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Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW

„Ich bin davon überzeugt, dass mein Leben zu 10 Prozent aus dem besteht, was mit mir geschieht und zu 90 Prozent aus dem, wie ich darauf reagiere.“
Diesen Satz hat der amerikanische Theologe und Prediger Charles Swindoll einmal gesagt. Ich glaube, da ist etwas dran. Nicht, das was mir in meinem Leben begegnet und widerfährt ist das Entscheidende, sondern wie ich damit umgehe und welche Gedanken ich mir darüber mache.
Das kann ich auch beobachten, wenn ich mir die Leute um mich herum so anschaue. Da gibt es welche, die mussten schwierige Zeiten durchleben und haben in ihrem Leben schwere Schicksalsschläge erfahren, und trotzdem haben sie eine fröhliche und optimistische Art. Und dann gibt es Menschen, denen geht es eigentlich sehr gut, sie haben keine materiellen Sorgen, im Beruf gelingt ihnen das meiste, von schlimmen Erlebnissen blieben sie bisher verschont. Trotzdem empfinden sie ihr Leben als schwer und mühselig. Das zeigt doch: Entscheidend ist nicht so sehr das, was passiert, sondern das, was sich in meinem Kopf abspielt: welche Gedanken ich mir über die Dinge mache und wie ich sie bewerte.
Wenn das so ist, dann sollte ich meine Einschätzungen von Zeit zu Zeit hinterfragen. Zum Beispiel so: Stimmt es, dass mein Tag wirklich so mies war, wie ich das gerade empfinde? Wenn ich genau hinschaue, merke ich: Oft reicht eine einzige Begebenheit aus, um mir die Laune für den ganzen Tag zu verderben. Z.B. ein Streit oder wenn mir etwas nicht gelungen ist. Daneben gab es aber noch viele gute Begegnungen und eine Menge Dinge, die ich erreicht habe. Dass alles habe ich nur nicht richtig wahrgenommen. Ich merke: Ich habe diesen Tag eigentlich ganz falsch bewertet, ich muss umdenken.
Eine gute Möglichkeit, meine Einschätzung auf den Prüfstand zu stellen, ist für mich auch das Gebet. Mit Gott über die Erlebnisse eines Tages zu reden, hilft beim Umdenken. Im Gebet erzähle ich Gott von dem, was ich erlebt habe und was mich beschäftigt und bitte ihn, dass er mir die richtigen Gedanken darüber schenkt.
Das habe ich mir von einem in der Bibel abgeschaut. Der Beter des 139. Psalms bittet Gott: „Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Weg!“ (Psalm 139,23-24, Übersetzung Revidierte Elberfelder Bibel). Gott will nicht, dass ich von unguten, mühseligen Gedanken über mich und mein Leben beherrscht werde, er selbst hat gute Gedanken für mich. Er lässt so viel gelingen in meinem Leben und will mir die Augen dafür öffnen, damit ich umdenke und leichter lebe, und damit ich erkennen, für wie viele Dinge ich mich eigentlich bei ihm bedanken könnte.

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Neben den großen Festen wie Weihnachten und Ostern gibt es im kirchlichen Kalender auch kleinere Gedenktage. Sie wollen an Ereignisse und Personen erinnern, die für die Kirche und den christlichen Glauben wichtig waren. Heute ist der Tag der Bekehrung des Apostels Paulus.
Paulus wäre für die christliche Kirche nämlich niemals so wichtig geworden, wenn es da nicht eine entscheidende Wende in seinem Leben gegeben hätte. Denn bevor Paulus ein bedeutender Lehrer der ersten Christen wurde, hatte er mit Jesus Christus nicht viel am Hut. Ganz im Gegenteil. Es ärgerte ihn maßlos, dass es da Menschen gab, die behaupteten, dass Jesus, der am Kreuz in Jerusalem hingerichtet worden war, von den Toten auferstanden und Gottes Sohn sein sollte. Er versuchte diese neue Lehre zu bekämpfen und schreckte nicht davor zurück, christliche Gruppen aufzuspüren und sie vor Gericht zu bringen. - Bis ihm in einer Vision der auferstanden Christus selbst begegnete. Das war für Paulus ein Schock. Er erkannte, dass er mit allem, was ihm bis dahin wichtig war, und für das er sich mit ganzer Kraft eingesetzt hatte, auf dem Holzweg war.
