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Die Texte unserer Radiosendungen in den Programmen des SWR können Sie nachlesen und für private Zwecke nutzen.
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06AUG2022
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Der Physiker Robert Oppenheimer gilt als Vater der Atombombe. Nachdem er erkannt hat, was diese furchtbare Waffe anrichtet, hat er sich selbst mit einem Zitat aus der wichtigsten Schrift des Hinduismus beschrieben:

„Jetzt bin ich zum Tod geworden. Zum Zerstörer von Welten.“

 

Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Oppenheimer

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05AUG2022
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Heino Falcke ist Astrophysiker und hat rausgefunden, wie man schwarze Löcher fotografieren kann. Er ist auch engagierter evangelischer Christ und erzählt, wie für ihn Glaube und Wissenschaft vereinbar sind.

„Vor 13,8 Milliarden Jahren ereignete sich der Urknall: ein unendlich kleiner Raum dehnte sich inflationär aus, es war der Anbeginn von Raum und Zeit. Das Universum dehnt sich bis heute weiter aus - aber was jenseits dessen ist, weiß niemand.
Wir kennen die Naturgesetze, aber wo diese Regeln herkommen, wissen wir nicht. Eine ganz gottlose Physik ist für mich nicht möglich. Ich sehe es auch als meine Lebensaufgabe, Menschen an diese großen Themen heranzuführen und ihnen vielleicht ein Stück Hoffnung mitzugeben. Ich will niemanden zwingen, ich will vielmehr eine Tür aufmachen und sagen: Sieh selbst, was dahinter liegt.“

 

Aus: chrismon. Das evangelische Magazin. 12/2021, Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH, Frankfurt am Main, S. 40.

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04AUG2022
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Lourdes in Frankreich ist ein großer Wallfahrtsort, an dem schon mehrere Menschen von schweren Krankheiten geheilt worden sind. Schwer zu glauben, finde ich.
Rolf Theiß ist Orthopäde und Chirurg und gehört zu den Wissenschaftlern, die die Heilungen in Lourdes einordnen. Er sagt:

„Aus Sicht der Kranken gilt auf jeden Fall: Wenn es Lourdes nicht gäbe, müsste man es erfinden. In Lourdes gehört alles zusammen und ergibt eine besondere Atmosphäre: Das Quell-Wasser, das Gebet, die Lichter, die eindrucksvolle Abendprozession, die Gemeinschaft. Der Ort schafft Energie und gibt Kraft zum Weitermachen. Das ist ein Aspekt von Heilung, der auch die scheinbar Gesunden betrifft.“

 

Aus: Andere Zeiten - Magazin zum Kirchenjahr, Andere Zeiten e.V. Hamburg, Druckzentrum Neumünster, S. 21.

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03AUG2022
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Sebastian Maly ist Experte für Entscheidungen. Mit 19 Jahren hat er sich zum ersten Mal gefragt, ob er in einen Orden eintreten soll. Er hat es erst mal nicht getan. Mit Ende 30 dann hat er den Schritt gewagt. Er erzählt, wie das für ihn war:

„Mit Ende 30 geriet ich in eine persönliche Krise. Vieles, was mir als sicher und durchdacht in meinem Leben erschien, bekam Risse. Als es mir wieder besser ging, war mir plötzlich klar, dass ich es mit dem Jesuit-Werden probieren wollte. Nicht, weil sich mir neue, gute Gründe unwiderstehlich aufgedrängt hätten. Sondern weil ich in meinem Innersten verstanden hatte, dass ich ins Unplanbare hinaustreten muss.“

 

Aus: Andere Zeiten - Magazin zum Kirchenjahr, Andere Zeiten e.V. Hamburg, Druckzentrum Neumünster, S. 5.

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02AUG2022
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Emily Owen aus England hat eine sehr schwere Zeit hinter sich. Erst wurde ein Hirntumor gefunden, dann hat sie bei der OP ihr Gehör verloren. Sie hadert mit Gott, hat aber einen Weg mit ihm gefunden. Sie erzählt, was ihr vor einer weiteren Operation durch den Kopf gegangen ist:

„Ich bat Gott, mich auf dem Operationstisch sterben zu lassen. Ich wollte dieses Leben nicht mehr. Dieses Leben, das ich nicht geplant hatte, das Leben, in dem alles ein Kampf war. Gott machte mir klar, dass ich in diesem Moment nicht sterben würde.
Ich bat ihn dann: Wenn ich weiterlebe, dann benutze wenigstens meine Geschichte.

