht verzeihen. Etwas falsch entschieden, mein Kind zu hart gestraft, die alten Eltern selten besucht, einen Unfall gebaut, einen Betrieb in die Pleite geführt. Da komme ich mit den Fragen nach dem Leben und nach Gott nicht zurecht, kann nicht so glauben, wie ich es gern täte, oder wie ich denke, dass man glauben soll. Wenn mein Herz mich verurteilt, wenn ich selber mich schuldig spreche, das ist ziemlich ausweglos. Da hilft es nicht, wenn keiner was erfährt. Gott weiß alles, schreibt der Verfasser des 1. Johannesbriefs. Und das ist nicht bedrohlich,  das beschämt nicht, entblößt nicht, sondern es entlastet. Endlich sieht einer die Dinge, wie sie sind. Gott weiß, wie viel Mühe ich mir mit einer Entscheidung gegeben habe - und schließlich war sie falsch. Er weiß, wo ich aus Sorge zu hart gestraft habe und wie schwer mir die Besuche im Pflegeheim fallen, und dass ich doch so gern glauben würde. Es tut gut, mit einem wirklich wissenden Blick angeschaut zu werden, auch wenn ich dabei meine Schuld noch deutlicher erkenne. Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles - das meint beides: er sieht die mildernden Umstände und auch, wo ich richtig schlecht gehandelt habe, er sieht mich, sieht die Situation, und auf dieser Basis schlägt sein größeres Herz für mich. Da wo ich mir nicht verzeihen kann, wird Schuld nicht verharmlost, wird auch die Würde derer gewahrt, denen ich etwas angetan habe. Und ich, ich darf aufatmen.

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Natürlich ist er mir sympathisch, der Apostel Thomas, dessen Geschichte heute in vielen Kirchen gelesen wird. Man nennt ihn den „Ungläubigen". Ich finde, daß er vor allem ein denkender und fühlender Mensch ist. Seine Geschichte steht im Johannesevangelium, Kapitel 20, und ist schnell erzählt. Jesus erscheint am Osterabend seinen Jüngern, Thomas ist gerade nicht dabei. Und er glaubt den andern nicht, daß Jesus, der Gekreuzigte, bei ihnen war. „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meine Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht." Kurz darauf erfüllt sich sein Wunsch. Jesus erscheint wieder seinen Jüngern, diesmal ist Thomas dabei und darf die Wunden Jesu berühren. Thomas mußte es genau wissen. Er will begreifen. Aber vielleicht ist sein Problem gar nicht so sehr ein Glaubensproblem. Vielleicht ist sein Problem die Frage: warum leiden Menschen? Und diese Frage ist für ihn durch die Auferstehung Jesu nicht automatisch beantwortet. Schließlich hat Jesus ja unsäglich gelitten, andere Menschen haben vielleicht noch mehr auszuhalten. Soll das alles nichts sein? Wie weggeblasen? Vergessen durch die Auferstehung? Thomas fragt so, für sich selber, und stellvertretend auch für alle, die leiden, die vielleicht sogar schier zusammenbrechen unter der Last der Leiden, die das Leben oder die Menschen ihnen zufügen. Thomas ist noch nicht fertig mit dem Kreuz. Er verlangt, am Auferstandenen die Spuren seiner Leiden zu sehen. Denn was dort am Kreuz geschehen ist, kann niemand ungeschehen machen, auch Gott nicht. Deshalb will Thomas den Auferstandenen auch als den Gekreuzigten sehen. Gott muß ihm bestätigen, daß Leiden Sinn hat, auch wenn er selber es nicht begreifen kann. In dem Moment, als ihm Jesus mit den Wundmalen erscheint, ruft Thomas aus: „Mein Herr und mein Gott!" In dem geschundenen Jesus erkennt Thomas Gott an. Was immer ein Mensch zu erdulden hat, was immer das Leiden aus einem Menschen macht, wie er es besteht, so gerade ist er in der Hand Gottes geborgen. Damit wird Leiden beileibe nicht verherrlicht. Aber es wird nicht einfach zurückgelassen, wenn wir sterben und wenn wir auferstehen. Es ist nicht Abfall, Restmüll, der zurückbleibt. Sondern es ist und bleibt ein Stück von uns. Die Frage, warum wir leiden, ist damit nicht geklärt. Sie bleibt offen. Aber vielleicht lässt sie sich aushalten im Blick auf den Auferstandenen mit den Wundmalen.

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