Das war das Schlimmste, was Paulus je erlebt hatte. Aber gleichzeitig auch das Schönste. Denn Jesus hat ihn beauftragt, weiter zu erzählen, was er nun gesehen hatte: Jesus war nicht am Kreuz gescheitert, sondern mit ihm war tatsächlich Gott selbst zu den Menschen gekommen, um ihnen zu zeigen, wer er ist und wie er zu ihnen steht. Obwohl Paulus den Anhängern von Jesus das Leben schwer gemacht hat, hatte Gott ihn ausgesucht, um das bekannt zu machen. Paulus hat erlebt: Gott wendet sich nicht von denen ab, die schwer Fehler machen, nicht einmal von denen, die nichts von ihm wissen wollen oder versuchen, ihn zu bekämpfen.
Von dieser Liebe Gottes sprechen auch die für mich schönsten Sätze der ganzen Bibel. Paulus hat sie in seinem Brief an die Christen in Rom geschrieben: Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel, noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn (Römer 8,38-39).
Paulus spielte für das Christentum in den ersten Jahrzehnten nach dem Tod und der Auferstehung von Jesus eine herausragende Rolle. Fast im Alleingang trug Paulus den christlichen Glauben in die halbe damals bekannte Welt. Er gründete viele Gemeinden und blieb mit ihnen durch Briefe in Kontakt. Die meisten Briefe des neuen Testaments stammen von ihm. Die Christen fanden das, was Paulus über Gott geschrieben hat, so gut und so wichtig, dass sie es an künftige Generationen weitergeben wollten.
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Für alle Dinge gibt es ein richtiges Maß, auch für den Mut. Wer sich viel zutraut, der wird leicht über-mütig. Und wer sich mehr zutraut, als er eigentlich kann, der wird hoch-mütig – keine besonders sympathische Eigenschaft. Auf der anderen Seite: Wer sich ganz wenig zutraut, der ist mut-los.
Ich glaube, das richtige Maß an Mut, die richtige Einstellung zu mir und meinen Fähigkeiten liegt irgendwo zwischen Mutlosigkeit und Hochmut, aber es ist gar nicht so einfach, sie zu treffen.
Damit das gelingt empfiehlt die Bibel eine ganz andere Form von Mut: Die De-Mut. Wie bitte Demut? Das klingt doch nach Unterwürfigkeit – nach einem Hund, der den Schwanz einzieht aus Angst, von seinem Herrn geschlagen zu werden. Das soll das richtige Maß an Mut sein?
Aber wenn ich genauer hinschaue, dann merke ich, dass das, was die Bibel mit Demut meint, nichts mit dem zu tun hat, was mir dazu spontan durch den Kopf geht. Dass er demütig war, wird beispielsweise von Mose gesagt: „Aber Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden“ (4. Mose 12,3), lese ich da. Mit Unterwürfigkeit hatte Mose nun aber gar nichts am Hut. Mutig stellte er sich vor den Pharao und forderte den mächtigen Herrscher Ägyptens auf, die Israeliten aus der Sklaverei zu entlassen. Und als der Pharao das Volk endlich frei gab, führte Mose die Menschen durch die Wüste in ein neues Land. Als Anführer musste er viele wichtige Entscheidungen treffen und auch manchmal hart durchgreifen.
Demut, das ist für die Bibel der Mut, der mit Gott rechnet. Es gibt nicht nur mich und das, was ich tun und leisten kann. Es gibt da noch jemanden, der mehr tun kann als ich und der Möglichkeiten hat, wenn ich mit meinen Möglichkeiten am Ende bin. Als Mose von Gott den schwierigen Auftrag bekam, die Israeliten aus Ägypten zu führen, da wehrte er ab: „Nimm einen andern, ich bin kein großer Redner“. Aber dann versprach Gott, dass er ihm schon die richtigen Worte geben würde, und Mose willigte ein.
Demut bedeutet auch, dass ich meine Grenzen akzeptieren kann. Ich brauche nicht hochmütig zu denken, ich kann und muss alles allein hinkriegen. Ich brauche aber auch nicht mutlos zu verzweifeln, weil ich mir zu wenig zutraue. Gott kann auch aus dem, was misslingt, noch Gutes wirken. Für mich als Pfarrer heißt das ganz konkret, wenn ich an meiner Predigt für den nächsten Sonntag sitze, dass ich weder hochmütig denke, ich könnte mit meinen Worten Alle überzeugen, noch mutlos meine, dass meine Gedanken sowieso niemanden interessieren. Ich mache es einfach so gut ich es kann und überlasse den Rest Gott. Überlegen Sie doch mal, was Demut für Sie bedeuten könnte.
