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SWR3 Gedanken

12JAN2021
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Polizeibelegschaften tun es, Klinikabteilungen, Supermarktteams, Schulkollegien ebenso. Sie tanzen. Tanzen auf das Lied Jerusalema. Das kommt aus Südafrika und hat einen Rhythmus, der sofort ansteckt.

Wer Zulu kann, hört, dass dieses Lied ein Gebet ist. Aber auch ohne Sprachkenntnisse in Zulu wird schnell klar – dieses Lied hat eine spirituelle Dimension: Hier geht es nicht nur um den Spaß, sich auf Musik zu bewegen.

Wenn du dich auf den Rhythmus und die Schritte einlässt und einfach mitmachst, spürst du, dass Gemeinschaft trägt. Oder besser: dass wir als Gemeinschaft getragen sind.

Kelechi Onyele, Tanzchoreograph in Frankfurt, bringt es auf den Punkt: „Es geht nur zusammen! Egal welche Hautfarbe, egal welche Religion, welcher Familienstand, egal was du im Leben erreicht hast und was nicht – es geht zusammen. Und das mit einfachen Mitteln.“

Biblisch gesehen ist Jerusalem die Stadt, in der es losgehen wird  mit Gerechtigkeit und Friede für alle Menschen in der Welt. Alle Völker, heißt es, werden nach Jerusalem strömen, um Gott zu verehren. Dann beginnt ein neues Zeitalter.

Ich bin mir sicher, dass dabei alle tanzen werden! Alle zusammen!

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