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Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

Guten Morgen zum ersten Werktag im neuen Jahr!

Alles ist noch frisch und unverbraucht. Das neue Jahr steht vor uns wie eine große Wundertüte. Was ist da wohl drin? Diese Frage beantworten nicht wir.  Eine andere Frage kann ich sehr wohl beantworten:  Was möchte ich selbst für dieses Jahr und für das Leben tun? Da gibt’s natürlich viel Privates, für die Gesundheit, für die Familie. Keine Frage, das sind wichtige Aufgaben. Aber das wäre zu wenig. Ich lebe ja nicht nur das private Leben, sondern ich lebe in einem Ort, einem Staat, einem Land, und auf dieser Erde. Was immer ich tue, hat Auswirkungen auf andere. Für mich als Christin gibt es ein Thema von großer Bedeutung: mich interessieren und einsetzen, und zwar menschlich, ökologisch, politisch!

Das alles hat Jesus vorgemacht. Er hat seinen Anhängern deutliche Aufträge gegeben. Er war dabei nicht zimperlich, sondern deutlich: Ihr sollt Gott, den Nächsten und euch selbst  lieben, das zuerst. Und deshalb sollt ihr Frieden schaffen – Euch um Arme kümmern – für Gerechtigkeit sorgen.  Wer Christ ist, soll und muss mitarbeiten an einer besseren Welt. Weil Gott alle liebt. Egal woher sie kommen und wie sie leben. Deshalb setzen sich viele aus ihrer christlichen Haltung heraus direkt für Flüchtlinge ein. Oder für Obdachlose. Oder für andere, die Hilfe brauchen. Oder sie werden politisch aktiv und versuchen, Einfluss zu nehmen. Für die Demokratie, für Menschenrechte.

Die Welt, die Natur und die Menschen – alles und alle brauchen Leute, die Partei für sie ergreifen. Es sind natürlich nicht nur Christen, die dies tun. Aber Christen haben dazu einen deutlichen Auftrag von Jesus selbst: Es ist Gottes Welt. Helft mit, dass sie eine menschliche Welt wird und bleibt.

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