Manuskripte

SWR3 Gedanken

Ich bin in der Innenstadt und sehe an der Ecke wieder diesen einen Obdachlosen sitzen. Er sitzt da meistens mit seinem Kaffeebecher. Er kommt mir schon richtig bekannt vor. Und fünfzig Meter weiter sitzt immer die ältere Frau mit den beiden Hunden. Sie bettelt auch.

Die beiden sind mir irgendwie vertraut, aber trotzdem: immer, wenn ich an ihnen vorbeikomme, fange ich wieder neu an zu überlegen: Soll ich etwas geben? Fünfzig Cent oder ein, zwei Euro? Eigentlich könnte es ja auch mal mehr sein. Aber wer weiß, was mit dem Geld passiert… Letzten Endes entscheide ich dann spontan, ob ich einen Euro gebe.

Jetzt habe ich im Netz „Dreizehn Tipps für den Umgang mit bettelnden Menschen“ gefunden. Ein echt informativer Text von Leuten, die sich professionell in der Obdachlosenhilfe engagieren.

Gerade zu der Frage, ob man Geld geben soll oder nicht, heißt es von den Profis ganz klar: „Warum nicht? Auch auf die Gefahr hin, dass das Geld für Alkohol oder andere Drogen draufgeht. Menschen, die auf der Straße leben, haben oft Suchtprobleme. Und ein kalter Entzug auf der Straße kann lebensbedrohlich sein.“

Und was ist, wenn ich kein Geld geben möchte? Da empfehlen die Profis, dass ich einfach direkt nachfrage, was derjenige, der bettelt, gerade brauchen kann. Vielleicht ist es ein Einwegrasierer oder vielleicht sind es ein Paar Socken, vielleicht sogar neue Schuhe.

Und wem das alles nicht zusagt, der kann ja auch etwas Geld spenden. Am besten direkt an Vereine oder Verbände, die sich professionell für Obdachlose und Arme einsetzen. Gebraucht wird das Geld immer. Vor allem jetzt im Winter.  

https://www.kirche-im-swr.de/?m=27871

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