Manuskripte

Anstöße SWR1 RP / Morgengruß SWR4 RP

„Du machst mich noch ganz verrückt!“ So sagen wir zueinander, wenn wir uns auf die Nerven gehen. Wenn Kinder um etwas betteln ohne Ende. Wenn sich jemand was in den Kopf gesetzt hat, unbedingt will und einfach nicht aufhört, es allen jederzeit und überall zu sagen.

 

Es macht nicht besonders sympathisch, und Freunde macht man sich eher nicht damit. Umso erstaunlicher ist es, dass wir unseren Gott verrückt machen dürfen. Das jedenfalls sagt Jesus seinen Leuten. Und er will ja Gott erklären. Woran wir bei ihm sind. Wie wir mit ihm umgehen können.

Als Beispiel dafür, erzählt er von einer Witwe, der man ständig Unrecht tut. Und deshalb wendet sie sich an einen Richter. Aber der ist auf beiden Ohren taub. Und weil sie ohnedies eine rechtlose Person ist, denn damals galten Frauen nicht viel und verwitwete schon mal gar nicht, darum lässt er sie links liegen und setzt sich nicht für sie ein.

Da hat er sie aber unterschätzt. Denn sie lässt nicht locker. Unablässig liegt sie ihm in den Ohren. Sie setzt ihm so dermaßen hartnäckig zu, dass er am Ende doch reagiert, und ihr hilft, so dass sie zu ihrem guten Recht doch noch kommt. Und das hat sie nur geschafft, weil sie ihn ganz verrückt gemacht hat mit ihrem Anliegen.

Und genau so, sollen wir es auch mit Gott machen, sagt Jesus. Wir dürfen ihm in den Ohren liegen, unbändig einklagen, was uns recht und billig erscheint.

Es stört ihn nicht, wenn wir unseren Gott verrückt machen mit unserem unverschämten Drängen auf Glück und Verschonung, auf Hilfe und Kraft, auf Glaubenslust und Lebenslaune.

Das ist nicht unanständig oder gar gottlos. Im Gegenteil: Es ist eine ganz intensive Form, an ihn zu glauben, wenn wir alles auf eine Karte setzen und nicht aufhören, uns in seine Nähe zu beten. Niemand ist Gott lästig mit dem, was er braucht.

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