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Das Leben ist ganz schön anstrengend, finde ich. Oft anstrengender als mir lieb ist. Wenn ich durch meine beruflichen und privaten Aufgaben schon richtig gut ausgelastet bin, und dann kommt noch irgendetwas Unerwartetes dazu, dann hadere ich auch manchmal mit Gott: „Muss das so anstrengend sein, könntest du es mir nicht einfacher machen?“
Ich komme mir dabei ein Bisschen so vor wie mein kleiner Sohn. Der lernt gerade, sich morgens alleine anzuziehen. Und das ist auch sehr anstrengend für ihn. Mühsam kämpft er sich mit Hose, Pulli und – jetzt im Winter ganz schwierig - mit seiner Strumpfhose ab. Oft hat er keine Lust dazu und möchte, dass seine Eltern ihn anziehen.
Für meine Frau und mich ist diese Bitte immer wieder eine Versuchung, denn es wäre nicht nur für ihn, sondern auch für uns einfacher, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. In einer Minute wäre der kleine Mann fertig angezogen, und das alles ohne Geschrei. Aber meine Frau und ich wissen, dass unser Sohn das lernen muss. Bei der Sportstunde im Kindergarten und erst recht später in der Schule muss er es ja auch alleine können. Wir tun ihm keinen Gefallen, wenn wir ihm diese anstrengende Aufgabe abnehmen. Da muss er durch.
Vielleicht geht es Gott ja ähnlich mit mir. Es wäre ihm ein Leichtes, mir manche Dinge einfacher zu machen, aber er ist offensichtlich auch der Meinung: „Da musst du durch.“
Bei meinem Sohn stelle ich fest, dass ihm das Anziehen jeden Tag weniger Mühe macht und er immer besser darin wird. Und noch etwas anderes fällt mir auf. Immer wenn er es geschafft hat, sich alleine anzuziehen, ist er unheimlich stolz. Die Erfahrung, etwas Schwieriges gemeistert zu haben, gibt ihm eine Menge Selbstvertrauen.
Ich denke, das ist auch bei Erwachsenen so: Belastende Phasen in meinem Leben können sehr anstrengend sein. Aber wenn ich sie bewältige, dann gehe ich als ein anderer Mensch aus diesen Situationen heraus, als ich hineingegangen bin. An jeder belastenden Phase lerne ich, mit zukünftigen ähnlichen Situationen besser umzugehen. Anstrengende Zeiten sind deshalb fast nie umsonst. Ich werde dadurch besser gerüstet für das Leben.
„Ist Gott ein großer Schullehrer?“, hat mein Sohn mich neulich gefragt. „Nein, das ist er nicht“, habe ich geantwortet. Aber im Nachhinein denke ich, es ist doch etwas dran. Ganz bestimmt kann ich nicht in allem Übel, das mir begegnet, etwas Gutes sehen. Aber ich denke: mit vielem was Gott mir zumutet, will er mich, wie ein guter Lehrer, nicht etwa ärgern oder piesacken, sondern lebenstüchtig machen.
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Haben Sie in diesem Winter schon Schnee gesehen? Ich zwei Mal. Einmal im November als es bei uns in Nagold kurz geschneit hat. Das zweite Mal, als ich mit meiner Familie durch den Hochschwarzwald nach Freiburg gefahren bin; allerdings hat es während der Fahrt geregnet und der Schnee wurde immer weniger.
An dem Klimawandel, auf den Wissenschaftler seit vielen Jahren hinweisen, scheint wirklich etwas dran zu sein. Die katastrophalen Folgen für unsere Welt, sagen die Forscher, sind unabsehbar.
Ganz viele Menschen sind beunruhigt und denken, man müsste etwas tun. Aber tut irgendjemand etwas? Die Maßnahmen der Politik wirken wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Industrie hat vor Jahren das Drei-Liter-Auto gebaut, das keiner haben wollte und setzt seitdem auf immer mehr PS. Und die werden gekauft. Auch die meisten Bürger sind zwar beunruhigt aber handeln nicht.
Warum ist das so? Ich glaube, weil andere Probleme dringlicher erscheinen, als der Klimaschutz. Die hohe Arbeitslosigkeit, die unsichere Altersversorgung, die Globalisierung, dass das Leben immer teurer wird. Das alles bekommen Menschen direkt zu spüren und auf dem Kontoauszug auch zu sehen. Frühlingswetter im Januar ist da weniger schmerzhaft.