Jetzt arbeite ich als Schriftstellerin und Rednerin.
Ich kann nicht behaupten, dass ich immer froh bin, dass es meine Geschichte ist. Denn manchmal ist es ein schwieriges Leben. Aber ich bin immer froh, wenn Gott sie benutzt, um Herzen zu berühren.“

 

Aus: Junia - das Mitgliedermagazin der kfd, März/April 2022, Gesamtherstellung: Westend Druckereibetriebe GmbH WKS Druckholding Essen, Gestaltung: Das weite Feld, Design Direction, Christina Claßen Köln, Düsseldorf, S. 19

https://www.kirche-im-swr.de/?m=35909
01AUG2022
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Ansgar Wiedenhaus spricht mit Leuten, die aus der Kirche ausgetreten sind. Der katholische Priester findet es schlimm, wie die Institution mit den Menschen umgeht. Er sagt:

„Die Glaubens- und Lebensfragen bleiben und dass wir uns nach Sinn sehnen und danach, dazu zu gehören. Deshalb finde ich es umso bedrückender, dass die Ausgetretenen so behandelt werden, als seien sie nichts.
Wir reden immer über die Kirche wie über eine Firma, die ihr Produkt loswerden muss und sonst pleitegeht.
Aber was mich viel mehr bedrückt: Wenn die Kirche ihren Auftrag nicht mehr erfüllt, nämlich für Menschen da zu sein und Hoffnung zu geben und für Gerechtigkeit einzustehen, dann ist mein Hauptproblem nicht, dass die Institution Kirche zugrunde geht. Sondern dass Menschen nicht mehr geholfen wird.“

 

Aus: Süddeutsche Zeitung, Montag, 27. Juni 2022, Ressort: Innenpolitik, Artikel 3/5 „Da ist was Kaputtes in unserer Kirche, Verlag: Süddeutsche Zeitung mbH, München, Digital-Abo.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=35908
31JUL2022
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Charlotte Knobloch ist Präsidentin der Israelitischen Gemeinde München. Sie sagt auf einer Kundgebung gegen den Krieg in der Ukraine:

„Die Bilder aus der Ukraine wecken in mir furchtbare Erinnerungen an meine Jugend in einem München, das nicht viel anders aussah als Kiew oder Charkiw dieser Tage. (..) Putins zutiefst verlogene, zynische Erzählung von der "Entnazifizierung" ist verachtenswert! Ist es doch Putin, der offensichtlich der faschistischen Tradition nacheifert und jeden Funken von Freiheit auszulöschen versucht - in seinem eigenen Land, in jedem Winkel seiner Einflusszone und jetzt in der Ukraine! Die Geschichte lehrt, dass ein einziger Mensch ein ganzes Land, die ganze Welt, an den Abgrund führen kann - und weiter.“

 

Aus: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-koenigsplatz-ukraine-redner-zitate-1.5540938

https://www.kirche-im-swr.de/?m=35907
25JUN2022
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Kai Gniffke ist der Chef des SWR und wünscht sich für die katholische Kirche „echte“ Typen und klare Kommunikation - und er hat ein prima Beispiel gefunden. Er sagt:

„Es dürstet nach authentischen Typen - Menschen wie Christian Streich. Er ist ein brillanter Prediger in der Kabinenpredigt und ist auch danach sehr stark in der Kommunikation. Man merkt, dass ihm das Herz auf der Zunge liegt.“

Aus: https://www.katholikentag.de/index.php?id=343&newsId=4025.

https://www.kirche-im-swr.de/?m=35628
24JUN2022
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Reinhard Horn komponiert und singt Kinderlieder. Er entwickelt und organisiert immer wieder Projekte, die sich um die großen Fragen unserer Zeit drehen. Bei seinem neuesten Chorprojekt geht es um den Klimawandel und was wir für unsere Erde tun können. Der Musiker sagt dazu:

„Das Thema Klima geht uns alle an. Wir sind eine Weltfamilie und brauchen jede Stimme, jede Hand, jedes Herz, das mitmacht. Die Erfahrung zeigt, dass eine solche Solidarisierung über die Musik möglich ist. Denn Musik ist die einzige Sprache, die wir alle von Geburt an sprechen und verstehen. Egal, auf welchem Kontinent wir leben und welche Hautfarbe wir haben.“

Der Dom. Katholisches Magazin im Erzbistum Paderborn, 15. Mai 2022

https://www.kirche-im-swr.de/?m=35627
23JUN2022
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Der Theologe Friedrich Schleiermacher hat im 18. Jahrhundert einen Satz über das Leben gesagt, der heute genauso gilt. Er geht so:

„Sorge nicht um das, was kommen mag,
weine nicht um das, was vergeht;
aber sorge, dich nicht selbst zu verlieren,
und weine, wenn du dahintreibst im Strome der Zeit,
ohne den Himmel in dir zu tragen.“

Andere Zeiten- Magazin zum Kirchenjahr 02/22

https://www.kirche-im-swr.de/?m=35626