Als es uns in Deutschland wirtschaftlich und finanziell noch gut ging, in den 80er Jahren, da wurde in Sachen Umweltschutz einiges getan. Die Mülltrennung wurde eingeführt, Treibhausgase wurden verboten und die Menschen waren bereit, sich der Schöpfung zu liebe auch persönlich einzuschränken. Viele haben auf grauem Papier geschrieben, satt auf weißem. Manche haben sogar Teebeutel in ihre Bestandteile zerlegt und getrennt entsorgt. Mir kommt es fast so vor, als sei der Umweltschutz ein Luxus, den sich eine Gesellschaft nur leistet, wenn sie keine anderen Sorgen hat.
Aber wenn es stimmt, was die Wissenschaftler für die Zukunft vorhersagen, dann sind doch die meisten Probleme, die uns jetzt so groß vor Augen stehen, verhältnismäßig klein gegenüber dem, was auf uns zukommt. Erst recht wenn wir an unsere Kinder denken. Es ist schlimm für ein Kind, wenn der Vater keine Arbeit hat. Aber ist es weniger schlimm, in einer Welt aufzuwachsen, in der das Wetter verrückt spielt und Naturkatastrophen zunehmen? „Mir wird ganz Angst, wenn ich daran denke, was da auf meine Kinder zukommt“, sagte mir eine Mutter neulich. Ich denke, vor allem den Generationen, die nach uns kommen, sind wir es schuldig die Bewahrung der Schöpfung sehr weit oben auf die Prioritätenliste zu setzen.
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„Riech mal. Ich riech nach Engel“, sagte neulich mein vierjähriger Sohn und hielt mir seine Hände unter die Nase. Nach Engel? Ich war etwas erstaunt. Dann hab ich begriffen, was er meinte. Er hatte sich die Hände mit einer Seife gewaschen, die vor einigen Wochen in seinem Adventskalender war, und die hatte die Form eines kleinen Engels.
Auch ohne Engelseife haben Kinder etwas Engelhaftes, finde ich. Das geht vielen Menschen so. „Sieht sie nicht aus wie ein kleiner Engel?“, sagt z.B. die Mutter, wenn sie ihr kleines Mädchen besonders süß findet. Und sehr oft werden Engel in der Kunst oder in der Werbung als Kinder dargestellt.
Die Bibel sagt von den Engeln: Sie gehören in die Welt Gottes. Gott schickt sie, um uns Menschen Botschaften zu überbringen. In der Bibel steht zwar nicht, dass die Engel wie Kinder aussehen oder dass alle Kinder Engel sind, aber ich glaube, dass uns auch die Kinder eine Botschaft von Gott bringen.
Jesus hat das jedenfalls so gesehen. Und auch so gesagt. Zum Beispiel als einige Frauen kleine Kinder zu ihm brachten. Sie wollten, dass er sie segnet. Aber seine Jünger fuhren die die Frauen an: „Stört unseren Meister nicht. Schert euch weg. Jesus hat besseres zu tun, als sich mit Euern Bälgern abzugeben“.
Kinder galten damals in Palästina nicht besonders viel. Die Kindheit als eigenen Lebensabschnitt, wie wir das heute sehen, kannten die Menschen damals nicht. Kinder, das waren: noch keine Erwachsenen. Kleine Kinder galten als unvernünftig und sollten so schnell wie möglich vernünftig werden. Wichtig für die Familie wurden Kinder erst, wenn sie selbst auf dem Feld oder im Haus mithelfen konnten. Die Kindheit selbst hatte keinen Wert.
Aber Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Halt. Die Kinder, die ihr nicht beachtet und wegschicken wollt, bringen euch eine wichtige Botschaft von Gott. Gerade für solche Kinder ist die Welt Gottes. Und wer sie nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen“.
Ich glaube, Jesus meinte damit die Fähigkeit der Kinder, sich etwas schenken zu lassen. Kinder können sich noch nichts verdienen. Sie leben ganz von der Fürsorge ihrer Eltern. Wenn sie etwas brauchen, bitten sie ihre Eltern darum, und wenn sie es bekommen, freuen sie sich darüber. Davon sollten wir Erwachsenen uns eine Scheibe abschneiden, meint Jesus. Wenn sich Menschen mit ihrer Bedürftigkeit und ihren Sehnsüchten so an Gott wenden, wie ein Kind an seine Mutter oder seinen Vater. Wenn sie empfangen, was Gott ihnen schenkt und sich darüber freuen, dann ist das Reich Gottes da, jedenfalls ein Stück davon.
Das ist die Botschaft, die uns die kleinen Engel bringen.
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